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greift Gott aktiv ein?
Hallo Ulan
Du übersiehst etwas fundamental wichtiges worum es Paulus und den Christen der ersten drei Jahrhunderte ging......
nämlich , das Jesus gesagt hat;" mein Reich ist nicht von dieser Welt , wäre mein Reich von dieser Welt hätten meine Jünger gekämpft"...

Paulus und den Christen ging es niemals darum gegen die Obrigkeit zu kämpfen, Rebellion anzuzetteln etc..sondern im Gegenteil, die Jünger Jesu , also alle Gläubigen wurden aufgefordert , für die Obrigkeit zu beten (das sie sich Gottes Wirken öffnen) und ihrerseits fest zu ihren Überzeugungen zu stehen und z.b. für die Unterdrückten einzustehen, sie zu schützen ,-ohne -Rache/Gericht gegen die Unterdrücker zu üben.
Weil Gericht zu üben nicht Sache der Christen ist.
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(18-09-2017, 01:03)bridge65 schrieb: Hallo Ulan
Du übersiehst etwas fundamental wichtiges worum es Paulus und den Christen der ersten drei Jahrhunderte ging......
nämlich ,  das Jesus gesagt hat;" mein Reich ist nicht von dieser Welt , wäre mein Reich von dieser Welt hätten meine Jünger gekämpft"...

Paulus weiss von solchen Dingen nichts und hat sich dazu nicht geaeussert. Was Du da zitierst, ist Johannes, der eine voellig andere Theologie als Paulus vertritt.

(18-09-2017, 01:03)bridge65 schrieb: Paulus und den Christen ging es niemals darum gegen die Obrigkeit zu kämpfen, Rebellion anzuzetteln etc..sondern im Gegenteil, die Jünger Jesu  , also alle Gläubigen wurden aufgefordert , für die Obrigkeit zu beten (das sie sich Gottes Wirken öffnen) und ihrerseits fest zu ihren Überzeugungen zu stehen und z.b. für die Unterdrückten einzustehen, sie zu schützen ,-ohne -Rache/Gericht gegen die Unterdrücker zu üben.
Weil Gericht zu üben nicht Sache der Christen ist.

Nun, solch ein Kind von Traurigkeit war Paulus auch nicht. 1Kor 5: "3 Was mich angeht, so habe ich - leiblich zwar abwesend, geistig aber anwesend - mein Urteil über den, der sich so vergangen hat, schon jetzt gefällt, als ob ich persönlich anwesend wäre: 4 Im Namen Jesu, unseres Herrn, wollen wir uns versammeln, ihr und mein Geist, und zusammen mit der Kraft Jesu, unseres Herrn, 5 diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet wird."

Viele Bibelkommentare beschoenigen das zwar als Ausschluss, aber Conzelmann oder Pilhofer nennen das hier beim Namen: Paulus fordert hier den Tod des Beschuldigten. E. Staufer dazu: "Es handelt sich in 1K 5,3ff um einen christlichen Liquidationsfluch im Sinne des alttestamentlichen und im Stile des spaetjuedischen Ausrottungsverfahrens." Oder anders ausgedrueckt, die rein verbale Reaktion des Paulus liegt hier nicht an pazifistischer oder jenseitsgerichteter Gesinnung, wie Du es hier vertrittst, sondern schlicht an der politischen Ohnmacht der fruehen Christen. Wenn Paulus gekonnt haette, haette er diesen Menschen gewiss umgebracht.

Aber gut, zumindest ist auch Dir klar, dass auch die roemische weltliche Macht nicht vom Befolgungsgebot des Paulus ausgenommen ist.
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Hallo Ulan
Paulus und Johannes vertreten mitnichten eine andere Theologie , wie kommst du denn darauf ?
Paulus war dem Johannes nicht nur bekannt , sondern auch anerkannt, steht im, ...ich glaube Galaterrbrief.

