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Atheismus bald als offizielle "Religion" in Österreich?
#31
(17-06-2015, 21:27)religiös1 schrieb:
(17-06-2015, 20:38)Gundi schrieb: Vielleicht geht es bei dir eher in die Richtung Pantheismus? Würde ich jedoch nicht dem Atheismus zurechnen.

Stimmt, ich seh mich selbst teilweise sogar als Atheist. Fall's es das Göttliche geben sollte, dann nicht als Schöpfergottheit, sondern als Göttliches, dass in allen und überall ist. Trotzdem denke ich, dass es die Schöpfergottheiten bzw. eine Schöpfergottheit nicht gibt.

Ist eben alles ein Frage des Definierens und des Dafürhaltens.

Ich persönlich halte durchwegs "das Leben selbst" für eine Schöpfer-Gottheit.
Mit der Begründung:
Das Leben ist mein Schöpfer.. ob dann dieses Göttliche auch göttlich ist..? tja..
Farbe ist ja auch nur Information. Die Materie selbst ist eigentlich farblos. Erst die elektromagnetischen Eigenschaften des Lichtes machen uns die Welt farbig..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#32
(17-06-2015, 21:45)Geobacter schrieb: Farbe ist ja auch nur Information. Die Materie selbst ist eigentlich farblos. Erst die elektromagnetischen Eigenschaften des Lichtes machen uns die Welt farbig..

Meine Welt ist erst farbig wenn ich die Augen aufmache, sonst weiss ich nicht, erzählen kann man mir viel.
Ohne Wärmequelle gäbs auch keine Farbe, ist ein Zusammenspiel.
Gabs das Ei ohne Huhn oder umgekehrt.
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#33
(17-06-2015, 21:45)Geobacter schrieb: Farbe ist ja auch nur Information. Die Materie selbst ist eigentlich farblos. Erst die elektromagnetischen Eigenschaften des Lichtes machen uns die Welt farbig..
[Klugscheiß ein]Nein, das tut unser Sehapparat mit nachgeschalteter Bewertungsfunktion.[/aus]
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#34
Naja... und gut ich hör auf.. aber trotzdem.. ohne Licht hilft der beste Sehapparat nichts..
und ich bin mir diesbezüglich trotzdem sicher, dass es ein großen Unterschied zwischen
"bewerten" und "beurteilen" gibt. Auch wenn (uns) das Auseinanderhalten zwischen Gleich und "das Selbe" nicht immer ganz leicht fällt..
Und  bezüglich @Harpia`s Frage wegen dem Ei und dem Huhn, ein paar Gegenfragen:

Was ist eigentlich ein Huhn?
Wie groß muss ein Vogel sein, damit wir in als Huhn "bewerten" (können)?
Warum schmeckt Schlangenfleisch fast "gleich" wie "Hühnerfleisch"!
Könnte es vielleicht daran liegen, das Schlangen "in der Regel" auch Eier legen? Oder daran, dass es sich bei Hühnern um geflügelte Reptilien mit zwei Beinen handelt und sie deswegen nicht richtig fliegen können?

Und wenn wir jetzt sachlich bleiben und das Bewerten der Fragen abstellen, dann ist die Frage mit dem Ei und dem Huhn "ein-für-allemal" geklärt.

Weil:

1. Hühner das sind, was Wir als Hühner definieren und Hühner nicht wissen was Hühner sind.
2. Vögel das sind was wir als Vögel definieren und Vögel selbst nicht wissen dass sie (nach unserer Definition) Vögel sind.
3. Vögel und Reptilien im Normalfall Eier legen und somit das Ei schon lange vor dem "Huhn" dagewesen ist.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#35
(18-06-2015, 16:25)Geobacter schrieb: 1. Hühner das sind, was Wir als Hühner definieren und Hühner nicht wissen was Hühner sind.
Das geht ja auch nur Menschen an damit man sich verständigen kann.
Der 3 jährige nebenan kennt schon Hühner, chicken sind ihm noch fremd.
Bekannter nennt seinen Chihuahua Ratte wegen des Aussehens,kommt freudestrahlend an wenn man ihn ruft.

