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Nach Kirch Besuch komplett verängstigt und psychisch kaputt
#16
(19-09-2016, 17:39)Ulan schrieb: In die "Hoelle" kommen immer die, ...
Sehr schön auf den Punkt gebracht! Eusa_clap
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#17
(18-09-2016, 19:25)Ekkard schrieb: Es gibt eine grundsätzliche Regel, was das Vokabular und die Denkweise betrifft hinsichtlich dem, was beweisbar oder widerlegbar ist: "Beweisen" und "widerlegen" sind für Vereinbarungen (oder Grundforderungen einer Gesellschaft) nicht anwendbar. Diese Begriffe sind in dem Zusammenhang ohne Sinn, weil ja festliegt, was vereinbart wurde.

(18-09-2016, 14:08)Laxdal schrieb: Selbtverständlich ist beweisbar, daß Götter, Religionen etc. menschliche Hirngespinste sind.
So, wie du das beschreibst (Diskussionen zwischen Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften) ist der Beweis nicht zu erbringen. Die Sachlage ist eine andere, und viel einfacher: Man muss das nicht beweisen, weil Religionslehren mit ihren mythischen Orten und Personen von vorne herein implizite Vereinbarungen zwischen den Mitgliedern sind. "Hirngespinste" sind das nicht; denn historisch waren Religionen die tragenden Säulen der alten Völker. Man muss sich klarmachen, was es früher bedeutete, außerhalb der menschlichen Gemeinschaft zu stehen!

Vereinbarungen? - Nehmen wir einen Konvertiten: Der/die schließt sich einer Gemeinde an, weil ihm oder ihr diese Lehre etwas bedeutet, und er/sie dazu gehören will. Hineingeborene haben es etwas schwerer, weil sie bewusst die Gemeinde (ihre vertraute Gemeinschaft) verlassen müssen, um die "Vereinbarungen" zu verlassen. Ganz deutlich wird dieser Sachverhalt in den Bundesschlüssen zwischen Gott und den Menschen: Völlig gleichgültig, ob Gott existiert, der Bundesschluss ist ein Vertrag, der die Menschen (hauptsächlich aneinander) bindet, wie jeder andere Vertrag. Entsprechend gibt es Sanktionen, wenn er nicht eingehalten wird.

Also, man kann Vereinbarungen nicht beweisen, sondern bestenfalls erfüllen, ändern oder aufheben! "Gott" ist übrigens genau so eine "Vereinbarung", nämlich wie vom Unbedingten einer Gesellschaft gedacht werden soll. Informationen über Gott kann man nicht - und hat man noch nie - bekommen, also kann man das Wort "beweisen" auf "Gott" nicht anwenden. Man kann Gott, wie alle in der Gemeinde glauben, oder es sein lassen. Im letzeren Fall "steht man draußen", was heute unproblematisch ist, in der Antike aber das Todesurteil.
Ich habe mich auf eine Runde bezogen mit Bruder Paulus und Philipp Möller, in der der Herr Paulus meinte, man könne nicht beweisen, daß es keinen Gott gäbe wie man auch nicht beweisen könne, daß es sowas gäbe.
Religionen sehe ich nicht als Vereinbarungen, sondern als Diktaturen.
Gruß
Laxdal
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#18
@ Laxdal;
Versuch mal die Nichtexistenz eines Gottes zu beweisen ohne dich auf eine Gottesvorstellung zu beziehen.
Du wirst feststellen, daß dies nicht geht.
Wenn überhaupt kannst Du eine Gottesvorstellung wiederlegen, nicht aber den Beweis der Nichtexistenz Gottes erbringen.
Das gilt natürlich genauso andersherum.
Darum nennt man es ja auch Glaube und nicht Wissen Icon_wink
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. 
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#19
@ Totalkapput;

Es ist vollkommen Wurst was Du glaubst oder tust.
Du gehst auf alle Fälle wieder in den "Urgrund allen Seins" ein.
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. 
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#20
(19-09-2016, 18:37)Laxdal schrieb: Religionen sehe ich nicht als Vereinbarungen, sondern als Diktaturen.


Sehr richtig! Das sehe ich auch so. Schrieb es auch so
Religionen beruhen nicht auf "Verträgen", sondern sind Diktaturen

Das sage ich völlig wertfrei.  Diktaturen sind nicht zwangsläufig  schlecht

Wie ja bekanntlich auch nicht die Demokratie zwangsläufig  gut ist.  Siehe die Deutsche Demokratische Republik ab 1985
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#21
(19-09-2016, 22:34)deja-vu schrieb: Es ist vollkommen Wurst was Du glaubst oder tust.
Du gehst auf alle Fälle wieder in den "Urgrund allen Seins" ein.


Einspruch, Euer Ehren.
Denn diese Formulierung träfe auch auf Rehe zu
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#22
(19-09-2016, 23:26)Sinai schrieb:
(19-09-2016, 22:34)deja-vu schrieb: Es ist vollkommen Wurst was Du glaubst oder tust.
Du gehst auf alle Fälle wieder in den "Urgrund allen Seins" ein.


