Religionsforum (Forum Religion)

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agnostik

(24-08-2010 16:02)Karla schrieb: [ -> ]Das kann sich sogar innerhalb einer Kultur über die Jahrhunderte hin verändern. So habe jetzt zum Beispiel ich die größte Mühe, die eine Partei des berühmten mittelalterlichen Universalienstreites in ihrem Denken überhaupt auch nur zu verstehen. Diese Partei wird sogar 'Realismus' genannt, aber vertreten tut sie die Ansicht, dass nur Allgemeinbegriffe real seien. Also nicht eine einzelne Rose sei real, sondern der Gattungsbegriff 'Rose'.
Ich gäbe was darum, wenn ich überhaupt nur erfassen könnte, wie sie zu dieser Auffassung kommen. Ich kann es also nicht einmal nachvollziehen. Und doch wurde jahrhundertelang in unserer abendländischen Philosophie so gedacht.
[Quoting-Tag repariert./Ekkard]

Ich kann es nachvollziehen - vielleicht, weil ich mich mal mit einigen Aspekten der Vedanta Philosophie ziemlich eingehend auseinandergesetzt habe.

Aber das ist OT zu dem Strang - deshalb will ich das nicht weiter ausführen.

Karla

Ja, hier geht es wohl nicht. Aber unter welchem Titel kann man da einen Thread zu aufmachen? Nicht so einfach.

agnostik

(25-08-2010 23:17)Karla schrieb: [ -> ]Ja, hier geht es wohl nicht. Aber unter welchem Titel kann man da einen Thread zu aufmachen? Nicht so einfach.

Philosophie?

Karla

Philosophie ist immer gut. Vielleicht unter dem Titel "Der Universalienstreit im Mittelalter"?

agnostik

(27-08-2010 03:23)Karla schrieb: [ -> ]Philosophie ist immer gut. Vielleicht unter dem Titel "Der Universalienstreit im Mittelalter"?

Vielleicht etwas weiter gefasst, damit er nicht schon so schnell gesplittet werden muss - und auch vielleicht mehr Leute dazu bewegt, sich zu beteiligen. (Der Titel hätte mich nicht angesprochen, weil der Universalienstreit mir nichts gesagt hätte).

Karla

Der Universalienstreit zog sich über einige hundert Jahre hin. Er ist schon sehr weit gefasst und ist äußerst komplex.

Ich wüsste nicht, wie man im Bereich Philosophie über die Problematik des Univeralisenstreites diskutieren könnte, ohne ihn im Titel anzführen.

Ich denke, das Philosohieforum ist nicht dazu da, philosophische Themen nicht bei Namen zu nennen. Was der Universalienstreit ist, wird ja dann im ersten post erklärt.

Mach bitte einen Gegenvorschlag, der Dir besser zusagt.
Mein Vorschlag: Eröffnet einfach mal den Thread ;)

agnostik

(27-08-2010 04:28)Karla schrieb: [ -> ]Der Universalienstreit zog sich über einige hundert Jahre hin. Er ist schon sehr weit gefasst und ist äußerst komplex.

Ich wüsste nicht, wie man im Bereich Philosophie über die Problematik des Univeralisenstreites diskutieren könnte, ohne ihn im Titel anzführen.

Ich denke, das Philosohieforum ist nicht dazu da, philosophische Themen nicht bei Namen zu nennen. Was der Universalienstreit ist, wird ja dann im ersten post erklärt.

Mach bitte einen Gegenvorschlag, der Dir besser zusagt.

War nicht Dein Anliegen das Verständnis von Begriffen und der Universalienstreit nur ein Beispiel?

Wenn es Dir um den Universalienstreit selbst geht, ist das eine andere Sache und der Titel bestimmt passend. Bei dem könnte ich allerdings nur mitlesen (dafür aber sehr interessiert); denn davon habe ich keine Ahnung.

alwin

Karla schrieb:Der Universalienstreit zog sich über einige hundert Jahre hin. Er ist schon sehr weit gefasst und ist äußerst komplex.
Muß sich deswegen ein jeder damit befaßt haben? Mir sagt der Begriff rein gar nichts, muß aber auch nichts bedeuten...