Ein Gläubiger muss ja auch nicht wissen das er ein Gläubiger ist, Hauptsache die die über ihn reden wissen was gemeint ist.
Auch die Christen wussten zuerst nicht das sie welche waren, haben sie von anderen übernommen die sie so nannten.
Hätten ja auch sonst was genannt werden können, Höhenflügler oder so.
Sich selbst nannte die wohl "Leute des Weges".
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#36
Im Gegensatz dazu wissen Atheisten, dass sie welche sind. Ihr Problem ist nur, dass Gläubige eine andere wertende Vorstellung davon haben, was Atheismus überhaupt ist.

Das muss auch so sein, denn wenn man sich selber zu den guten Besseren oder besseren Guten rechnen will, braucht es einen entsprechenden Gegenpol..
Wie könnte es sonst Sieger geben, wenn nicht auch die vielen Verlierer gibt.

Wir würden alle verhungern, wenn wir immer und zu jeder Zeit gerecht teilen würden.. Unsere Kinder könnten niemals Sieger werden, wenn wir nicht dafür Sorge tragen würden, dass ihnen auch zukünftig Unmengen und also ausreichend Verlierer zur Verfügung stehen..

Manchmal, wenn ich da weiter und tiefer darüber nachdenke, hab ich nicht nur  das"irgendwie - Gefühl", dass Gott ein riesen ********* ist.. sondern viel mehr eine Art  innerste Überzeugung, dass er auch   ein sehr hintertückisches und unwahrscheinlich listiges Scheiß-Gen ist, welches uns mit Sexualhormonen  wie Testosteron und Östrogen so ziemlich gern und weit, an der Nase herumführt.. Icon_wink
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#37
Für alle, die noch am Thema interessiert sind: Laut Homepage sind die "religiösen" Atheisten und Atheistinnen bereits auf 278 Mitglieder angewachsen. Somit würden ihnen nur noch 22 Mitglieder auf 300 fehlen, um zum Kulturamt gehen zu können. Die legen momentan ordentlich zu. Ich bin mir sicher, dass sich "säkulare" Atheisten daran stären, dass sich die "Atheistische Religionsgesellschaft" religiös nennt.
lg religiös1
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#38
(25-07-2015, 14:14)religiös1 schrieb: Für alle, die noch am Thema interessiert sind: Laut Homepage sind die "religiösen" Atheisten und Atheistinnen bereits auf 278 Mitglieder angewachsen. Somit würden ihnen nur noch 22 Mitglieder auf 300 fehlen, um zum Kulturamt gehen zu können. Die legen momentan ordentlich zu. Ich bin mir sicher, dass sich "säkulare" Atheisten daran stären, dass sich die "Atheistische Religionsgesellschaft" religiös nennt.

Da gehts wohl mehr um eine Gleichberechtigung bei den Vorteilen die
kirchlichen Organisationen gewähet wird, die Gehälter der Vorstände usw. könnten vom Staat bezahlt werden,
gleich auch bei allen Vereine, die Kassenwarte, Schriftführer usw.
Der Staat gewährt Grundstücke für die Vereine , da geht schon was.
Vielleicht gibts dann auch neue Feiertage, Betriebsausflüge werden zu Wallfahrten mit Extraurlaub.....
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#39
(25-07-2015, 15:31)Harpya schrieb: Da gehts wohl mehr um eine Gleichberechtigung bei den Vorteilen die kirchlichen Organisationen gewährt wird,...
Na, sie können sich als "Körperschaft des öffentlichen Rechts" (D; in Ö dürfte es das auch geben) zusammen tun. Damit sind bestimmte Steuerprivilegien verbunden, wenn die Körperschaft soziale und mildtätige Zwecke verfolgt.

(25-07-2015, 15:31)Harpya schrieb: ... die Gehälter der Vorstände usw. könnten vom Staat bezahlt werden,...
Nein.

