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Warum akzeptieren die Juden Jesus nicht als den Messias?
#1
Warum akzeptieren die Juden Jesus nicht als den Messias?

"Das Judentum glaubt nicht, dass Jesus der Messias war, denn er erfüllte keine der messianischen Prophezeiungen. Die Hauptprophezieung über die messianischen Tage besagt, dass „eine Nation ihr Schwert nicht mehr gegen die andere erheben wird, noch werden sie hinfort lernen krieg zu führen“ (Jes 2,4 siehe auch Jes 2,1-3; 11,1-10) Der Weltfrieden muss den Messias begleiten, und wenn dieser Frieden nicht kommt, ist auch der Messias nicht gekommen."
Dennis Prager Joseph Telushkin.

Judentum heute. Neun Fragen an eine Weltreligion. Gütersloh 1993. S. 77


Ist es richtig geschrieben?
#2
Mal ne ergänzende Frage zur Einordung für eine Anwort, bist du m/w
und wo ist deine Interessenlage ?
Welche spezielle Frage für dich selbst hast du den aus den ganzen Zitaten
für dich selbst gestellt ?
#3
(14-06-2012, 23:47)Piotrovsky Jury schrieb: Warum akzeptieren die Juden Jesus nicht als den Messias?

warum sollten sie auch?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#4
Die Prophezeiungen über das Kommen des Messias sind meines Wissens ja sehr genau. Im Christentum wir das dann gerne so hingedreht, dass sie alle auf Jesus passen... Icon_cheesygrin Eigentlich gibt es aber einige, denen man anmerkt, dass ihre Erfüllung durch Jesus konstruiert ist.
Ein Beispiel: Der Messias soll aus dem Hause Davids stammen. Im neuen Testament der Bibel versucht zu Beginn des Matthäusevangeliums ein Stammbaum dieses Kriterium zu erfüllen, beginnend bei Abraham, über König David und endend - naja, nicht bei Jesus, sondern bei Joseph, der eben nicht Jesu Vater war wenn man der Bibel glaubt. Jesus stammte also nicht aus dem Hause Davids.

Weiter fällt mir ein, dass irgendwo davon die Rede ist, dass der Messias den Namen Immanuel tragen wird... ich werd nochmal nachsehen, wo genau das steht. Wie auch immer, es stimmt nicht.
Ich bin mir sogar sicher dass wir noch mehr Prophezeiungen finden würden, die nicht auf Jesus zutreffen. Das waren nur zwei die ich so im Kopf hatte.

Wenn man also die wörtliche Erfüllung der Prophezeiung den Messias betreffend braucht, kann Jesus kaum als Messias gelten - auch wenn die christliche Kirche das immer schön so hindreht, indem eben nur jene Prophezeiungen erwähnt werden, die passen.
#5
(15-06-2012, 07:56)petronius schrieb:
(14-06-2012, 23:47)Piotrovsky Jury schrieb: Warum akzeptieren die Juden Jesus nicht als den Messias?

warum sollten sie auch?

Dann wären sie nämlich Christen ...
Es gibt weder gut noch böse in der Natur, es gibt keine moralische Entgegensetzung, sondern es gibt eine ethische Differenz. (Gilles Deleuze)
#6
(15-06-2012, 00:31)Harpya schrieb: Mal ne ergänzende Frage zur Einordung für eine Anwort, bist du m/w
und wo ist deine Interessenlage ?
Welche spezielle Frage für dich selbst hast du den aus den ganzen Zitaten
für dich selbst gestellt ?

[ironie]Wirklich sehr sehr höflich[/ironie]
Du benötigst also das Geschlecht des Fragestellers zur Einordnung um eine Antwort zu geben? Darf ich Dich da auch um Deine Interessenlage fragen?

Zum Thema;
Ich denke für Juden ist die für Christen so wichtige Sache, daß Jesus der Messias sei gar nicht so die bestimmende Frage. Aus christlicher Sicht mag das zwar die entscheidende Frage sein, für Juden ist die Prophezeiung eines Messiases aber eben nur einer von sehr vielen Aspekten und keinesfalls der Kernaspekt.
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. 
#7
(17-06-2012, 03:22)deja-vu schrieb: [ironie]Wirklich sehr sehr höflich[/ironie]
Du benötigst also das Geschlecht des Fragestellers zur Einordnung um eine Antwort zu geben? Darf ich Dich da auch um Deine Interessenlage fragen?

Zum Thema;
Ich denke für Juden ist die für Christen so wichtige Sache, daß Jesus der Messias sei gar nicht so die bestimmende Frage. Aus christlicher Sicht mag das zwar die entscheidende Frage sein, für Juden ist die Prophezeiung eines Messiases aber eben nur einer von sehr vielen Aspekten und keinesfalls der Kernaspekt.
Grundsätzlich finde es garnicht schlecht, minimal was über sich selbst zu sagen.
Hermaphroditen ntürlich auch willkommen.

