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tibetischer Buddhismus - Bild und Wirklichkeit
#46
(25-03-2014, 17:46)Wilhelm schrieb: Ok, das Judentum wird auf ca, 3000 Jahre angenommen somit ca. 1000 v.Chr.

Abraham lebte vor 4000 Jahren.
"Die Zeit, in welcher die Abraham-Erzählungen des Tanach stattfinden, wird im Allgemeinen mit dem Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. angesetzt." Abraham – Wikipedia

Die 3 Abrahamitischen Religionen Judentum, dann Chrsitentum, dann Islam gehen auf Abraham zurück.

Beweis: heutige Christen lernen im Religionsunterricht detailliert den Auszug der Sippe Abraham aus der Stadt Haran, wie Abraham ins Land Kanaan und von dort dann weiter ins Niltal zog.
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#47
(25-03-2014, 18:40)Lelinda schrieb: Eher könnte man behaupten, das Christentum sei gar keine eigenständige Religion, sondern nur ein Seitenzweig des Judentums. Jesus selbst jedenfalls wäre es sicher nicht recht gewesen, dass sich aus seinem Wirken eine neue Religion gründete. Wie das bei Mohammed war, weiß ich nicht, dafür weiß ich zu wenig über die Geschichte des Islam.
Da stimme ich zu, das das Christentum nur ein Seitenzweig des Judentums ist.
Und auch dies Christentum hat schon verschiedene Seitenzweige Othodoxen, Römisch katholisch, Koptisch, Anglikanisch, Protestantisch (Luteraner, Kalvinisten....), Freikirchen, Mormonen, ZJH, Hutterer und die verschiedenen als Sekten bezeichnete Richtungen.
All das begründet sich auf einen Religionsstifter "Jesus".

Ich denke, wenn er gewußt hätte was die nachfolgenden Generationen unter seinem Namen veranstallten, der würde sich im Grab umdrehen und könnte bei den vielen Umdrehungen als Ventilator dienen.
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#48
(25-03-2014, 17:46)Wilhelm schrieb: das Christentum beginnt erst mit der Erscheinung von diesem Christus

Ja und Nein.
Das Christentum der ersten Jahre war ein Bestandteil des Judentums, eine neue jüdische Sekte. Zuerst gab es Sadduzäer und Pharisäer. Dann die Minisekte der Essener. Schließlich kam die neue Sekte der Jesusleute dazu.


Christen im weiteren Sinn waren und sind sie alle – Sadduzäer, Pharisäer, Essener, Jesusleute

Denn was bedeutet 'Christ' ? Das altgriechische Wort Christos bedeutet 'der Gesalbte'. Eine hilflose Übersetzung des althebräischen Wortes hamaschiach oder ha-maschiach (eingedeutscht als Messias), 'der Gesalbte'. Im semitischen Kulturkreis wurde der König nicht durch die Krönung eingesetzt, sondern durch das Initiationsritual der Salbung.

Sadduzäer, Pharisäer, Essener, Jesusleute erwarteten 'den Gesalbten'; der Unterschied ist der, daß Sadduzäer und Pharisäer noch immer auf ihn warten (seit 2000 Jahren), die Essener mittlerweile ausgestorben sind, und die Jesusleute behaupten, daß Jesus der Gesalbte war – und wiederkommen wird.

Die Jesusleute sind Christen im engeren Sinn.
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#49
(25-03-2014, 15:52)Sinai schrieb: Das Judentum hast Du vergessen. Es ist älter als der Hinduismus

die älteste textschicht der veden wird auf ca. 1200 bc verortet, die thora ebenfalls

wann genau vermutest du die gründung des judentums?

(25-03-2014, 15:52)Sinai schrieb: Und damit sind auch die beiden anderen abrahamitischen Religionen Christentum und Islam älter als der Hinduismus.

ein doch recht kühner schluß

dann ist auch bahai "als der Hinduismus"
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#50
(25-03-2014, 20:48)Sinai schrieb:
(25-03-2014, 17:46)Wilhelm schrieb: Ok, das Judentum wird auf ca, 3000 Jahre angenommen somit ca. 1000 v.Chr.

Abraham lebte vor 4000 Jahren.

ich bitte um ein quellzitat aus historischer fachliteratur

wir spielen hier kein wunschkonzert privater fantasien und sehnsüchte

(25-03-2014, 20:48)Sinai schrieb: "Die Zeit, in welcher die Abraham-Erzählungen des Tanach stattfinden, wird im Allgemeinen mit dem Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. angesetzt." Abraham – Wikipedia

auch die veden hatten ihren kulturellen vorlauf

aber ich könnte dir auch geschichten nennen,die zwar "vor zehntausenden jahren stattfinden", aber erst jüngst entstanden sind

ein in der scifi nicht unbeliebter topos
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
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#51
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#52
(25-03-2014, 16:04)Sinai schrieb: Eine Nonne im tibetischen Buddhismus tut äußerlich betrachtet den ganzen Tag dasselbe wie eine katholische Nonne.

