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Auserwähltheit
#1
Exclamation 
Der Begriff auserwählt wird leider nicht selten missverstanden. Juden und Jüdinnen glauben nicht, dass sie besser seien als Menschen anderen Glaubens oder anderer Herkunft, oder dass sie eine engere Beziehung zu G''tt hätten als alle anderen. Im Grunde genommen geht das Judentum sogar davon aus, dass die Angehörigen anderer Religionen ebenfalls einen einzigartigen Bund mit G''tt haben. Denn der Ewige ist der G''tt aller Menschen; und kein "Nationalg''tt".
In der Torah (hebräische Bibel) heißt es: >>Denn ein heiliges Volk bist du [das Volk Israel] dem Ewigen deinem Gotte, und dich hat erkoren der Ewige, ihm zu sein ein Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf der Fläche des Erdbodens.< (5. Buch Moses 14;2). Die Auserwähltheit ist eher als ein Anspruch, Verantwortung zu übernehmen, denn als ein Etikett zu betrachten. Mit diesem Status hat das Jüdische Volk akzeptiert, dass ihm, durch die Übergabe der Torah am Sinai, einzigartige religiöse Pflichten auferliegen, wie z. B. den Schabbat und die Kaschruth (Speisevorschriften) zu beachten. Pflichten, die dazu dienen, vorbildhaft aktiv zu einer Verbesserung bzw. Gewährleistung würdiger und gerechter Lebensumstände aller Wesen der Schöpfung beizutragen.
Die Torah umfasst insgesamt 613 Gebote, die nach orthodoxer Auffassung alle Juden erfüllen müssen, damit der Messias erscheint, um das Paradies auszurufen. Demnach liegt das Geschick der gesamten Menschheit in der Hand des Jüdischen Volkes - eine weitere wichtige Aufgabe des Konzepts der Auserwähltheit. Aber die Torah soll keine Last darstellen, vielmehr ist sie eine Freude. Sie bietet dem Menschen die Anleitung für eine bestimmte Art, zu leben; und so kann auch jeder Nichtjude die Torah annehmen, ist jedoch nicht dazu verpflichtet, solange er nicht zum Judentum übertritt.
Obwohl das Jüdische Volk (verhältnismäßig) klein ist und seine Besonderheit immer auch in seinem Status den Dominanzreligionen gegenüber lag, besteht es trotz aller Assimilationsversuche und Verfolgungen bis hin zur organisierten Vernichtung nach wie vor. Es hat sich durch schriftliche und praktische Pflege seiner Traditionen erhalten und die Geschichte und die Entwicklung in der Welt, wohl gerade wegen seiner Verstreuung über die ganze Erde, mehr geprägt und vorangetrieben als jedes andere Volk.
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#2
Es hat sich durch schriftliche und praktische Pflege seiner Traditionen erhalten und die Geschichte und die Entwicklung in der Welt, wohl gerade wegen seiner Verstreuung über die ganze Erde, mehr geprägt und vorangetrieben als jedes andere Volk.

