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empirisch
#1
(23-03-2017, 22:17)Ekkard schrieb: Weil danach gefragt wurde: Wissenschaft ist Ermittlung von empirisch prüfbarem Wissen.
Wissenschaftliche Aussagen müssen belegt werden können - jedenfalls im Prinzip (nicht jeder kann sich ein Radioteleskop in den Garten stellen und eine Bibliothek auf den Dachboden!) Ich hatte die Grundforderungen an die wissenschaftliche Methodenlehre bereits mehrfach gepostet z. B. hier: Link. Unter "Wirklichkeit" hatten wir unter anderem darüber eine ausführliche Diskussion.

Sorry, aber ich muß dass jetzt aufgliedern, da ich das Gefühl habe dieses Wort irgendwie nicht zu 100% zu verstehen.
Ermittlung von empirisch prüfbaren Wissen.
=Wissen wird empirisch ermittelt. =Wir erhalten Wissen durch eine empirische Prüfung.
Bezieht sich das nur auf das Tun und einem Objekt? Also das Objekt und das Tun wird zur Erkenntnis/Wissen.

Empirisch bedeutet also das jetzt prüfbar nachvollziehbar, wiederholbar, erlebbar, nur durch Objekte?
Zählt dazu also nur das was jetzt direkt mit Objekten erfahren und beobachtet wird, oder auch das Wissen um etwas, das kein Objekt braucht?
Also ein Nichtobjekt ist, wie z.B. das Gefühl "Schmerz oder Freude".
Zählt das Wissen aus der Erfahrungswelt der Gefühle nicht zum empirischem?

Kann man sagen dass empirisches Wissen, empirische Erfahrung auslöst?
Ist ewas dann empirisch Empirisch?
Empirische Erkenntnise kommen dann auch aus empirischen Erkenntnissen.

Ein Wissen um Gefühlsauslöser kann ja auch eine Kausalität (Ursache-Wirkung Kettenreaktion) auslösen, also ohne ein Objektk.
Oder gibt es auch ein psychisch empirisch?

Ist das Mitgefühl etwas empirisches?
Nennt sich Mitgefühl haben auch empirisch nachvollziehbar?

Nennt sich etwas auch dann empirisch, wenn ein anderer z.B. Schmerz oder Freude nachvollziehen kann.
Ist dieses Nachvollziehen können auch WISSEN?
Wird das in einer empirischen Untersuchung ebenfalls gemeint?
Ist gleiches Wissen um eine Gefühlssache empirisches Wissen?

LG
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#2
(23-03-2017, 22:17)Ekkard schrieb: Hier nochmals die Forderungen, die man heute (mindestens) an wissenschaftliche Aussagen stellen muss:

(1)   Kausalität / Kausalkette: Die Beschreibung (eines Experiments, einer Beobachtung) muss auf mindestens eine Ursache zurück zu führen sein, die nach Nr. (4) nicht "Gott" sein kann.
(2)   Universalität: Ein Experiment/eine Beobachtung muss überall, zu jeder Zeit und von jedermann durchgeführt dasselbe Ergebnis haben.
(3)   Räumliche und zeitliche Konkretisierung:Beschreibungen müssen Ort und Zeit ggf. den Ablauf benennen.
(4)   Weltanschauliche Abstinenz: Die Beschreibung darf keine weltanschaulichen Vorurteile in die Beschreibung hinein tragen, genau genommen überhaupt keine Urteile fällen.
(5)   Intellektuelle Redlichkeit: Randbedingungen und Prämissen müssen lückenlos genannt werden
(6)   Occam's razor: Theorien, die mit weniger Prämissen auskommen, sind anderen Beschreibungen vorzuziehen
(7)   Falszifizierbarkeit: Eine Theorie darf nicht gegen bestimmte empirische Ergebnisse "immunisiert" werden.

(1) Muß diese Ursache ein Objekt beinhalten? Ein Verhalten z.B. ist kein Objekt löst aber ebenso eine Kausalität aus.

(2) Jeder Mensch weiß was Schmerzen sind, wie sich die Feude anfühlt, und wodurch sie entstehen eine gewisse Universalität ist da. Freude kann man durchführen in dem etwas für den anderen getan wird, dass er braucht.

(3) Eine Situationsbeschreibung die Schmerz oder Freude ausgelöst hat, kann nachvollziehbar erklärt werden.

(4) Das ist hier das gleiche, Vorurteile usw..
Eine einzige Meinung ist nicht allgemeingültig und die Meinung der Mehrheit, oder gar aller Menschen, trifft nicht unbedingt auf einen einzigen zu.

(5) Lebensnotwendigkeiten und Bedürfnisse klar erkennen und benennen. Ein logisches nachvollziehen der täglichen Situation eines Menschen.

(6) Eine einfache klar formulierte Erklärung ist besser als eine mit vielen Begriffe die nicht jeder verstehen kann.

(7) Die Wahrheit, die Logik und die Vernunft sind die 3 Leitfaktoren.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#3
Anmerkung zum Begriff "Kettenreaktion":
Das hört sich m.E. immer nach einer einzigen Abfolge an, doch es kann ja 1 Ursache mehrer KettenVerläufe haben oder auslösen.
Oder wie einStein der ins Wasser geworfen wird einen Rundumschlag in der Wellenbewegung auslöst.
Mehrere Steine "Perlen" auf 1x ins Wasser geworfen, ergeben zusammen eine einzige Reaktion, die Wellen greifen inneinander.
Also 1 Wirkung kann auch aus vielen zeitgleichen an 1 Ort geschehenden Ursachen verursacht werden.
Also dass erst das aufeinandertreffen von vielen Ursachenfaktoren 1 Wirkung ergeben.
Der Akt ansich, ist singular, aber er besteht aus vielen Teilen.
Ich weiß nicht ob man micht verstehen kann.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#4
(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Sorry, aber ich muß dass jetzt aufgliedern, da ich das Gefühl habe dieses Wort irgendwie nicht zu 100% zu verstehen.
Ermittlung von empirisch prüfbaren Wissen.
=Wissen wird empirisch ermittelt. =Wir erhalten Wissen durch eine empirische Prüfung.
Bezieht sich das nur auf das Tun und einem Objekt? Also das Objekt und das Tun wird zur Erkenntnis/Wissen.


