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Naturgeschichtliche Erwartungen
#31
(21-06-2011, 18:03)MaSofia schrieb: Erst Franz Delitzsch, ein deutscher Theologe (1813 -1890) übersetzte das NT in die Hebräische Sprache. Er arbeitete 50 Jahre daran. Dieses Werk habe ich für meine Analysen genommen.

Hmmm, du berufst dich einerseits auf Jahrtausend alte Weisheiten, aber dann destillierst du sie aus einer Übersetzung ins Hebräische die mitte 18oo erfolgte?, d.h. der Urtext war Griechisch, ein Theologe übersetzt es so um 1870-1890 ins Hebräische, und wundersamerweise finden sich darin Weisheiten aus über 2000 Jahren??? Du verstehst schon, wenn mir da die logische Abfolge, ähhh, abhanden kommt,...Eusa_think ,...
Die gefährlichste Meinung ist die Meinung der Leute, die gar keine eigene Meinung haben
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#32
(22-06-2011, 20:49)MaSofia schrieb: Bion, man braucht keine besonderen Sprachkenntnisse für das Grobkonzept.

Doch, die braucht man. Um bei Übersetzungsarbeiten zu vernünftigen Ergebnissen zu kommen, ist das Beherrschen der Sprache nicht nur hilfreich, sondern unverzichtbar.

(22-06-2011, 20:49)MaSofia schrieb: Du nix verstehen?

Du bist schon einmal - Vitoria gegenüber - auf diese Sprachebene abgesunken. Ich hoffe, dass Du das in Zukunft unterbleiben lässt.

(22-06-2011, 20:49)MaSofia schrieb: Metapher müssen PASSEN und nicht einfach angeklebt sein.

Vor allem muss man entsprechendes Sprach- und Textverständnis mitbringen, um Metaphern, Symbole, Allegorien, etc. verstehen zu können.

(22-06-2011, 20:49)MaSofia schrieb: Campell schreibt in seinen Forchungsarbeiten über Mythen, dass ihre Tiefe klar sein muss.

Nur dort bewirken sie auch ein tiefes Verständnis - sonst nur Bewusstseinsspaltung und Schizophernie auf mehreren Ebenen und in der ganzen Gesellschaft.

Das hat Joseph Campbell tatsächlich so formuliert?

Dann bitte ich Dich doch, das Zitat um Werktitel samt Seitenangabe zu ergänzen.

Sollte er das tatsächlich so gesagt haben, würde sich die Achtung, die ich seinem Urteil in Fragen der Mythengeschichte bisher entgegengebracht habe, erheblich reduzieren.
MfG B.
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#33
Bion, es würde das Vorankommen erleichtern, wenn nicht das Lexikonwissen im Mittelpunkt steht, sondern das Herauskommen aus Problemen. Wir haben doch die Glaubensprobleme wegen dieser Aussagen, die so als ewig mahnende Leichen in der Gegend rumstehen und allen kommenden Generationen die gleichen Sorgen machen.

Du hast sicher begeistert das Buch von Campbell wie "Flug der Wildgans" gelesen, aber diesen in meinen Augen springenden Punkt - Tiefe der Mythen verstehen - haben wohl die wenigsten verstanden, weil sie nicht in dieser Situation stecken wie ich und mit einer Teilerklärung zufrieden sind. Ich sehe in den weiterführenden Werken, dass das nicht aufgenommen wurde, was mich am meisten erschüttert hat. Ich weiß nicht, mit welchen "Augen" Du das Buch gelesen hast - mich hat es berührt, weil er diesen Sinn erkannt hat.

Man kann mit der Abendmahlsfeier nichts anfangen, weil man sie nicht versteht. Zwar sind die Leute fromm und beten andächtig - aber sie kennen die Wirksamkeit der Formel nicht die im Zerbrechen vom Kampf, Verkünden der Erlösung und dem gemeinsamen Verteilen des Erfolg liegt. Man wendet das nicht so an, sondern schizophren, mit Kniefall, Musik, und dem inbrünstigen Glauben da sei in der Backoblatte jetzt der Jesu Leib.

