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Der Umgang mit Sektenangehörigen/Gläubigen
#1
Ich möchte dieses Thema, um es gleich vorweg zu nehmen, nicht gegen eine bestimmte Religion/Sekte richten, obgleich ein Sektenangehöriger dazu den Anstoß gab, sondern allgemein verstanden wissen. Meine Frage: Warum ist es so schwer, mit Angehörigen von Sekten zu diskutieren?
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#2
Hallo
Weil Sie meist nicht fähig sind  zu abstrahieren  alles wird zum Zirkelschluß
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#3
(13-07-2015, 09:07)Ottaviani schrieb: Hallo
Weil Sie meist nicht fähig sind  zu abstrahieren  alles wird zum Zirkelschluß

Ich weiß nicht, ob es so einfach ist? Ob die "Schuld" wirklich nur bei den Sektenanhängern liegt?
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#4
Fehlende Toleranz, Anspruch die "Ultimative Antwort" zu kennen. Fehlende Empathie, fehlender Wille sich zumindest mal in sein Gegenüber zu versetzen. Jede andere Ansicht ist grundsätzlich falsch und im schlimmsten Fall jeder mit einer anderen Meinung,Auffassung, Weltbild ein "Feind".
Dieses findet sich imho nicht wirklich überraschend häufig bei Anhängern von einer Religion/Sekte aber ebenso in allen anderen Lebensbereichen. Nur dort gibt es meist noch Themen auf die man ausweichen kann, während bei Gläubigen dann ihr Glaube grundsätzlich die Ultima ratio auf alles ist. Wenn nichts mehr hilft werden absurde Vergleiche gezogen, nur um andere Schauplätze zu eröffnen. Frisches Beispiel Soldaten = Mörder = Vernichtungskommandos der Nazis.
Wobei Atheisten, zumindest die hiesigen, durchaus identisches Verhalten an den Tag legen. Sich weltoffen und erfahren präsentieren und dann kleingeistig in Blockwartmentlität reagieren.
Nicht weniger ständig alte Kamellen aufwärmen oder Ausnahmen als Regelfall darstellen.
Nach dem Prinzip könnte man dann auch die Polizei/Feuerwehr und Institutionen wie Gerichte wegdiskutieren...
Wobei absolut erstaunlich zumindest die christliche Botschaft, Toleranz und Co. als Kern beinhaltet?
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#5
Wenn ich mir den jüngst vergraulten Teilnehmer anschaue, und mich in dessen Lage versetze, dann kann ich alle schönen Erklärungsversuche genau in die umgekehrte Richtung interpretieren, so wie Smiler das auch am Ende tut.

(13-07-2015, 12:24)Smiler schrieb: Fehlende Toleranz, Anspruch die "Ultimative Antwort" zu kennen.
Hä? - Als wenn die verbliebenen und sehr aktiven Schreiber die "ultimative Antwort" hätten Icon_exclaim


(13-07-2015, 12:24)Smiler schrieb: Fehlende Empathie, fehlender Wille sich zumindest mal in sein Gegenüber zu versetzen. Jede andere Ansicht ist grundsätzlich falsch und im schlimmsten Fall jeder mit einer anderen Meinung, Auffassung, Weltbild ein "Feind".
Ach? Und wie sieht das mit den so "weltoffenen Vertretern" bei uns aus? Wehe jemand schneidet ein "frommes Thema" an, dann interessiert nicht der Inhalt, sondern die Botschaft: Uhh - ein Religiöser! Interessant ist nur, ihn oder sie davon zu überzeugen, dass er oder sie grundsätzlich Unsinn verzapft. Ich kann jedes Mal wetten, nach wie viel Beiträgen es nur noch um negative Auswüchse der vertretenen Weltanschauung geht – im Schnitt sind es 3 bis 4. Dann könnte man den Thread wegen Desinteresses am eigentlichen Inhalt oder Anliegen schließen.