Ich würde sagen es hat sich nicht aus eigener Leistung erhalten,sondern durch Gottes Schutz und Fürsorge und Gnade und Barmherzigkeit und durch seinen Geist ,also ihm die Ehre .
mfg jam
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#3
(24-03-2009, 10:31)alejnu schrieb: Der Begriff auserwählt wird leider nicht selten missverstanden. Juden und Jüdinnen glauben nicht, dass sie besser seien als Menschen anderen Glaubens oder anderer Herkunft, oder dass sie eine engere Beziehung zu G''tt hätten als alle anderen. Im Grunde genommen geht das Judentum sogar davon aus, dass die Angehörigen anderer Religionen ebenfalls einen einzigartigen Bund mit G''tt haben. Denn der Ewige ist der G''tt aller Menschen; und kein "Nationalg''tt".
In der Torah (hebräische Bibel) heißt es: >>Denn ein heiliges Volk bist du [das Volk Israel] dem Ewigen deinem Gotte, und dich hat erkoren der Ewige, ihm zu sein ein Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf der Fläche des Erdbodens.< (5. Buch Moses 14;2). Die Auserwähltheit ist eher als ein Anspruch, Verantwortung zu übernehmen, denn als ein Etikett zu betrachten. Mit diesem Status hat das Jüdische Volk akzeptiert, dass ihm, durch die Übergabe der Torah am Sinai, einzigartige religiöse Pflichten auferliegen, wie z. B. den Schabbat und die Kaschruth (Speisevorschriften) zu beachten. Pflichten, die dazu dienen, vorbildhaft aktiv zu einer Verbesserung bzw. Gewährleistung würdiger und gerechter Lebensumstände aller Wesen der Schöpfung beizutragen.
Die Torah umfasst insgesamt 613 Gebote, die nach orthodoxer Auffassung alle Juden erfüllen müssen, damit der Messias erscheint, um das Paradies auszurufen. Demnach liegt das Geschick der gesamten Menschheit in der Hand des Jüdischen Volkes - eine weitere wichtige Aufgabe des Konzepts der Auserwähltheit. Aber die Torah soll keine Last darstellen, vielmehr ist sie eine Freude. Sie bietet dem Menschen die Anleitung für eine bestimmte Art, zu leben; und so kann auch jeder Nichtjude die Torah annehmen, ist jedoch nicht dazu verpflichtet, solange er nicht zum Judentum übertritt.
Obwohl das Jüdische Volk (verhältnismäßig) klein ist und seine Besonderheit immer auch in seinem Status den Dominanzreligionen gegenüber lag, besteht es trotz aller Assimilationsversuche und Verfolgungen bis hin zur organisierten Vernichtung nach wie vor. Es hat sich durch schriftliche und praktische Pflege seiner Traditionen erhalten und die Geschichte und die Entwicklung in der Welt, wohl gerade wegen seiner Verstreuung über die ganze Erde, mehr geprägt und vorangetrieben als jedes andere Volk.

auserwähltheit ist dann also überhaupt nichts besonderes. denn viele völker meinen von diversen göttern besondere pflichten auferlegt bekommen zu haben. das besondere am judentum ist vielleicht, daß ihr meint, das paradies für die ganze welt hänge nur davon ab, daß ihr 613 gebote einhaltet

wenn ich dich denn richtig verstanden habe

übrigens kann natürlich jeder irgendwelche gebote einhalten (wollen) - ich als nicht gläubiger könnte mich dem zölibat unterwerfen, ein evangele den ramadan einhalten, oder ein nichtjude sich wie ein orthodoxer jude benehmen - wer wollte das auch verbieten. die frage ist nur, warum er das tun sollte

ob nun wirklich die juden "die Geschichte und die Entwicklung in der Welt mehr geprägt und vorangetrieben als jedes andere Volk" haben, sei dahingestellt. den hang zur selbstbeweihräucherung jedenfalls sehe ich trotz deiner vollmundigen aussage nicht bei den juden "mehr ausgeprägt und vorangetrieben als bei jedem anderen Volk"
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#4
bin ich froh das das Paradies nicht von der Einhaltung der Gebote abhängt ,denn dann würde es nie kommen und der Messias nie ,denn ich glaube soviele säkularen Juden wie heute gab es auch noch nie ,und das ohne bedrängnis und freiwillig ,
Nein wenn dir Zeit soweit ist kommt der Messias Mosche kam auch.
mfg jam
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#5
(24-03-2009, 13:36)jam schrieb: bin ich froh das das Paradies nicht von der Einhaltung der Gebote abhängt
Nur, wenn man dabei annimmt, dass alle Juden alle Gebote einhalten. Dieses ist aber nirgends gesagt, bzw. wird in den Quellen heftig diskutiert.
So gibt es hier auch immer zwei Wege zur kommenden Welt. Der eine wird durch die Juden herbei geführt, der andere aus der Barmherzigkeit G'ttes. Wir beide nehmen dabei wohl eher an, dass Letzteres der Fall sein wird.
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#6
(24-03-2009, 13:52)Jakow schrieb:
(24-03-2009, 13:36)jam schrieb: bin ich froh das das Paradies nicht von der Einhaltung der Gebote abhängt
Nur, wenn man dabei annimmt, dass alle Juden alle Gebote einhalten

