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Verantwortung
#1
Können wir verantworten, was wir unterlassen oder was wir tun? Oder ist verantwortliches Handeln nur etwas für die Doofen, Schwachen, die es raf(f)inierter nicht können?

Es gibt ein paar Dinge, die mir in dem Zusammenhang auffallen:
- Müll am Straßenrand
- Bereicherung einiger weniger
- Großprojekte, die das Dreifache der veranschlagten Summe kosten
- Ignoranz des Klimawandels
Vielleicht könnt ihr weitere "Dinge" aufzählen ...
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#2
Das Problem bei all dem ist, der einzelne Mensch keinen Schaden an der Natur anzurichten im Stande ist, welche diese nicht wieder "zu heilen" im Stand wäre. Aber Milliarden Menschen zusammen können auf einem Schlag ausreichend genug Mist produzieren, um damit jeden Ozean in kürzester Zeit in eine stinkende "Jauchegrube" zu verwandeln.
Ein einzelner Mensch kann Fische fangen und essen bis er platzt, ohne dabei die Ökologie unseres Planeten auch nur ein kleines Bisschen durcheinander zu bringen. Milliarden Menschen zusammen können aber die Weltmeere in wenigen Monaten leer fressen um dabei auch noch das komplette Gleichgewicht zwischen Gut und Böse zu zerstören..welchem auch wir selbst unser SEIN verdanken...

Dies alles, ohne dass wir dabei alle anderen Wünsche und Bedürfnisse mit einbeziehen, die der Mensch neben Essen und "abortieren" sonst noch hat.

Ein schier unlösbares Problem der menschlichen Verantwortungslosigkeit und  Unbedachtheit ist sein überaus anspruchvolles Ästhetikbedürfnis. Vor allem, wenn es um sein eigenes Spiegelbild geht. Und auch sein Reinlichkeitsbedürfniss produziert Unmengen von Dreck, der in keinem Verhältnis mehr  zum erzielten Erfolgserlebnis steht..

Und wenn man genau hinschaut, dann hat sich diese Problem noch um das Tausendfache verschlimmert, seit man damit anfing den Abfall unserer Selbstverliebtheit aus unserem Sichtfeld zu räumen, damit es so ausschaut, als gäbe es ihn gar nicht und nur diejenigen die Ferkel wären, die den Müll einfach weiterhin aus dem Fenster werfen...

Ein überaus schwieriges Problem für unser ökologisches Veranwortungsbewusstsein  ist unser Imponiertrieb. Vor allem auch bei der Partnersuche....und Partnerwahl. Schließlich kommt es gerade da auch immer besonders auf die Verpackung an.. Wer lässt sich schon gerne auf einen Messi ein, der sein Gemüse in alten Blechdosen  auf dem Balkon zieht... oder freut sich über ein Bewerbungsgeschenk, das in einer alten Zeitung eingewickelt ist. Auch "Naturmenschen" die ohne lackierten Benzinverbrenner auf einem angerosteten Drahtesel und in abgescheuerten Jeans zum ersten Date erscheinen, müssen sich meistens wieder unverrichteter Dinge zurückziehen....

Aber mit alle dem sind wir ja noch gar nicht zufrieden.

Obwohl bei 7 Milliarden gleichzeitig auf Planeten lebenden Menschen ein Kilo parfümierte Seife pro Jahr und Kopf schon ausreichen würde, den durchschnittlichen PH-Wert unseres Planeten in weniger als hundert Jahren von 5,5 auf über 13 ansteigen zu lassen.
Aber zum Glück produzieren wir fast im gleichen Verhältnis ja auch wieder genügend sauren Regen...
Worüber sich natürlich auch die Fisch freuen... Und selbstverständlich auch die gesamte Micro-Ökologie, von der wir bis jetzt eigentlich nur so viel wissen, als das sie für den Kreislauf des Lebens ungeheuer wichtig ist...