(13-07-2015, 12:24)Smiler schrieb: Dieses findet sich imho nicht wirklich überraschend häufig bei Anhängern von einer Religion/Sekte aber ebenso in allen anderen Lebensbereichen. Nur dort gibt es meist noch Themen auf die man ausweichen kann, während bei Gläubigen dann ihr Glaube grundsätzlich die Ultima ratio auf alles ist.
Gewiss, das ist die Strategie: Das eigentliche Thema vermeiden, uminterpretieren oder einfach wechseln. Dass hinter religiösen Anliegen meist ein persönliche Anliegen steckt, wird letztlich nicht zur Kenntnis genommen. Thema Mormonen: Wir wissen jetzt quasi nichts über Mormonen, aber jede Menge über fatale Fehlentwicklungen, wie sie in allen Gesellschaften vorkommen (wie im Zitat zutreffend eingeräumt wird!).

Dem nachfolgenden Zitat kann ich deshalb gut zustimmen:
(13-07-2015, 12:24)Smiler schrieb: Wobei Atheisten, zumindest die hiesigen, durchaus identisches Verhalten an den Tag legen. Sich weltoffen und erfahren präsentieren und dann kleingeistig in Blockwartmentalität reagieren.
Nicht weniger ständig alte Kamellen aufwärmen oder Ausnahmen als Regelfall darstellen.
Nach dem Prinzip könnte man dann auch die Polizei/Feuerwehr und Institutionen wie Gerichte wegdiskutieren...
Wobei absolut erstaunlich zumindest die christliche Botschaft, Toleranz und Co. als Kern beinhaltet?
Ich wünsche mir einfach mehr Interesse am eigentlichen Thema, auch wenn es weltanschaulich gebunden daher kommt. Ich denke, dass in den heutigen Religionsgemeinschaften mehr Weltoffenheit steckt, als man präsentiert bekommt, wenn man angreift.

Das ist dann auch gleich die Antwort auf Juttas Frage, warum es so schwer ist, mit Angehörigen einer Sekte zu diskutieren. Wer angreift, trifft auf einen vehementen Verteidiger. Deshalb ist es immer eine gute Strategie ohne Zorn und Eifer zuzuhören, auf die anderen einzugehen und zu warten.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#6
Bin da weder von Smiler seinen Argumenten zu überzeugen und noch weniger von Ekkrad den seinen.
Auch deswegen, weil Diskussionen zwischen A-Religiösen und den Missionaren ihres Sekten-Glaubens nicht selten auch außerhalb des Religionsforum.de stattfinden und immer zum gleichen Ergebnis führen.

Schuld haben immer und die Anderen.. besonders wenn es um den Glauben an Gott geht.

Gott versinnbildlicht in der Rangordnung der Wert das Absolute des Guten.
Das Gute muss aber immer einen negativen und also einen bösen oder zumindest unguten Gegen-Referenz-Wert haben, weil das Gute ansonsten bedeutungslos wäre. Einfach nur etwas Gewöhnliches, oder zumindest nichts Besonderes.

Damit wäre die Frage der Thread-Erstellerin eigentlich auch schon beantwortet.
Nur.. verstehen wird es sehr wahrscheinlich doch niemand (wollen).
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#7
Vielleicht sollten wir uns auch mal die Fragen stellen warum/wieso/weshalb kommt es zur Bildung von Sekten?
Ist es nicht so, das alle aus einer Unzufriedenheit mit dem bestehenden entstammt?
Der Wanderprediger Jesus war mit dem Judentum nicht zufrieden und durch das Marketing seine Anhänger verbreitete er sich.
Streitigkeiten zwischen Ost- und Westrom führten zur RKK und den Ortodoxen.
Streitigkeiten zwischen Luther, Hus und der RKK führten zur Abspaltung der Protestanten.
Streitigkeiten der RKK mit den Engländern führte zu Gründung der Anglikanische Kirche.
Ebenso wurden kleinere Gruppen verfolgt da sie abweichler waren. Dies führte auch zu großen Auswanderungswellen nach Amerika.
Jede dieser Gruppen legte Ihre Regel fest und machte Sie zu Ihrem Dogma und wirbt auch entsprechen.
Da wird schon mal dazugedichtet und Geschichtsverfälschung betrieben. Haupsache die Angänger glauben (was ja erste Pflicht ist, da von Gott gegeben).
Da soll mal einer sagen, Religion lebt nicht.
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#8
(13-07-2015, 13:44)Ekkard schrieb: Wenn ich mir den jüngst vergraulten Teilnehmer anschaue, und mich in dessen Lage versetze, dann kann ich alle schönen Erklärungsversuche genau in die umgekehrte Richtung interpretieren, so wie Smiler das auch am Ende tut.
Er ist nicht vergrault, hat nur eingesehen das sein Parteiprogramm nicht zu verkaufen ist,
da es jeder Basis entbehrt.