"nach orthodoxer Auffassung " (alejnu) ist das ja wohl so

(24-03-2009, 13:52)Jakow schrieb: So gibt es hier auch immer zwei Wege zur kommenden Welt. Der eine wird durch die Juden herbei geführt, der andere aus der Barmherzigkeit G'ttes. Wir beide nehmen dabei wohl eher an, dass Letzteres der Fall sein wird.

dann verstehst du dich wohl nicht als orthodox?
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#7
(24-03-2009, 13:55)petronius schrieb: "nach orthodoxer Auffassung " (alejnu) ist das ja wohl so
Bis eben wusste ich nicht, dass es alleine eine "orthodoxe" Auffassung zu der Frage gibt.

(24-03-2009, 13:52)Jakow schrieb: dann verstehst du dich wohl nicht als orthodox?
Oder du hast hier eine völlig falsche Vorstellung von Orthodoxie?
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#8
Hi allerseits :)
Etwas, wozu es hilft, irgendeine Gruppe Menschheit auszuwaehlen, sehe ich darin, mithilfe dieser etwas empirisch erkennbar machen zu koennen, was schwer theoretisch zu erklaeren ist, also in ganz aehnlicher Weise nehmen sich Doktors eine Gruppe Patienten mit z.B.Diagnose Rheuma und teilen sie in 2 ein, die einen bekommen eine Arzenei, von der man schon annimmt, sie werde das Rheuma lindern, die andern bekommen genau diese nicht, sondern etwas, das aehnlich aussieht, aber arzneilich leer ist, oder ein anderes Rheuma-Medikament von denen, wo man meint, das sollte besser wirken und weniger nebenbei schaden.
Menschen sind faehig, zu beobachten und etwas daraus zu folgern, setzen oft aber irrigerweise Ursachen und Folgen falsch zusammen, befolgen dann aber mitunter beharrlich und sotgar panisch-eifernd ganz ungeeignete Rituale in der Hoffnung auf Hilfe und persoenliches Glueck.
G0TT kam also in die Geschichte auf uns Menschen insgesamt zu, nahm daraus 1 Volk, zusammengeborene Leute aus 5-mal 1 bestimmten Vorfahren: Adam, Noah, Abraham, Isaak und Jakob - ohne dass darin eine besondere Wertung liegen muss, macht mit denen einen Vertrag ab, diese ueberschaubare Anzahl an Regeln zu halten, wie sie dem Wanderhaushalt Abrahams z.B.von Natur und noachitischer Erziehung her schon gefallen haben konnten, es so zu halten - und damit sollen wir anfangen in einem fest umgrenzten Land, auf das schon die 3 Patriarchen ganz regulaer optierten und Anspruch gewannen.
Mich staunt es allerdings, wieso das dann, als wir nun aus Mitsrajim raus sind und etwa nur 3 Generationen nach Jakobs absolut nicht heimlichen Beerdigungs-Zeremonial am Jordan und fuer die Staette in Hebron in diesem Mini-Land ueber 130 Koenige gegeben habe, deren nur die Haelfte es schliesslich akzeptierte, dass unser Volk unter so rechtlich zivilisierten Bedingungen in seine Staetten einzieht.
Aegypten hat es ja anscheinend 500 Jahre lang wirklich anerkannt und sich das Volk preiswerter Sklaven nicht mehr zurueckgeholt. Es war also doch wohl ein wirkliches noch-niemands Land dort, abgesehn von den nur 5 Hafenstaedten der Plischtim - die allein sind "Palaestina" gewesen und waren nicht dies ganze Land westlich und oestlich des Jordan.
Es gab bei Aegyptern Rechtsschulen und Gesetze und ein religioes nicht zu verachtendes Bemuehen um Eintracht, immer wieder und auch kontinuierlich, und jene mit Aegyptens Regierungen verwandten Philister waren auch vertrags-treu.
Das Volk aus Jakobs Stamm war rund 230 Jahre dort ein Ger, ein lernendes Gastvolk, und es - uns - dafuer ploetzlich als Sklaven zu missbrauchen war eine wirkliche Entgleisung auch nach Aegyptens eigenen Rechts-Masstaeben.
Mir ist vorstellbar, dass Josef b.Jakobs in On (Heliopolis, UNU) unterkam, wo das Zentrum der *RE-Verehrung oestlich des Nils und des Deltas die gesamten Berufs-Propheten ausbildete und damit andererseits des Nil mit dem andern Zentrum zur Priester-Ausbildung und den Grabstaetten, etwa durch die Zugehoerigkeit zur *Ptah-Vereinigung zu Memphis verknuepft war: ein PotiPhar eben, Par =Haus, wie Vater-Haus, Regierungs-Haus. Diese *Ptah-Vereine beaufsichtigten Kunsthandwerke und die Einhaltung der Sabbathe (dort jeder 10.Tag).
Das war etwas fuer Gebildete, und unsere Patriarchen waren ungeachtet des voruebergehenden Daseins als Wander-Zuechter mit Kleinvieh bereits aus einem gebildeten Land mit bereits alter Schrift-und Rechts-Kultur her gekommen. Damals entstand ja ungefaehr der Codex Hammurabi, der gut 2000 Jahre lang unuebertroffen zur Mustervorlage einer im Prinzip sehr friedensstiftenden Rechtsordnung anerkannt blieb, auch als schon niemand mehr Keilschriften lesen konnte - da waren laengst andere Codices nach jenem Muster in Kraft getreten.
Auch in unsere Gebote Israels ist ein solcher Codex integriert (Ex 21-40) Lese-Abschnitt "MiSchpatim" - ca.70 Gebote unserer "613" Mitsvoth.

