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Die Menschheit als "Offenbarung" der Natur
#1
Könnte man den Menschen aus pantheistischem Glauben heraus nicht auch als Offenbarung erkennen?
Die Menschheit und die einzelnen Menschen haben sich ja auch aus der Natur heraus entwickelt.
lg religiös1
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#2
Ich persönlich habe etwas gegen Begriffe wie "Offenbarung". Es gibt Ideen, Einfälle, Vorstellungen, die in bestimmten Situationen plötzlich Zusammenhänge aufdecken. Oder: Nämliche Einfälle finden einen breiten Konsens. Aber "Offenbarung" klingt mir zu pathetisch.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#3
(12-03-2015, 09:47)religiös1 schrieb: Könnte man den Menschen aus pantheistischem Glauben heraus nicht auch als Offenbarung erkennen?
Die Menschheit und die einzelnen Menschen haben sich ja auch aus der Natur heraus entwickelt.

Beobachtung und Wahrnehmung, Forschung ist was anderes als Offenbarung.
Natur gibts nur eine Offenbarungen sind Legende, Erzählungen aller Coleur.
Auch ein phantastisches Essen kann eine Offenbarung neuer Genüsse sein.
Offenbarung ist nur der Vortrag einer Vorstellung meist ohne Beleg.

Religiöse Offenbarungen sind normalerweise mit der Welt der hervorbringenden Kultur verstrickt,
Gott sprach nie von Eisbären, Gletschern, Tiefsee, Polynesiern und deren Sitten.
Ein Lokalmatador.
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#4
(12-03-2015, 19:35)Harpya schrieb: Religiöse Offenbarungen sind normalerweise mit der Welt der hervorbringenden Kultur verstrickt, Gott sprach nie von Eisbären, Gletschern, Tiefsee, Polynesiern und deren Sitten.
Ganz recht! Es geht auch nicht um Eisbären, sondern um die Beziehung der Person zu ihrem Umfeld. Ziel ist es, in der Gesellschaft zu leben, die einen auch (gut) leben lässt.
(12-03-2015, 19:35)Harpya schrieb: Ein Lokalmatador.
Natürlich, vor allem mit historischem Kontext! Deshalb ist eine Heilige Schrift auch nichts für Nachbeter und wörtlich-Nehmer. Gute Ideen zum Zusammenleben sind gefragt, keine Antworten auf Fragen nach den Mythen (und deren Konstruktion).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#5
(12-03-2015, 21:58)Ekkard schrieb:
(12-03-2015, 19:35)Harpya schrieb: Religiöse Offenbarungen sind normalerweise mit der Welt der hervorbringenden Kultur verstrickt, Gott sprach nie von Eisbären, Gletschern, Tiefsee, Polynesiern und deren Sitten.
Ganz recht! Es geht auch nicht um Eisbären, sondern um die Beziehung der Person zu ihrem Umfeld. Ziel ist es, in der Gesellschaft zu leben, die einen auch (gut) leben lässt.
(12-03-2015, 19:35)Harpya schrieb: Ein Lokalmatador.
Natürlich, vor allem mit historischem Kontext! Deshalb ist eine Heilige Schrift auch nichts für Nachbeter und wörtlich-Nehmer. Gute Ideen zum Zusammenleben sind gefragt, keine Antworten auf Fragen nach den Mythen (und deren Konstruktion).

Hört sich gut an, warum bleibt dann die Notwendigkeit irgendeinen Gott
als massgebend da noch reinzuquetschen.
Zusammenleben ändert sich ständig, wen man kennt, wo man ist, was man kann,
welche Sprachen man spricht, wer gerade einmarschiert usw.
So flexibel ist kein Gott.
Und so ganz nüchtern, man redet über das Gute in jedem Menschen, Nächstenliebe usw.
nun ich war bei der Kavallerie die schnell verlangt wird wenns an den Kragen geht
und diese Freiheiten schützt die man in vielen Teilen der Welt noch nicht mal offen äußern und leben kann.
Seine gewünschte Gesellschaft und ihre Lebensart muss man auch zu schützen wissen.
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#6
Du musst ja auch nicht von Gott reden, sondern vom Menschlichen, von der Mitte, vom ruhenden Pol, von der Macht der Güte usw.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#7
(13-03-2015, 21:42)Ekkard schrieb: Du musst ja auch nicht von Gott reden, sondern vom Menschlichen, von der Mitte, vom ruhenden Pol, von der Macht der Güte usw.