Ich persönlich habe irgendwie das Gefühl, dass es mit unserer Verantwortung nicht weit her ist, egal wie viel wir uns Mühe geben.. und der Grund wohl darin zu finden ist, dass wir vor der Göttlichkeit der Substanz des Seins, der Substanz des Lebens, nicht den richtigen Respekt und jene Achtung haben, die ihr eigentlich zusteht.
Wenn Gott uns nach seinem Bilde schuf, dann dürfte er inzw. wohl ziemlich entsetzt über sich selbst sein.
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#3
- Freie Fahrt für freie Bürger, wir haben Zeit wie nie und bringen doch ohne jegliche Not hunderttausende Tiere um weil wir keine Zeit haben für, wenn überhaupt, ein paar lächerliche Minuten. Im übrigen die Ablehnung des Todes als notwendige Voraussetzung für Leben und der ewige Glauben an Wachstum und das "besser" sein als der andere als Rettung und Ziel.
Alles andere kann man dann getrost darunter subsummieren. Ob es dann der bessere Duft, das bessere Auto, 5 Fernseher oder der exotische Fisch vom anderen Ende Welt ist.
Der Urlaub irgendwo an einem exotischen Platz um die Natur "zu erleben", in Wahrheit natürlich auch nur in der Regel Darstellung des eigenen"mehr", aber die Natur vor der eigenen Haustür nicht kennen. Was passiert eigentlich wenn wir unsere Rohstoffe verarbeitet haben?
Ausbreitung in den Weltraum ist doch lediglich eine nette Utopie, die Zeit haben wir doch überhaupt nicht mehr, sofern notwendige Technologien überhaupt praktisch irgendwann gebaut werden könnten.
Wir sollten uns nicht so wichtig nehmen. Wir sind nichts weiter als ein gescheiterter evolutionärer Versuch. Uns fehlt das Regulativ. Die Intelligenz des Menschen hat sich vom notwendigen Vorteil zum Nachteil entwickelt. Der Rest ist vom Menschen gemachter kultureller, anerzogener Unfug und liegt garantiert nicht in der biologischen Natur des Menschen begründet.
Der Mensch wird lediglich eine Randnotiz, wenn überhaupt, und wenigste erfolgreiche dominante Spezies in der Geschichte der Erde sein.
Das ist das einzig tröstliche, egal welche Spezies wir ausrotten am Ende rotten wir uns aus und machen dann Platz für anderes Leben. Bis für diesen Planeten dann mal die Lichter ganz ausgehen. Irgendein weiterführender Plan halte ich persl. schon allein aus der Erdgeschichte und dem Verfalldatum des Planeten für absurd.
Das beste was jeder machen kann, er ignoriert den ganzen Mist und handelt nach seinem Wissen und Gewissen. Für den verhungernden Eisbär kann ich nichts unmittelbar tun aber für den verirrten Igel, das Reh,... hier um die Ecke schon.
Menschen dagegen, puh nö "freier" Wille von jedem und so. Wer meint er müsste 10 Kinder in die Welt setzen damit 3 überleben und seine Familie fortbesteht, nun soll er machen. Juckt mich aber nicht. Bei uns werden Kinder überhaupt nicht geboren, auch egal, "der Deutsche/Europäer oder Mensch stirbt aus" na und?
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#4
(11-05-2016, 10:29)Smiler schrieb: Ausbreitung in den Weltraum ist doch lediglich eine nette Utopie

Das wäre doch eine Idee, um der arabischen Bevölkerungsexplosion Herr zu werden
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#5
(06-05-2016, 12:15)Ekkard schrieb: Können wir verantworten, was wir unterlassen oder was wir tun? Oder ist verantwortliches Handeln nur etwas für die Doofen, Schwachen, die es raf(f)inierter nicht können?

Wenn wir darüber nachdenken, ob wir etwas unterlassen können, dann haben wir schon dafür Verantwortung.
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#6
(22-05-2016, 08:20)Reisender schrieb: Wenn wir darüber nachdenken, ob wir etwas unterlassen können, dann haben wir schon dafür Verantwortung.

Richtig !   Ein schlechtes Gewissen ist der noch unsichtbare aber bereits vorhandene 1. Schritt der Besserung
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#7
Und so eine Großraumrakete wäre doch was!  Heute noch Zukunftsmusik, aber wer weiß, in ein paar Jahren . . . ?
Hauptsache alle 10 Minuten fliegt eine weg.  Wo das Zeug dann runterfliegt, ist sekundär
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#8
(22-05-2016, 08:30)Sinai schrieb:
(22-05-2016, 08:20)Reisender schrieb: Wenn wir darüber nachdenken, ob wir etwas unterlassen können, dann haben wir schon dafür Verantwortung.

Richtig !   Ein schlechtes Gewissen ist der noch unsichtbare aber bereits vorhandene 1. Schritt der Besserung

Wir brauchen kein schlechtes Gewissen, denn das würde unsere Motivation auf unser Gefühl beschränken. Es reicht anzuerkennen, dass etwas falsch ist, um es zu verändern oder es zumindest zu versuchen.
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#9
(22-05-2016, 08:40)Reisender schrieb:  Es reicht anzuerkennen, dass etwas falsch ist

 OK, das passt schon  Icon_smile
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#10
(06-05-2016, 12:15)Ekkard schrieb: Können wir verantworten, was wir unterlassen oder was wir tun? Oder ist verantwortliches Handeln nur etwas für die Doofen, Schwachen, die es raf(f)inierter nicht können?

Es gibt ein paar Dinge, die mir in dem Zusammenhang auffallen:
- Müll am Straßenrand
- Bereicherung einiger weniger
- Großprojekte, die das Dreifache der veranschlagten Summe kosten
- Ignoranz des Klimawandels
Vielleicht könnt ihr weitere "Dinge" aufzählen ...

ich suche mir nur das aus, auf das ich reagiere, was mich innerlich anspricht und wo ich chancen sehe , etwas zu bewirken , meist in meinem umfeld dirket. =)
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#11
In dem ersten Teil von Spiderman, sagt dessen Onkel zu ihm das Folgende: "Mit großer Macht geht auch große Verantwortung einher". Nur leider vergessen das unsere Großkopferden, und sehen nur die Macht, nicht aber die Verantwortung. Wir alle haben unterschiedliche Verantwortungen, nehem sie aber selten so wahr, wie wir es tun sollten (wobei ich mich nicht ausnehme).
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