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Metaphysik, welche Wirklichkeit liegt jenseits der Physik ...
#16
(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: Es wäre doch völlig sinnlos, wenn wir sinnlos lebten und unser Leben nur darauf aufbauen, was wir kurzfristig erleben, was auch mit dem Menschen verschwinden würde - wozu soll es dann den denkenden, handelnden, fühlenden Menschen geben, wenn alles mit seinem Abgang verschwunden wäre -

Für mich ist Geist Information;
das ICH eine nützliche und zweckdienliche Illusion;
Bewusstsein nur die Oberfläche des viel größeren Unterbewusstseins. (insofern meine ich, dass man von einem Ozean auch immer nur die Oberfläche, bzw. den Wasserspiegel sieht)

das Leben selbst ist für mich die Bedeutung des Göttlichen;
ich glaube nicht an Wunder, da es zwischen Wunder und Zufall nur den Unterschied gibt, dass ein Wunder immer einen direkten und unmittelbaren Vorteil mit sich bringt, während der Zufall nur selten einen direkten und unmittelbaren Vorteil mit sich bringt und folglich viel häufiger vorkommt,
aber letztendlich das Gleiche und Selbige ist.

Das Leben gibt der Natur einen Sinn. Wobei dieser "eine" Sinn sehr, unglücklich und irreführend ausgedrückt ist.

Das Leben gibt der Natur eigentlich so viel Sinn(?) wie es unterschiedliche Teile des Lebens gibt.

Was wäre z. B. der Kosmos ohne den Beobachter?

Und ich meine, wie ignorant und dumm kann oder muss ein Mensch denn sein, der meint, dass wenn er es nicht versteht, können dahinter doch nur übersinnliche und wundersame Mächte am Werk und am schöpfen sein. Icon_cheesygrin

Warum denn?

Ich freue mich am Leben, weil die Natur so viel zu entdecken, zu verstehen und vor allem zu erleben bietet. Ich denke sogar dass wir, die Natur nicht mal alle zusammen jemals vollständig verstehen werden...

und genau da und hier sind wir an dem Punkt angelangt, auf den ich eigentlich hinaus will!

Der einzelne Mensch sieht und erlebt nur einen winzigen Ausschnitt vom wirklichen Horizont. Wenn überhaupt und Viele Menschen sind dann auch noch die meiste Zeit nur mit s-ich selbst und dem eigenen Empfinden beschäftigt, das ihnen das Wichtigste scheint. Folglich richten sie ihren Fokus immer danach aus und interpretieren es sich passend dem bestmöglichen Empfinden zurecht.

Naja.. und das nennen sie dann Glaube.

Aber weiter Leben tun wir im Informationsaustausch der aus vielen kleinen Ausschnitten vom Horizont einen immer größeren macht.

In diesem Bild des großen Horizontes, lebt jeder einzelne von uns mindestens bis in alle Ewigkeit.

Das macht mich zuversichtlich und erfüllt mich selbst dann mit Freude, wenn ich ansonsten gar keinen Grund zum Lachen merh hätte. Icon_razz
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#17
Zitat:Der einzelne Mensch sieht und erlebt nur einen winzigen Ausschnitt vom wirklichen Horizont.
In diesem Punkt stimme ich Dir zu.

Zitat:Und ich meine, wie ignorant und dumm kann oder muss ein Mensch denn sein, der meint, dass wenn er es nicht versteht, können dahinter doch (nur) übersinnliche und wundersame Mächte am Werk und am schöpfen sein.
Hier stimme ich Dir nicht zu, denn man könnte den Satz auch unkehren, wenn man ein "nicht" hinein setzt.

Warum soll es keine Mächte geben, die der Mensch (noch) nicht sehen (wahrnehmen) kann ?

Damit hältst Du alle Menschen für dumm, die darüber hinaus denkt.

Das ist auch traurig.

Weil: dann wären die Menschen, die diese andere Mächte ignorieren, ebenfalls ignorant und dumm ?