Das analoge schizophrene Muster entstand auch mit naturgeschichtlichen Erwartungen wie Weltschöpfung oder bei Weltende.



d.n. es ist schwer ein Bild zu beschreiben, das der andere nicht kennt. Ist wie vom Mond reden. Lägen Dir alle Informationen über das AT vor und die Lehrstücke mit vollem Inhalt, dann könntest Du die Übereinstimmung mit dem NT sehen. Man hat dabei einen Auszug aus dem alten Wissen geschaffen.


Theodora, ich freue mich, dass Du meine Ideen als logisch empfindest. Ich wünsche Dir, dass Du gleich mir den Spaß erleben könntest, diese Texte zu "lösen". Leider kann man das nicht -beschreiben- nach dem Motto "Witz komm heraus - du bist umzingelt". Das lag nicht im Sinn, sondern lachend lernen und nicht langweilig glauben.


Ekkard, es ist ein wirklich komisches Gefühl EINEN Satz herauszuziehen, von dem das Glück der Welt abzuleiten und 80 % des Kapitels liegt daneben. Leider ist es ist gängige Kirchenpraxis, ich weiß, dort macht man es so. Wenn einer von den bepredigten Leuten dann die Bibel liest, ist er von den Socken und tritt darauf in einem Verein für Atheisten auf.
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#34
(22-06-2011, 23:09)MaSofia schrieb: Bion, es würde das Vorankommen erleichtern, wenn nicht das Lexikonwissen im Mittelpunkt steht, sondern das Herauskommen aus Problemen.

"...das Herauskommen aus Problemen."

Was genau soll das heißen?

(22-06-2011, 23:09)MaSofia schrieb: Wir haben doch die Glaubensprobleme wegen dieser Aussagen,

Wer sind WIR? Mich betrifft das nicht!

(22-06-2011, 23:09)MaSofia schrieb: Du hast sicher begeistert das Buch von Campbell wie "Flug der Wildgans" gelesen,..

Ja, habe ich! Das Zitat, das Du Campbell zugeordnet hast, ist mir nicht allerdings nicht in Erinnerung.

(22-06-2011, 23:09)MaSofia schrieb: Das analoge schizophrene Muster entstand auch mit naturgeschichtlichen Erwartungen wie Weltschöpfung oder bei Weltende.

Niemand, der sich mit sakralen Texten, Fabeln, Märchen oder Mythen beschäftigt, hat dabei, von Dir abgesehen, "naturgeschichtliche Erwartung".
MfG B.
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#35
Es darf sein, dass Texte befühlt, durchdrungen, zerlegt, wieder zusammengestetzt werden. Welche Form, welche Gestalt sie dann annehmen, ist und bleibt spannend wie offen. Keiner muss sich irgendwo von irgendwem dafür eine extra Erlaubnis holen, ob Texte ins eigene Labor gebracht werden dürfen. In der Tradition des Midrash ist das völlig selbstverständlich, eine Selbstverständlichkeit. Wir denken, weil wir das können, nicht weil wir das dürfen!

Diese eigenwillige Form der Textexegese ist mir desöfteren begegnet. Ich begrüße diese offene Haltung wie einen Sommerregen, der Staub von den Fenstern wäscht und zum Wachstum anregt. Und sei es, um auf etwas zu stoßen, was einem vorher verborgen blieb. Manchmal ist das ein einsamer Weg. Sei´s drum, es ist der eigene.
Abraham und zahlreiche andere biblischen Gestalten zeigen diesen Weg. Das Alte ist vergangen, Neues will beschritten werden.

In einem Laien-Diskussionsforum wie diesem, ist Raum genug für beherztes Denken, Fragen, Suchen und Finden, was immer das auch sein mag.
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#36
(22-06-2011, 23:09)MaSofia schrieb: Man kann mit der Abendmahlsfeier nichts anfangen, weil man sie nicht versteht.
Eine kühne These bei einer Gläubigenschar im einige 100Millionen-Bereich!

