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Wahrheit
#91
(30-08-2017, 00:14)Holmes schrieb: Die Frage die sich mir dann wieder stellt ist, wie lässt sich Objektiv entscheiden ob ich z.B bei einer Absoluten Wahrheit angekommen bin?

Die Wahrheit hat immer 3 Bereiche, wenn du alle erkennen kannst, hast du eine Grundlage zur ganzen Wahrheit.

Die Wahrheit ist immer da. Das heißt wir sind bereits "angekommen".
Die Wahrheit sieht für uns nur nicht immer gut aus, weil wir sie nicht immer ganz sehen können.
Die Wahrheit können wir nur entdecken oder aufdrecken...lüften, entschleiern... also Erkennen, erleuchtet sein usw....
Das ist ein vielschichtiges Sein, ein "Ding" das ständig passiert und sich lebendiges Leben nennt.
Die Wahrheit ist das lebendige Leben selbst. Jede Situation ist ein Teil der Wahrheit.
Mit Wahrheit kann man auch "Lügen", das ist ein anderes Lügen und nennt sich Retorik. Das hat aber auch 2 Seiten, eine gute und eine schlechte Seite.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#92
(30-08-2017, 00:14)Holmes schrieb: Die Frage die sich mir dann wieder stellt ist, wie lässt sich Objektiv entscheiden ob ich z.B bei einer Absoluten Wahrheit angekommen bin?
Gar nicht! Absolute Wahrheiten existieren nicht, weil das Urteil immer auf der Basis der menschlichen Situation und Denkgewohnheiten getroffen wird. Messwerte sind beispielsweise nur wahr unter den physikalischen Randbedingungen. Und es gibt zahlreiche Beispiele, wo (örtlich) deren Wahrheit nicht gilt.

(30-08-2017, 00:14)Holmes schrieb: Wir könnten z.B annehmen, dass das System, das wir gerade (betrachten), szs. ein "Glückstreffer" war, also unsere Axiome zufällig auf die Absolute Wahrheit gefallen sind, vorausgesetzt es gibt diese, deswegen unser System so gut klappt.
Verstehe ich nicht. Axiome sind Vereinbarungen, die eine Klasse von Gegenständen oder Verhaltensweisen aus der unendlichen Fülle von Dingen quasi unter ein "gemeinsames Dach" bringen. Beispiel: Euklidische Geometrie! Wir betrachten idealisierte Gegenstände folgender Art ...
- Punkte, ein Gegenstand ohne Ausdehnung oder weitere Eigenschaften
- Winkel, ein Punkt mit zwei Schenkeln
- Geraden: dichte Punktfolgen, die geradeaus immer weiter gehen und sich genau einmal schneiden; es sei denn, es handelt sich um Parallelen (Parallelenaxiom s. u.)
- Ebene: dichte Punktmengen, die durch 3 Punkte bestimmt werden
- Parallelen sind Geraden, die sich in der v. g. Ebene nicht schneiden
- Norm: Der Abstand zweier unterschiedlicher Punkte (Ich hoffe, ich erinnere mich richtig, dass man dieses Axiom auch noch braucht.)
Die Vereinbarung besteht darin, nur diese Gegenstände zu betrachten und nichts anderes. Diese Vereinbarungen reichen jedoch, um "ebene Geometrie" mit all ihren schönen Dreiecken, Kurven, Kreisen usw. zu betreiben.
Was man damit nicht hinbekommt, sind Geometrien auf gekrümmten Flächen (z. B. Kugelgeometrie).

Mir ist nicht klar, was dabei ein "Glückstreffer" sein könnte. Die so vereinbarte Klasse könnte schlimmstenfalls nur ganz wenige Elemente enthalten. Man kann sich das an Spielregeln klarmachen. Sind die zu restriktiv, dann blockiert ein Spiel plötzlich oder verläuft immer nach Schema F, Dame zum Beispiel.

(30-08-2017, 00:14)Holmes schrieb: Oder wie könnte man Erfolg in unserem Naturverständnis deuten? Etwas näher müssten wir ja gekommen sein oder nicht?
Nun ja, unsere Wissenschaft beruht auf einigen wenigen Axiomen, die insbesondere gewährleisten, dass eine neutrale Sichtweise eingehalten wird (keine Vorurteile!). Deswegen bin ich mit dem "Naturverständnis" sehr vorsichtig. Wir haben bestenfalls ein Beziehungen-Verständnis und das auch nur unter gegebenen Randbedingungen und Messunsicherheiten.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#93
(30-08-2017, 00:14)Holmes schrieb: Die Frage die sich mir dann wieder stellt ist, wie lässt sich Objektiv entscheiden ob ich z.B bei einer Absoluten Wahrheit angekommen bin? Wir könnten z.B Annehmen, dass das System das wir gerade haben szs. ein "Glückstreffer" war, also unsere Axiome zufällig auf die Absolute Wahrheit gefallen sind, vorausgesetzt es gibt diese, deswegen unser System so gut klappt. Oder wie könnte man Erfolg in unserem Naturverständnis deuten?Etwas näher müssten wir ja gekommen sein oder nicht?