Mit der Macht der gÜte hats ja Glaube nicht weit gebracht, schon mal ein Land
mächtig niedergebetet worden ?
Die Macht des Glaubens steckte immer schon im Schwert,
zuviel Güte ist tödlich, aufgedrängte widerlich.
Auch diffuse Nächstenliebe, kaum hat man mit eine paar Verliebtheiten Spass
ist aus mit der Güte.
Katharer, Hugenotten, Calvinisten und jede Menge Völker können das tödlich Spiel der Güte erzählen.
Menschlich Güte ist ok, die kirchlich befohlene, paragraphierte,
ist da gut aufgehoben wo die Sonne nicht scheint.
In Syrien und woanders schreien die Gütigen laut nach Waffen und Militärhilfe um ihre Güte zu überleben und selbst auszuüben.
Dann bleibt man am Leben bzw. alte Kulturen werden nicht zerstört,
die liebgewonnene Lebensart nicht irgendwelchen aus exotischen Landstreifen
fremden Herrschaftsideologien geopfert.

Wo sich ein paar ältere Herren eines Konzils sich anmassen der Welt vorzuschreiben
wie sie zu leben hat.
Habe ich was falsch gesagt oder wars so.
Was ist denn der ruhende Pol ?
In Unterwürfigkeit folgsam zu leben, Christentum, Islam, Hindu .....
Welches ist der Pol ?
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#8
Wer redet von "Unterwürfigkeit" - ich jedenfalls nicht. Und mit wirklicher Güte hat's ja noch niemand probiert.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#9
Güte wohnt in den Menschen, die kann man nicht befehlen oder definieren,
zumal sie jeweils anders sein muss , um überhaupt wirksam zu sein.
Eigene Auffassung von Güte muss absolut nicht anderer entsprechen.

Menschen in Not zu helfen ist eine Sache, ihnen Wissen zb über Verhütung
und Aufklärung über Lehren die dies verbieten, vorzuenthalten
und noch mehr Armut zu züchten ist keine.
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#10
(13-03-2015, 23:34)Ekkard schrieb: Wer redet von "Unterwürfigkeit" - ich jedenfalls nicht. Und mit wirklicher Güte hat's ja noch niemand probiert.

Mit Offenbarungen und deren Ausführungsbestimmungen leben aber viele,
nicht immer ganz so aber evtl. latent mit der Grundhaltung.
Mnache mag ich garnicht:
"Der Islam erlaubt uns [Muslimen], die Frauen der Juden und Christen zu heiraten.
Diese dürfen jedoch unsere Frauen nicht heiraten, denn die Juden und Christen sind uns unterlegen, unsere Frauen sind ihnen überlegen. Der Niedrige darf nicht über dem Hohen stehen.
Der Islam ist überlegen. Nichts darf dem Islam überlegen sein.
Wir glauben an ihre Propheten, sie glauben aber nicht an unsere Propheten.
Der Islam hat uns befohlen, die Juden und Christen von der Arabischen Halbinsel zu vertreiben.
Sie dürfen dort nicht bleiben, denn die Arabische Halbinsel ist das Land der Botschaft [des Islam].
Deshalb dürfen wir das Land nicht mit den unreinen Juden und Christen verschmutzen.
Allahs Prophet – Allahs Segen und Heil seien auf ihm –
sagte: ‘Vertreibt die Polytheisten von der Arabischen Halbinsel’ (Sahih al-Bukhari 2932 und Sahih Muslim 3089).
Der Islam hat uns verboten, von dem Geschirr der Juden und Christen zu essen,
es sei denn, es besteht ein Zwang, das zu tun.
In diesem Fall müssen wir zuerst das Geschirr gründlich abwaschen. usw.

gibts Bände der Denkrichtung der Überlegenheit im Allgemeinen.

Gut das ich das nicht gesagt habe, ist auch nicht besonders salafistisch, mainstream.
Viel christlich wie andere hängen durchaus einer wörtlichen, nicht uminterpretierten,
Fassung der alten Lehren an, die meisten Muslime kann man nicht gerade als in unserem Sinne
als gebildet betrachten.
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#11
Na, es gibt "Deutsche", die so "deutsch" sind, dass es weh tut.
Wieder so Menschen, die das Schema verinnerlicht haben: "Wir, die Guten, ihr, die Unterlegenen!"
Wie doof kann man eigentlich sein?