Um auf das Beispiel der Arzneimittel-Versuchs-Anordnung zurueckzukommen, gibt es doch auch den Beobachter des Versuches, ob dieses "Mittel" was taugt, und wofuer genau es etwas beweist.
Waehrend kurz vor unserm Auszug am Nil die G*tter ploetzlich geradezu inflationaer vermehrt wurden (ich denke da an das "Totenbuch" des Vaters von Hatschepsut), gab es bei uns das Modell, dass nur Einer das richtig ist, ein wirklich eigen-existierender G0TT, Der allles, was man braucht, leisten kann.
Abraham betete doch schon G0TT an als EL ROI und auch Isaak, und Aegyptens Schreiber-Kaste, die Traeger von Geschichtsschreibung und Gesetzeskunde, schon ehe das Alte Reich startete, konnte durchaus daran interessiert sein, ob es so funktioniert, dass ein ganzes Volk allen Kultus auch 1 G0TT, den altbekannten *RE konzentriert, dieser wird in der V.Dynastie (als Cheops regierte), schon von Grabhuetern des Vaters von ChuFu (Cheops) verehrt als ein Landeshirte im Himmel, der vom Koenig auf Erden verlange, sich auch als ein Landeshirte zu verhalten, der nicht mit den Leben seiner Untertanen veraechtlich oder spielend umgehen darf.
So ist die Lehre der aeltesten aegyptischen Erzaehlung, die zu Beginn der VI.Dynastie verbreitet wurde und durch Angehoerige der Schreiber-Zunft immer weiter transportiert wurde.
Da wollte der gelangweilt nach Neuigkeiten suechtige Koenig ChuFu mal sehn, ob der alte Weise, der am Grab seines Vaters zu dessen Ehrung eine Buecher-Schule unterhielt, ihm einerseits geheime Schriften der Baukunde der Schreiberkaste besorgen koenne und ausserdem, ob er enthauptete Tote wiederbeleben koenne - ein paar sowieso schon wegen irgendwas zum Tode verurteilte Versuchs-Objekte, Menschen, habe er grad zur Hand.
Da kriegt er erstmal eine heftige Strafpredigt, eben im Namen des *RE :
es sei vollkommen unangemessen fuer einen Koenig als oberstem Landeshirten in dieser Welt, mit Menschen so umzugehen, denn selbst zum Tode verurteilte Untertanen haben eine Wuerde als Menschen, an ihnen nichts auszuprobieren! - Im uebrigen, die Bauplaene kriegt er dann auch nicht, errichtet aber trotzdem dem alten Weisen eine staatlich gefoerderte Schule unter Obhut eines seiner Soehne. Durch diese sei die Verehrung des *RE ab der VI.Dynastie dann nach UNU gekommen und anhaltend gross geblieben.