es geht um die Erfassung des Jetzt
  • alles, was jetzt nicht ist, ist nur ein periodisches nicht-Sein (Neumond, Halbmond)
  • das da-Sein ist jetzt momentan am Wirken
  • das Seiende ist das sich gerade eben langfristig höher entwickelnde Etwas
die physikalische Methode erfasst nur
  • das Vorher (Prognose bzw. Gedankenexperiment)
  • und das Nachher (Messung bzw. Experiment)
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#94
Scilla,

Du präsentierst hier wunderbar das Gegenteil das Themas "Wahrheit", indem Du beharrlich die Unwahrheit Deiner eingebildeten "physikalischen Methode" nun zum gefühlt hundertsten Mal wiederholst.

Hier zeigt sich auch die alte Weisheit, eine Unwahrheit wird nicht wahr durch ständige Wiederholungen...

Wieso machst Du das? Provokation? Niemand stimmt Dir zu, alle widersprechen Dir, also laß es endlich.
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#95
(30-08-2017, 18:34)Ekkard schrieb: Absolute Wahrheiten existieren nicht, weil das Urteil immer auf der Basis der menschlichen Situation und Denkgewohnheiten getroffen wird. ...

Die Denkgewohnheiten könnten weiter entwickelt werden DANN hat man MEHR Wahrheitserkenntnisse.

(30-08-2017, 18:34)Ekkard schrieb: Axiome sind Vereinbarungen, die eine Klasse von Gegenständen oder Verhaltensweisen aus der unendlichen Fülle von Dingen quasi unter ein "gemeinsames Dach" bringen. Beispiel: Euklidische Geometrie! Wir betrachten idealisierte Gegenstände folgender Art ...
- Punkte,... Winkel, ...Geraden ... Ebene ... Parallelen ... Norm ...
Die Vereinbarung besteht darin, nur diese Gegenstände zu betrachten und nichts anderes. ... ...gekrümmte Flächen....

...Man kann sich das an Spielregeln klarmachen. Sind die zu restriktiv, dann blockiert ein Spiel plötzlich oder verläuft immer nach Schema F, Dame zum Beispiel.

Wir können Gegenstände betrachten UND Situationen beobachten. Und wir können Eingreifen.
Jedes Denken oder eine neue Idee, kann ein-greifen und alles was bisher war total verändern und den Ablauf oder die Riichtung in einem anderen Verlauf bringen.
Eine Situation IST AUCH ein "Ding", sie ist wie ein Punkt usw., nur ohne Sichtbares ALS Gegenstand. Eine Situation ist auch ein Gegenstand. DER Prozess, das Werden... Das ist nur durch die Zeit ausgedeht, aber als Ereignis ist es ein Ereignis. Es passiert ja etwas, und dieses Passieren ist m.E. WIE ein Gegenstand.
Es gibt die Lichtgeschwindigkeit, sie ist nicht als Gegenstand real, ABER als Seiendes oder soll ich sagen als Zustand, ist die Geschwindigkeit etwas reales.
Und weil alles 2fach ist (dual) haben die sich fortbewegenden Geschwindigkeiten auch ihr Gegenteil. Die Geschwindigkeit am Ort ohne Fortbewegung. Der Pulsschlag des Herzens, als Beispiel. Wir stehen ruhig da und IN UNS bewegt sich doch was schneller oder langsamer, je nach dem ob wie uns aufregen oder ruhig sind.

(30-08-2017, 18:34)Ekkard schrieb:
(30-08-2017, 00:14)Holmes schrieb: Oder wie könnte man Erfolg in unserem Naturverständnis deuten? Etwas näher müssten wir ja gekommen sein oder nicht?
Nun ja, unsere Wissenschaft beruht auf einigen wenigen Axiomen, die insbesondere gewährleisten, dass eine neutrale Sichtweise eingehalten wird (keine Vorurteile!). Deswegen bin ich mit dem "Naturverständnis" sehr vorsichtig. Wir haben bestenfalls ein Beziehungen-Verständnis und das auch nur unter gegebenen Randbedingungen und Messunsicherheiten.

Erfolg hat man nie alleine. Erfolg ist immer die Folge eines Zusammenwirkens. ...wirken...reagieren im Inneren und NACH außen... Re-Aktion = Zurückwirkendenes weil etwas geschah.
Erfolg folgt auch einer Kausalität. Jeder Erfolg hat einen Hintergund. ...alles hat eine Ursache/HinterGrund.