Empirisches Wissen bezeichnet solches Wissen, das aus der Erfahrung (zb. Experimente, Beobachtungen, Messungen etc.) gewonnen wird (Urteile a posteriori).
Es gab auch mal eine philosophische Strömung, den Empirismus, welcher die generelle Abhängigkeit allen Wissens von der Empire (= der erfahrung) vertritt.

Demgegenüber gibt es noch Urteile a priori, welche unabhängig von der Erfahrung sind. Kant führt beide Urteile zusammen bzw. räumt beiden ihren Platz ein.
Ein Urteil a priori wären beispielsweise nach Kant rein gedankliche Konstrukte wie die Mathematik oder logische Aussagesätze.
Generell ist es für solche Urteile allerdings etwas schwerer gute Beispiele zu finden und über viele kann man gewiss auch diskutieren.

(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Empirisch bedeutet also das jetzt prüfbar nachvollziehbar, wiederholbar, erlebbar, nur durch Objekte?
Zählt dazu also nur das was jetzt direkt mit Objekten erfahren und beobachtet wird, oder auch das Wissen um etwas, das kein Objekt braucht?
Also ein Nichtobjekt ist, wie z.B. das Gefühl "Schmerz oder Freude".
Zählt das Wissen aus der Erfahrungswelt der Gefühle nicht zum empirischem?

Doch zählt es. Dass Feuer heiß ist und Schmerzen verursachen kann ist empirisches Wissen (der Menschheit, nicht zwangsläufig jedes Einzelnen).

(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Kann man sagen dass empirisches Wissen, empirische Erfahrung auslöst?
Ist ewas dann empirisch Empirisch?
Empirische Erkenntnise kommen dann auch aus empirischen Erkenntnissen.

Ich kann deinen Gedanken nicht folgen. Da Empirie aber auf Erfahrung gründet sind Zusammensetzungen wie "empirische Erfahrung" imho sinnlos.

(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Ist das Mitgefühl etwas empirisches?

Das ist in der Tat eine interessante Frage. Die Philosophin Agnes Heller meinte diesbezüglich mal, dass nicht alle Menschen das gleiche Mitgefühl in bestimmten Situationen empfinden würden, es "nichts allgemein Menschliches a priori" geben würde.
Die Frage ist halt: Ist Mitgefühl in uns von Geburt an drin und wir können es sofort auf andere Menschen übertragen? Oder müssen wir selbst erst einmal Schmerz und Leid erfahren um überhaupt zu wissen, wie sich dies anfühlt und um dann auch Mitgefühl anderen Menschen entgegen bringen zu können?
Ich tendiere eher zum zweiten.

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#5
(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb:
(23-03-2017, 22:17)Ekkard schrieb: Weil danach gefragt wurde: Wissenschaft ist Ermittlung von empirisch prüfbarem Wissen.
Wissenschaftliche Aussagen müssen belegt werden können - jedenfalls im Prinzip (nicht jeder kann sich ein Radioteleskop in den Garten stellen und eine Bibliothek auf den Dachboden!) Ich hatte die Grundforderungen an die wissenschaftliche Methodenlehre bereits mehrfach gepostet z. B. hier: Link. Unter "Wirklichkeit" hatten wir unter anderem darüber eine ausführliche Diskussion.

Sorry, aber ich muß dass jetzt aufgliedern, da ich das Gefühl habe dieses Wort irgendwie nicht zu 100% zu verstehen.
Ermittlung von empirisch prüfbaren Wissen.
=Wissen wird empirisch ermittelt. =Wir erhalten Wissen durch eine empirische Prüfung.
Bezieht sich das nur auf das Tun und einem Objekt? Also das Objekt und das Tun wird zur Erkenntnis/Wissen.
Nein, warum? Nehmen wir z. B. die Mathematik. Nehmen wir die Entwicklung von Werkzeugmaterialien, die es in der Natur "so" nicht gibt. Die aktiven Bauteile deines Computers sind das Produkt empirischer Grundlagenforschung, welche an und für sich noch kein Objekt darstellen. Das selbe Material aus dem diese Bauteile bestehen ist als Glas einer der besten Isolatoren überhaupt.
Wie also, kann man daraus elektronische Bauteile herstellen? Dahinter steckt eine lange Entwicklungsgeschichte, an der sehr sehr viele Menschen beteiligt waren.. auf fast allen nur erdenklichen Gebieten des Forschens und Probierens.

Nehmen wir sonst eine Material, welches es in der Natur so nicht gibt.. etwas relativ einfaches wie Stahl. In einem Objekt "aus Stahl" steckt eine immense Ansammlung empirischen Wissens. Was also ist dieses empirische Wissen? Es hat etwas mit dem Verstehen grundlegender Zusammenhänge zu tun. Es ermöglicht uns neues zu planen, zu erfinden, was dann mit  großer Wahrscheinlichkeit auch seinen Zweck erfüllt. Andersherum ermöglicht es uns auch ein Rezept nachzukochen, ohne dass wir vom Kochen und von den Eigenschaften der Zutaten selbst besonders viel verstehen müssen.