Ich bin überzeugt, in dieser Richtung entwickelt sich noch etwas, vielleicht aber ganz anders, als wir es uns heute vorstellen können.
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#18
(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: Es stimm, Geobacter, daß aus wissenschaftlicher Sicht die Nahtoderlebnisse betrachtet, noch viel am Arbeiten ist.
Was mir an der Naturwissenschaft nicht unbedingt gefällt, ist nicht der Wandel der Erkenntnisse, sondern daß sie sogar Gefühle auseinander nehmen will - die Erklärungen, die Liebe chemisch erklärte werden kann. Eusa_naughty

das ("Liebe chemisch erklären") hat jetzt aber wieder mit "nahtoderfahrungen" nichts zu tun. an welchen übrigens "aus wissenschaftlicher Sicht" imho gar nicht mehr sooo viel zu arbeiten ist - es gibt recht plausible erklärungen auf neuronaler basis, die zumindest esoterischen deutungen an rationaler überzeugungskraft nicht nachstehen

es ist einfach schwierig, konsistent und konstruktiv zu diskutieren, wenn immer wieder äpfel mit birnen durcheinander geworfen werden. daher ja meine frage, von welcher art "metaphysik" hier überhaupt die rede sein soll

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: Natürlich ist Naturwissenschaft wichtig, führt sie uns doch zu Erläuterungen über bestimmte Dinge, aber was Philosophie und Psychologie angeht, da ist sie eher fehl am Platz

deswegen beansprucht sie da ja auch keinerlei deutungshoheit

ein argumentativer strohmann also...

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: Daß die Naturwissenschaft nur das erkennt, was sowieso schon existiert, und sich über dieses über viele Jahrtausende erabeitete Wissen nun in den Vorteil bringen will, ist ersichtlich

natürlich kann naturwissenschaft nur existierendes erkennen - was denn auch bitte sonst?

sie "will" aber gar nichts, erst recht nicht, "sich in Vorteil bringen"

sich mit realem zu befassen, hat aber in der tat sicher einige vorteileIcon_cheesygrin

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: Aber es vernichtet auch die Gefühle des Menschen - seine Hinwendung zum Spirituellen

wieso das denn?

weil die naturwissenschaft sich mit realem befaßt, vernichtet sie irgendwas?

wer sich mit realem nicht abgeben will, darf doch gern weiter träumen und sich in irgendwelche transzendenten geheimnisse hinein wünschen - die naturwissenschaft verbietet das niemandem

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: bis so mancher Wissenschaftler im Alter doch erkennt, was er nicht zu erkennen vermag - die Kraft einer Intelligenz, die über allem steht

die kann er nicht als wissenschaftler erkennen - höchstens als privatmensch an so was glauben

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: So sehe ich das und deshalb finde ich meine innere Heimat in der Theosophie


das (daß "die Naturwissenschaft ... sich ... nun in den Vorteil bringen will" und damit "auch die Gefühle des Menschen - seine Hinwendung zum Spirituellen - vernichtet ") siehst du falsch - siehe oben. darfst deshalb aber natürlich deine "innere Heimat" dort finden, wo dir das gefundene entgegenkommt

man darf nur nicht die deutungsebenen durcheinander bringen und gegeneinander ausspielen - kategorienfehler

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: inhaltlich sucht doch jeder Mensch in den Schriften, was er eigentlich nur bestätigt sieht

genauso ist es

es kommt nur das heraus,was man selber vorher hineingesteckt hat. das ist ein unterschied zur wissenschaftlichen methode, weshalb es da auch nichts zu vergleichen gibt

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: Es wäre doch völlig sinnlos, wenn wir sinnlos lebten und unser Leben nur darauf aufbauen, was wir kurzfristig erleben, was auch mit dem Menschen verschwinden würde

deswegen - weil wir "unser Leben nur darauf aufbauen, ... was auch mit dem Menschen verschwinden würde" würden wir doch nicht "sinnlos leben"

also ich jedenfalls habe kein problem damit, meinem leben sinn zu geben, auch ohne daß ich mich dabei auf transzendetes beöge