Gruß

Karla

(27-08-2010 19:07)alwin schrieb: [ -> ]
Karla schrieb:Der Universalienstreit zog sich über einige hundert Jahre hin. Er ist schon sehr weit gefasst und ist äußerst komplex.
Muß sich deswegen ein jeder damit befaßt haben?

Nein. Wieso fragst Du?

Liebe Mods:
Ist hier komplett OT seit demVersuch, das Thema über die Realismusvorstellung im Mittelalter auszulagern.
Ich mach nachher dazu einen Thread im Bereich Phiosophie auf, dann kann das OT gelöscht werden, falls gewünscht.
Ursprünglich hatte ich auf folgende Frage unter "Daniel Prophetie über den Messias" geantwortet. Aber die Anmerkungen gehören eher hierhin, weil sie mit der Messias-Prophetie nichts zu tun haben.
(06-09-2010 17:33)Schmettermotte schrieb: [ -> ]Existiert ein Gott wenn jemand an ihn glaubt? Und existiert Gott noch, wenn niemand mehr an ihn glaubt? Hat er dann vorher auch existiert?
Das kommt darauf an, was man einerseits unter "Gott" und andererseits unter "existieren" versteht.

Meine Meinung (daher hier!): Das Göttliche vollzieht sich unter den Menschen, insbesondere in der Nächstenliebe, aber auch in der Gerechtigkeit, im Verzicht auf eigene Machtpositionen und in gleichberechtigten Verhandlungen. Insofern existiert ES, solange Menschen Gemeinschaft gelingt. Und selbstverständlich geht ES verloren, wenn Zustände von Missgunst, Gewalt und Krieg einreißen, zugelassen oder herbei geführt werden.
Das Göttliche ist mehr eine Aufgabe, denn etwas oder jemand, der irgendwo im Transzendenten seine Nadelstichpolitik betreibt und Menschen in religiöse Konflikte treibt.
Ja, dass ist deine Sicht und meine ist ja noch eine andere, daher trifft das nicht die Logik meiner Aussage Icon_wink Das bezieht sich rein auf die christliche Sicht einer transzendenten Kraft im sog. "Himmel". Etwas nahezu personifiziertes. Innerhalb meiner eigenen Ansicht ergibt sich eine solche Frage allein logisch schon nicht.

Aber nehmen wir an wir sind Muslime oder Christen oder sonst eine Religion, die Gott als ein Wesen an sich betrachtet.
Wir sind im Unterricht gerade bei der Erkenntistheorie angekommen und stellten uns u.a. eben die Frage, ob Gott denn existiere und ob man ihn als "wahr" betrachten kann, nur weil viele ihn für wahr halten. (auf andere Dinge bezogen gingen viele davon aus, dass etwas, was unseren Erfahrungen gemäß wahr ist, auc als wahr betrachtet werden kann). Aber was, wenn nach dieser Logik aufeinmal niemand mehr an Gott glaubt und es ihn nach Erfahrung der Mehrheit nicht gibt, verschwindet er dann, weil unbeweisbar? Und kann etwas Heute existieren und Morgen, nur weil es ausgeschlossen werden kann (hier wird Gott als das große X für alles betrachtet, was nicht bewiesen werden kann) nicht mehr? Falls ja hat es Gott dann vorher auch nie gegeben, da etwas nicht jetzt existieren kann und morgen aufeinmal nicht mehr. Also ist auch der Glaube als Gott in allem unbeweisbaren im Grunde nicht existent.

Hm, aber das gehört an sich denke ich auch nicht in dieses Thema, ich hatte das nur als Antwort auf Angelika geschrieben und ohne Ihr Post verliert das ein wenig an Bezug.
Deshalb habe ich ja auch eingeschränkt: Es kommt darauf an, was man unter "Gott" und unter "existieren" versteht. Anders lassen sich deine Fragen auch nicht abarbeiten. Ich hatte hier nur eine Facette, nämlich meine, heraus gegriffen. Wir können unter Philosophie ein neues Thema mit deiner Frage einrichten. (muss aber jetzt fort).
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