(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Empirisch bedeutet also das jetzt prüfbar nachvollziehbar, wiederholbar, erlebbar, nur durch Objekte?
In der kleinstmöglichen Vereinfachung, ist das richtig. Nur im wirklichen Leben kann es natürlich auch zu rein zufälligen Übereinstimmungen kommen.
Weswegen "empirisch" bedeutet, dass jegliche zufällige Übereinstimmung mit aller Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, wenn man sich genau ans Rezept hält. Nur sollte das jetzt nicht dazu verleiten, zu meinen das damit schon alles empirisch erklärt wäre.
Denn in jedem Kuchen steckt weit mehr empirisches Wissen drinnen, als im Rezept. Angefangen beim Anbau von Weizen und der Herstellung von "Mehl" sowie dessen Qualitätsstandards, im Backpulver, der Gewinnung von Zucker.. der Herstellung des Ofens und all seiner Bestandteile... usw. usf.

(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Zählt dazu also nur das was jetzt direkt mit Objekten erfahren und beobachtet wird, oder auch das Wissen um etwas, das kein Objekt braucht?
Man kann auf Grundlage empirischen Wissens Rezepte erfinden, ohne dass man sie selbst erst ausprobieren muss.
Was in der Praxis zwar wenig Sinn macht, aber durchaus möglich ist. Man kann damit neue oder ganz spezielle Werkzeuge, Maschinen, Gebäude, Nachrichtensender und Empfänger, Wirkstoffe, Medikamente.. Kosmetika, und vieles andere planen und.... überhaupt die ganze Welt, die einstmals eine ziemlich unwegsame Wildnis gewesen in eine für uns Menschen viel bequemere Wirklichkeit verwandeln.


(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Also ein Nichtobjekt ist, wie z.B. das Gefühl "Schmerz oder Freude".
Kann man natürlich auch empirisch erforschen. Das Problem dabei ist aber, dass es bis jetzt kein "Meter" oder "Kilogramm" als Eichmaß für Freude oder Schmerz gibt.

(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Zählt das Wissen aus der Erfahrungswelt der Gefühle nicht zum empirischem?
Die Lebensbiografie eines Menschen ist ziemlich einzigartig und folglich sind dann leider nur mehr statistische Durchschnittsaussagen dazu möglich. Aber man weis, dass bestimmte chemische oder natürliche Wirkstoffe entscheidend darauf Einfluss nehmen können und im Fall sogar komplett lahm legen, weswegen man sich auch nach neusten Erkenntnissen empirsch sicher ist, dass Geist und Körper nicht zwei von einander völlig unabhängige Dinge sind.


(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Kann man sagen dass empirisches Wissen, empirische Erfahrung auslöst? Alkoholiker und Drogenkonsumenten verlassen sich darauf..
...

Empirische Erkenntnise kommen dann auch aus empirischen Erkenntnissen.
Gelegentlich kann das immer wieder mal passieren.
Einstein (hätte) sehr wahrscheinlich nur eine Flöte erfunden, wenn er nicht schon auf empirische Grundlagen zugreifen hätte können, die im Laufe der gesamten Menschheitsgeschichte nach und nach angereift wurden.


(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Ein Wissen um Gefühlsauslöser kann ja auch eine Kausalität (Ursache-Wirkung Kettenreaktion) auslösen, also ohne ein Objektk.
Oder gibt es auch ein psychisch empirisch?
Für Gefühle gibt es keine Maßeinheit, Adamea. Und natürlich kann man sich selbst in Euphorie oder in totale Trübsinnigkeit versetzen. Die Mechanismen dahinter sind empirisch bestens bekannt.

(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Ist das Mitgefühl etwas empirisches?
Nein..https://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelneuron
Nennt sich Mitgefühl haben auch empirisch nachvollziehbar?


(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Nennt sich etwas auch dann empirisch, wenn ein anderer z.B. Schmerz oder Freude nachvollziehen kann.
Nein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelneuron

(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Ist dieses Nachvollziehen können auch WISSEN?
Nicht wirklich. Es gibt (nicht wenige) Menschen, die gerne um die Aufmerksamkeit anderer lechtzen. Man braucht oft lange bis man drauf kommt, dass sie eigentlich nur persönlichkeitsgestörte "Simulanten" sind. https://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelneuron. So wie man sich selbst was vor machen kann, kann man auch andere an der Nase herum führen.

(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Wird das in einer empirischen Untersuchung ebenfalls gemeint?
Die Psychologie ist auch eine empirische Wissenschaft.
Nicht immer zu Freude ihrer Patienten und Versuchsobjekte. Und für Menschen, die unschöne Wahrheiten nicht ertragen können, manchnal sogar eine grausame Pein.


(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Ist gleiches Wissen um eine Gefühlssache empirisches Wissen?
Zufall entzieht sich jeder Empirik. Sonst wäre es kein Zufall. In der Natur kommt der reine Zufall zum Glück nicht häufiger vor als Wunder. Deswegen gilt auch hier mehr der statistische Mittelwert.