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: wozu soll es dann den denkenden, handelnden, fühlenden Menschen geben, wenn alles mit seinem Abgang verschwunden wäre

es gibt ihn. und "wozu", das hat er selbst in der hand

natürlich darf er die beantwortung dieser frage für sich selbst auch delegieren

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: wissenschaftliche Erklärungen bringen da gar nichts - sie zerstören den Menschen nur in seinem Innern
es gibt keine "wissenschaftlichen Erklärungen" zum sinn des lebens - diese "Erklärungen" muß sich jeder für sich selbst erarbeiten

ergo können auch keine "wissenschaftlichen Erklärungen" irgendetwas "zerstören"

(13-04-2014, 10:11)Klaro schrieb: Wenn man weiß, daß Naturwissenschaft ein Teil von allem ist, was unser Leben ausmacht, so braucht der Mensch auch die Metaphysik

welche "Metaphysik"?

ich denke ja eher, ob jemand "Metaphysik braucht", welche und wozu auch immer, so hat das nichts damit zu tun, "Naturwissenschaft ein Teil von allem ist, was unser Leben ausmacht"

ich z.b. bin mir des letzteren natürlich bewußt, habe aber keine sehnsucht nach "Metaphysik" zur sinngebung

Zitat:... ruft uns auf, die Grenzen der Denkmöglichkeiten auszudehnen in die Realität der verursachenden Kräfte. Vorurteile, Dogmen, unbewiesene Hypothesen und Theorien haben keinen Raum

ganau das betreibt die naturwissenschaft doch. ohne "Vorurteile, Dogmen, unbewiesene Hypothesen und Theorien" befaßt sie sich mit der "Realität der verursachenden Kräfte"

in krassem gegensatz zu religiösen/esoterischen/transzendenten deutungsvorgaben
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#19
(13-04-2014, 21:27)Klaro schrieb: Warum soll es keine Mächte geben, die der Mensch (noch) nicht sehen (wahrnehmen) kann ?

Oder andersrum warum sollte es die geben,
noch weiter sind die jetzt bekannten richtig interpretiert.....

Stochern im Nebel, rumspielen mit Ideen.
Toyota (Nichts ist unmöglich) weiss das schon lange.

Esoterisch , mystisch , göttlich alles unbegrenzte Freiräume zum spinntisieren,
recht sinnfrei.
Vielleicht sind wir ja nur Projektionen aus einem Paralleluniversum etc.
wenns der Seinsfindung dient.
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#20
(13-04-2014, 21:27)Klaro schrieb:
Zitat:Und ich meine, wie ignorant und dumm kann oder muss ein Mensch denn sein, der meint, dass wenn er es nicht versteht, können dahinter doch (nur) übersinnliche und wundersame Mächte am Werk und am schöpfen sein.
Hier stimme ich Dir nicht zu, denn man könnte den Satz auch unkehren, wenn man ein "nicht" hinein setzt.

Warum soll es keine Mächte geben, die der Mensch (noch) nicht sehen (wahrnehmen) kann ?

Damit hältst Du alle Menschen für dumm, die darüber hinaus denkt.

Das ist auch traurig.

Weil: dann wären die Menschen, die diese andere Mächte ignorieren, ebenfalls ignorant und dumm ?

Bis heute wurden solche Mächte noch nie nachgewiesen!
Noch nie!

Ich meinte damit ganz etwas anderes!
Und zwar:

1. Die Welt und das Leben darin ist in ihrer und seiner Natur schon so komplex und vielschichtig, dass wir sie noch Jahrtausende lang erforschen können, ohne alle Zusammenhänge in richtiger und von unserem "Wertefokus" unabhängiger Relation verstanden zu haben.