(13-07-2015, 12:24)Smiler schrieb: Fehlende Toleranz, Anspruch die "Ultimative Antwort" zu kennen.
(13-07-2015, 13:44)Ekkard schrieb: Hä? - Als wenn die verbliebenen und sehr aktiven Schreiber die "ultimative Antwort" hätten Icon_exclaim
Sicher nicht aber die Einsicht das es die , im Gegensatz zu Sekten oder den größeren Kirchen genannt , nicht gibt.
Eines ziemt sich nicht nunmal nicht für alle.
Die "ultimative Antwort" haben doch immer andere Religionen, die ihren Alien präsentieren.
Sich Intoleranz auf die Fahnen zu schreiben ist numal kein Weg, besonders wenn die Grundlagen nicht existieren.

(13-07-2015, 12:24)Smiler schrieb: Fehlende Empathie, fehlender Wille sich zumindest mal in sein Gegenüber zu versetzen. Jede andere Ansicht ist grundsätzlich falsch und im schlimmsten Fall jeder mit einer anderen Meinung, Auffassung, Weltbild ein "Feind".
(13-07-2015, 13:44)Ekkard schrieb: Ach? Und wie sieht das mit den so "weltoffenen Vertretern" bei uns aus? Wehe jemand schneidet ein "frommes Thema" an, dann interessiert nicht der Inhalt, sondern die Botschaft: Uhh - ein Religiöser! Interessant ist nur, ihn oder sie davon zu überzeugen, dass er oder sie grundsätzlich Unsinn verzapft.
Welche Empathie gegenüber Indoktrination.Wie könnte man sich da hineinversetzen, Fakten aufzählen ist doch kein
Krieg. Religionen sind nunmal nicht weltoffen, höchstens das die ganze Welt ihnen folgen sollte.
Unsinn bleibt nunmal Unsinn, wär doch leicht zu zeigen das etwas das nicht ist.
Gläubige vertreten gewöhnlich nicht sich selbst sondern die Lehren.
Das von so umfangreichen Sachen alles als richtig und gut verteidigt wird widerspricht schon der Lebenserfahrung und den Annalen der Geschichte.
(13-07-2015, 13:44)Ekkard schrieb: Gewiss, das ist die Strategie: Das eigentliche Thema vermeiden, uminterpretieren oder einfach wechseln. Dass hinter religiösen Anliegen meist ein persönliche Anliegen steckt, wird letztlich nicht zur Kenntnis genommen. Thema Mormonen: Wir wissen jetzt quasi nichts über Mormonen, aber jede Menge über fatale Fehlentwicklungen, wie sie in allen Gesellschaften vorkommen (wie im Zitat zutreffend eingeräumt wird!).
Was interessieren andere Gesellschaften, das machts doch nicht besser, da will man doch gerade besser sein.
Das die Mormonen eine fatale Fehlentwicklung sind ist doch das Wiisen über Mormonen, detailliert dargelegt.
Wenn das quasi nichts ist, wie schlimm solls denn noch kommen.
(13-07-2015, 12:24)Smiler schrieb: Wobei Atheisten, zumindest die hiesigen, durchaus identisches Verhalten an den Tag legen. Sich weltoffen und erfahren präsentieren und dann kleingeistig in Blockwartmentalität reagieren.
Nicht weniger ständig alte Kamellen aufwärmen oder Ausnahmen als Regelfall darstellen.
Huh, wer hat denn hier die strengen versgebundenen Regeln, sind das nicht tausende Jahre oller Kamellen,
worauf es auch immer die gleichen Argumente gibt. Man begibt sich auf das Niveau seines Gegenüber.
Welche Ausnahmen als Regelfall
(13-07-2015, 13:44)Ekkard schrieb: Das ist dann auch gleich die Antwort auf Juttas Frage, warum es so schwer ist, mit Angehörigen einer Sekte zu diskutieren. Wer angreift, trifft auf einen vehementen Verteidiger. Deshalb ist es immer eine gute Strategie ohne Zorn und Eifer zuzuhören, auf die anderen einzugehen und zu warten.