(25-07-2015, 15:31)Harpya schrieb: Der Staat gewährt Grundstücke für die Vereine , da geht schon was.
Nein, im allgemeinen auch nicht! Das ist nur möglich, wenn die Körperschaft soziale Aufgaben übernimmt, die der Staat nicht so gerne selbst übernimmt (jedenfalls in D). Und das auch nur, sofern die Schwelle der Subsidiarität überschritten wird, die Körperschaft also nicht in der Lage ist, die Aufgabe aus eigenen Mitteln zu erledigen. Richtig ist, dass derartige Körperschaften in D Kirchensteuern erheben dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#40
Atheistensteuer, das wär doch mal was.
Da haben wir dann die neue Staatsreligion der Gottlosen und Gottgläubigen, Glauben ist Glauben, egal an was.
Da kann mann dan alle Gläubigen subsumieren, die an Betreuungsgeld glauben,
an Griechenlandhilfen, an Abrüstung, an Beschneidungen,
an die Menschenrechte, an genug Intelligenz das Leben selbst zu regeln,
an freien Sex, an Stammzellen,an den Sinn der Götter, an den Unsinn der Götter.
DIE Universalreligion.
Eine Art Entropie.
Alle paar Jahre werden die Karten neu gemischt.
Xenophobie und Heterophobie sind Begrifffe von Gestern.
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#41
Ich bin Atheist und Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung. In Religion, gleich welcher, erkenne ich nichts, was den Anspruch auf Hochwertigkeit rechtfertigen könnte. Deshalb verstehe ich die Gründe nicht, warum Atheisten anstreben, als Religion anerkannt zu werden - es sei denn, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit und die damit verbundenen steuerlichen Privilegien würden ihnen als atheistischer Verein verweigert. In D ist das nicht der Fall. Spenden an die Giordano-Bruno-Stiftung sind abzugsfähig. Wie ist das in Ö?
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#42
(26-07-2015, 13:55)Erich schrieb: Ich bin Atheist und Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung. In Religion, gleich welcher, erkenne ich nichts, was den Anspruch auf Hochwertigkeit rechtfertigen könnte. Deshalb verstehe ich die Gründe nicht, warum Atheisten anstreben, als Religion anerkannt zu werden - es sei denn, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit und die damit verbundenen steuerlichen Privilegien würden ihnen als atheistischer Verein verweigert. In D ist das nicht der Fall. Spenden an die Giordano-Bruno-Stiftung sind abzugsfähig. Wie ist das in Ö?

Atheismus ist halt für Gottlose oft die einzige Möglichkeit, sich mit Religion und Gott zu befassen. Und da ja das Missionieren rechtlich als Teil der freien Religionsausübung anerkannt ist, bleibt dann auch kaum noch eine andere Lösung offen, solange das Blasphemiegesetz nicht abgeschafft ist.
Immerhin kann  dann auch die Gemeinde der religiösen Atheisten sich auf dieses Gesetz berufen.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#43
Behaupten das es einen Gott gibt ist dann Blasphemie, auch nicht schlecht.
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#44
(29-07-2015, 13:02)Harpya schrieb: Behaupten das es einen Gott gibt ist dann Blasphemie, auch nicht schlecht.

Verdrehte Hirne oder ein Gag Satans.
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#45
(31-03-2015, 03:36)Ulan schrieb: - - -
2. So ganz will mir nicht einleuchten, was an Atheismus jetzt eine Religion waere. Ich nehme mal an, die Leute, die das angeregt hatten, gehoeren zu den "starken" Atheisten, also Menschen, die fest daran glauben, dass es keinerlei Goetter oder "uebernatuerliche" Wesen oder Phaenomene gibt. Die meisten Atheisten sind eher "schwache" Atheisten, die mangels Evidenz einfach nur nicht glauben, dass es Goetter oder "uebernatuerliche" Wesen oder Phaenomene gibt; sie definieren sich also negativ, durch Abwesenheit von Glauben, was eine Charakterisierung als Religion ausschliesst.
- - -

Im Hinblick auf die nicht fassbare Komplexität der Natur und der offensichtlichen Unmöglichkeit, Leben künstlich zu erzeugen, muss es sich bei den Atheisten, die hinter dem Vorhaben der Gründung einer “Atheistischen Religion” stehen, um wahre Experten in Sachen Glauben handeln. Helle Köpfe können es allerdings nicht sein, denn in unserer aufgeklärten Gesellschaft gilt es nicht als intelligent, an Unmögliches zu glauben...
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