Paulus war allgemein in den Gemeinden anerkannt.
Wenn ihm hier von zwei , irgendwelchen Theologen unterstellt wird den Tod eines Menschen angeordnet zu haben , nenne ich , groben Unfug.
Es lässt sich faktisch in der Bibel nicht belegen.

Das überantworten an Satan ,dessen um den es da geht
bedeutet , jemand der trotz Überführung und beharrlichen zuredens in Sünde verharrt, nicht nur sich selbst sondern der Gemeinde schadet ,- dann muss man ihn lassen und Schäden von der Gemeinde abwenden , darum der Ausschluss
Das hat rein gar nichts mit einem Todesurteil oder gar mit Vollstreckung zu tuen.
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(20-09-2017, 01:44)bridge65 schrieb: Hallo Ulan
Paulus und Johannes vertreten mitnichten eine andere Theologie , wie kommst du denn darauf ?
Paulus war dem Johannes nicht nur bekannt , sondern auch anerkannt, steht im, ...ich glaube Galaterrbrief.

Dazu zwei Anmerkungen:

Wenn Du den Galaterbrief liest, ist es mit der Harmonie da nicht so weit her. Paulus ging nach Jerusalem, um seine Lehre anerkannt zu bekommen; darueber, ob das je passierte, schweigt er sich aus. Der Beschluss ist ja letztendlich auch der, dass man sich aus dem Weg geht. Schon das erste Mal, als das mit dem "aus dem Weg gehen" nicht klappt, in Antiochien, kracht es. Und Paulus zieht offensichtlich den Kuerzeren in der Auseinandersetzung. Sein Unmut wird ueberall in dem Brief sichtbar.

Mein Hauptpunkt ist aber der, dass Du nicht ein Johannes-Zitat verwenden kannst, um eine Paulus-Aeusserung zu interpretieren. So etwas geht grundsaetzlich nicht.

(20-09-2017, 01:44)bridge65 schrieb: Paulus war allgemein in den Gemeinden anerkannt.

Wenn man beruecksichtigt, wie sehr Paulus in den Briefen um seine Position kaempfen muss - nicht nur in Antiochien - ist das so nicht wahr. Allerdings ist das auch nicht weiter interessant.

(20-09-2017, 01:44)bridge65 schrieb: Wenn ihm hier von zwei , irgendwelchen Theologen unterstellt wird den Tod eines Menschen angeordnet zu haben , nenne ich , groben Unfug.
Es lässt sich faktisch in der Bibel nicht belegen.

Es ist ein Liquidationsfluch. Paulus wuenscht dem Mann, um den es geht, den Tod (das Verderben des Fleisches). Und natuerlich ist die Bibel die Grundlage dieser Aussage. Das ist nicht "grober Unfug" der Theologen; die haben nur nicht Deine Scheuklappen auf, die bei Dir runtergehen, sobald da im Bibeltext etwas steht, was nicht zu Deinen Vorstellungen passt.

Uebrigens hat die Gemeinde die Empfehlungen des Paulus zu diesem Punkt ignoriert, wie man am Folgebrief sieht. Sie fanden seinen Einlass wohl auch unpassend.

(20-09-2017, 01:44)bridge65 schrieb: Das überantworten an Satan ,dessen um den es da geht
bedeutet , jemand der trotz Überführung und beharrlichen zuredens  in Sünde verharrt, nicht nur sich selbst sondern der Gemeinde schadet ,- dann muss man ihn lassen und Schäden von der Gemeinde abwenden , darum der Ausschluss.
Das hat rein gar nichts mit einem Todesurteil oder gar mit Vollstreckung zu tuen.

Der Gemeindeausschluss ist das, was praktisch passieren wuerde. Das Wuenschen des "Verderbens des Fleisches" ist trotzdem ein Todesfluch. Paulus kann sein Todesurteil nicht vollstrecken (das gaebe Aerger mit den Roemern), aber Satan soll es tun.

Wir sollten hier aber langsam mal zum Thema zurueckkommen.
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