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Jenseits der tausend Namen des Islam
#1
Endlich gefunden
wonach ich ein Leben lang auf der Suche war …


Der Gott der Kindheit bleibt unberührt.
In den frühen Tagen des Menschseins
dient er weiterhin als Schöpfer der Welt,
unser Kindergott.


Kehrt dann allmählich Frieden ein,
der einen anfangs nützlichen,
in den ersten Tagen des Menschen
als einfache Welterklärung dienenden Glauben


still und von tiefer Demut zeugend
ohne weitere Namen zu nennen,
irgendwann in den Hintergrund treten läßt,
der lange ersehnte Seelenfrieden ?



Der Glaube als nützliche, vor allem in jungen Jahren Trost spendende und gleichzeitig Vertrauen schenkende Hilfskonstruktion ?
Besteht so gesehen, der tiefere Sinn des Glaubens nicht darin, eben jene zugrunde liegende, prinzipiell auf Subjekt Objekt beruhende Konstruktion als solche zu erkennen und irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist, in stiller Meditation zur Einheit zurückzukehren ?


Aus meiner Sicht ein entwicklungsgeschichtlich bedeutsamer, wohl eher aus östlicher Tradition stammender Weg,
der den Menschen da abholt wo er in seinem Glauben eigentlich steht

vergleichbar mit dem Pilgerweg der Sufis, der neben den tausend Namen des Islam schließlich auch meditative Elemente in sich vereinigt


Näheres unter
www. mondo zen.ego deconstruction
oder unter www. vom Glauben zur Meditation - ein Pilgerweg ?
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#2
(15-01-2017, 11:44)nescio schrieb: Besteht so gesehen, der tiefere Sinn des Glaubens nicht darin, eben jene zugrunde liegende, prinzipiell auf Subjekt Objekt beruhende Konstruktion als solche zu erkennen und irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist, in stiller Meditation zur Einheit zurückzukehren ?

Lieber nescio!

Ein herzlich willkommen!
Du kommst mir ja gerade recht, und kannst mir vielleicht ein paar Fragen beantworten, die ich schon oft an Joga-Fans gerichtet habe, aber leider nie wirklich beantwortet bekamm, noch an ihnen selbst bewiesend erkennen konnte.

Was nutzt die stiller der Meditation in der lauten Welt?
Selbst wenn der Meditierende es schafft in diese Stille zu kommen, WIE lange hält die?
Und vorallem, wieviele Meditierende können tatsächlich in ihrem Alltag wirklich aus hrer Mitte heraus handeln?

Der Glaube ist m.E. "nur" 1 wichtiger Teil, Kinder haben noch keine Lebenserfahrung.
2 weitere Teile sind Wissen(schaft) und ständiges Selberdenken nach einer guten Denkweise.

Liebe Grüße
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#3
(15-01-2017, 11:44)nescio schrieb: Der Gott der Kindheit bleibt unberührt.
In den frühen Tagen des Menschseins
dient er weiterhin als Schöpfer der Welt,
unser Kindergott.

Kehrt dann allmählich Frieden ein,
der einen anfangs nützlichen,
in den ersten Tagen des Menschen
als einfache Welterklärung dienenden Glauben

still und von tiefer Demut zeugend
ohne weitere Namen zu nennen,
irgendwann in den Hintergrund treten läßt,
der lange ersehnte Seelenfrieden ?


Hallo Nescio
Das ist ein wunderschönes Gedicht - wundervolle Hexameter
Das Gedicht atmet den Geist des alten Griechenland
Mit Sufis hat das nichts zu tun

Ist auch sicher keine Übersetzung aus dem arabischen
(15-01-2017, 15:29)Adamea schrieb: Lieber nescio!

Ein herzlich willkommen!
Du kommst mir ja gerade recht

Ui ist das lustig  Icon_cheesygrin
Da werd ich ja fast eifersüchtig
Adamea:
Was nutzt die Stille der Meditation in der lauten Welt?
Selbst wenn der Meditierende es schafft in diese Stille zu kommen, wie lange hält die?