Quoting repariert; ein "hätte" eingefügt./Ekkard
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#6
(24-03-2017, 14:18)Gundi schrieb: Empirisches Wissen bezeichnet solches Wissen, das aus der Erfahrung (zb. Experimente, Beobachtungen, Messungen etc.) gewonnen wird (Urteile a posteriori).
Okay, danke. Ich will versuchen in kurzen Worten zusammenzufassen, wie ich das sehe und verstehe.
Erfahrungsmöglichkeiten sind gegeben, doch nicht alle werden erfahren weil nicht alle Erfahrungen gemacht werden können oder gemacht werden wollen. Die Welt bietet viele Dinge die erfahren werden können. Erfahrung ist das was aus dieser Welt zu ziehen und zu erfahren möglich ist, nicht alles ist für jeden in seinem Umfeld in greifbarer Nähe, so bleiben einige Erfahrung nur theoretisch möglich.
Das was niemand erfahren kann, also nicht zu erfahren ist, ist es das andere Geschlecht zu sein. Ein Mann ist ein Mann. Eine Frau ist eine Frau. Der Mann hat nie die Möglichkeit zu erfahren wie es ist schwanger zu sein und ein Kind im eigenem Leib zu spühren. Mann und Frau haben gemeinsam Sex, doch die Empfindungen des anderen sind nicht erfahrbar.
Wir als Menschen haben also 2 verschiede Erfahrungskörper.
In manchen Bereichen können wir also nur in Ähnlichkeit denken oder unsere Vorstellungen machen.
(24-03-2017, 14:18)Gundi schrieb:
(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Zählt das Wissen aus der Erfahrungswelt der Gefühle nicht zum empirischem?
Doch zählt es. Dass Feuer heiß ist und Schmerzen verursachen kann ist empirisches Wissen (der Menschheit, nicht zwangsläufig jedes Einzelnen).
Das bedeutet dass das nur dann so ist wenn wir aus einer Erfahrung die Schmerzauslöser kennengelernt haben und diese so als "negativ, schlimm, böse" für uns bestimmen konnten. Empirisches Wissen kommt aus der Erfahrung mit den Dingen in der Welt.
Der Mensch ist ein denkendes "Ding" in der Welt der Erfahrung, und kann durch sein Denken Ereignisse auslösen durch sein Handeln und Verhalten. Das Verhalten ist ein "Objekt" der Erfahrungswelt im Zusammensein mit anderen Menschen.

Zählt das Verhalten eines Menschen als empirisch?

Das Wort "empirisch" meint also Erfahrung, 2 Bergiffe die das gleiche meinen? Ist das Verhalten eines Menschen, das ja einer Erfahrung (also Empirischem) vorausgegangen ist dann nicht ein tieferer Grad des Empirischen, und somit eigendlich etwas empirisch Empirisches?
Da ein Verhaltensmuster aus dem denkendem Ding Mensch kommt das etwas Erfahren hat und durch die vorausgegangene Erfahrung weitere Erfahrung auslöst.

Das war der Gedanke zu meiner Frage:
Kann man sagen dass empirisches Wissen, empirische Erfahrung auslöst? Ist ewtas dann empirisch Empirisch? Empirische Erkenntnise kommen dann auch aus empirischen Erkenntnissen.
Du konntest meinen Gedanken nicht folgen, weil ich zu viel von meinem Text gelöscht habe. Sorry.
(24-03-2017, 14:18)Gundi schrieb: Da Empirie aber auf Erfahrung gründet sind Zusammensetzungen wie "empirische Erfahrung" imho sinnlos.
Ja vielleicht, ich denke diese Bezeichnung ist dann wohl eher ein Grad der "erfahrungszeitlichen Aufgliederung" oä., und ggf unsinn, ich weiß noch nicht so recht.
(24-03-2017, 14:18)Gundi schrieb: Die Philosophin Agnes Heller meinte diesbezüglich mal, dass nicht alle Menschen das gleiche Mitgefühl in bestimmten Situationen empfinden würden, es "nichts allgemein Menschliches a priori" geben würde.
Ich bin der Meinung dass sehr viel Mitgefühl aus dem Wissen kommt. Gerade weil wir wissen was Schmerz ist, können wir zumindest eine Wahrscheinlichkeit bestimmen.
Mitgefühl ist m.E. durch Mitdenken sehr gut bestimmbar. Sonst würde das moralische Maxim von Kant keinen Sinn machen.
Wir wissen alle was Hunger ist, wir wissen nur nicht was es bedeutet Hunger leiden zu müssen. Also ist es uns ohne Erfahrung, jedoch logisch, zu erkennen mögich. Eine nichtempirische Erkenntnis ist demnach doch durch Logik auch gegeben. Also gibt es emirische Beweise und logische Beweise.
Gefühle wie Hunger kommen aus einem Grundbedürfnis.
So wie wir die Naturkräfte kennen, sind auch die Grundbedürfnisse des Menschen zu kennen, genaues hinsehen ist also ein Faktor des Logischem Prinzips.
Die Erfahrungswelt macht alles am eigenem Leib erkennbar, die Logik kommt mit der Zeit und den Entdeckungen die nur durch Beobachtung erfolgen.
Die Beobachtung der Welt allen Dingen und ihr das Verhalten, von Ding, Tier und Mensch.