Wieso Zorn und Eifer, das kommt von Kanzeln, einfach Fakten.
Man trifft nicht auf einen Verteidiger, nur ein instruiertes Sprachrohr, wenn das nicht deutlich war.
Warten worauf, wielange, nochmal bis zu ein paar tausend Jahre ?
Wie soll man jemand freien Willens akzeptieren, der von früher Kindheit an durch Indoktrination und Umwelt
beeinflusst wurde. Wo eine Sekte/Kirche nicht aktiv ist entwickeln sich doch die Leute ganz anders, oddensichtlich.
Warum setzt das Verständnis für spirituelle Lehren meist ab der Kindheit ein und nicht wenn Menschen schon Erfahrungen gesammelt haben.
Schon das Unverständnis von Christen und Islam ist offensichtlich, da ist die Nächstenliebe irgendwo untergegangen.
Atheisten sollen Verständnis für beide und noch 100 andere Bewegungen leisten.
Na dann mal voran mit dem radikalen Islam.
Man kann ja seine Lehre darlegen, wer sich interessiert kommt dann schon, ganz privat.
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#9
Glaube ist eine schwierige Geschichte. Ich habe einen Bekannten, der von sich selbst behauptet, eine Art Glaubensverkünder zu sein, regelmäßig bei "seinem Freund" im Jenseits zu sein bzw von ihm dorthin abgeholt zu werden, mit diesem Ausflüge ins alte Ägypten gemacht und beim Bau einer Pyramide zugesehen zu haben. Er ist überzeugt, dass nur er mit diesen Erfahrungen weiß, wie das Jenseits ist, wer dorthin kommt usw.
Wenn er das erzählt (und das by the way komplett überzeugt und überzeugend) weiß ich auch nicht was ich dazu sagen soll und viele andere in seinem Umfeld weisen ihn komplett ab, wollen das nicht hören. Man könnte also auch andersherum fragen: Wieso haben stark gläubige Menschen /Sektenmitglieder es so schwer, mit uns zu diskutieren? Das beruht ja durchaus auf Gegenseitigkeit, denn spätestens wenn jener Bekannter der Meinung ist, er wisse vom Engel Gottes persönlich, dass Tiere seelenlos sind und somit nicht inden Himmel kommen und niedere Wesen sind ist es für mich komplett vorbei, das halte ich für eine absolut charakterlose Einstellung. Also können beide Seiten nicht miteinander disskutieren, denn was der eine glaubt ist für den anderen erfundener Quatsch und andersherum.
Gruß
Motte

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#10
(13-07-2015, 18:49)Schmettermotte schrieb: Glaube ist eine schwierige Geschichte. Ich habe einen Bekannten, der von sich selbst behauptet, eine Art Glaubensverkünder zu sein, regelmäßig bei "seinem Freund" im Jenseits zu sein bzw von ihm dorthin abgeholt zu werden, mit diesem Ausflüge ins alte Ägypten gemacht und beim Bau einer Pyramide zugesehen zu haben. Er ist überzeugt, dass nur er mit diesen Erfahrungen weiß, wie das Jenseits ist, wer dorthin kommt usw.
Wenn er das erzählt (und das by the way komplett überzeugt und überzeugend) weiß ich auch nicht was ich dazu sagen soll und viele andere in seinem Umfeld weisen ihn komplett ab, wollen das nicht hören. Man könnte also auch andersherum fragen: Wieso haben stark gläubige Menschen /Sektenmitglieder es so schwer, mit uns zu diskutieren? Das beruht ja durchaus auf Gegenseitigkeit, denn spätestens wenn jener Bekannter der Meinung ist, er wisse vom Engel Gottes persönlich, dass Tiere seelenlos sind und somit nicht in den Himmel kommen und niedere Wesen sind ist es für mich komplett vorbei,