Diese Frage ist berechtigt
Da macht einer zwei Wochen lang Meditation in einem Kloster/Tempel oder auf einer Insel
Wenn er dann rauskommt, trifft ihn der Schlag
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#4
Ich habe ein Déjà-vu.

http://religionsforum.de/showthread.php?...#pid185411
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#5
(19-01-2017, 01:06)Ulan schrieb: Ich habe ein Déjà-vu.

http://religionsforum.de/showthread.php?...#pid185411

Tatsächlich !
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#6
(19-01-2017, 01:14)Sinai schrieb:
(19-01-2017, 01:06)Ulan schrieb: Ich habe ein Déjà-vu.
Tatsächlich !


Titel, Gedicht und Erläuterungen sind allmählich über Jahre gewachsen, wobei ich auch Teile davon im Forum veröffentlicht habe.
Pardon, wenn es dadurch zu Wiederholungen kam

Mit dem Beitrag "Die dunkle Nacht der Seele" in dieser Rubrik war es ähnlich
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#7
(15-01-2017, 11:44)nescio Beitrag #1 schrieb: Besteht so gesehen, der tiefere Sinn des Glaubens nicht darin, eben jene zugrunde liegende, prinzipiell auf Subjekt Objekt beruhende Konstruktion als solche zu erkennen und irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist, in stiller Meditation zur Einheit zurückzukehren ?


Der Titel dieses Threads heißt: "Jenseits der tausend Namen des Islam"
Und ist im Fachbereich "Islam" beheimatet.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß es im Islam so etwas wie stille Medidation gibt
Das genaue Gegenteil !
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#8
noch nie etwas von Meditation der Sufis gehört ?

Allerdings haben es auch diese islamischen Mystiker, die im Streit noch am ehesten vermitteln könnten, momentan nicht gerade leicht
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#9
Welche Streitparteien meinst Du konkret ?

Krieg zwischen Mohammedanern und Christen?
Krieg zwischen Sunniten und Schiiten ?


Übrigens 'tanzen' die Derwische in ihrem Drogenrausch sehr wild !
Mit den Sassaniden gemeinsam lieben sie Haschisch
So wie christliche Mönche ihre uralten Klosterbrauereien und Klosterweinkeller haben, haben die Leute vom Derwischorden ihre uralten Hanfplantagen
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#10
Echt - wo? Oder wieder nur eine Sinai-Phantasie?
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#11
7B rue Gaouar Hocine - Tlemcen - Algérie
Im kleinen "Biotop" (Unkrautstätte) beim stillgelegten hinteren Fabrikstor

Baghlan Sugar Mill - Baghlan - Afghanistan
Am Hinterhang der großen Müllhalde
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#12
Also Phantasie!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#13
Und was machst Du, wenn ich schon mal dort war ?
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#14
... es bleibt bei: Phantasie! (Zumindest, weil nichts davon nachprüfbar ist.)
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#15
Nach diesem Rausch der Sinne möchte ich die Sprache nochmal auf etwas ganz anderes lenken,
selbst auf die Gefahr hin daß mir keiner mehr zuhört 




Wie ihr vielleicht bemerkt habt geht es hier ganz nebenbei um die allgemeine Konstruktion eines Bewußtseins ... um es Jahre oder Jahrzehnte später, wenn die Zeit gekommen ist, wieder allmählich loszulassen und damit gewissermaßen zu 'dekonstruieren'. Zugegeben, letzterer ist ein etwas gewöhnungsbedürftiger Begriff, doch einmal genossen, wird die dahinter stehende Erfahrung des Loslassens von Meditierenden als sehr angenehm empfunden und es fällt ihnen meistens leicht, ihr 'ego' auch mal hintenan zu stellen, ganz behutsam und mit einer gewissen Demut.

Kann der Weg des egos vielleicht als Beispiel für den Weg des Glaubens dienen (und womöglich umgekehrt) ?
So dürfte es zumindest die anfangs genannte Mondo Zen Gruppe verstanden haben.

Weshalb sollten aufgeklärte, tolerante Christen und Muslime die Dinge nicht mal aus einem anderen Blickwinkel sehen ?
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