(24-03-2017, 14:18)Gundi schrieb: Die Frage ist halt: Ist Mitgefühl in uns von Geburt an drin und wir können es sofort auf andere Menschen übertragen? Oder müssen wir selbst erst einmal Schmerz und Leid erfahren um überhaupt zu wissen, wie sich dies anfühlt und um dann auch Mitgefühl anderen Menschen entgegen bringen zu können?
Ich tendiere eher zum zweiten.
Mit den am eigenem Leib spührbaren Bedürfnissen wie z.B. Hunger, kommen die ersten Gefühle. Ein Baby ist unfähig seine Nahrung selber zu besorgen, aber sowie es an der Brust liegt fängt es an zu nuckeln. Ohne Hilfe von außen würde es Verhungern.
Das was uns allen prägend in die Wiege gelegt ist, ist die Hilflosigkeit. Diese Prägung wird immer vorhanden sein, weil sie logisch ist.
Selbst wenn die Mutter sofort kommt, ist es so dass da einer kommen muß. Babys die lange alleine gelassen werden, werden mit Einsamkeit geprägt.
Das Mitgefühl wird m.E. erlernt, doch das "Mit" geht nicht ohne "Ich".
Das Mitgefühl selbst ist ein Mit-Gefühl, jemand muß ein Gefühl kennen um es mitbestimmen zu können.
Jemand muß Mit-dem Gefühl denken können, was, welches Gefühl auslösen kann oder wird.
Jemand der Mit-fühlend ist, kennt sowohl das Gefühl als auch den Auslöser. (Ursache)
Der Hunger im Prinzip der Impulsgeber des Hungergefühls und die Ursache ist fehlende Nahrung.

Auslösendes Prinzip=Hunger. Dazugehörender Hungergefühlsimpuls. Ursache=Nahrungsmangel, langzeitlich oder nur kurzzeitlich. 3

Nicht das Mitgefühl ist seit der Geburt da, sondern die Bedürftigkeit, die Hilflosigkeit.
Der Mensch lernt erst aus seiner eigenen Bedürftigkeit und Hilflosogkeit Mitgefühl zu entwickeln.

Das bedeutet Menschen denen es immer gut ging, ist weniger Mitgefühl durch den eigenem Leib emiprisch zu erfahren und für sich reproduzierbar, als Menschen die WISSEN was es wirklich bedeutet.

Diese Menschen können aber über die Vernunft und die Verstandeskraft des Denkens, Mitgefühl auf einer logischen Art und Weise durch beobachtung und Ursachenerkennnisse erkennen.

Übrigens, gestern habe ich im Radio gehört, dass es Pränatales Marketing gibt. Irre!
Das ist Manipulation per Werbung abgezielt auf ein Ungeborenes Kind im Mutterleib.

Der Text ist leider länger geworden als ich wollte, doch ich kann ihn nicht kürzen.

LG
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#7
@Geobacter, deinen "Baumaterialerfindungserklärungen" sitimme ich logisch auch zu.
(24-03-2017, 20:10)Geobacter schrieb:
(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Also ein Nichtobjekt ist, wie z.B. das Gefühl "Schmerz oder Freude".
Kann man natürlich auch empirisch erforschen. Das Problem dabei ist aber, dass es bis jetzt kein "Meter" oder "Kilogramm" als Eichmaß für Freude oder Schmerz gibt.

Ja, es gibt nur ein ungefähres Wissen über die Auslöser.
(24-03-2017, 20:10)Geobacter schrieb: ...weswegen man sich auch nach neusten Erkenntnissen empirsch sicher ist, dass Geist und Körper nicht zwei von einander völlig unabhängige Dinge sind.
Das ist sicher, ja! Sie können aber seperat betrachtet werden, was der emirischen Erkenntnis dienlich ist.

Hier wurde in meinem Text fremder Text untergejubelt! :...
(24-03-2017, 20:10)Geobacter schrieb:
(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Kann man sagen dass empirisches Wissen, empirische Erfahrung auslöst? (((Alkoholiker und Drogenkonsumenten verlassen sich darauf..)))
...
Empirische Erkenntnise kommen dann auch aus empirischen Erkenntnissen.
Gelegentlich kann das immer wieder mal passieren. Einstein (hätte) ....
!!!!!!Der Textinhalt mit den Alkoholikern ist nicht von mir! Das will ich hier nur richtigstellen!

(24-03-2017, 20:10)Geobacter schrieb:
(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Ist das Mitgefühl etwas empirisches?
Nein....Nennt sich Mitgefühl haben auch empirisch nachvollziehbar?

? Weiß ich nicht! ??? Wenn die Nachvollziehbarkeit auch in der ähnlichen Erfahrung selbst gültig ist, dann tut sie es, denke ich.
Das Mitgefühl kommt m.E. sowieso nur aus dem Wissen um die gleichen Gefühle die jedoch andere Auslöser haben. Also durch Ähnlichkeit. Da niemand im Körper des anderen steckt, ist das direkte Mitfühlen gänzlich unmöglich. Mitgefühl haben zu können bedingt nur das Vergleichbare. Entweder durch eigenes ähnliches Erfahrungswissen oder durch eine logischwissendliche Nachvollziehbarkeit wenn darüber nachgedacht wurde.

(24-03-2017, 20:10)Geobacter schrieb:
(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Ist dieses Nachvollziehen können auch WISSEN?
Nicht wirklich. Es gibt (nicht wenige) Menschen, die gerne um die Aufmerksamkeit anderer lechtzen. ...

Nur mit Aufmerksamkeit kann das moralische Maxim von Kant funktionieren.
Ich finde, dass Einsicht durch Überlegung logisch wird, und so auch Mitgefühl ermöglicht. Zumindest ein Mitgefühl das aus rein praktischer Vernunft kommt.

(24-03-2017, 20:10)Geobacter schrieb:
(24-03-2017, 13:25)Adamea schrieb: Ist gleiches Wissen um eine Gefühlssache empirisches Wissen?
Zufall entzieht sich jeder Empirik. Sonst wäre es kein Zufall. In der Natur kommt der reine Zufall zum Glück nicht häufiger vor als Wunder.

Was hat das jetzt mit Zufall zu tun???

Mir begegnet der Zufall häufiger, vielleicht ist der Zufall eine Frage von Aufmerksamkeit und Interesse.
Der persönliche Zufall ist m.E. etwas, das sich nach dem eigenem Interesse richtet, und nur durch Aufmerksamkeit zum richtigem Zeitpunkt und Ort, entdeckt werden kann. Kann, muß aber eben nicht. Dadurch gehen einige Zufälle verloren.