Wir schreiben ja in Hebraeisch auf zweierlei Weise, EL ROJ "Der mich sieht" und ADONaJ R'OJ - "HERR ist mein Hirte" - was die Abraham-Zeit mit der Davidzeit und einem akzeptablen benachbarten *RE-Kultus verknuepft.
Also nehme ich es mal an, historisch, um von dieser modern-exegetisch viel zu sehr begrenzten Bauchnabel-Schau auf die Bibel wegzukommen, dass es nicht nur auf dem Papier steht, dass wir Noachiten und ihre Religioesitaet durchaus bruederlich ernst nahmen, als das Volk Israel entstand und auch weiterhin, solange an der Bibel geschrieben wurde.
Man sieht darin ein gutes Verhaeltnis zu On (Heliopolis), auch in der Septuaginta noch interessante Ereignisse, etwa wie nach der Ermordung seines Vorgaengers in Jerusalem der naechste Hohepriester Onias III sich am Nil vom damaligen Aegypterkoenig ein paralleles Kultzentrum gewaehren laesst, in dem aber keine Opfer dargebracht wurden, nur Gebete und Weihrauch. Es gibt auch sehr freundschaftliche Verheissungen unserer Propheten fuer On und die Aegypter.
Kritik ueber "Goetzendienst" bezog sich nie auf diese Art Hoch-Kulte zu rein geistig gemeinten Wir-Hoheiten, G*tter genannt, auch wird nicht deren wirkliche Existenz bestritten oder haemisch in Zweifel gezogen, man schaut da auf ihre Funktion in der Rechtsprechung, und eventuell nortige Kritik an ihnen hat damit zu tun, dass auch sie ueber Recht und Unrecht genug Wissen haben und vor Dem Hoechsten G0TT Rechenschaft stehn muessen.
Unser Wort ELOkIM bedeutet ja auch das Wesen eines Gerichtshofs, eines Din Rabbanuth, als Aktion im Namen des dazugehoerigen Volkes und dessen G0TTES, es braucht dazu mindestens 3 Richter (Dajanim) und es sind maximal 70-72 fuer eine Hauptversammlung der Nation "1 ELOkIM".

Indem nun Volk Israel es geschafft hatte, im versprochenen eignen Land als Nation Platz zu nehmen, trat mit der Versammlung an Ebal und Garizim dieser Vertrag inkraft, und es war uebersichtlich, wie es zusammenhing, ob das Volk sich ueberwiegend daran hielt oder nicht, unsere eigenen und auch die benachbarten Schreiberschulen in z.B.Aegypten konnten selbst sehn, ob G0TT Seinen Part einhaelt wie abgemacht.
Es ist in jedem Fall ein Zeugnis ueber G0TTES identische Existenz, ueber viele Jahrhunderte hinweg, ob wir suendigten oder uns bekehrten, reuig betend dann wieder siegten und uns Ruhe beschafften, zeitlich etwa so verteilt, wie es mit allen Menschen in der Welt verlaeuft, dass Kinder nicht immer gern Vertraege ihrer Vaeter fuer wichtig oder richtig halten, und wie sehr die Angst vor Gross-Maechten einen Klein-Maechtigen dazu bewegt, deren Eingleichungs-Verlangen nachzugeben: Ueberlebenstrieb.

Die Hellenen haben das noch mit Interesse beobachtet, meine ich, noch zur Zeit Philos, des beruehmten Philosophen zu Alexandria Aegypten, was nicht wenig zum Uebergang in ein unjuedisch akzentuiertes Christentums beitrug, Gedanken, die auch in Rom bei vernuenftigen Leuten mit Sinn fuer Gerechtigkeit offene Ohren fanden.
Wer natuerlich selber nie an etwas "schuld" sein will und lieber den Verdacht auf seine gesamte Gemeinschaft ablaed, der achtet vergnuegt und schadenfroh darauf, wie bescheuert doch Juden sein muessen, ihre eigenen Fehler auch noch schriftlich zu tradieren. Der weiss ja auch nicht, was Vergebung und Wiedergefunden-Werden an Sicherheit schenken.

