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Erben und Vererben
#1
(19-03-2017, 20:52)Sinai schrieb:
(19-03-2017, 10:55)Adamea schrieb: Ein Bauer besitzt einen eigenen Betrieb der weiter vererbt werden kann.
Wie ist es begründbar, daß der Bauer seinen Arbeitsplatz vererbt ?
Ein Gendarmerie-Postenkommandant kann ja auch den Gendarmerieposten nicht an seinen Sohn vererben.
Der Bauernstand hat einen ungerechtfertigten Berufsschutz für seinen erstgeborenen Sohn.
Wenn schon Gleichberechtigung, dann bitte für Alle - oder behaltet sie euch.
Dann muß der Arbeitsplatz des Bauern ebenso wie die Notariatskanzlei bei Pensionierung des Alten zur Verfügung stehen.
Der Bauernhof soll so wie der Polizeiposten und die Militärkaserne ein Lehen sein, nicht Eigentum !
Das kann so nicht miteinander verglichen werden!

Ein Bauernhof besteht aus der Arbeitskraft und der Zeit (Lebenszeit) des Bauern!
Ein Bauer investiert sein erwirtschaftetes Geld in den eigenen Betrieb! Der Bauer baut einen Betrieb auf und verlebt sein Geld nicht um sich ein angenemes Leben z.B. mit Reisen, zu gönnen. Er denkt an seinen LEBENSERHALT Selbstständig erhalten zu können!!!

Deinem Vergleich nach müssten ebenso alle Sparguthaben von Nichtbauern von der Allgemeinheit zu erben sein!
Ein Sparkonto hält Energie gefangen, das ist tote Energie.
Durch eine Investition in einem Betrieb fließt die Geld-Energie, das ist LEBENDIGE Energie.

Es wäre absolut ungerecht, wenn man dem Bauern seinen Betrieb wegnimmt!!!
Würdest du dir einen Betrieb durch deine Arbeitskraft und Leben aufbauen, wenn du weißt, dass du diesen nicht an deine Kinder weitergeben kannst??? Warum solltest du soetwas tun?
Niemand steckt sein Schweiß, sein Blut und sein VERZICHT z.B.Reisen, in eine Angelegenheit die ihn dann durch ein Gesetz wieder weggenommen wird! Es wäre sehr, sehr undankbar von einem Staat! Ein solches Gesetz wäre die pure Ausbeuterei der menschlichen Kraft und Mühe!

Niemand erbt den Börsengewinn der ohne Arbeitskraft entstanden ist.
Wenn du die Bauernhöfe an die Allgemeinheit vererben willst, so mußt du auch jedes private Kontoguthaben zum Erbe freigeben!!!

Der Bauer hat einen SELBST ERSCHAFFENEN Arbeitplatz!!!
Arbeitsplätze deren keine eigene Gründung zu Grunde liegt, sind selbstverständlich auchkeine weiter zu vererbende Arbeitsstelle!
Ein Bauernhof ist Eigentum!!!
Die Investitionen sind aus vergangener Arbeitskraft/ Geld für die Zukunft angelegt um ein Einkommen im Leben zu sichern.
Die Mündigkeit der Eigenversorgung.

Eine Polizeiposten ist KEIN Eigentum! Beim Arbeiter fallen ja keine Betriebskostenan, es wird nicht selber investiert.
Keine eigene Mündigkeit der beruflichen Sicherheit, die Abhängikeit vom anderen Betrieben!

Eine Kanzlei ist mit den ständig laufenden Mietkosten zu tragen, das bedeutet die Investition erfolgt ständig neu weil monatliche Kosten anfallen. Es muß Geld investiert werden.
Die Mündigkeit durch eine ständige eigene Bemühung seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften.

Es ist niemals möglich dass alle Menschen eineb eigenen Betrieb habe und erhalten können!!!
Diese Mündigkeit der Selbstversorgung kann nicht jeder nachkommen. Es wird in dieser Sache immer "Unmündige" also von Anderen abhängige geben!

