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Ist der Name Ostermann jüdisch?
#1
Ich habe bei meiner Ahnenforschung im Jahre 1720 den Namen "Ostermann" entdeckt.
Kann mir jemand sagen, ob das ein jüdischer Name ist? 
Bei uns in der Umgebung gibt es auch Stolpersteine mit dem Namen "Ostermann" und es gab mehrere jüdische Gemeinden in denen Juden mit dem Namen Ostermann gelebt.
Habe ich jüdische Vorfahren, oder gibt und gab es auch Nichtjuden die Ostermann heißen?
In meiner Familie sehen viele typisch jüdisch aus, und ich habe mich immer schon gefragt, ob da jüdische Vorfahren waren.
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#2
(12-12-2015, 12:04)Ostermann schrieb: In meiner Familie sehen viele typisch jüdisch aus, und ich habe mich immer schon gefragt, ob da jüdische Vorfahren waren.
Wie sieht denn jemand aus typisch jüdisch aus. Bei meinen Besuchen in Israel ist mir so etwas nicht aufgefallen?
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#3
(12-12-2015, 15:03)Wilhelm schrieb:
(12-12-2015, 12:04)Ostermann schrieb: In meiner Familie sehen viele typisch jüdisch aus, und ich habe mich immer schon gefragt, ob da jüdische Vorfahren waren.
Wie sieht denn jemand aus typisch jüdisch aus. Bei meinen Besuchen in Israel ist mir so etwas nicht aufgefallen?

Sicherlich gibt es auch viele Juden mit blonden Haaren und blauen Augen, aber typisch jüdisch sind eben schwarze Haare, dunkle Augen. Meine Cousine sieht beispielsweise ein wenig aus wie Anne Frank.
Natürlich gibt es nicht das absolut typische jüdische Aussehen, das klingt zu rassistisch.
Aber schwarze Haare und dunkle Augen findet man oft bei Juden, wobei es auch blonde und blauäugige Juden gibt.
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#4
(12-12-2015, 12:04)Ostermann schrieb: Ich habe bei meiner Ahnenforschung im Jahre 1720 den Namen "Ostermann" entdeckt.
Kann mir jemand sagen, ob das ein jüdischer Name ist? 

Hallo Ostermann,
herzlich willkommen in unserem Forum!

Ich denke nicht, dass man das am Namen festmachen kann.

Den Familiennamen Ostermann tragen sowohl jüdische als auch nichtjüdische Familien.

Der bekannteste Jude, der diesen Namen getragen hatte, ist Uri Avnery, ein Schriftsteller und Politiker in Israel. Er stammte aus Deutschland, wanderte 1933 nach Israel aus. Bekannt ist mir auch eine jüdische KZ-Insassin namens Dagmar Ostermann, die im ersten Ausschwitz-Prozess gegen die SS-Aufseherin Elisabeth Hasse aussagte.

Bekannte nichtjüdische Träger des Namens sind beispielsweise der aus Deutschland stammende und in Russland in den Reichsgrafenstand erhobene Heinrich Johann (russ. Andrej Ivanovisch) Graf Ostermann (1686-1747) und der russische General Graf Ostermann-Tolstoi, der Held der Schlacht von Kulm/Böhmen, 29./30.8.1813, dem in "Krieg und Frieden" ein literarisches Denkmal gesetzt wurde.
MfG B.
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#5
(12-12-2015, 20:54)Bion schrieb:
(12-12-2015, 12:04)Ostermann schrieb: Ich habe bei meiner Ahnenforschung im Jahre 1720 den Namen "Ostermann" entdeckt.
Kann mir jemand sagen, ob das ein jüdischer Name ist? 

Hallo Ostermann,
herzlich willkommen in unserem Forum!

Ich denke nicht, dass man das am Namen festmachen kann.

Den Familiennamen Ostermann tragen sowohl jüdische als auch nichtjüdische Familien.

Der bekannteste Jude, der diesen Namen getragen hatte, ist Uri Avnery, ein Schriftsteller und Politiker in Israel. Er stammte aus Deutschland, wanderte 1933 nach Israel aus. Bekannt ist mir auch eine jüdische KZ-Insassin namens Dagmar Ostermann, die im ersten Ausschwitz-Prozess gegen die SS-Aufseherin Elisabeth Hasse aussagte.

Bekannte nichtjüdische Träger des Namens sind beispielsweise der aus Deutschland stammende und in Russland in den Reichsgrafenstand erhobene Heinrich Johann (russ. Andrej Ivanovisch) Graf Ostermann (1686-1747) und der russische General Graf Ostermann-Tolstoi, der Held der Schlacht von Kulm/Böhmen, 29./30.8.1813, dem in "Krieg und Frieden" ein literarisches Denkmal gesetzt wurde.