Frühes wecken, sofortiges langes Morgengebet noch vor Tagesanbruch, karges Frühstück, asketische Klostertracht, stundenlange rituelle Übungen zur Selbstverleugnung, Askese, stundenlange Meditation, eintöniges singen im Chor, Demut, Wasser und Brot, leben in strenger Klausur, schlafen auf einer harten Pritsche.

Beide kennen eintöniges murmeln im Chor: verwendet wird hier ein Rosenkranz und dort eine tibetanische Gebetsmühle.

Beide kennen Kerzen und Bilderverehrung

Hier verwendet man Weihrauch, dort sind es Räucherstäbchen

Die einen haben einen Gong, die anderen eine Glocke

Stundenlanges verharren in kniender Stellung ist für beide typisch



(25-03-2014, 16:25)Lelinda schrieb: Ja, solche Parallelen sind eigenartig. Warum das so ist, würde mich auch interessieren.
- Zufall?
- gegenseitige Beeinflussung?
- typisches menschliches Verhalten in einer entsprechenden Region?



Gegenseitige Beeinflussung kann ausgeschlossen werden. Klingt zwar schön, dürfte aber wohl nicht zutreffen. Das ist eine Einbahnstraße.

Offenbar strahlte Tibet im Laufe der vielen Jahrhunderte aus. Da wurden Rituale, Mönchskutten, Mönchshaarschnitt, Askese, Meditation etc. etc. aus Zentralasien in die weite Welt verbreitet. Im Westen über die indischen Regionen, Persien, Kleinasien und Syrien ins Mittelmeerbecken, man denke auch an die uralten Routen der diversen Seidenstraßen, im Osten nach China und Japan.
Tibet strahlte aus, man spricht von "Ausdünstungen". Keine echte Mission im engeren Sinn, das heißt keine institutionalisierte Mission, aber dennoch deutlich wahrnehmbare und auf Schritt und Tritt ins Auge springende Ausstrahlung. Ein Zweig der diversen "Seidenstraßen" (beschönigend für Drogen- und Sklavenhandel) führte nach Damaskus. Wenn man das objektiv betrachtet, dann erkennt man in der Lehre des Christentums, man möge die andere Backe hinhalten, asiatische Philosophie. Tibet strahlte viele Jahrhunderte lang aus, man denke an den Gong, der dann als "Glocke" nach Europa kam. Zur Zeit Jesu waren Glocken noch unbekannt.
Wandermönche, die als Bettler herumzogen, kamen im Norden bis nach Kutscha an der Seidenstraße.
Im Schwarzmeergebiet nördlich der Krim gibt es heute noch Überbleibsel von zentralasiatischer Religion.

Aber nie gab es eine Beeinflussung in umgekehter Richtung. Tibet war immer abgekapselt und nahm niemals auch nur die geringste kultische Mode auf.
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#53
Ich denke, in Tibet konnte sich uralter Kult am längsten halten. Das ist kein Zufall

Dieses absolut unzugängliche Hochland, in das 1939 die ersten Bergsteiger (!) kamen, durchtrainierte Sportler mit richtiger Alpinausrüstung, konnte sich bis dahin hervorragend abkapseln. Dort kamen keine islamischen Eroberungsheere hin.
Dort war militärisch geschützte christliche Mission (à la Südamerika) nicht möglich.

Ja, vielleicht nahmen einzelne islamische Imame das Abenteuer auf sich und versuchten im Sommerhalbjahr über die hohen Gebirge zu klettern. Aber ohne die üblichen tausend Gotteskrieger waren sie chancenlos.

Und vielleicht versuchte der eine oder andere christliche Missionar, ins Land Tibet zu kommen. Aber auch er war chancenlos.

Man muß sich die Landkarte von Tibet einmal ansehen. Absolut unzugänglich.
Erst die Technik nach dem 2. Weltkrieg ermöglichte es, Straßen nach Tibet hinein zu bauen. Mit Dynamit wurden extrem lange Tunnel durch die Berge gesprengt, es wurden waghalsige Brücken gebaut. Moderne Baumaterialien, Beton und Stahlkonstruktionen. Und auch jetzt sind nur einzelne Gebiete in Tibet erreichbar, weite Landesteile nicht.
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#54
Berichtet wird schon von anderen Ankömmlingen.
Schlachten war für die Bhuddisten da verboten, Fleisch essen nicht.

Es wurde von anderen , Muslimen o.ä. berichtet, die diese Handwerk ausübten.

Sowas wie im Mittelalter das Bankwesen auch Juden , als unehrenhaft, zugewiesen wurde.
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#55
(28-03-2014, 00:49)Harpya schrieb: Berichtet wird schon von anderen Ankömmlingen.

Wer vor 1939 ? Nenn mir drei

(28-03-2014, 00:49)Harpya schrieb: Schlachten war für die Bhuddisten da verboten, Fleisch essen nicht.
Es wurde von anderen , Muslimen o.ä. berichtet, die diese Handwerk ausübten.

Quelle ? Oder Märchen ?

(28-03-2014, 00:49)Harpya schrieb: Sowas wie im Mittelalter das Bankwesen auch Juden , als unehrenhaft, zugewiesen wurde.