So weit ich weiß kommt der Zufall in der Natur heufig genug vor um ihm mehr Aufmerksamkeit geben zu müssen!
Buchempfehlung: "Der Zufall, das Universum und Du. Die Wissenschaft vom Glück." von Florian Aigner.

LG
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#8
(25-03-2017, 09:17)Adamea schrieb: Erfahrungsmöglichkeiten sind gegeben, doch nicht alle werden erfahren weil nicht alle Erfahrungen gemacht werden können oder gemacht werden wollen. Die Welt bietet viele Dinge die erfahren werden können.   Erfahrung ist das was aus dieser Welt zu ziehen und zu erfahren möglich ist, nicht alles ist für jeden in seinem Umfeld in greifbarer Nähe, so bleiben einige Erfahrung nur theoretisch möglich.

Man darf das nicht zu eng sehen. Erfahrungen müssen nicht von jedem Individuum selbst gemacht werden um daraus empirisches Wissen abzuleiten.

(25-03-2017, 09:17)Adamea schrieb: Das was niemand erfahren kann, also nicht zu erfahren ist, ist es das andere Geschlecht zu sein. Ein Mann ist ein Mann. Eine Frau ist eine Frau. Der Mann hat nie die Möglichkeit zu erfahren wie es ist schwanger zu sein und ein Kind im eigenem Leib zu spühren. Mann und Frau haben gemeinsam Sex, doch die Empfindungen des anderen sind nicht erfahrbar.

Die Empfindungen des Anderen sind nicht erfahrbar, in der Tat. Dennoch lassen sich Empfindungen bis zu einem gewissen Grade auch empirisch behandeln zb. durch visuelle oder neuronale Untersuchungen. Das konkrete Empfinden des Anderen an und für sich, können wir jedoch nicht erfahren.
Genauso verhält es sich beispielsweise mit Farben. Wir können physikalisch eindeutig definieren, was zb. "Rot" ist (ein bestimmter Wellenlängenbereich). Ob wir alle aber den roten Farbton identisch wahrnehmen können wir nicht sagen.


(25-03-2017, 09:17)Adamea schrieb: Das Wort "empirisch" meint also Erfahrung, 2 Bergiffe die das gleiche meinen?

Nein, Empirie ist die Erkenntnis aus der Erfahrung. Wenn du auf eine heiße Herdplatte fasst, machst du die Erfahrung dass es weh tut. Stellst du nun den Zusammenhang her zwischen Schmerz und heißer Herdplatte ist das ein Erkenntnisgewinn (Empirie), die du über diese Erfahrung gewonnen hast. Würdest du den Zusammenhang nicht herstellen, würdest du immer wieder neu auf die heiße Herdplatte fassen, ohne jeden Lerneffekt.  

(25-03-2017, 09:17)Adamea schrieb: Ist das Verhalten eines Menschen, das ja einer Erfahrung (also Empirischem) vorausgegangen ist dann nicht ein tieferer Grad des Empirischen, und somit eigendlich etwas empirisch Empirisches?
Da ein Verhaltensmuster aus dem denkendem Ding Mensch kommt das etwas Erfahren hat und durch die vorausgegangene Erfahrung weitere Erfahrung auslöst.

Hier kann ich dir leider nicht ganz folgen. Vieleicht kannst du das etwas weniger konfus (sorry, nicht böse gemeint) erklären?

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#9
Zur Empirie ist noch anzumerken, dass sich die Erfahrung nicht auf das Subjekt (meine Erfahrung) und nicht auf das subjektive Empfinden (mein persönliches Urteil des Erfahrenen) bezieht. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch ist eine objektive, mindestens aber eine von vielen Menschen gemeinsam gemachte Erfahrung - insbesondere Messung - gemeint.

Um bei der heißen Herdplatte zu bleiben:
Die empirische Aussage lautet: "Der Mensch verbrennt sich schmerzhaft die Finger" - gemeint ist die überwiegende Mehrzahl  aller Beobachtungen dieser Art (volkstümlich: fast alle). Es gibt eine bedauernswerte Minderheit, die sich Gliedmaßen beschädigen, ohne den Schmerz.

Zu Adameas letztem Satz (zitiert im Beitrag von Gundi): Es ist in der Tat, gute wissenschaftliche Gepflogenheit, die empirisch gewonnenen Erkenntnisse weiteren Experimenten zugrunde zu legen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#10
(25-03-2017, 20:33)Ekkard schrieb: Zur Empirie ist noch anzumerken, dass sich die Erfahrung nicht auf das Subjekt (meine Erfahrung) und nicht auf das subjektive Empfinden (mein persönliches Urteil des Erfahrenen) bezieht. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch ist eine objektive, mindestens aber eine von vielen Menschen gemeinsam gemachte Erfahrung - insbesondere Messung - gemeint.

Jein. Der Empiriebegriff wird heute in der Tat hauptsächlich in dieser Weise verstanden und gebraucht. Erkenntnistheoretisch fasst er jedoch die alltägliche Erfahrung des Einzelnen ebenfalls mit auf. Der Empirismus führt gar jedwede Erkenntnis (auch des Einzelnen im Beispiel mit der Herdplatte) auf Erfahrung zurück, sowohl subjektive als auch objektive.

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#11
(25-03-2017, 13:08)Gundi schrieb: Man darf das nicht zu eng sehen.
Erfahrungen müssen nicht von jedem Individuum selbst gemacht werden um daraus empirisches Wissen abzuleiten.