2. Man muss endlich mal damit aufhören, subjektives Werteempfinden und objektives und sachliches Urteilen durcheinander zu rütteln!

Im Grunde ist es doch schnurz-wurscht, was wer glaubt und meint. Es ist sogar ein schwerwiegender Fehler sich davon überhaupt einschüchtern zu lassen.

Gerade weil wir das aber doch tun, sind z.B. Frauen und Mädchen bei den Muslimen noch immer fast Menschen 2.Klasse. Oder anders und verständlicher ausgedrückt:

Jede höherer eine höhere Macht die als zweifelsfrei erwiesen gilt, um so mehr ist sie sie ein Mittel zur Bevormundung und Missbrauchs von Leichtgläubigen und Naiven,

aber vor allem von "Angehörigen und anderen Sippenmitgliedern" die dann mit übernatürlichen Drohungen erst richtig psychisch oder physisch ins eigene Weltbild und Kulturverständnis integriert werden können. Ganz ohne schlechtes Gewissens, denn es ist ja schließlich nur der Wille der höheren Mächte.. deren Existenz zwar nur ein Glaube ist.. aber man kann ja nie wissen und wenn doch, dann könnten es ja auch so sein, dass es ihr Wille ist wenn wir ihnen nicht nur selber "hinten" reinkriechen, sondern ihnen auch noch unsere nächsten Mitmenschen da "reinschieben"...


Ich hoffe Klaro, du hast mich jetzt richtig verstanden. Icon_lol



wofür ich sie nach meinem Gutünken
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#21
Metaphysik ist grenzenlos, deshalb manchmal als Ansatzpunkt für wissentschaftliche Thesen wichtig. Allerdings gibt es in der Metaphysik nicht den einen Experten. Es gibt Ansichten und Begründungen.  Ebenso bricht die Metapysik oft die reale Physik. Für manche Menschen Spinnerei. Eine lustige Spinnerei.
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#22
(25-07-2017, 13:17)augustinus schrieb: Ebenso bricht die Metapysik oft die reale Physik.

in der Physik gibt es keine Substanz
Physiker stellen keine Diagnose und finden keine Prozesse

für einen Umweltforscher haben Physiker daher nichts zu sagen
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#23
(25-07-2017, 16:42)scilla schrieb:
(25-07-2017, 13:17)augustinus schrieb: Ebenso bricht die Metapysik oft die reale Physik.

in der Physik gibt es keine Substanz
Physiker stellen keine Diagnose und finden keine Prozesse

für einen Umweltforscher haben Physiker daher nichts zu sagen

Es gibt sehr wohl Substanz.
Physiker stellen Diagnose und auch Prozesse
Kennst du alle Umweltforscher, welche übrigens Physik benutzen, die alle allgemeinen Physiker für Nichtssager halten?
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#24
Scilla benutzt eine etwas ... eigenwillige Definition von Wissenschaft.
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#25
Die so genannte Metaphysik, also Über-Physik, der philosophische Überbau des Körperlichen, muss aufpassen, wovon sie spricht. Solange sie sich die Strukturen des Denkens (auch über physikalische Zusammenhänge) vornimmt, ist gegen sie nichts einzuwenden. Die Relativitätstheorie wäre nicht erfunden worden ohne metaphysische Vorstellungen (strukturelle Vorstellungen von der Makro-Welt).
augustinus schrieb:Ebenso bricht die Metapysik oft die reale Physik.
An was denkst du dabei?
augustinus schrieb:Für manche Menschen Spinnerei. Eine lustige Spinnerei.
Nun, "strukturelle Spielereien" sind z. B. in der Mathematik gang und gäbe. Um erfolgreiche Theorien zu entwickeln, braucht es solche "strukturellen Spielereien". Kein einzige mir bekannte Theorie hat sich allein aus den Daten ergeben. Es war umgekehrt: Erst eine Idee von der möglichen Struktur fügte die Datenlage zu einem konsistenten Bild zusammen.