(22-06-2011, 23:09)MaSofia schrieb: ... sie kennen die Wirksamkeit der Formel nicht die im Zerbrechen vom Kampf, Verkünden der Erlösung und dem gemeinsamen Verteilen des Erfolg liegt. Man wendet das nicht so an, sondern schizophren, mit Kniefall, Musik, und dem inbrünstigen Glauben da sei in der Backoblatte jetzt der Jesu Leib.
Doch, "man" wendet diesen Sinn durchaus an, nur ist es nicht der Sinn, sondern einer von vielen. Ein weiterer ist die angenehme Feierlichkeit und das Gemeinschaftsgefühl derselben.

(22-06-2011, 23:09)MaSofia schrieb: Ekkard, es ist ein wirklich komisches Gefühl EINEN Satz herauszuziehen, von dem das Glück der Welt abzuleiten und 80 % des Kapitels liegt daneben.
Ich verstehe dich nicht. Wir sprachen über Jesaja 65. Dort gibt es zwei klar getrennte Themenbereiche V1-16 Drohung gegen Ungehorsam im Glauben, ab V 17 Verheißung. Da die Bibelverse in ihrer Tiefe Bedeutungsgeber sind, bleibt natürlich die Frage, welche Bedeutung den Vorkommnissen im Glauben gegeben werden. Eine Zuordnung ist dabei ganz klar, und sie ist aktueller denn je: Gleichgültigkeit, egozentrische Verfolgung der eigenen Interessen, Qual und Schaden anrichten usw. ist verwerflich. Wer hingegen, auch als "Wolf" mal zurücksteckt ("Stroh frisst"), wird mit der Gemeinschaft gut leben.

Bion schrieb:Niemand, der sich mit sakralen Texten, Fabeln, Märchen oder Mythen beschäftigt, hat dabei, von Dir abgesehen, "naturgeschichtliche Erwartung".
So ist es! Im Vordergrund steht die Frage, welche gesellschaftskritische Bedeutung die benutzten Bilder etablieren wollen. Es ist dabei natürlich und unter Umständen nützlich, den Nebenbedeutungen der hebräischen oder griechischen Vorlagen nachzugehen. Aber da würde ich mir gerne (sprachlich) klarer heraus gearbeitete Texte wünschen, als sie in kurzen Forenbeiträgen möglich sind. Schon die Missverständnisse beim gegenseitigen Lesen unserer Beiträge zeigen die Problematik.

Ausgangspunkt müssten zunächst einmal gängige Interpretationen sein. Danach kann man jene Bedeutungsvielfalt analysieren, welche sich aus Neben- und übertragenen Bedeutung von Worten und ganzen Sätzen ergibt. Mir ist ja durchaus bekannt, dass solche Anklänge existieren; aber du kannst kein Verstehen erwarten, wenn die bekannten Bilder ohne Not verlassen werden. Den traditionellen Übersetzern muss man soviel Gerechtigkeit unterstellen, dass auch sie konsistente Interpretationen der Vorlagen abliefern wollten. Offensichtlich erschienen ihnen die übertragenen und Nebenbedeutungen, im Kontext betrachtet, letztlich nicht folgerichtig genug.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#37
(23-06-2011, 11:44)Ekkard schrieb: Ausgangspunkt müssten zunächst einmal gängige Interpretationen sein. Danach kann man jene Bedeutungsvielfalt analysieren, welche sich aus Neben- und übertragenen Bedeutung von Worten und ganzen Sätzen ergibt. Mir ist ja durchaus bekannt, dass solche Anklänge existieren; aber du kannst kein Verstehen erwarten, wenn die bekannten Bilder ohne Not verlassen werden. Den traditionellen Übersetzern muss man soviel Gerechtigkeit unterstellen, dass auch sie konsistente Interpretationen der Vorlagen abliefern wollten. Offensichtlich erschienen ihnen die übertragenen und Nebenbedeutungen, im Kontext betrachtet, letztlich nicht folgerichtig genug.

Ausgangspunkt sind nicht Skizzen und weggeworfene Entwürfe, halbe Zettel - sondern das fertige Konzept!