Das sagte ich doch auch! Wo sehe ich was zu eng?
1. empirisches Wissen. Das was direkt heute neu und selbergemacht wird ohne empirisches Vorwissen.
2. empirisches Wissen. Das Wissen durch Wissen. Das Wissen das ein Grundlagenwissen zum neuen Wissen voraussetzt, also erweitertes Wissen des Wissens.

Aus dem was andere bereits erkannt haben kann weiteres erkannt werden, man muß also nicht alles von vorne kennenlernen und kann sich auf nächste Erkenntnisse konzentrieren.
Wir sammeln Erfahrungen und machen damit weitere Erfahrungen, eine "Erfahrungsursachenkettenreaktion".
Erkenntnis baut sich sozusagen auf.

(25-03-2017, 13:08)Gundi schrieb: Die Empfindungen des Anderen sind nicht erfahrbar, in der Tat. Dennoch lassen sich Empfindungen bis zu einem gewissen Grade auch empirisch behandeln zb. durch visuelle oder neuronale Untersuchungen. Das konkrete Empfinden des Anderen an und für sich, können wir jedoch nicht erfahren.
Genauso verhält es sich beispielsweise mit Farben. Wir können physikalisch eindeutig definieren, was zb. "Rot" ist (ein bestimmter Wellenlängenbereich). Ob wir alle aber den roten Farbton identisch wahrnehmen können wir nicht sagen.
Ja.
Der Grad der Intensivität von z.B. "Rot" ist verschieden doch Rot bleibt Rot, weil wir diese empirisch erkannte Wellenlänge den Begriff "Rot" gegeben haben.
Die individuell verschiedenen Grade dieser empirischen Erkenntnis die AUS der empirischen Erkenntnis kommen sind m.E. individuell empirisch empirisch.

(25-03-2017, 09:17)Adamea schrieb: Nein, Empirie ist die Erkenntnis aus der Erfahrung.
Wenn du auf eine heiße Herdplatte fasst, machst du die Erfahrung dass es weh tut. Stellst du nun den Zusammenhang her zwischen Schmerz und heißer Herdplatte ist das ein Erkenntnisgewinn (Empirie), die du über diese Erfahrung gewonnen hast. Würdest du den Zusammenhang nicht herstellen, würdest du immer wieder neu auf die heiße Herdplatte fassen, ohne jeden Lerneffekt.  

Ja und diese empirische Erkenntnis muß ich nicht wiederholt machen wenn ich auf demjenigen höre der mich davor warnt. Kann ich allerdings wiederholt machen, replizieren, ob das Sinn macht oder nicht ist eine andere Frage.
Wird etwas anständig und bestens erklärt, kann etwas sehr einleuchten sein, so dass man keine eigenen empirischen Erkenntnisse machen sucht, will oder muß.
Wird eine empirische Erkenntnis aber nicht richtig erklärt, so kann der Mensch neugirig werden und es selber herausfinden wollen. Dann wird jemand eine bereits gemachte Erkenntnis halt nochmal individuell von von vorne machen. Eine Erkenntnis wird durch einen anderen Körper/Menschen, auf der Welt zu einer anderen Zeit, nochmal gemacht.

Der selberausprobierte Herdplattentest und sein Ergebnis "Verbrennen", ist das gleiche und ändert sich nicht wenn es selber gemacht wird, doch das Wissen ist dem der den Test ausführt im wahrsten sinne des Wortes, eingebrannt und deutlich haltbarer.
Eine Prägung, ein Einbrennen, das gespeicherte Wissen..., die Erinnerung hält besser.
Eusa_think es könnte höchsten ein Unterschied in der Zeit liegen. nicht nur durch eine erneute und spätere Prüfung, sondern weil die Herdplatten heute schneller und heißer sind. So kann man sich auch schneller verbrennen.
Das Ergebnis des Herdplattentestes "du verbrennst dich", zeigt sich mit den modernen Geräten schneller, bei gleichbleibender Reaktions/Reflexionsgeschwindigkeit des Menschen.
Das Zurückziehen der Hand bleibt gleich, aber das Feuer brennt heißer, der Schaden kommt schneller.

Ich kenne mich aber nicht mit den Induktionsherden aus, die sind mir zu strahlungsintensiv, und würde ich mir niemals kaufen.
Ich habe gehört dass Schwangere einen halben Meter abstand zum Herd einhalten sollten. Schlimm, furchbar!
Wie sieht die Frau da noch in die Töpfe?
Ein verbrecherischer Irrsinn! Ich hoffe dass es immer auch andere Herde geben wird, aber im Zeitalter der Technik wird der Mensch regelrecht dort hintrainiert wo es die Industrie gerne haben will.
Das Verhalten der Menschen die Kaufen und Verkaufen.
Das Verhalten der Menscheheit prägt die weiteren empirischen Erkenntnisse!