Gerade das ist Unglaube reinsten Wassers.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#12
(14-03-2015, 18:44)Ekkard schrieb: Na, es gibt "Deutsche", die so "deutsch" sind, dass es weh tut.
Wieder so Menschen, die das Schema verinnerlicht haben: "Wir, die Guten, ihr, die Unterlegenen!"
Wie doof kann man eigentlich sein?

Gerade das ist Unglaube reinsten Wassers.

So ist das eben mit den Altreligiösen, stur in der Spur.
Die Neureligiösen könnten sich ja mal einen neuen Namen geben
statt die alten Lehren noch auszulutschen wo sie garnichts mehr hergeben.
Hat doch mit Jesus nach Gott auch geklappt, wird Zeit für einen Newcomer.
Der kann ja auch wieder die alten Gesetze erfüllen und doch was Neues bringen.
Demokratie wär nicht schlecht.
Frauenklerus wäre der Hit, zumindest eine Quotenregelung.

Dann könnte man ja auch richtig zB katholisch bleiben ohne das Heft ohne göttlichen Auftrag
selber in die Hand zu nehmen die Revoluzzerevangelen die unbedingt gleich mit Krieg anfangen mussten
und ja keine richtigen Christen,nach alter Auffassung, sind.

Das mit dem Balkentod kann er sich ja sparen, damit holt man keinen mehr hinter dem Ofen vor.
Wäre noch so die Frage wo die Jungfrau plaziert wird, vielleicht in Indien, da ist auch noch Missionierungsbedarf.
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#13
(14-03-2015, 19:17)Harpya schrieb:
(14-03-2015, 18:44)Ekkard schrieb: Na, es gibt "Deutsche", die so "deutsch" sind, dass es weh tut.
Wieder so Menschen, die das Schema verinnerlicht haben: "Wir, die Guten, ihr, die Unterlegenen!"
Wie doof kann man eigentlich sein?

Gerade das ist Unglaube reinsten Wassers.

So ist das eben mit den Altreligiösen, stur in der Spur.

So einfach ist es auch nicht..

Die ärgsten "Fundamental-Taliban" findet man fast immer unter den Neuzugängen.
Weil, Religion ist eine "Droge" mit Sucht - und Gewöhnungspotential.
Langjährige Säufer fahren mit´m Auto auch immer dann erst sicher, wenn die Messstandanzeiige bei mindestens 0,5/000 steht.. Gefährlich sind die übermütigen Neulinge und die Rückfälligen..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#14
Schon richtig, das mit den Neuzugängen , die haben sich auch mit
voller Absicht entschieden.
Den Geburtsreligiösen die in ihre Gesellschaft alternativlos von
den Gottesfürchtigen von Baby an (gibts tatsächlich Neugeborenen Mädchen bhurkas)
wieder und wieder beharkt werden, belohnt werden wenn sie schnell
Koran oder Evangelien auswendig lernen und mit Unterwürfigkeit unter den
Klerus als beste Lösung aufgewachsen sind,
eingentlich kann man denen keinen Vorwurf machen.

Eigentlich den Eltern, die hätten mal dazulernen können und nicht
weiter die Hilfstruppen der Astralfanatiker spielen müssen.
Viele kommen aus ihrem Dorf aber auch nicht raus.
Wenn man dann so mittelalterliche Bildungsverhüter und gelenkte Medien
hat ists schwer.
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#15
(12-03-2015, 09:47)religiös1 schrieb: Könnte man den Menschen aus pantheistischem Glauben heraus nicht auch als Offenbarung erkennen?
Die Menschheit und die einzelnen Menschen haben sich ja auch aus der Natur heraus entwickelt.

Meinem Sprachempfinden nach "offenbart" sich nur "Gott".

Und eine "Offenbarung" von irgendwem oder irgendwas im Pantheismus, halte ich für sinnfrei. Im Pantheismus gibt es ja keinen Unterschied zwischen Welt und "Gott". Eine andere Frage wäre es, ob es "Offenbarungen" im Panentheismus geben könnte. Aber das war ja nicht die Frage.

DE
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