Man kann nicht sagen, dass die gewohnten Bilder ohne Not verlassen werden. Sie verursachten Nöten, sind sind halb, die Sakramente oder das "sich gut fühlen" blieb ohne echte Wirkung, bzw. hatte nur einen Selbstzweck. Dafür war das alles nicht gedacht. Die Kritikpunkte vom Christentum habe nicht ich erfunden sondern die ergaben sich aus Jahrhunderten in dieser Schiene. Nun hat sich unser Weltbild verändert. Die Religion ist nicht fähig mit diesen Auffassungen Schritt zu halten. Sie kann keine Erklärung für das liefern - wieso man das glaubt, und wieso die Erde in sechs Tagen geschaffen wurde.

Sie beschmutzt damit ihre eigene Tradition.
A) durch Nichtwissen, B) indem das als Märchen geglaubt wird.

Ekkard, Du willst die Übersetzer in Schutz nehmen. Dann tue es auf eine andere Weise! Du solltest verstehen, wie die Texte gebaut wurden. Sie brauchen diesen Erzählstoff. Er ist etwas Besonderes. Er darf aber nicht wie eine Schokoladenverpackung als eigene Ware gehandelt werden. Es geht um den Inhalt - Schokolade innen - Papier außen.

Es ist sehr schwierig, bei diesem Erzählstoff zu bleiben, wenn man die Texte in Hebräisch liest. Die Übersetzung hat ihren Wert gehabt.
Aber das Lot stimmt nicht mehr.

Überlege die Unterschiede in der Wirkung!
a) 100Millionen glauben sie essen Jesu Leib in Form einer Hostie...

b) 100Millionen sind willig den Kampf zu brechen, Erlösung in Griff zu nehmen und verteilen Erfolg und Einkommen.
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#38
(23-06-2011, 11:14)Theodora schrieb: Es darf sein, dass Texte befühlt, durchdrungen, zerlegt, wieder zusammengestetzt werden.

Das darf sein. Da ist man sich schnell einig.

Wer das mit dem nötigen Rüstzeug tut, hat auch meine Anerkennung.

(23-06-2011, 11:14)Theodora schrieb: Keiner muss sich irgendwo von irgendwem dafür eine extra Erlaubnis holen, ob Texte ins eigene Labor gebracht werden dürfen.

Natürlich nicht!

Wann wäre denn hier jemandem, der sich kultiviert ausdrückt, das Recht der Meinungsäußerung nicht eingeräumt worden?

Allerdings muss auch niemand um Erlaubnis fragen, der abenteuerlichen "Hypothesen" Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit entgegenhält.

(23-06-2011, 11:14)Theodora schrieb: In der Tradition des Midrash ist das völlig selbstverständlich, eine Selbstverständlichkeit. Wir denken, weil wir das können, nicht weil wir das dürfen!

Dagegen ist nichts einzuwenden. Hat doch das Verbum "drš" im allgemeinen Sprachgebrauch die Bedeutung "suchen" und steht im Rechtswesen als terminus technicus für "untersuchen", "verhören". Auch den Priester (oder das Orakel) befragen, kann "drš" heißen. In diesem Kontext bedeutet "drš" den Akt der Anweisung nach dem befragen Gottes.

Ab dem 3. Jh nC taucht in den rabbinischen Schriften "drš" für "Auslegen" und das Nomen "midraš" für Auslegung der heiligen Schrift auf, wenngleich die Forschung den Ausdruck Midrasch manchmal auch für die Auslegungstradition davor gebraucht. Das ist literaturgeschichtlich allerdings wenig sinnvoll.

Bei den vorliegenden Interpretationsversuchen sind methodologische Parallelen zur jüdischen Tradition der Schriftauslegung aber nicht erkennbar, zumindest für mich nicht. Es scheint vielmehr der laienhafte Versuch einer Textumdeutung "mit dem Wörterbuch am Schoß" vorzuliegen.

(23-06-2011, 11:14)Theodora schrieb: Diese eigenwillige Form der Textexegese ist mir desöfteren begegnet.

Von jüdischer Seite ist mir in der vorliegenden Qualität noch nichts untergekommen.