Einspruch, Euer Ehren.
Denn diese Formulierung träfe auch auf Rehe zu
Jepp,
Rehe gehen auch wieder in den "Urgrund allen Seins" ein.
Icon_wink
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. 
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#23
(19-09-2016, 23:33)deja-vu schrieb: Jepp,
Rehe gehen auch wieder in den "Urgrund allen Seins" ein.
Icon_wink


Rehe trinken auch Wasser so wie wir.  Dennoch sind sie keine Menschen
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#24
(19-09-2016, 23:50)Sinai schrieb:
(19-09-2016, 23:33)deja-vu schrieb: Jepp,
Rehe gehen auch wieder in den "Urgrund allen Seins" ein.
Icon_wink


Rehe trinken auch Wasser so wie wir.  Dennoch sind sie keine Menschen

Und?

Steine gehen auch wieder in den "Urgrund allen Seins" ein. Dennoch sind sie keine Menschen, nicht mal Lebewesen.
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. 
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#25
Was bedeutet Urgrund allen Seins?
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#26
(19-09-2016, 22:25)deja-vu schrieb: @ Laxdal;
Versuch mal die Nichtexistenz eines Gottes zu beweisen ohne dich auf eine Gottesvorstellung zu beziehen.
Du wirst feststellen, daß dies nicht geht.
Wenn überhaupt kannst Du eine Gottesvorstellung wiederlegen, nicht aber den Beweis der Nichtexistenz Gottes erbringen.
Das gilt natürlich genauso andersherum.
Darum nennt man es ja auch Glaube und nicht  Wissen Icon_wink

@ deja-vu:
Tu ich nicht. Ebensowenig versuche ich die Existenz der Zahnfee zu beweisen.
Ich bezog mich auf die Ansicht des Bruder Paulus in einem Gespräch mit dem Humanisten Phillip Möller.
Immerhin kann man die massenhafte Ansammlung von unterschiedlichen Göttern und deren Religionen, die sich in den menschlichen Hirnen angesammelt hat, schon als Beweis (im Sinne des katholischen Bruder Paulus) gelten lassen wenn man denn will, daß  dergleichen nicht existiert - Hirngespinste. Dazu brauchts keine bestimmte Gottesvorstellung. Alle derartigen Vorstellungen sind meist gefährliche Phantasien, Hirngespinste eben.
Die Hölle, vor der Totalkaputt angst hat, findet hier unter den Menschen statt.
Gruß
Laxdal
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#27
(20-09-2016, 12:25)Totalkapput schrieb: Was bedeutet Urgrund allen Seins?

Das, was auch immer Du als den Grund dafuer ansiehst, dass das Universum, diese Welt und wir existieren. Dabei ist egal, wie Du das nennst: Gott, die Weltformel, das Nichts, oder ob Du schlicht meinst, Du kannst es nicht wissen.
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#28
(20-09-2016, 17:24)Laxdal schrieb: ...Dazu brauchts keine bestimmte Gottesvorstellung. Alle derartigen Vorstellungen sind ...

... bloße Vorstellungen!

Wie auch immer Du diese Vorstellungen bewerten magst, so bleiben sie doch nichts weiter als eben dies.
Dabei ist es vollkommen Wurst auf wessen Vorstellung Du dich beziehst.
Und ja, die Hölle von der Totalkaputt hier geschrieben hat ist auch nichts weiter als eine Vorstellung.


Die Problematik dabei ist, das diese Vorstellungen für viele Menschen zu Gewissheiten und damit zu einem Teil ihrer subjektiven Lebenswirklichkeit werden mit der sie sich auseinanderzusetzen haben. Und das eben mit dem ihnen eigenen Vermögen das von Hoffnungen, Ängsten und Zweifeln, Intellekt und Vernunft und weiteren menschlichen Eigenschaften geformt wird.
Auch wenn diese subkjektiven Lebenswirklichkeiten objektiv keinen Bestand haben mögen so sind sie doch Wirklichkeit im Erleben des Einzelnen.
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. 
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#29
(20-09-2016, 17:55)Ulan schrieb:
(20-09-2016, 12:25)Totalkapput schrieb: Was bedeutet Urgrund allen Seins?

Das, was auch immer Du als den Grund dafuer ansiehst, dass das Universum, diese Welt und wir existieren. Dabei ist egal, wie Du das nennst: Gott, die Weltformel, das Nichts, oder ob Du schlicht meinst, Du kannst es nicht wissen.

Arg viel besser hätt ichs auch nicht sagen können.
Danke Ulan!
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. 
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#30
(19-09-2016, 18:37)Laxdal schrieb: Religionen sehe ich nicht als Vereinbarungen, sondern als Diktaturen.

(19-09-2016, 23:23)Sinai schrieb: Sehr richtig! Das sehe ich auch so. Schrieb es auch so ... Religionen beruhen nicht auf "Verträgen", sondern sind Diktaturen
Ich schrieb mit Bedacht: Vereinbarungen, nicht Verträge.

"Vereinbarungen" sind jene in der (jeweiligen) Gesellschaft vorhandenen Regeln, Setzungen, ja Forderungen. Irgendwann einmal fanden Mitglieder diese "Vereinbarungen" richtig und opportun. Auch wenn sie in späterer Zeit quasi ein Diktat darstellten, handelt es sich dem Sinne nach um Vereinbarungen. Das logische Gegenteil ist nicht die Freiheit, sondern sind Aussagen über die physikalischen Gegebenheiten (Notwendigkeiten) unserer Welt, dass wir z. B. dem Zeitenlauf und den natürlichen Abnutzungserscheinungen bis hin zur Grenze unseres Seins unterliegen, oder Warmblüter sind.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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