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Hebräisch lernen
#1
Hallo allerseits,
ich hab mir seit fast 20 Jahren vorgenommen, Hebräisch zu lernen, aber jetzt erst bin ich da drüber gegangen.
Ich hab eine App dafür aufm Handy, aber das allein reicht nicht, hab ich festgestellt. Meine Strategie ist es, erstmal das Alefbet zu lernen, Buchstabe für Buchstabe, alles andere hat keinen Sinn.
Ich mein, eigentlich ist mir das Erlernen neuer Sprachen immer leicht gefallen, neusprachliches Gymnasium, Latein, Französisch etc. aber Hebräisch ist was ganz Neues. Gut finde ich, dass im Hebräischen sogar die Buchstaben eine Bedeutung haben, nicht einfach nur Zeichenkombinationen sind, die man auswendig lernen muss. Lernen und Wiederholen muss mans trotzdem.
Die App bietet mehrere Sprachen an, mit der hab ich erfolgreich meine Französisch-Kenntnisse aufpoliert, weil ich die seit Neustem für den Job brauch. Aber bevor ich das Alefbet nicht beherrsche hat das mit der App beim Hebräischen keinen Sinn. Gut ist aber, dass sich die virtuelle Tastatur vom Handy mit nur einem Klick auf Hebräisch umstellen lässt.

lernt noch jemand hier grad Hebräisch oder Aramäisch?

sprachliche Grüße
Hase
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#2
(27-12-2016, 00:16)Hase schrieb: lernt noch jemand hier grad Hebräisch oder Aramäisch?

Ja, ich

Ich lerne die beiden Altsprachen Alt-Hebräisch und Aramäisch

Was verstehst Du unter "Hebräisch" ??
Alt-Hebräisch der Thora oder das heutige Neu-Hebräisch (Iwrit)
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#3
Das wahnsinnig Interessante ist Folgendes:
Wenn ich einen Alt-Hebräischen Begriff nicht zufriedenstellend zu interpretieren weiß (Begriffskern-Begriffshof), dann gehe ich ins Internet-Café um die Ecke.
Dort ist ein arabischer 25-jähriger Mann (multifunktional; Werksunternehmer vormittags zwecks Krankenversicherung und Schwarzarbeiter nachmittags in Personalunion, Student an der deutschen Uni, Student in einer Koranschule, Reklameverteiler, und was weiß ich, will es gar nicht wissen) und der gibt bereitwillig Auskunft auf meine Fragen. Ein Packerl Marlboro löst die Zunge . . .

Erstaunlicherweise ist Alt-Hebräisch zur Zeit Mose so gut wie ident mit heutigem Arabisch !!
Na gut, das Wort Maschinenpistole gab es damals nicht . . . Icon_cheesygrin

Aber das Rätsel um den Alt-Hebräischen Begriff nzr  נזר konnte ich nun knacken !
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#4
erst Alefbet, dann Iwrit.
Wenn ich damit fertig bin, dann eventuell Aramäisch und Alt-Hebräisch.
Das dürfte sich eine ganze Weile hinziehen, bis ich das kann. Das ist eine Lebensaufgabe, weil ich nicht den ganzen Tag Zeit hab für Hebräisch.
Flüssiges Französisch ist beruflich momentan wichtiger.
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#5
Eine Sprache lernt man nicht per App, sondern im täglichen Umgang mit Menschen, die diese Sprache sprechen. Schon mal daran gedacht, eine jüdische Volkshochschule zu besuchen, oder eine jüdische Gemeinde? Dort werden oft Sprachkurse angeboten.
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#6
Das Lernen per App funktioniert einstweilen für mich sehr gut.
aber danke für die Besorgnis.
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#7
Falls Du Interesse an der jüdischen Religion hast, so ist Hagalil sehr zu empfehlen.
Gib's im Google ein
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#8
danke,
ich lese Hagalil seit vielen Jahren.
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#9
Lern Jiddisch        Das ist leichter und Du hast mehr davon
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#10
@Sinai
mit Jiddisch hab ich mich schon während des Studiums beschäftigt. Icon_lol

@Jutta
welche Sprachen lernst Du zur Zeit / welche sprichst Du?
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#11
(29-12-2016, 23:08)Hase schrieb: @Sinai
mit Jiddisch hab ich mich schon während des Studiums beschäftigt. Icon_lol

Bravo!  Und welche Stufe hast Du erreicht ?
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#12
ich verstehe jede Menge und hab noch mehr vergessen Icon_lol
Da ich in Bayern zuhause bin, habe ich eh eine andere Lerngrundlage beim Jiddischen, da gibts ja Überschneidungen.
Hab ich grad eben drüben im anderen Thread auch geschrieben.
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#13
(02-01-2017, 08:30)Hase schrieb: Da ich in Bayern zuhause bin, habe ich eh eine andere Lerngrundlage beim Jiddischen, da gibts ja Überschneidungen.


Ist Jiddisch nicht ein aus dem Plattdeutschen hervorgegangener, mit hebräischen, aramäischen, aber auch manchen slawischen und romanischen
- und weiteren Sprachelementen angereicherter Sonderdialekt ?

Ein Sonderdialekt, der sich nach einigen Jahrhunderten zu so etwas wie einer regulären Sprache entwickelte.
Eine reguläre Sprache im eigentlichen Sinn ist es nicht, denn im Laufe der Jahrhunderte gab es etliche Judenverfolgungen und Judenvertreibungen
und daher Wanderungen und so ist das Jiddische oder Jidische in mehrere streng voneinander geschiedene Dialekte mit teilweise sogar auch unterschiedlichen Grammatiken getrennt
Siehe die interessante, sehr bunte, weil hochkomplexe Karte:
"Jiddische Dialekte. Unterdialekte nicht eingezeichnet."
Jiddisch – Wikipedia


Es gibt interessante Literatur:
JIDISCHE VOLKSBIBLIOTHEK

Hier mit einem  D geschrieben !
Siehe: 
Jewish Encyclopedia
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#14
(02-01-2017, 11:02)Sinai schrieb: Ist Jiddisch nicht ein aus dem Plattdeutschen hervorgegangener, mit hebräischen, aramäischen, aber auch manchen slawischen und romanischen
- und weiteren Sprachelementen angereicherter Sonderdialekt ?

Nee, aus dem Mittelhochdeutschen. Plattdeutsch unterscheidet sich von allen anderen deutschen Dialekten dadurch, dass es die letzte Lautverschiebung des Hochdeutschen nicht mitgemacht hat. Jiddisch ist in der Beziehung wohl hochdeutsch.

Das, was ich persoenlich gehoert hatte, erinnerte mich am ehesten an Schlesisch. Kann aber sein, dass der Eindruck generell von dem polnischen Einschlag kam; Sprachexperte bin ich nun nicht. Ausserdem ist in meiner Erinnerung da ein gewisser Mischmasch vorhanden, da in meiner Familie selbst eine ganze Reihe jiddische Worte benutzt wurden, dies aber zusammen mit vielen niederpreussischen Vokabeln.

Spricht in Deutschland ueberhaupt noch jemand Jiddisch? Im Alltag doch wohl eher selten? Bei Hebraeisch kann ich mir schon eher einen Nutzen vorstellen, mal abgesehen von historischer Neugierde oder als Fan von Musik oder Literatur des jiddischen Revivals.
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#15
guckt mal hier
What the fuck is Bairisch? - Jiddisch 1/3
+++https://youtu.be/i_vCzw0QeFU
Bayerisch, Osteuropäische Sprachen + Russisch, Hebräisch, Latein, Mittelhochdeutsch, alles drin Icon_lol
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