(23-06-2011, 11:14)Theodora schrieb: Ich begrüße diese offene Haltung wie einen Sommerregen, der Staub von den Fenstern wäscht und zum Wachstum anregt. Und sei es, um auf etwas zu stoßen, was einem vorher verborgen blieb. Manchmal ist das ein einsamer Weg. Sei´s drum, es ist der eigene.

Solange es der eigene Weg bleibt und andere nicht genötigt sind, diesen Weg mitzugehen, ist daran auch nichts auszusetzen.

(23-06-2011, 11:14)Theodora schrieb: In einem Laien-Diskussionsforum wie diesem, ist Raum genug für beherztes Denken, Fragen, Suchen und Finden, was immer das auch sein mag.

Dieser Vorwurf, sollte es einer sein, ist nicht gerechtfertigt!

Es ist doch offensichtlich, dass hier Raum genug für Minderheitspositionen eingeräumt ist. Und ebenso offensichtlich ist es, dass dieser Raum reichlich in Anspruch genommen wird.

Beim "Denken, Fragen, Suchen und Finden" bleibt es nicht.

Immer wieder wird auch der Anspruch erhoben, man sei im alleinigen Besitz der wahren Bedeutung der Texte.
MfG B.
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#39
Bion, Du amüsierst köstlich!
...mit Deiner Meinung "abenteuerliche "Hypothesen" Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit entgegenhält..."

Vielleicht solltest Du das mal wahrhaftig umdeuten?
Laienhafte Wissenschaft, über Jahrhunderte erhalten, von einem Laien mit einem Wörterbuch am Schoß geschlagen!
So weit kommt es halt mit dem Glauben und ehrlichen Treuen.

Bion:
Zitat:Interpretationsversuchen sind methodologische Parallelen zur jüdischen Tradition der Schriftauslegung aber nicht erkennbar, zumindest für mich nicht. Es scheint vielmehr der laienhafte Versuch einer Textumdeutung "mit dem Wörterbuch am Schoß" vorzuliegen.

Und vielleicht solltest Du als wirklich Obergelehrter und in allen Fachgebieten SONST bewanderter, Dich ein bisschen fachkundig auf dem Gebiet machen und dann erst wieder die Copy-und Paste-Taste in Schwung bringen.

Bion:
Zitat:Von jüdischer Seite ist mir in der vorliegenden Qualität noch nichts untergekommen.

Bion, Du hast Dich nie für den Weg interessiert - bisher...
Ganz unschuldig ist die andere Seite auch nicht, indem sie nie Klartext redete. Ganz unschuldig ist die Gegenseite auch nicht, wie man an Deinen Reaktionen sieht, wenn endlich wirklich davon gesprochen wird.

Das wirklich Verbrecherische bei meiner Idee, ist Folgendes wie Du meinst:

Zitat:Immer wieder wird auch der Anspruch erhoben, man sei im alleinigen Besitz der wahren Bedeutung der Texte.

Bion, ich verstehe, aber dieser Aufstand macht alles sehr, sehr witzig. Normal wäre man froh, wenn es eine einfache Lösung gibt. Sie machte mich sehr zufrieden, aber Deine Einwände (skizzenhaft wiederholt) bringen mich wirklich zum Lachen:

"Dieses Rechthaben der allgemeinen Logik ist wirklich zu viel und dass es so einfach ist, das Allerschlimmste neben dem, dass nach 2000! Jahren der Fehler aufgedeckt wird. Da wird mein Vertrauen in die Wissenschaft gestört... und noch dazu wenn Texte mit vernünftiger Lehre übereinstimmen. Da haben Gelehrte keine Möglichkeit mehr sich bewundern zu lassen. Vernünftiges Überlegen - das ist man nun wirklich in Glaubenslehren nicht gewohnt. Wir Gelehrten müssen nachsagen, was die Gelehrten zuvor sagten, wo käme sonst die Wissenschaft hin, wenn jeder denkt und sich keiner mehr über den Tisch ziehen lässt".

So was aber auch, Bion ...
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#40
(23-06-2011, 21:15)MaSofia schrieb: Bion, Du amüsierst köstlich!

Den Eindruck habe ich nicht!

