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Alles Zufall?
#16
(07-04-2014, 10:02)Klaro schrieb: Selbst der Gewinn im Lotto ist kein Zufall, denn mit seinem Gewinn folgt ein anderes Leben, als ohne

wie bitte?

weil sich etwas daraus ergibt, kann ein ereignis nicht zufällig sein?

das mit dem logischen denken üben wir aber noch mal...

(07-04-2014, 10:02)Klaro schrieb: Was sagt uns das ?

Daß unser Schicksal bestimmt ist



wieso?

daß es verschiedenste möglichkeiten gibt, mit einem lottogewinn mehr oder weniger sinnvoll umzugehen, soll beleg dafür sein, daß "unser Schicksal bestimmt ist"?

also wirklich...

(07-04-2014, 10:02)Klaro schrieb: Ist überhaupt etwas zufällig oder sinnlos ?

zumindest zu letzterem würde mir da so einiges einfallen... Icon_cheesygrin
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
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#17
(07-04-2014, 20:02)petronius schrieb:
(07-04-2014, 07:52)Silas schrieb: Au weia! Kann es wirklich so viele Zufälle geben?

wie hast du diese zahl errechnet?

bei so einer wahrscheinlichkeitsrechnung kann eigentlich nur herauskommen, was man vorher als annahme hineingesteckt hat.

Ja, das wird bei diesen Zahlenspielen gerne vergessen. Da stecken oft genug irgendwelche Annahmen drin, die eigentlich unnoetig kompliziert sind. Man denke an die Sache mit dem DNS-Code und den Proteinen, wo es ewig gedauert hat, bis mal jemand zaghaft darauf hingewiesen hat, dass da doch noch die RNS dazwischensteht.

Genausowenig muss man annehmen, dass zu Beginn alle Aminosaeuren verwendet wurden oder zwischen allen unterschieden wurde (fuer viele Zwecke lassen sich aehnliche Aminosaeuren gegeneinander austauschen) oder dass der Code so kompliziert sein muss. Man denke nur an den etwas simplifizierten Code in unseren Mitochondrien, wo man nahezu einen Zwei-Basen-Code mit einer "Kontroll-Base" hat, was den Apparat etwas schlanker macht.
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#18
(07-04-2014, 19:49)petronius schrieb: (und nein, trotz der volkstümlichen formulierung unterstelle ich der "natur" natürlich kein planvolles vorgehen)

tue ich eigentlich auch nicht und ich meinte es ein bisschen anders.

In etwa so, dass im Universum, falls es tatsächlich eines ist,
die Entschlüsselung jedes nur möglichen Kodes schon vorliegt.

Zum etwas leichteren Verständnis wie ich das meine: die Idee eines Quantencomputers arbeitet nach diesem Modell.

oder..da hat z. B. Richard Dawkins ein Programm geschrieben, (Computerprogramme schreiben ist sein Hobby) welches einen bestimmten Satz
durch Selektion und Auslese aus den Buchstaben des Alphabetes selbstständig generiert.

Dieses Programm würde einige Jahrzehnte dafür brauchen, wenn es nur mit einer einzigen Routine rechnen würde. Das Programm benötigt dafür aber in Wirklichkeit nur wenige Minuten.

Was dann heißt, dass die spontane Entstehung von Leben in einem einzigen Reagenzglas ziemlich lange dauern würde, bis die Bauteile des Lebens alle schön richtig aneinander gereiht sind.

Zufall ist aber etwas anderes. Z. B., wenn es in unserem Universum nur 2 Autos geben würde und die miteinander in einen Unfall (Wechselwirkung) verwickelt sind.

Da es aber in unserem Universum (sinnbildlich) ziemlich viele Autos gibt, ist es kein Zufall, "dass immer sehr viele Autos gleichzeitig" in einen Unfall verwickelt sind. Welche Autos an diesen vielen gleichzeitigen Wechselwirkung beteiligt sind und dabei die Struktur eines rein zufälligen Musters erzeugen, ist nur eine Frage der Zeit, da irgendwann alle oder zumindest die meisten Autos irgendwie mit einander "gewechselwirkt" haben werden.

Setzen wir für die zufällig gebildeten Strukturen aus diesen vielen immer gleichzeitigen Wechselwirkungen als Beispiel die Struktur eines Großraumflugzeuges, dann wird es dieses Großraumflugzeug irgendwann in unserem Universum auch geben. Ist nur eine Frage sehr langer Zeiträume und ganz vielen (sinnbildlichen) Autos.

Jetzt nach etwa 13,5 Milliarden Jahren, gibt es im Universum Großraumflugzeuge. Hat zwar lange gedauert, aber sie sind nicht das Ergebnis eines [einzigen] Zufalls. ;)
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#19
(07-04-2014, 11:17)Ekkard schrieb:
(06-04-2014, 21:51)Geobacter schrieb: Was dann wieder zufällig Neues dabei heraus kommt, wird uns dann aber leider nicht mehr interessieren.
"Uns"? Diese Aussage halte ich für falsch. Bewusstsein (eigentlich: Beobachter) ist eine gruppendynamische Eigenschaft komplexer Systeme, wie sie immer irgendwo auftreten. Wir denken zu schmalspurig auf "unseren Fall" (eines organischen Gehirns mit seiner Denkgeschwindigkeit) konzentriert. "Wir" kommen immer wieder, nur eben nicht als das Individuum, das wir heute sind.

Mit WIR hatte ich tatsächlich das gleiche gemeint wie du.

Nur eben denke ich, dass es nicht einfach für UNS sein wird, die Kollision zweier
Galaxien unbeschadet zu überstehen, wenn WIR und damit meine ich UNS, in etwa 3 Milliarden Jahren nicht längst schon in den weiten des Weltraums unterwegs sind. In etwa schon 800 Millionen Jahren, dürfte es für uns auf unserem Planeten nicht mehr zum Aushalten sein, da sich unser Planet dann außerhalb der Zone befindet, unter deren Bedingungen Leben wie das Unsere überhaupt erst möglich ist.

Ich meine also mit WIR nicht nur uns Menschen, die es dann vielleicht schon lange nicht mehr gibt, weil wir uns als vermeintliche Krone einer Schöpfung zu lange überhaupt oder gar nicht für die weitreichenden Zusammenhänge interessiert haben, dass selbst die kleinste Ursache verheerende Wirkungen gigantischen Ausmaßes haben können und nicht nur immer eine nach der anderen, sondern auch nichtlinear nebeneinander. Zufall wäre es keiner, wenn wir Menschen uns selbst ausrotten.
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