scilla schrieb:in der Physik gibt es keine Substanz
Doch, das ist ja gerade das Wunder. Man hat bis heute nicht verstanden, wieso es Substanz, behaftet mit diversen Ladungen und Masse gibt, die untereinander so interessante Verbindungen eingeht. Wenn du mir nicht glaubst, nimm' die Chemie dazu, die sich problemlos mit der Quantenphysik verbinden lässt.

scilla schrieb:Physiker stellen keine Diagnose und finden keine Prozesse
Hä? Schon mal von "komplexen Systemen" gehört, von Biochemie (in deren Berechnungen die Quantenphysik die entscheidende Rolle spielt) oder von den Prozessen der Sternentstehung? (Thermodynamik, Kosmologie, Allgemeine Relativität)

scilla schrieb:für einen Umweltforscher haben Physiker daher nichts zu sagen
Das zeugt von glatter Unkenntnis oder Ignoranz (du willst halt nicht).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#26
Ekkard,

1) Äther und Versuch passen nicht zusammen

2) Quantenphysik und Biochemie liegen sehr weit entfernt

NW
beim Urknall entstehen Elementarteilchen (Teilchenphysik)
Elementarteilchen ergeben Elemente (physikalische Chemie)
Elemente ergeben Moleküle (Chemie)
anorganische Moeküle ergeben Kristalle (Kristallographie)
organische Moleküle ergeben organische Verbindungen (organische Chemie)
Kristalle ergeben Minerale (Mineralogie)
Minerale ergeben Gesteine (Geologie)
Gesteine und Klima ergeben eine Landschaft (Geomorphologie)
organische Verbindungen + Poren im Gestein ergeben Zellen (Biochemie)
Zellen ergeben Lebewesen (Biologie)
Lebewesen ergeben Arten (Anatomie)
Arten + Naturräume ergeben Ökosysteme (Ökologie)
Systeme verhalten sich (Chaosforschung)
Arten verhalten sich (Verhaltensforschung)

3) Du bist bei den komplexen System auf Spektrum der Wissenschaft hereingefallen

man kann versuchen, ein System zu modellieren,
aber das hat nicht mehr viel mit dem Versuch zu tun



Zitat:Das zeugt von glatter Unkenntnis oder Ignoranz (du willst halt nicht).

ich denke, daß Du derjenige bist
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#27
(25-07-2017, 21:45)Ekkard schrieb: Zitat 1
augustinus schrieb:Ebenso bricht die Metapysik oft die reale Physik.
An was denkst du dabei?

Zitat 2
augustinus schrieb:Für manche Menschen Spinnerei. Eine lustige Spinnerei.
Nun, "strukturelle Spielereien" sind z. B. in der Mathematik gang und gäbe. Um erfolgreiche Theorien zu entwickeln, braucht es solche "strukturellen Spielereien". Kein einzige mir bekannte Theorie hat sich allein aus den Daten ergeben. Es war umgekehrt: Erst eine Idee von der möglichen Struktur fügte die Datenlage zu einem konsistenten Bild zusammen.
Zitat 1
Schon mal die Gravitaionskonstante um 180 grad gedreht und um den Faktor 2 dividiert. Ich beziehe mich auf die Erde. Die Frage ist doch ironisch. Man kann irgendein physikalisches Gesetz nehmen und es umkehren. Oder neue Gesetze erfinden. Ebenso kann man ihn die Zeit einsehen und alles umändern.

Zitat 2
Oben habe ich dasselbe geschrieben wie du hier. Du nimmst es etwas aus dem Kontext. Hier nochmal mein ganzer Text von oben.

