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Sind Männer und Frauen nach Paulus gleichberechtigt?
#46
(09-07-2016, 14:10)Sinai schrieb: Ulan:
Es gibt keinerlei Hinweis, dass Deine Praemisse, "Johannes Chrystomos kennt Verschwörungstheorien", den Tatsachen entspricht.

- - - - - - - -

Ein Antisemiterl war er aber doch!

Zwischen den beiden Aussagen gibt es keinerlei Verbindung. Ausserdem, was heisst jetzt "Antisemit"? Du selbst hast doch ueberhaupt keine Manschetten, Dich fuer die Schriften gegen Haeretiker ins Zeug zu legen. Fuer "katholische" Christen damals war das Judentum genau so eine Haeresie wie alle anderen auch, und die polemischen Schriften dagegen waren entsprechend genau so heftig. Das katholische Christentum duldete keinerlei Religionen neben sich, keine Marcioniten, keine Juden, keine Isis- oder keine Zeus-Anbeter.
#47
(09-07-2016, 14:38)Ulan schrieb:
(09-07-2016, 14:10)Sinai schrieb: Ulan:
Es gibt keinerlei Hinweis, dass Deine Praemisse, "Johannes Chrystomos kennt Verschwörungstheorien", den Tatsachen entspricht.

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Ein Antisemiterl war er aber doch!

Zwischen den beiden Aussagen gibt es keinerlei Verbindung.  Ausserdem, was heisst jetzt "Antisemit"?

Dein von Dir so verbissen verteidigter Freund Johannes Chrystomos äußerte öffentlich, daß die Synagoge ein böser Ort sei, ein Rendezvous der Prostituierten und Effeminees, ein Ort wo Dämonen hausen:
« La synagogue est un mauvais lieu où afflue tout ce qu'il y a de plus dépravé ; c’est un rendez-vous pour les prostituées et pour les efféminés. Les démons habitent et les âmes mêmes des juifs et les lieux dans lesquels ils se rassemblent [2] ».  Jean Chrysostome — Wikipedia

Bitte um Deine geschätzte Stellungnahme zu diesem Satz im frz. Wikipédia-Artikel
#48
(09-07-2016, 20:05)Sinai schrieb:
(09-07-2016, 14:38)Ulan schrieb: Ausserdem, was heisst jetzt "Antisemit"?

Dein von Dir so verbissen verteidigter Freund Johannes Chrystomos äußerte öffentlich, daß die Synagoge ein böser Ort sei, ein Rendezvous der Prostituierten und Effeminees, ein Ort wo Dämonen hausen:

Bitte um Deine geschätzte Stellungnahme zu diesem Satz im frz. Wikipédia-Artikel

Ich habe Dir schon einmal gesagt, Du sollst aufhoeren, dies auf die persoenliche Ebene zu schieben. Johannes Chrysostomos ist nicht "mein Freund", er ist eine der wichtigsten Personen der christlichen Kirche und ein Zeuge fuer die Entwicklung derselben.

Zum Antisemitismus: dies ist ein Vorwurf, der sowohl die Definition von Antisemitismus als auch den geschichtlichen Zusammenhang ignoriert. Wir haben heutzutage - zurecht - ein Tabu auf Antisemitismus wegen unserer, deutschen, naeheren Geschichte. Dabei gehte es um Rassismus. Rassismus spielt bei Johannes Chrysostomos keine Rolle.

Zur Zeit des Johannes Chrysostomos stand auf die Ausuebung jeglicher anderer Religion als des Christentums katholischer Praegung die Todesstrafe. Da Juden hier also keine Sonderstellung hatten, sondern genau wie nichtkatholische Christen und Heiden gleichermassen mit dem Tod bedroht wurden, liegt hier kein Antisemitismus vor. Es handelt sich schlicht um religioese Intoleranz. So war die Kirche damals. Wer nicht katholisch war, verdiente den Tod.

Was den Vorwurf der Unzucht angeht und den Umgang mit Daemonen, so ist der noch relativ harmlos. Den Marcioniten wurde zum Beispiel Menschenfresserei vorgeworfen. Uebrigens wurde auch in antichristlichen Traktaten immer wieder verbreitet, die Christen seien sexuell zuegellos, wuerden es mit jedem treiben und regelmaessig Menschen in ihren Versammlungen opfern. Das war damals schlicht die vorherrschende Rhetorik.

Uebrigens ist die Vorstellung von Daemonen in der Synagoge recht alt; der Tempel von Jerusalem als "Haus der Daemonen" zieht sich durch viele fruehchristliche Texte. Das hat auch mit der Gleichstellung des menschlichen Koerpers = Tempel und dem damit verbundenen Bild von Suender = von Daemonen besessen zu tun. Mixt man das, wird der Tempel zum Haus der Daemonen.

Das ist also nicht antisemitisch, sondern normale christliche Symbolik.
#49
(09-07-2016, 20:43)Ulan schrieb: Den Marcioniten wurde zum Beispiel Menschenfresserei vorgeworfen.

Durchaus realistisch.
Ich verweise in diesem Zusammenhang auf den jüdischen Historiker Flavius Josephus, der detailliert beschreibt, daß während der Belagerung Jerusalems eine Jüdin ihren Sohn absticht und frißt

Und die Marcioniten wurden blutig verfolgt und ausgerottet. Einmal verschanzte sich eine Rotte Marcioniten in einem hochalpinen Hintertal, für Truppen damals im Winter unzugänglich.  Allerdings verhungerten sie dort und begannen, verstorbene Marcioniten zu fressen . . .
#50
(09-07-2016, 21:41)Sinai schrieb: Durchaus realistisch.
Ich verweise in diesem Zusammenhang auf den jüdischen Historiker Flavius Josephus, der detailliert beschreibt, daß während der Belagerung Jerusalems eine Jüdin ihren Sohn absticht und frißt.

Was soll denn das jetzt wieder? Erstens, redest Du hier ueber Juden, und zweitens ueber eine extreme Hungersituation. Um so etwas geht es bei den Polemiken, ueber die Du etwas wissen wolltest, nicht. Da wird das als alltaegliche, moralische Verfehlung angefuehrt.

(09-07-2016, 21:41)Sinai schrieb: Und die Marcioniten wurden blutig verfolgt und ausgerottet. Einmal verschanzte sich eine Rotte Marcioniten in einem hochalpinen Hintertal, für Truppen damals im Winter unzugänglich.  Allerdings verhungerten sie dort und begannen, verstorbene Marcioniten zu fressen . . .

Wieder ein Beispiel extremen Hungers, das nichts taugt. Aber das mit der Verfolgung und Ausrottung stimmt. So waren die katholischen Christen damals: extrem religioes intolerant.

Ich hoffe mal, wir koennen diesen sachfremden Diskurs in diesem Thread damit beenden.
#51
(10-07-2016, 06:27)Ulan schrieb: Ich hoffe mal, wir koennen diesen sachfremden Diskurs in diesem Thread damit beenden.

Ich denke auch, dass das angezeigt ist. Das Nötige ist gesagt. Von Sinai kommen nur mehr unsinnige, polemische Spams.

Thread geschlossen.
MfG B.


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