Es gibt nicht nur die Mündigkeit des selber Denkens! (Kant)

Die Mündigkeit hat 3 Bereiche!
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#2
(19-03-2017, 20:52)Sinai schrieb:
(19-03-2017, 10:18)Sinai schrieb:
(19-03-2017, 10:00)Smiler schrieb: In der Realität schützt das Bildungsbürgertum lediglich seine Pfründe für seine Nachkommen durch künstliche Verknappung der Hochschulzugänge.

Na und ?

Dann versuch einmal einem Bauern das automatische Recht streitig zu machen, daß sein Sohn wieder Bauer wird.
Und nicht Lohnarbeiter



(19-03-2017, 10:55)Adamea schrieb: Ein Bauer besitzt einen eigenen Betrieb der weiter vererbt werden kann.
Genau hier liegt der Hund begraben!
Eine entsetzliche Ungleichbehandlung - geboren in den Wirren von 1848
Wie ist es begründbar, daß der Bauer seinen Arbeitsplatz vererbt ?
Ein Gendarmerie-Postenkommandant kann ja auch den Gendarmerieposten nicht an seinen Sohn vererben.
Der Bauernstand hat einen ungerechtfertigten Berufsschutz für seinen erstgeborenen Sohn.
Wenn schon Gleichberechtigung, dann bitte für Alle - oder behaltet sie euch.

Dann muß der Arbeitsplatz des Bauern ebenso wie die Notariatskanzlei bei Pensionierung des Alten zur Verfügung stehen.
Und der "Beste" bekommt dann den Bauernhof zur Bewirtschaftung. Kann dann auch der Sohn des Arztes sein.
Der Bauernhof soll so wie der Polizeiposten und die Militärkaserne ein Lehen sein, nicht Eigentum !
Das ist ja ein Irrsinn
Ein ekeliger Kompromiß unter dem Terror der gewalttätigen Bauernschaft des Jahres 1848
Gehört weggeräumt



(20-03-2017, 07:01)Adamea schrieb:
(19-03-2017, 20:52)Sinai schrieb: . . .  Der Bauernhof soll so wie der Polizeiposten und die Militärkaserne ein Lehen sein, nicht Eigentum !

Das kann so nicht miteinander verglichen werden!

A)  Ein Bauernhof besteht aus der Arbeitskraft und der Zeit (Lebenszeit) des Bauern!
Ein Bauer investiert sein erwirtschaftetes Geld in den eigenen Betrieb!

B)  Würdest du dir einen Betrieb durch deine Arbeitskraft und Leben aufbauen, wenn du weißt, dass du diesen nicht an deine Kinder weitergeben kannst???

C)  Niemand erbt den Börsengewinn der ohne Arbeitskraft entstanden ist.

D)  Eine Polizeiposten ist KEIN Eigentum!

E)  Eine Kanzlei ist mit den ständig laufenden Mietkosten zu tragen, das bedeutet die Investition erfolgt ständig neu weil monatliche Kosten anfallen. Es muß Geld investiert werden.


Interessante Diskussion !

ad A)  Das gilt für den Gendarmerieposten auch !
ad B)  Das klagt der Postenkommandant auch.  Mit genau denselben Argumenten
ad C)  Den Mißstand "Börse" kannst Du gerne auch abschaffen. No Problem! Ich hänge nicht daran.
ad D)  Dann braucht das Gehöft auch keins sein !
ad E)  Genauso wie der Bauernhof. Hier werden Traktoren und Gummistiefel gekauft, dort Gesetzessammlungen, Kommentarsammlungen, Judikatsammlungen, Computer, standesgemäße Möbel, Nadelstreifanzüge, Lackschuhe fürs Gericht
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#3
(20-03-2017, 10:03)Sinai schrieb: Interessante Diskussion !