Diese Leute (inkl. dein Bekannter) haben alle etwas gemeinsam. Sie sie fühlen sich als "Auserwählte".
Selbstgespräche werden dahingehend umgelenkt, dass sie den "Wahn" passend bedienen.
Hinter all dem steckt eine narzisstische Psychose.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#11
(13-07-2015, 18:49)Schmettermotte schrieb: Das beruht ja durchaus auf Gegenseitigkeit, denn spätestens wenn jener Bekannter der Meinung ist, er wisse vom Engel Gottes persönlich, dass Tiere seelenlos sind und somit nicht in den Himmel kommen und niedere Wesen sind ist es für mich komplett vorbei,

Da sind aber Themen die einem geläufig sein müssen.
Ich kann zu Seele nichts sagen, hat mir keiner glaubhaft vermittelt was das sein soll, heilig genauso.
Für mich ist heilig einfach wichtig, wie Privatsphäre, vor der Gläubige ja wenig Respekt haben.
Ob Tiere nun sowas haben oder nicht macht keinen Unterschied im Umgang, ob schwarze Hunde Verkörperung des islamischen Teufels sind und keine Engel ins Haus kommen, was solls, brauch keine.
Jedenfalls bin ich vor schwarzen Katzen sicher die meinen Weg kreuzen wenn mein Terrier dabei ist.
Das Haus ist vielleicht frei von Engeln, von Mäusen ganz bestimmt.
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#12
(13-07-2015, 19:56)Harpya schrieb:
(13-07-2015, 18:49)Schmettermotte schrieb: Das beruht ja durchaus auf Gegenseitigkeit, denn spätestens wenn jener Bekannter der Meinung ist, er wisse vom Engel Gottes persönlich, dass Tiere seelenlos sind und somit nicht in den Himmel kommen und niedere Wesen sind ist es für mich komplett vorbei,

Da sind aber Themen die einem geläufig sein müssen.
Ich kann zu Seele nichts sagen, hat mir keiner glaubhaft vermittelt was das sein soll, heilig genauso.
Für mich ist heilig einfach wichtig, wie Privatsphäre, vor der Gläubige ja wenig Respekt haben.
Ob Tiere nun sowas haben oder nicht macht keinen Unterschied im Umgang, ob schwarze Hunde Verkörperung des islamischen Teufels sind und keine Engel ins Haus kommen, was solls, brauch keine.
Jedenfalls bin ich vor schwarzen Katzen sicher die meinen Weg kreuzen wenn mein Terrier dabei ist.
Das Haus ist vielleicht frei von Engeln, von Mäusen ganz bestimmt.

Trifft wohl eher zu, dass Angehörige von Sekten einstmals selbst davon überzeugt wurden/werden, keine richtigen und vollwertigen Menschen zu sein, wenn sie nicht loyale Mitglieder der Sekte sind und somit überhaupt erst dem Bild eines richtigen und vollwertigen Menschen gleich-kommen.

Dem Wunsch einer solchen Sekte anzugehören, oder umgekehrt, sich dahingehend überzeugen zu lassen, setzt also schon mal eine geeignete Prädisposition voraus, die fast immer narzisstischer Natur ist und also mit einem eigentlich sehr unsicheren Selbstwertempfinden einhergeht.