Im Zusammenhang mit der Interessenlage war an den Jury die Frage gemeint, ob er unter dem Mäntelchen der Diskussion, wieder diskret in Eigenwerbung missioniert.
Etwas später wurde der Moderator dann auch auf diesen Aspekt aufmerksam und ist eingeschritten.
#8
(17-06-2012, 10:21)Harpya schrieb: ...
Grundsätzlich finde es garnicht schlecht, minimal was über sich selbst zu sagen.
Hermaphroditen ntürlich auch willkommen.

Im Zusammenhang mit der Interessenlage war an den Jury die Frage gemeint, ob er unter dem Mäntelchen der Diskussion, wieder diskret in Eigenwerbung missioniert.
Etwas später wurde der Moderator dann auch auf diesen Aspekt aufmerksam und ist eingeschritten.
Sorry Harpya, ich hatte Jurys erste 2 Beiträge noch nicht gelesen. ^^
Trotzdem gilt es im Internet gemeinhin als unhöflich nach Alter/Geschlecht/Wohnort zu fragen. Und da ich bei Jury nur drei Beiträge sah, hab ich halt mein kommentar abgegeben dazu.
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. 
#9
(15-06-2012, 00:31)Harpya schrieb: Mal ne ergänzende Frage zur Einordung für eine Anwort, bist du m/w
und wo ist deine Interessenlage?
Welche spezielle Frage für dich selbst hast du den aus den ganzen Zitaten für dich selbst gestellt?
***

Bitte alle Promotions und/oder Werbungen unterlassen! Keine anklickbaren Links!

Einen Link auf deine persönliche, nicht-kommerzielle Webseite darfst du, wie geschehen, in deinem Profil einstellen, nicht hier!

Da deine persönlichen Angaben im Profil nachzulesen sind, und du die persönlichen Fragen von Harpya nicht zu beantworten brauchst, habe ich sie hier gelöscht./Ekkard
#10
"Warum akzeptieren die Juden Jesus nicht als den Messias?"

Er wird eben irgendwelche Voraussetzungen nicht erfüllen! Den Weltfrieden hat er ja z.B. nicht bringen können. Egal, ob er von David abstammte oder nicht. Wenn schon ein gewöhnlicher Handwerker als Nachkomme Davids gelten konnte, würden sicher Tausende von David abstammen.

"Warum akzeptieren die Juden Jesus nicht als den Messias?"
Warum akzeptieren einige Christen nicht, dass sie ihn eben nicht akzeptieren? Irgendwie wirkt die Frage wie ein Vorwurf, wie eine Aufforderung dazu, sich rechtfertigen zu müssen. Warum?
Ich rechtfertige mich als Protestantin auch nicht dafür, dass ich Franziskus nicht als Heiligen verehre!
#11
Thema geteilt und in das Forum "Islam" (hadd-Strafen...) verschoben.
MfG B.
#12
entfernt, weil Vollzitat des Grundsatzartikels: "Jubiläum 750 Jahre Disput Nachmanides (1263 -2013)" (hier)
Bitte keine Kopien ganzer Artikel! (s. Boardregeln)
Die Moderation
#13
Da ist es doch klar, dass Jesus nicht der (jüdische) Messias sein kann: Er hat vielleicht Weltfrieden bringen wollen, es aber nicht geschafft. Und ausgerechnet die Leute, die sich auf ihn berufen, haben ja sogar noch extrem viel Leid in die Welt gebracht. Und zwar ausgerechnet auch (und gerade!) gegenüber seinem eigenen Volk! (Gut, dass er das nicht mehr mitgekriegt hat!)

Allerdings frage ich mich: Wie soll überhaupt ein Mensch in der Lage sein, den Weltfrieden zu bringen? Wie soll man sich das vorstellen; sind doch viele Menschen heute wie damals nicht bereit, sich friedlich und nächstenlieb zu verhalten, wenn es noch andere Menschen gibt, die sie für ihre Feinde halten.
#14
(26-07-2012, 12:34)Lelinda schrieb: Da ist es doch klar, dass Jesus nicht der (jüdische) Messias sein kann: Er hat vielleicht Weltfrieden bringen wollen, es aber nicht geschafft. Und ausgerechnet die Leute, die sich auf ihn berufen, haben ja sogar noch extrem viel Leid in die Welt gebracht. Und zwar ausgerechnet auch (und gerade!) gegenüber seinem eigenen Volk! (Gut, dass er das nicht mehr mitgekriegt hat!)

Allerdings frage ich mich: Wie soll überhaupt ein Mensch in der Lage sein, den Weltfrieden zu bringen? Wie soll man sich das vorstellen; sind doch viele Menschen heute wie damals nicht bereit, sich friedlich und nächstenlieb zu verhalten, wenn es noch andere Menschen gibt, die sie für ihre Feinde halten.

Das kennt nur den Messias
#15
Aber vielleicht könnte man ihm Tips geben, damit es nicht so lange dauert. ;)

Vielleicht im Sinne des Buddhismus, wo es gar nicht nötig ist, sich über fremde Sichtweisen aufzuregen, weil der andere spätestens im nächsten, über- oder überüberübernächsten Leben die Möglichkeit hat, das einzusehen, was ich selbst schon zu wissen glaube? Natürlich wäre das überheblich, aber es würde doch gelassener im Umgang mit "Feinden" machen, die dann eben "noch nicht so weit" sie man selbst wären.


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