Dann erkläre bitte deine Argument besser.
Du hast mich glaube ich nicht verstanden.
Ein Bauernhof ist Privateigentum in dem das eigene Geld steckt.
Eine Dienstelle bei der Polizei ist kein Privateigentum, kein Polizist muß sich die Polizeiautos kaufen.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#4
(20-03-2017, 16:54)Adamea schrieb:
(20-03-2017, 10:03)Sinai schrieb: Interessante Diskussion !

Dann erkläre bitte deine Argument besser.

Ein Bauernhof ist Privateigentum in dem das eigene Geld steckt.


Genau das ist es, was ich kritisiere !    Das darf nicht sein.  Genausowenig wie ein Gendarmerieposten Privateigentum sein darf.

Ein Gendarmerieposten - im Mittelalter sagte man Ritterburg dazu - darf niemals Privateigentum sein. Der Postenkommandant bzw. Ritter kann den Stützpunkt nicht veräußern oder verpfänden

Kann keine Hypothek ins Grundbuch eintragen! Icon_cheesygrin
Das wär ja noch schöner . . .

Gendarmerieposten, Ritterburgen, Heereskasernen und alles was dem Gemeinwohl dient, hat Öffentliches Eigentum zu sein und zu bleiben.  Lehen !

Es war ein sehr schädlicher Aspekt der Bürgerlichen Revolution von 1848, die landwirtschaftlichen Lehen ins grundbücherliche Eigentum der dort hausenden und schuftenden Feldarbeiter zu übertragen.
Eine zufällige Momentaufnahme wurde zum Status quo festbetoniert für alle Zeiten

Die ehemaligen Knechte sind nun selbst Herren geworden und beuten die slowakischen Saisonarbeiter aus

Ich habe die Idee, das wieder ins Öffentliche Eigentum rückzuführen

Entschädigungslos zu enteignen. "Gratis hat deine Sippe bekommen, gratis gibt deine Sippe wieder ab"

Allerdings ist hier mit dem Widerstand der Banken zu rechnen. Denn die gieren ja darauf, mittels Kreditvorgängen ins Grundbuch zu kommen . . .
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#5
Allerdings ist mir hier eingefallen, daß es unter den heutigen Bauernsippen welche gibt, die sehr brav waren und sind und daher nicht enteignet gehören. Das sind schätzungsweise 5 bis 10 % der Betriebe

Hier gehört dann die gesetzliche Regelung, daß Hypotheken unmöglich sind.
Und wenn ein solcher Bauer irgendwann verkaufen will (frühestens in 10 Jahren), dann nur an die öffentliche Hand - der Preis wird durch eine amtliche Kommission festgesetzt.
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#6
(20-03-2017, 23:02)Sinai schrieb: Ein Gendarmerieposten - im Mittelalter sagte man Ritterburg dazu - darf niemals Privateigentum sein. Der Postenkommandant bzw. Ritter kann den Stützpunkt nicht veräußern oder verpfänden
Gendarmerieposten, Ritterburgen, Heereskasernen und alles was dem Gemeinwohl dient, hat Öffentliches Eigentum zu sein und zu bleiben.  Lehen !
Die ehemaligen Knechte sind nun selbst Herren geworden und beuten die slowakischen Saisonarbeiter aus
Ich habe die Idee, das wieder ins Öffentliche Eigentum rückzuführen
Entschädigungslos zu enteignen. "Gratis hat deine Sippe bekommen, gratis gibt deine Sippe wieder ab"
Allerdings ist hier mit dem Widerstand der Banken zu rechnen. Denn die gieren ja darauf, mittels Kreditvorgängen ins Grundbuch zu kommen. . .

So wirklich habe ich deinen Gedanken leider noch nicht erfasst.
Fang´mer nochmal an, bitte!
Es gibt, so wie ich dich verstehe, keinen Unterschied zwischen einem Bauernhof und alle anderen Landengeschäften, Weingut, Kanzlei, eine Fabrik, der Polizei, einem Theater, der Bahn, den Banken usw..?
Verstehe ich das richtig, dass du meinst, überall wo es Angestellte gibt, müsse der Betrieb der Allgemeinheit gehören?