Die negativ-Länge der eigenen Nase, wird dann zur Wertungs-Messlatte gegenüber der Mitwelt. Von Gott, von der Sekte und von der Bibel legitimiert.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#13
Ob da die Präposition heute ncoh so die Rolle spielt.
In Grundüngszeiten vielleicht, da warens ja auch nicht so viele.
Die zeiten sind vorbei wo die ganzen Römer per Verordnung christlich wurden.
Heute speist sich doch der Zulauf mehr durch die Geburtenrate der Kinder die man
im Zugriff hat.
Oder Staatsreligionen wo man aus der Religionszugehörigkeit kaum rauskommt ohne Schaden zu nehmen.
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#14
(13-07-2015, 20:54)Geobacter schrieb: Trifft wohl eher zu, dass Angehörige von Sekten einstmals selbst davon überzeugt wurden/werden, keine richtigen und vollwertigen Menschen zu sein, ...
Setzt man an dieser Stelle den Punkt, so kommt man m. E. der Wahrheit recht nahe. Viele Menschen leiden mal mehr mal weniger unter dem Gefühl der Minderwertigkeit. Ob durch Elternhaus, Schule oder Klicken, die gesamte Umgebung hat immer das Bestreben, einen klein zu machen.

Dies kann von "Sekten", sagen wir lieber: "Ideologie-geprägten Gruppen" ausgenutzt werden. Das hat bei den Blockwarten und Fähnleinführern im 3. Reich funktioniert und funktioniert sicher auch heute. "Gute Sachen" gibt es weltweit - und endlich ist ein "Wicht" wichtig - natürlich auch bei Religionsgemeinschaften. Dazu kommt der Trost, im Verfolgen "der Sache" auf der Seite der Guten zu stehen (wurde an anderer Stelle bereits beschrieben).

(13-07-2015, 20:54)Geobacter schrieb: Dem Wunsch einer solchen Sekte anzugehören, oder umgekehrt, sich dahingehend überzeugen zu lassen, setzt also schon mal eine geeignete Prädisposition voraus, die fast immer narzisstischer Natur ist und also mit einem eigentlich sehr unsicheren Selbstwertempfinden einhergeht.
Gewiss, aber die ist leider sehr weit verbreitet.

(13-07-2015, 20:54)Geobacter schrieb: Die negativ-Länge der eigenen Nase, wird dann zur Wertungs-Messlatte gegenüber der Mitwelt. Von Gott, von der Sekte und von der Bibel legitimiert.
"Von Gott" haben die wenigsten Menschen je etwas direkt erfahren. Ideologie-geprägte Gesellschaften 'leben' geradezu von ihren Autoritäten. In der Bibel findet man bestenfalls Texte, wie es einmal war. Streng genommen ist jeder Lesevorgang eine Interpretation. Aus dem Text ergibt sich von selbst kein Rezept für das Leben einer Gemeinde, geschweige den eine Legitimation für irgendwas.

Es dürfte meiner Meinung nach das Handicap der großen Religionsgemeinschaften sein, dass viele Vorstellungen so kreuz und quer durch-, neben- und gegeneinander stehen, dass eine (ideologisch betrachtet) "gute Sache" dabei nicht heraus kommt. Dasselbe gilt erst recht für alle anderen weltanschaulichen Gruppierungen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#15
(13-07-2015, 23:23)Ekkard schrieb: Setzt man an dieser Stelle den Punkt, so kommt man m. E. der Wahrheit recht nahe. Viele Menschen leiden mal mehr mal weniger unter dem Gefühl der Minderwertigkeit. Ob durch Elternhaus, Schule oder Klicken, die gesamte Umgebung hat immer das Bestreben, einen klein zu machen.

Wo muss man denn aufgewachsen sein um solche Erfahrungen zu machen, christliches Umfeld,
das nur Gott einen stark machen kann.
Ich kenn keine Eltern die ihre Kinder ständig unterbuttern, eher wo die sich aufopfern, ins Ausland schicken,
viele Perspektiven eröffnen, auch nur Schulen wo man gefördert wird.
Welche Umgebung soll das sein, wo man erzählt bekommt das man für fremde Sünden büßen muss.

Kann nur den Grund haben, das manche ihre Minderwertigkeitskomplexe verallgemeinern.
Da bräuchte ich doch mal ein konkretes Beispiel.
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