Es war Christenmenschen verboten, Zins zu nehmen. Zugewiesen wurde nichts.
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#56
Nehmen wir mal :
"Die sogenannte Dulu-Schlacht (chinesisch 渡瀘之役 / 渡泸之役, Pinyin Dulu zhi yi bzw. 渡瀘戰役 / 渡泸战役, Dulu zhanyi) fand im Jahr 801, dem 17. Jahr der Zhenyuan-Ära der Tang-Dynastie, in Yunnan statt. Darin kapitulierten Truppen des arabischen Reichs (Dashi) und der Tibeter (Tubo)[1] vor der Tang-Armee.

Es sollen 20.000 Gefangene gemacht worden sein, darunter viele Muslime, die sich später im Gebiet von Sichuan und Yunnan niederließen.[2]

In den chinesischen Geschichtswerken Neue Geschichte der Tang-Dynastie (Xin Tangshu, j. 222: Nanzhao) und Alte Geschichte der Tang-Dynastie (Jiu Tangshu, j. 198: Dashi) wird über die Ereignisse berichtet." (wiki)

Welche drei jetzt genau dabei waren weiss ich nicht.
Wahrscheinlich 20.000 durchtrainierte Sportler mit richtiger Alpinausrüstung dabeigewesen.

Mit zugewiesen meine ich im Rahmen der möglichen Tätigkeiten.
Formulier ich anders rum, Zinsgeschäfte wurden von Christen abgewiesen.
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#57
(28-03-2014, 01:22)Harpya schrieb: "Die sogenannte Dulu-Schlacht (chinesisch 渡瀘之役 / 渡泸之役, Pinyin Dulu zhi yi bzw. 渡瀘戰役 / 渡泸战役, Dulu zhanyi) fand im Jahr 801, dem 17. Jahr der Zhenyuan-Ära der Tang-Dynastie, in Yunnan statt. Darin kapitulierten Truppen des arabischen Reichs (Dashi) und der Tibeter (Tubo)[1] vor der Tang-Armee.

Es sollen 20.000 Gefangene gemacht worden sein, darunter viele Muslime"


Und ??
Im Jahre 1915 kämpften deutsche Truppen und türkische Truppen gegen die Briten.
Daraus folgt nicht, daß sich türkische Siedler oder Missionare in Bayern herumtreiben durften . . .
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#58
(28-03-2014, 01:22)Harpya schrieb: Mit zugewiesen meine ich im Rahmen der möglichen Tätigkeiten.
Formulier ich anders rum, Zinsgeschäfte wurden von Christen abgewiesen.

Sie wurden nicht von Christen 'abgewiesen', sie waren Christen verboten, da gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoßend und da sie langfristig als volkswirtschaftlich enorm schädlich angesehen wurden (Zinseszinsproblematik).

Nur deshalb, weil eine Tätigkeit den Christen verboten war, wird diese Tätigkeit nicht automatisch dadurch moralisch vertretbar, nur weil es Nichtchristen tun . . .

Beispiel: einbrechen ist Christen verboten.

Daraus kann man aber nicht den Umkehrschluß ziehen, daß Einbrüche moralisch in Ordnung sind, wenn sie von Nichtchristen verübt werden . . .
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#59
(28-03-2014, 02:43)Sinai schrieb: Sie wurden nicht von Christen 'abgewiesen', sie waren Christen verboten, da gegen das Gebot der Nächstenliebe verstoßend und da sie langfristig als volkswirtschaftlich enorm schädlich angesehen wurden (Zinseszinsproblematik).

Praktisch wurde dieses Verbot natuerlich allezeit problemlos umgangen, z.B. durch mehrere Kaeufe und Verkaeufe oder, noch sicherer, durch Festsetzung von vertraglichen Wechselkursen (siehe Lopez/Raymond, Medieval Trade in the Mediterranean World).
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#60
(28-03-2014, 03:20)Ulan schrieb: Praktisch wurde dieses Verbot natuerlich allezeit problemlos umgangen, z.B. durch mehrere Kaeufe und Verkaeufe

Das dürfte stimmen.
Ich habe einmal mit einem gebildeten Moslem darüber diskutiert, und er sagte mir, daß es in seiner Heimat verboten ist, daß Moslems von Moslems Zinsen nehmen. Das Verbot wird in der Praxis dadurch umgangen, daß etwa der Kreditnehmer dem Kredithai gleichzeitig ein Grundstück zu einem sehr niedrigen Preis verkauft. Es werden eben mehrere (mindestens zwei) Verträge miteinander vermischt (paktiert).

Allerdings ist von "problemlos" keine Rede, da es ein verbotenes Scheingeschäft ist, da steht Gefängnis darauf. Zum spielen ist das nicht, somit sind solche Geschäfte sehr eingeschränkt. Kommt vor, aber doch nicht allzu häufig.

Der Geschädigte kann das Scheingeschäft nachträglich anzeigen, dadurch hängt über dem Kreditgeber immer ein Damoklesschwert.
Dann gibt es Einvernahmen durch die Wirtschaftspolizei, und die können sehr unangenehm sein.
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