Es war deren Recht, die uns beobachteten, damit nun etwas Eigenes anzufangen, dass nur-wir das 1-Volk waren /sind, an dem G0TT zeigt, was Seine vorgeschlagenen Heilmittel sind, damit viele Menschen das Leben hier und spaeter haben, das ER uns verlieh: "Mit dem Recht baut ein Koenig ein Reich".
Die Leben aller Menschen sind so sehr Eines G0TTES Eigentum, Der auch wiederbelebt, was ER einmal ins Leben rief, und zwar auch, damit wir dem, den wir nicht instand hielten, zu leben, als er es brauchte, uns das einmal vorhalten koennen wird, dass es niemals ein Gesetz geben darf, das den einen alle Ressourcen reserviert und andere an Mangeln zugrundegehn laesst.

mfG WiT
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#9
(24-03-2009, 16:39)Jakow schrieb:
(24-03-2009, 13:55)petronius schrieb: "nach orthodoxer Auffassung " (alejnu) ist das ja wohl so
Bis eben wusste ich nicht, dass es alleine eine "orthodoxe" Auffassung zu der Frage gibt.

dafür kann ich ja nun auch nichts

ich hab mich auf alejnu bezogen, wie du eigentlich hättest lesen müssen:

Die Torah umfasst insgesamt 613 Gebote, die nach orthodoxer Auffassung alle Juden erfüllen müssen, damit der Messias erscheint

(24-03-2009, 13:52)Jakow schrieb:
(24-03-2009, 13:55)petronius schrieb: dann verstehst du dich wohl nicht als orthodox?
Oder du hast hier eine völlig falsche Vorstellung von Orthodoxie?

oder alejnu - denn den hab ich ja zitiert

mach dir das also mit ihm aus

ich hab keine lust, wegen einer harmlosen nachfrage (was weiß ich goj denn von juden) angepflaumt zu werden
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#10
aber wie soll das gehen alle 613 Gebote erfüllen ,dann kommt der Mesias niemals
schon allein die Opfergesetzte geht nicht ,oder Jobeljahr geht nicht für manche Gesetzte gibt es bestimmte Voraussetzungen das sie erfüllt werden können,
nein nein ,keine Angst er wird so Auftauchen ,
mfg jam
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#11
Es ist doch nicht jedem gleichmaessig alles geboten. Ausserdem sind es rund 2000 und mehr und es heisst nur als Gesamt die "613" Mitsvoth. Eine Frau hat Gebote rund um die Geburt und Menses herum, was fuer Maenner nicht geboten wurde mangels Eignung, Cohanim haben Gebote im Altardienst, und welche, die sie nur verrichten koennen, wenn das Heiligtum mit Opferdienst auch wieder existiert, welche Leviim und einfache Israels nicht auch betreffen, und so gibt es noch einiges.
Wer etwas lernt, was ihm /ihr nicht direkt geboten ist, handelt trotzdem richtig, denn vielleicht kann man auch mal dadurch behilflich sein, dass der, den es angeht, es dann auch tun bzw.lassen kann.
Es heisst, als einst der Krieg mit Rom verloren war, wurden Israels Frauen und Kinder aus Judaea einfach an die Legionen als Naturalien-Sold verteilt und jeder nahm sich welche mit nachhaus zu sich, irgendwohin im grossen Roemerreich, und so kamen auch welche nach Koeln, Trier etc
Weil viele der Frauen zuvor recht gut Thorah und Mischna gelernt hatten, zogen sie ihre Kinder dann demgemaess auf und unterrichteten diese und einander erstmal selbst wieder - eine Zehnschaft Frauen bildet auch eine gueltige Gemeinde, genau wie eine Zehnschaft Maenner. Als die ersten ihrer Jungen das Bar Mitsveh-Alter ueberschritten hatten, konnten diese auch wieder maennliche Minjans bilden.
Als dann viel spaeter Karl d.Gr. Juden aus Spanien in sein Land bat, um ihm beim Aufbau der Verwaltung zu helfen, Fachleute eben, da staunten sie, vollstaendig organisierte Gemeinden am Rhein vorzufinden, die es "schon immer" hier gab. Sie waren nicht auf dem neusten Stand, aber doch gut erkennbar immer noch juedisch religioes und erfreut, wieder Gelehrte zu kriegen, so entstanden recht zuegig die alten deutschen Judentums-Zentren um Speyer, Worms, Mainz, abgekuerzt Sch´UM.

