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Normale Version: Sonnenkult Christentum
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(01-09-2010 00:01)Bion schrieb: [ -> ]
(31-08-2010 18:18)Angelika schrieb: [ -> ]Aus Maleachi 3,20 einen Sonnenkult abzuleiten ist lächerlich, ...

Wer leitet von Maleachi 3,20 einen Sonnenkult ab? Von Sonnenmythologie war die Rede. Oder, wenn Du willst, von Sonnentheologie!

Ist das tatsächlich lächerlich? Oder scheint es für Dich nur so?

"Sonne der Gerechtigkeit" (aus Maleachi 3,20) ist von einem Teil der Kirchenväter messianisch verstanden worden. Beispielsweise von Ephrem, Kyrill von Alexandrien und Hieronymus.

In ihrer Deutung sollte der christliche Sol justitiae an die Stelle des römischen Sol invictus treten.

Messianisch gedeutet wurde Maleachi 3,20 übrigens auch von Luther und Calvin!

Autoritativ kann die Bibel nur von Gott selbst interpretiert werden. Wir sind uns ja einig, dass dort kein Sonnenkult angelegt ist, sondern höchstens eine Symbolik.

Antike Kirchenlehrer wollten an den Diskurs ihrer Zeit anschließen. Dazu hat man sich dann eben auch auf heidnischen Dinge eingelassen. Das hatte seine Vorteile, hat aber leider auch etwas Heidentum ins Christentum als soziale Realität eingeschleppt.

Auf keinen Fall ist da von einem Sonnengott oder einer Sonnengötze die Rede, sondern von etwas das unter Gottes Gewalt steht und als Symbol sicher vielfach verstanden werden kann.
(01-09-2010 00:09)Angelika schrieb: [ -> ]Autoritativ kann die Bibel nur von Gott selbst interpretiert werden. Wir sind uns ja einig, dass dort kein Sonnenkult angelegt ist, sondern höchstens eine Symbolik.

Eine Anmerkung von Alfons Deissler in seinem Kommentar zu Maleachi:

Eine den Literalsinn übersteigende Übertragung des Bildes auf Jesus den Christus als die "Sonne der Gerechtigkeit" (3,20), deren Flügel Heilung bringen, eröffnet eine fruchtbare Perspektive für die gläubige Meditation.

(01-09-2010 00:09)Angelika schrieb: [ -> ]Antike Kirchenlehrer wollten an den Diskurs ihrer Zeit anschließen. Dazu hat man sich dann eben auch auf heidnischen Dinge eingelassen. Das hatte seine Vorteile, hat aber leider auch etwas Heidentum ins Christentum als soziale Realität eingeschleppt.

Übrigens! So wenig ist es nicht, was an Heidnischem ins Christentum eingeschleppt wurde.
Als da Wären: Tannenbaum, Weihnachten zur Sonnwende, Heiligenverehrung(wie Polytheismus,..für Jedes Wehwehchen gibts nen eigenen Heiligen/Schutzpatron/Gott),...:icon_cheesygrin:

alwin

Daß auch Christen innerhalb ihrer Tradition Dinge aus anderen Traditionen vorheriger Religionen übernommen haben und umgedeutet haben, ist doch unbestritten. Aber was ist daran zu kritisieren?

Gruß
(01-09-2010 08:19)d.n. schrieb: [ -> ]Als da Wären: Tannenbaum, Weihnachten zur Sonnwende, Heiligenverehrung(wie Polytheismus,..für Jedes Wehwehchen gibts nen eigenen Heiligen/Schutzpatron/Gott),...:icon_cheesygrin:

Zu Weihnachten sagte ich schon etwas. Heilige verehre ich nicht und Tannenbäume habe ich auch zu Weihnachten nur im Garten.
(01-09-2010 08:19)d.n. schrieb: [ -> ][...]Heiligenverehrung(wie Polytheismus,..für Jedes Wehwehchen gibts nen eigenen Heiligen/Schutzpatron/Gott),...:icon_cheesygrin:

Da muss man fairerweise sagen, dass der ganze Kitsch mit Heiligen, Engel etc. von der katholischen Kirche erfunden wurde.
(01-09-2010 20:19)humanist schrieb: [ -> ]
(01-09-2010 08:19)d.n. schrieb: [ -> ][...]Heiligenverehrung(wie Polytheismus,..für Jedes Wehwehchen gibts nen eigenen Heiligen/Schutzpatron/Gott),...:icon_cheesygrin:

Da muss man fairerweise sagen, dass der ganze Kitsch mit Heiligen, Engel etc. von der katholischen Kirche erfunden wurde.

In anderer Art gibt es das bei den Orthodoxen leider auch. Der Protestantismus entstand ja z.T. aus Ablehnung dagegen.
Kam das mit dem Sonnenkult nicht erst ca 450 Jahre nach Jesus dazu?

Kaiser Konstantin hatte damals eine Art kompromiss gemacht mit den damaligen nicht weg zu bekommenden Christen
und dem dominierenden Mithraskult der weit verbreitet war welche der Sonne als höchstes galt.

Lässt sich hier nachlesen:
geschichtsverein-koengen.de/Christentum2.htm
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