Sonst hättest Du nicht folgende Unsachlichkeit abgesetzt:

(23-06-2011, 21:15)MaSofia schrieb: Und vielleicht solltest Du als wirklich Obergelehrter und in allen Fachgebieten SONST bewanderter, Dich ein bisschen fachkundig auf dem Gebiet machen und dann erst wieder die Copy-und Paste-Taste in Schwung bringen.

?

(23-06-2011, 21:15)MaSofia schrieb: "Dieses Rechthaben der allgemeinen Logik ist wirklich zu viel und dass es so einfach ist, das Allerschlimmste neben dem, dass nach 2000! Jahren der Fehler aufgedeckt wird.

Laienhafte Wissenschaft, über Jahrhunderte erhalten, von einem Laien mit einem Wörterbuch am Schoß geschlagen!

Das ist Deine Meinung.

Ich meine hingegen, dass Deine Thesen das Ergebnis methodisch unzulässiger Sinnumdeutungen sind. Nichts wird dabei gewonnen. Im Gegenteil. Zusammenhang und Sinn der Texte gehen verloren.

(23-06-2011, 21:15)MaSofia schrieb: Das wirklich Verbrecherische bei meiner Idee, ist Folgendes wie Du meinst:
Bion schrieb:Immer wieder wird auch der Anspruch erhoben, man sei im alleinigen Besitz der wahren Bedeutung der Texte.

Willst Du damit sagen, dass Du den Anspruch nicht erhebst? Dann habe ich Dich bisher missverstanden!

Zur Klarstellung: Nicht als verbrecherisch (was für ein unpassendes Wort in diesem Zusammenhang), sondern als philologisch fragwürdige Spielerei mit sinnfreiem Ergebnis empfinde ich Dein Herangehen an die alten Texte.

(23-06-2011, 21:15)MaSofia schrieb: Bion, ich verstehe, aber dieser Aufstand macht alles sehr, sehr witzig.

Für mich ist nicht erkennbar, was Du mit diesem Satz mitteilen willst!?

(23-06-2011, 21:15)MaSofia schrieb: Deine Einwände (skizzenhaft wiederholt) bringen mich wirklich zum Lachen

Du solltest hier nicht über Gemütsregungen referieren, sondern sachlich und verständlich argumentieren.
MfG B.
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#41
(24-06-2011, 00:50)Bion schrieb: Ich meine hingegen, dass Deine Thesen das Ergebnis methodisch unzulässiger Sinnumdeutungen sind. Nichts wird dabei gewonnen. Im Gegenteil. Zusammenhang und Sinn der Texte gehen verloren.

Bion, VOR deinem "fachmännischen" Urteil, das wieder ein VOR-Urteil ist, solltest Du da nicht erst einmal einige Sätze im Zusammenhang anschauen? Dann verstehst Du, warum ich immer nur lache.

Aber ich finde es toll, dass Du sämtliche Blockaden auf diese Weise vorführst. Das ist das Ehrliche an Dir, das mir gefällt und mir auch zeigt, wie Du es gern hättest.

Ich hätte aber gern, dass das Gezänk um zwei Sätze oder um ein Wort aufhört und dass Du nicht gleich beim ersten Wort behauptest, es handle sich um eine "philologisch fragwürdige Spielerei mit sinnfreiem Ergebnis" .

Ich möchte gerne, dass man sich mehr anschaut. Erst mit Sehen von mehr Beispielen und dem durchgängigen Konzept lässt Dein Schock vermutlich nach. Schließlich erkennst Du beim Behandeln eines ganzen Kapitel, wirklich den Inhalt des gesamten Themas - und dann ist Dein Fachwissen gefragt.
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#42
Mod.anm. Bion:

Vom Studienbereich in den Esoterikbereich verschoben.