Danke für deine Antwort.
WEnn den Namen sowohl Juden als auch Nichtjuden tragen, dann lässt sich das wohl wirklich nicht am Namen festmachen.
Von Dagmar Ostermann hatte ich schon vor ein paar Jahren gehört, da lief mal im Fernsehen eine Doku über den Auschwitz Prozess.
Ich fand das von den Holocaustopfern sehr mutig, trotz ihrer schrecklichen, traumatischen Erlebnisse vor Gericht auszusagen.
In dem Dorf aus dem ich stamme gab es übrigens bis in die 1930er eine jüdische Gemeinde und es gibt heute noch einen jüdischen Friedhof...weißt du vielleicht, ob es irgendwo Archive gibt, in denen die Mitglieder jüdischer Gemeinden aus mehreren Jahrhunderten aufgelistet sind? Das würde mir ja die Antwort geben, ob diese Vorfahrin von mir Juden waren oder eben nicht.
Falls ich es nicht herausfinde, ist das auch nicht schlimm, dann bleibt es eben eine Vermutung von mir.
Ich hatte schon immer eine große Sympathie für die jüdische Religion, woher das bei mir kommt weiß ich gar nicht, interessiert habe ich mich immer schon dafür, und deswegen habe ich ja auch Ahnenforschung begonnen, um zu sehen, ob ich jüdische Vorfahren habe.
Krieg und Frieden habe ich übrigens gelesen, ein sehr gutes Buch.
Und irgendwie ist es auch gut, dass sowohl Juden als auch Nichtjuden den Namen tragen, weil das zeigt, dass wir letztendlich alle gleich sind.
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#6
(12-12-2015, 18:33)Ostermann schrieb: Sicherlich gibt es auch viele Juden mit blonden Haaren und blauen Augen, aber typisch jüdisch sind eben schwarze Haare, dunkle Augen. Meine Cousine sieht beispielsweise ein wenig aus wie Anne Frank.
Natürlich gibt es nicht das absolut typische jüdische Aussehen, das klingt zu rassistisch.
Aber schwarze Haare und dunkle Augen findet man oft bei Juden, wobei es auch blonde und blauäugige Juden gibt.

Hallo,

du begehst einen schweren Denkfehler, wenn du versuchst eine Glaubenszugehörigkeit an morphologischen Äußerlichkeiten festzumachen. Das wird kaum erfolgreich sein.
Vorallem die beiden Merkmale dunkle Augen und dunkle Haare findest du außerhalb Europas fast überall an, bei völlig unterschiedlichen Ethnien (und Glaubensrichtungen). Das sind keine jüdischen Merkmale!
Diese Merkmale könntest du also auch anführen um zu fragen, ob du Vorfahren von Indianern, Afrikanern, Asiaten etc. hattest.

In Bezug auf den Namen so hat Bion es schon trefflich ausgeführt. Das lässt sich leider nicht klar sagen.

Was mich ja interessiert, was wäre wenn die Antwort ja gelautet hätte, es ist ein jüdischer Name, hätte es dich in deiner Sympathie für die Religion bestärkt?
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#7
Bitte beim Zitieren mit copy&paste auf die Tags in eckigen Klammern achten! Sonst gibt es falsche Zuordnungen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#8
@Edwin

Meine Sympathie für diese Religion die ohnehin stark ist, wäre auch wenn dieser Name jüdisch wäre, genau gleich gewesen.
Das kann man wohl wirklich nicht an Namen oder Aussehen festmachen, ich habe mal gelesen, dass jeder 8. Deutsche jüdische vorfahren hatte...da kann also keiner mehr sagen, bei wem das der Fall ist und bei wem nicht.
Letztendlich ist es ja auch nicht von Belang, ich war einfach nur mal neugierig.
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#9
Ich habe jetzt bei meiner Ahnenforschung jezt den Namen Meichen gefunden und jemand hat mir gesagt, das wäre ein Name osmanischer Herkunft, ist hier jemand der sich damit auskennt und mir sagen könnte ob das stimmt?
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#10
Ich kenne Meichen, Mei Chen oder Mei-Chen nur als chinesischen Namen.
MfG B.
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#11
(09-01-2016, 23:27)Bion schrieb: Ich kenne Meichen, Mei Chen oder Mei-Chen nur als chinesischen Namen.

nein, in diesem Fall war es aneinandergeschrieben, Meichen.
Hatte den Namen auch noch nie vorher gehört, der Name kommt wohl in Deutschland nicht so häufig vor. Das war 1823, vielleicht war der Name damals häufiger, ich muss das mal recherchieren.
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#12
Ich konnte nur Meichenbaum als Namen finden. Leider aber keine Bedeutung oder Herkunft. Man könnte nun spekulieren auf welchen Baum das wort Meichen passen könnte aber das wär wohl mehr raten als alles andere.

Es gibt aber einen Professor in Leipzig der betreibt Namensforschung an die sich jeder wenden kann. Hier mal der Link: http://www.namenberatung.eu/. Vielleicht können die weiterhelfen (glaube aber das kostet auch was).
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#13
Danke für den Link, ich werde da mal nachfragen.
Den Namen Meichenbaum kenne ich jetzt nicht...wobei mir der Zusammenhang zwischen Meichen und baum auch nicht ersichtlich ist. Bin gespannt, ob man mir da weiterhelfen kann.
Den Namen Meichen hatte ich vorher auch noch nie gehört.
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#14
(12-12-2015, 18:33)Ostermann schrieb: Natürlich gibt es nicht das absolut typische jüdische Aussehen, das klingt zu rassistisch.


Da gibt es Leidtragende:
a) Sarah, die Frau des Rebbe, gebiert einen David, doch der ist blond und hat blaue Augen. Du kannst Dir nicht vorstellen, was für einen Horror mit Verdächtigungen die Mutter des Rebbe macht.

b) Hanna, die Tochter des Bürgermeisters der Jordansiedlung Xxxx kommt mit einem feschen israelischen Soldaten nach Hause. Ein sehr dunkel pigmentierter Falasha.
Was glaubst Du, was ihre Mutter für ein Theater macht
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#15
Der Name "Ostermann" bedeutet schlicht und einfach, dass der Mensch an der Ostseite des Dorfes wohnt oder gewohnt hat.
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