"Metaphysik ist grenzenlos, deshalb manchmal als Ansatzpunkt für wissenschaftliche Thesen wichtig. Allerdings gibt es in der Metaphysik nicht den einen Experten. Es gibt Ansichten und Begründungen.  Ebenso bricht die Metapysik oft die reale Physik. Für manche Menschen Spinnerei. Eine lustige Spinnerei. "

Er widerspricht dir nicht. Er führt nur zwei Ausnahmen ein : Einige Menschen halten Metaphysik (Ich benutze es doch selber. Jedoch habe ich Verständnis für rationale Gegenmeinungen) für Spinnerei und Metaphysik ist nicht immer als Ansatzpunkt geeignet.  Eine Ergänzung. Keine Gegenstellung. Ich  betreibe Metaphysik nicht als Ansatzpunkt für mathematische Berechnung. Einige andere betreiben es gar nicht. Andere bezeichnen es nicht als Metaphysik.
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#28
Physik ist die Mutter aller Naturwissenschaften und damit selbstverständlich auch Grundlage der Umweltwissenschaften.
Der Ansatz, Systeme als Ganzes zu betrachten ist heute zudem in allen Naturwissenschaften verbreitet (je nach Fragestellung).
Aufgrund deiner Äußerungen und deines Studiums (zu hattest mal von Bodenkunde geschrieben) gehe ich mal davon aus, dass du Geograf bist (bitte korregiere mich, wenn ich falsch liege). Diese bekommen an den Unis ja eingeimpft, die Allrounder und angeblich Einzigen zu sein, die Systenmzusammenhänge verstehen würden (aufgrund ihrer breiten Ausbildung). Alle anderen seien angeblich Fachidioten.
Die Realität sieht natürlich ganz anders aus. Auch jeder andere Umweltforscher (Biologen, Geologen, Hydrologen, Klimatologen...) ist sich der Komplexität von Systemen natürlich bewusst und denkt interdisziplinär. Anders geht es heute gar nicht mehr.

Und noch mal zur Physik: Physik ist die Naturwissenschaft schlechthin und aufgrund ihres hohen Matheanteils wohl auch die exakteste (insbesondere die theoretische Physik). Dies macht sie auch unter den Naturwissenschaften wohl zur kompliziertesten und schwersten (sowohl was das Studium als auch was das Verständnis angeht). Und zu Recht genießen Physiker daher auch einen ausgezeichneten Ruf innerhalb der wissenschaftlichen Community. Wer ein Physikstudium beendet, hat sich die Fähigkeit erworben, selbst komplexe Themen zu bearbeiten und darzustellen.
Es wäre mir daher absolut neu, wenn Umweltwissenschaftler (die sich ja selbst der Physik bedienen) sich über Physiker erheben würden.

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#29
(26-07-2017, 08:36)scilla schrieb: 1) Äther und Versuch passen nicht zusammen

Wenn ich mal grosszuegigerweise annehme, dass Du nicht von der chemischen Verbindungsklasse dieses Namens sprichst (mit der man natuerlich Versuche machen kann), redest Du von einem aus Unwissen geborenen Konzept, das mittlerweile auf dem Muellplatz der Geschichte entsorgt wurde. Interessiert das noch irgendjemanden ernsthaft?

(26-07-2017, 08:36)scilla schrieb: 2) Quantenphysik und Biochemie liegen sehr weit entfernt

NW
beim Urknall entstehen Elementarteilchen (Teilchenphysik)
Elementarteilchen ergeben Elemente (physikalische Chemie)
Elemente ergeben Moleküle (Chemie)
anorganische Moeküle ergeben Kristalle (Kristallographie)
organische Moleküle ergeben organische Verbindungen (organische Chemie)
Kristalle ergeben Minerale (Mineralogie)
Minerale ergeben Gesteine (Geologie)
Gesteine und Klima ergeben eine Landschaft (Geomorphologie)
organische Verbindungen + Poren im Gestein ergeben Zellen (Biochemie)
Zellen ergeben Lebewesen (Biologie)
Lebewesen ergeben Arten (Anatomie)
Arten + Naturräume ergeben Ökosysteme (Ökologie)
Systeme verhalten sich (Chaosforschung)
Arten verhalten sich (Verhaltensforschung)

Vielleicht solltest Du mal versuchen, es irgendwie auf die Reihe zu bringen, was Deine komischen Tabellen ueberhaupt aussagen sollen. Deine Behauptung, dass "Quantenphysik und Biochemie" "sehr weit entfernt" liegen wuerden, ist jedenfalls komplett falsch. Ohne Quantenphysik zu beruecksichtigen, kann man oft gar keine Biochemie betreiben. Manchmal musst Du sogar Quantenphysik bemuehen, um zu verstehen, warum eine bestimmte Pflanze eine andere im Wettbewerb aussticht.