Sonderwissen, das durch die einschlägige wissenschaftliche Literatur nicht zu belegen ist bzw. nicht gestützt wird, bitte nicht im Studienbereich diskutieren.
MfG B.
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#43
MaSofia, ich würde gerne d.n.'s Hinweis nochmals aufgreifen:

(22-06-2011, 22:12)d.n. schrieb: Hmmm, du berufst dich einerseits auf Jahrtausend alte Weisheiten, aber dann destillierst du sie aus einer Übersetzung ins Hebräische die mitte 18oo erfolgte?, d.h. der Urtext war Griechisch, ein Theologe übersetzt es so um 1870-1890 ins Hebräische, und wundersamerweise finden sich darin Weisheiten aus über 2000 Jahren??? Du verstehst schon, wenn mir da die logische Abfolge, ähhh, abhanden kommt,...Eusa_think ,...

Das Hebräische, das du heute interpretierst, ist eine Hebräische Übersetzung eines griechischen Originaltextes. Hätte der Übersetzter wirklich diese "verstecken Botschaften", die du hier im Forum oft aufschlüsselst, in den Text einfliessen lassen sollen, so müssten sie ja im griechischen Original bereits vorhanden gewesen sein. Ansonsten wären diese verstecken Botschaften ja eine Erfindung des Übersetzters, und NICHT original im Evangelium zu finden.

Ich weiss nicht ob du Koine beherrschst, aber ich wage zu bezweifeln, dass du im griechischen Originaltext versteckte Botschaften entschlüsselt hast.

Oder irre ich mich da?
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#44
(24-06-2011, 15:17)Romero schrieb: MaSofia, ich würde gerne d.n.'s Hinweis nochmals aufgreifen:

(22-06-2011, 22:12)d.n. schrieb: Hmmm, du berufst dich einerseits auf Jahrtausend alte Weisheiten, aber dann destillierst du sie aus einer Übersetzung ins Hebräische die mitte 18oo erfolgte?, d.h. der Urtext war Griechisch, ein Theologe übersetzt es so um 1870-1890 ins Hebräische, und wundersamerweise finden sich darin Weisheiten aus über 2000 Jahren??? Du verstehst schon, wenn mir da die logische Abfolge, ähhh, abhanden kommt,...Eusa_think ,...


Zwar bin ich schon darauf eingegangen, schreib es aber nochmal:
Die Kenntnisse des AT müssen berücksichtigt werden!

Kennt man das, nimmt man das NT nicht mehr wie es ist, sondern aus der Sicht von dort aus gesehen. Damit stimmen zum Beispiel auch die Zitate und Erklärungen das AT betreffend, die im NT zu finden sind.


(24-06-2011, 15:17)Romero schrieb: Das Hebräische, das du heute interpretierst, ist eine Hebräische Übersetzung eines griechischen Originaltextes. Hätte der Übersetzter wirklich diese "verstecken Botschaften", die du hier im Forum oft aufschlüsselst, in den Text einfliessen lassen sollen, so müssten sie ja im griechischen Original bereits vorhanden gewesen sein.

Nimm das Vorwort von Ben Sira, der als Bibelschreiber sagte, dass die Weisheitstexte in Hebräisch "etwas" anders aussehen.
Mach Dir die Mühe und geh dem nach. Ein Vers der Sprüche ist in Griechisch absurd, wie in Deutsch - der nächste zum Beispiel weise. In Hebräisch gibt es die Ergänzung dazu.
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#45
(24-06-2011, 08:58)Bion schrieb: Mod.anm. Bion:
Vom Studienbereich in den Esoterikbereich verschoben.

Sonderwissen, das durch die einschlägige wissenschaftliche Literatur nicht zu belegen ist bzw. nicht gestützt wird, bitte nicht im Studienbereich diskutieren.

Bion, Du bist zwar der Moderator, aber es ist schwierig ein Thema zu verfolgen, in dem wichtige Teile in andere Ecken verschoben werden, sobald sie aufkochen. Nimm halt bitte nur den aufkochenden Schaum ab.

Wieviel Bände wissenschaftlicher Literatur brauchst Du denn als Beweis. Dürfen es auch ausländische Werke sein?
Ich denke da an die Werke der Kirchenväter, Zusammenfassung einige Bände, oder Talmud, viele Bände und Folgewerke.

Es fehlt nicht an Literatur, sondern am Blick sie richtig einzuordnen.
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