Eine Idee hat einen Grund warum sie gedacht wurde, und sie kann nicht alleine zum Erfolg führen. Wenn keiner da ist der sie verwirklicht/umsetzt UND wenn keiner da ist der sie will, bleibt eine Idee NUR als Idee im Gedankenraum, ob sie jemand denkt oder nicht. Die Ideen sind MÖGLICHES.
Idee + Aktion/zum Objekt wird + Sein soll/gewollt ist...lebendig sein darf, weil sie benutzt wird. NUR das was wir verwenden ZÄHLT. ALLES was wir nicht verwenden zählt für uns nicht. Je MEHR wir verwenden desto mehr haben wir zur Verfügung.
Die Verwendung ist eine Bewegung des Verwendbaren durch uns.
Gott muß verwendet werden UM sichtbar zu sein.

Wir bewegen nicht nur Stühle, wenn wir sie umherschieben, sonderen auch Gefühle und damit unser inneres Befinden.
Das ganze Leben IST Pysik und Chemie. Und wir Menschen sind Reaktoren, wir sind ein Reaktor und wir lösen Reaktion aus.
Nur weil eine Reaktion nichts Gegenständliches ist, ist es dennoch eine existierende Wahrheit, und damit auch alles was eine Reaktion auslösen kann. Egal ob es ein Dingliches ist oder z.B. Liebe.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#96
(01-09-2017, 14:13)scilla schrieb: ...es geht um die Erfassung des Jetzt

    Das Jetzt IST die Ewigkeit. Es ist ständig ein Jetzt vorhanden. Die Vergangenheit und die Zukunft sind auch Jetzte, sie sind nur ein SollJetzt und ein WarJetzt. Also alte und erwünschte Jetzte.
    Nur das lebendige das AKTIVE Jetzt ist jetzt. DIE ZEIT des Momentes, dem Werden, der WerdePUNKT UND WendePunkte im Jetzt. DIE Bewegung DES Jetzt.
    Die Aktion im JetztJetzt, die einen Hindergrund/Ursache hat und in die Zeit hineinwirkt.

    (01-09-2017, 14:13)scilla schrieb:
  • alles, was jetzt nicht ist, ist nur ein periodisches nicht-Sein (Neumond, Halbmond)
  • Diese Monde brauchen einen Verursacher...einen Schattenmacher und Lichtbringer.

    Alles was jetzt wirklich nicht ist, ist eine Idee die noch keiner hatte aber MÖGLICH IST. IM Raum stehen Ideen. Diese müssen nur gedacht werden UM die Möglichkeit DES Seins/Existenz haben zu können.

    (01-09-2017, 14:13)scilla schrieb:
  • das da-Sein ist jetzt momentan am Wirken
  • das Seiende ist das sich gerade eben langfristig höher entwickelnde Etwas
  • die physikalische Methode erfasst nur
    • das Vorher (Prognose bzw. Gedankenexperiment)
    • und das Nachher (Messung bzw. Experiment)

    Und alles was nicht beachtet wird, kann nicht MITwirken und sein. UND es kann sich somit auch nicht entwickeln.
    WAS wird der Evolution verwehrt wenn wir zu viel Eingeifen?????
    Wir erfahren es NIE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Wir können NUR 1 Verlauf des Lebens NACHVOLLZIEHEN!!!!!!!
    So wie die Menschheit eine Entscheidung gefällt hat die ALLE Menschen betrifft, IST das URTEIL ÜBER die gesammte Menscheheit gefallen.
    ES kann kein anderer Verlauf beobachtet werden, es kann nur spekuliert werden. Das IST auch eine Kausalität!
    Und wir können nur die Eine verfolgen! Wir können die ANDEREN Ideen niemals erkennen.

    Ein Gott braucht mehrere Dimensionen wenn er JEDE Idee verwirklichen will. Oder er läßt unsere Seelen zurückkehren um eine andere Entscheidnung fällen zu KÖNNEN. ...also Können wie Dürfen.

    Jaaaa, alles IST Physik, auch Gott!
    Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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    #97
    Ich darf daran erinnern, dass es um das Urteil "wahr" geht (bitte mal den Anfang des Threads lesen!). Deswegen: Nicht jedes auch noch so ferne Stichwort aufgreifen und weltanschaulich auswalzen!
    Ekkard
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    #98
    (28-01-2009, 22:51)Ekkard schrieb: Fast allen Begriffen haftet eine Wolke von Bedeutungen an.
    Was also ist Wahrheit - religiös, in der Wissenschaft, bei den Juristen?

    religiös wahr ist,
    • was gedeckt ist (bspw. eine abgesicherte Kreditvergabe)
    • was notwendig ist (bspw. der gerechte Lohn)
    • was nachhaltig ist (bspw. die Kulturlandschaft)
    physikalisch wahr ist,
    • was berechnet werden kann (Gedankenexperiment)
    • was gemessen werden kann (Experiment)
    formal logisch wahr sind
    Wahrheitswerte-Konstruktionen (meist gibt es zwei Wahrheitswerte; ein W für wahr, ein F für falsch)

    juristisch wahr ist,
    • was bezeugt ist (Urtelsspruch)
    • was gerecht ist (Urteilsbegründung)
    • was passiert ist (Tathergang)
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