Wer finanziert und kümmert sich um die notwendigen Dinge wie z.B. Waren Einkauf, Arbeitsgeräte, Miete, Dünger, Stromkosten, Papier, Fahrzeuge, usw.? Der Staat durch seine Steuern, die wiederum vom Arbeiter kommen.
Glaubst du wirklich die Staatsmänner haben eine Ahnung vom Bauernhof leiten?
Da brauchen sie im weiteren also Aufpasser und Fachangeber.

Der Amtsschimmel ist doch jetzt schon viel zu langsam und zu komliziert, bis die Kartoffeln geerntet werden treiben die Kartoffeln ja bereits wieder aus!
Und wenn eine Amts-Hand die Arbeit zur anderen Amts-Hand schiebt und überläßt ist in der langen Lohnkette immer der Letzte der Depp.
Also immer der kleine Bauer, der die ganze Arbeit macht und dann einen Anpfiff bekommt und auch dass auch noch für einen Apfel und ein Ei Lohn, wärend die oberen die Lorbeeren ernten und den Hauptteil der Ernte abkassieren.
Außerdem können und dürfen die meinsten Ämter überhaupt nicht logisch denken! Darum verlernen die auch das Mitdenken.

Tut mir leid Sinai, aber ich kann mir deine Gedanken nicht funktionstüchtig vorstellen.
Die Ämter sind wie eine Großschneiderei. Da ist einer der das Sagen hat und die zusammenzunähende Teile an die Mitarbeiter verteilt, wobei ein Arbeiter immer nur die Ärmel näht, der andere nur Halsausschnitte, wieder ein anderer nur Seitennähte usw., und nur der der am Ende sitzt, sieht das Produkt in echt, er weiß wirklich um was es geht und wie es ist, doch er kann nicht eingreifen.
Lauter Blinde ferngesteuerte in der Mitte, oben ein tonangebender Theoretiker und am Ende der das Ergebnis der Arbeitskette sieht und das Ganze evtl. anderes gemacht hätte, weil er der Realität am nächsten ist, und das Wahre erkennt.

Oder vielleicht hat er auch eine bessere Idee, diese wird aber niemals realisiert, weil alles von oben gesteuert wird.
Mit deinem System würde also auch die FREIHEIT der Erfindungen unterbunden werden. Wir würden zu einer "uniformierten" Menschheit werden, gesteuert von Fachidioten ohne Praxiserfahrung. Einen freien Entfalltungsraum würde es nicht mehr geben.
Oder habe ich dich da falsch verstanden?
--------------
Würdest du heute den Bauern ihren Hof wegnehmen, so würdest du sie bestehlen!
Ein Bauer hat z.B. den Betrieb modernisiert und hätte sich für das Geld auch eine schöne Reise gönnen können.
Wenn du ihm heute den Betrieb wegnimmst, nimmst du ihn sein verdientes Geld weg.
Wie siehst du das?

JG
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#7
(21-03-2017, 10:47)Adamea schrieb: Der Amtsschimmel ist doch jetzt schon viel zu langsam und zu komliziert, bis die Kartoffeln geerntet werden treiben die Kartoffeln ja bereits wieder aus!

Mit deinem System würde also auch die FREIHEIT der Erfindungen unterbunden werden.

Daß Du Dich da nur nicht irrst . . . Icon_cheesygrin

Wer hat denn den Sputnik gebaut ?  Die V2 erfunden ?  Das Düsenflugzeug mit dem du so gern in den Süden fliegst ?  Den Radar ?
Die Beamten !

Diese Innovationen waren alle Geheimsachen, von hohen Funktionären der Ministerien ausgebrütet . . .
Nix Mac Donalds ! Icon_cheesygrin Icon_cheesygrin Icon_cheesygrin
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