D.h., wer Umweltwissenschaft ohne Physik macht, ist schlicht ein Stuemper.

(26-07-2017, 08:36)scilla schrieb: 3) Du bist bei den komplexen System auf Spektrum der Wissenschaft hereingefallen

man kann versuchen, ein System zu modellieren,
aber das hat nicht mehr viel mit dem Versuch zu tun

Aussagen wie diese zeigen immer wieder, dass Du von Wissenschaft und wie diese arbeitet auch nicht die Spur einer Ahnung hast. Modelle aufzustellen ist der Kern der wissenschaftlichen Arbeit, und zwar auch bei Physikern oder Biochemikern. Ideen und Modelle sind die Grundlage des Versuchsdesigns. Ideen und Modelle ohne experimentelle Ueberpruefung sind meist nichts wert, was man ja an vielen der "soften" Wissenschaften, wie z.B. Oekonomie, sieht, wo die meisten Modelle immer wieder von der Wirklichkeit widerlegt werden, was wiederum daran liegt, dass nur weniger stringente Methoden benutzt werden koennen (z.B. statistische Auswertung von Teil-Daten oft sehr zweifelhafter Qualitaet), um die Modelle zu pruefen. Und Modelle, die gar nicht ueberprueft werden koennen, sind nichts wert.

(26-07-2017, 08:36)scilla schrieb:
Zitat:Das zeugt von glatter Unkenntnis oder Ignoranz (du willst halt nicht).

ich denke, daß Du derjenige bist

Nein, solche Aussagen, wie diese, die Du ueber Physik oder Biochemie dauernd machst, zeigen nur, dass Du von Wissenschaft wirklich keinerlei Ahnung hast. Dass Du beruflich irgendetwas mit Wissenschaft zu tun haettest, nehme ich Dir schon lange nicht mehr ab. Dabei ist dieses Urteil keineswegs darauf gegruendet, dass ich in Sachen Umwelt nun irgendetwas anders sehen wuerde als Du, sondern auf Deinen faktisch eindeutig komplett falschen Aussagen darueber, wie Naturwissenschaften angeblich funktionieren wuerden.
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#30
(26-07-2017, 09:17)augustinus schrieb: ...
Das "Drehen der Gravitationskonstante um 180 Grad" und ihre Halbierung ist keine (!) metaphysisch sinnvolle Tätigkeit. Denn Metaphysik ist die Lehre von den Strukturen insbesondere des Nachdenkens. Letztlich begrenzt die Erfahrung das Ausufern struktureller Verästelungen. Das Vermurksen einer empirischen Konstante (wie dreht man die um 180°?) erbringt keinen Erkenntnisgewinn.

Und: Außerempirische Spinnerei ist in meinen Augen auch keine Metaphysik, die für mich nur eine Daseinsberechtigung hat, wenn sie Wissenschaftstheorie ist gemäß der Frage: Wie gewinnen wir Erkenntnisse und welche Methoden müssen wir anwenden, um Unsinn zu entlarven (Carl Sagan: Der Drache in meiner Garage).

Ich habe etwas gegen philosophisches Nachdenken, das sich keine Beschränkungen setzt. Wir kommen dann zu ziel-, ja disziplinlosen Spekulationen. Im letzteren Fall sollte der Autor dann bitte dazu sagen, dass er uns "nette Geschichten" erzählt, die man nicht ernst nehmen soll.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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