Also ich hab Religion hierzulande noch nie als freudlos empfunden. Vielleicht ist das ein Problem des Betrachters, ob er aktiv oder passiv darauf schaut.
mfG WiT :)
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#12
(24-03-2009, 20:53)petronius schrieb: ich hab mich auf alejnu bezogen, wie du eigentlich hättest lesen müssen
Ja, dieses ist EINE orthodoxe Auffassung. Ich führte ANDERE an, welche ebenso orthodox sind. Was liberale Richtungen hierzu eigentlich denken, ist mir nicht im Detail bekannt, aber diese haben von der Erlösung im Allgemeinen schon ganz andere Vorstellungen.

Wenn du also die orthodoxe Auffassung auf alejnu beziehst, dann musst du damit rechnen, dass ich da noch öfters widersprechen und andere Sichte vertreten werden.
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#13
Ich habe mal gelesen das erst Amalek vernichtet sein muß bevor der Messias kommt ,und in Tora steht am Ende der Tage werde ich die Männlichen Nachkommen von Amalek austilgen.
Nach dem Buch Daniel kann kein Messias mehr kommen denn die Prophetischen Zeichen sind schon vorbei ohne das sich für Juden etwas tat,
zum Beistiel steht der Herr kommt zu seinem Tempel (2Tempel) jetzt ist es umgeändert bei manchen das er kommt und den Tempel mitaufbaut,bei einigen,
das es vorausgesagt ist das im Jahre 70 nach Christus das Opfern aufhört denkt man heute immer noch wie man wieder opfern kann und den Tempel baut,nur eben ist durch den Messias das opfer nicht mehr nötig,Gott kennt keine rache mehr ,müßte ihrgendwie doch auffallen das es nicht mehr wie früher ist,genauso steht bei Daniel wann er kommt wieviel Jahre nach dem Bau der Jerusalemer Mauer,jetzt hat man nur noch die Verse die sein zweites kommen voraussagen die ersten ursprünglichen Messiaserwartungen die gelöscht ,naja er wird es bald selber aufklären ,dann wird manch einer blöd schauen .Und bei Daniel steht das ein Gerechter auch genau wann,ausgerottet wird Tod durch Himmel,was man nicht will überließt man halt.
mfg jam
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#14
(25-03-2009, 11:31)jam schrieb: Und bei Daniel steht das ein Gerechter auch genau wann,ausgerottet wird Tod durch Himmel,was man nicht will überließt man halt.

Das Danielbuch ist ein apokalyptischer Text. Entstanden ist der Text in einer Zeit der Krise.

Verstehen kann diesen Text nur, wer bereit ist, das historische Umfeld seiner Entstehungszeit zu studieren.

MfG E.
MfG B.
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#15
Lieber Epicharm,nicht studieren bringt es sondern was mit dem Geist eingegeben ist kann man auch nur mit Geist lesen,jedenfalls gibt es genügent voraussagen über den Messias und selbst logische Überlegungen ,
Bei Daniel steht auch Menschen mit Verstand können das Danielbuch in der Endzeit lesen,weil Gott es schenkt zu verstehen,Geschichte kennt man allzugut ,
verstehen kann man wenn man Demütig ist und von Herzen Gott lieb hat ,und er führt die Wege
Menschliches lernen bringt da nicht viel ,außerdem wenn du Christ bist müßtest du doch eher die Sache mit Jesus unterstützten statt auch noch abstreiten
mfg jam
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