(25-03-2017, 13:08)Gundi schrieb:
(25-03-2017, 09:17)Adamea schrieb: Ist das Verhalten eines Menschen, das ja einer Erfahrung (also Empirischem) vorausgegangen ist dann nicht ein tieferer Grad des Empirischen, und somit eigendlich etwas empirisch Empirisches?
Da ein Verhaltensmuster aus dem denkendem Ding Mensch kommt das etwas Erfahren hat und durch die vorausgegangene Erfahrung weitere Erfahrung auslöst.
Hier kann ich dir leider nicht ganz folgen. Vieleicht kannst du das etwas weniger konfus (sorry, nicht böse gemeint) erklären?
Erfahrung+Ergebnis "gut/böse. Verhalten+Wille "gut/böse. Entscheidungen+Wissen "gut/böse.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#12
(26-03-2017, 11:40)Gundi schrieb:
(25-03-2017, 20:33)Ekkard schrieb: Zur Empirie ist noch anzumerken, dass sich die Erfahrung nicht auf das Subjekt (meine Erfahrung) und nicht auf das subjektive Empfinden (mein persönliches Urteil des Erfahrenen) bezieht. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch ist eine objektive, mindestens aber eine von vielen Menschen gemeinsam gemachte Erfahrung - insbesondere Messung - gemeint.
Jein. Der Empiriebegriff wird heute in der Tat hauptsächlich in dieser Weise verstanden und gebraucht. Erkenntnistheoretisch fasst er jedoch die alltägliche Erfahrung des Einzelnen ebenfalls mit auf. Der Empirismus führt gar jedwede Erkenntnis (auch des Einzelnen im Beispiel mit der Herdplatte) auf Erfahrung zurück, sowohl subjektive als auch objektive.

Euer Text beweist jedenfalls, dass es mehrer Denkversionen über den Begriff "empirisch" gibt. Das wiederum beweist m.E. dass es verschiedene "Grade" des Empirischen geben muß.
Zumindest ist das meine logische Schlußfolgerung die ich aus dieser Diskusion zeihen kann.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#13
(26-03-2017, 11:57)Adamea schrieb: Der Grad der Intensivität von z.B. "Rot" ist verschieden doch Rot bleibt Rot, weil wir diese empirisch erkannte Wellenlänge den Begriff "Rot" gegeben haben.
Die individuell verschiedenen Grade dieser empirischen Erkenntnis die AUS der empirischen Erkenntnis kommen sind m.E. individuell empirisch empirisch.

Ich verstehe leider immer nicht, was du mit diesen Doppelnennungen sagen willst. "Empirisch empirisch" macht für mich keinen Sinn.
Wie auch immer, in meinem Beispiel mit der Farbe "Rot" ging es mir weniger um Grade der Intensivität, sondern vielmehr um die Tatsache, dass gewisse Dinge nur individuell erfahrbar sind und diese Erfahrung auch nicht derlei mitgeteilt werden kann, dass jemand genau die gleiche Erkenntnis erlangt.
Rot ist physikalisch über die Wellenlänge bestimmt. Ob du jedoch den Farbton genauso siehst/wahrnimmst/erkennst wie ich können wir nicht sagen. Und du könntest mir auch nicht erklären, wie du die Farbe siehst. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit und zeigt, dass große Teile des Erfahrbaren nicht objektiv dargestellt werden können, sondern subjektiv gebunden sind. Auch die Liebe ist hierfür ein Beispiel. Man muss sie selbst erfahren. Jemand, der nie liebt, wird auch nie wissen, wie sich das anfühlt.

(26-03-2017, 11:57)Adamea schrieb: Ja und diese empirische Erkenntnis muß ich nicht wiederholt machen wenn ich auf demjenigen höre der mich davor warnt. Kann ich allerdings wiederholt machen, replizieren, ob das Sinn macht oder nicht ist eine andere Frage.
Wird etwas anständig und bestens erklärt, kann etwas sehr einleuchten sein, so dass man keine eigenen empirischen Erkenntnisse machen sucht, will oder muß.

Richtig. Es gäbe keinerlei Fortschritt, wenn jeder Wissenschaftler, Ingenieur, Philosoph... immer wieder bei null anfangen müsste.

(26-03-2017, 11:57)Adamea schrieb: Erfahrung+Ergebnis "gut/böse. Verhalten+Wille "gut/böse. Entscheidungen+Wissen "gut/böse.

Sorry, aber du verlangst deinen Mitdiskutanten manchmal einiges ab.  Icon_cheesygrin
Und die nicht geschlossenen Anführungszeichen machen es nicht gerade leichter. Nicht böse gemeint, aber: Was soll das?
Ich jedenfalls blicke da nicht durch.

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#14
(26-03-2017, 12:04)Adamea schrieb: Das wiederum beweist m.E. dass es verschiedene "Grade" des Empirischen geben muß.

Im Sinne von "subjektiv" und "objektiv", ja. Wobei die objektive Empirie immer ein besseres Bild über die Welt liefert. Subjektivität ist wesentlich anfälliger für unlegitime Verallgemeinerungen.

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#15
(26-03-2017, 12:49)Gundi schrieb: Ich verstehe leider immer nicht, was du mit diesen Doppelnennungen sagen willst. "Empirisch empirisch" macht für mich keinen Sinn.
Eine Gradabstufung oder ein Ebenbereich der selben Sache.
Ich hoffe ich kann das irgendwann erklären. Vielleicht kannst du aber auch bald selber erkennen was ich meine.
(26-03-2017, 12:49)Gundi schrieb: Wie auch immer, in meinem Beispiel mit der Farbe "Rot" ging es mir weniger um Grade der Intensivität, sondern vielmehr um die Tatsache, dass gewisse Dinge nur individuell erfahrbar sind und diese Erfahrung auch nicht derlei mitgeteilt werden kann, dass jemand genau die gleiche Erkenntnis erlangt.
Rot ist physikalisch über die Wellenlänge bestimmt. Ob du jedoch den Farbton genauso siehst/wahrnimmst/erkennst wie ich können wir nicht sagen. Und du könntest mir auch nicht erklären, wie du die Farbe siehst. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit und zeigt, dass große Teile des Erfahrbaren nicht objektiv dargestellt werden können, sondern subjektiv gebunden sind. Auch die Liebe ist hierfür ein Beispiel. Man muss sie selbst erfahren. Jemand, der nie liebt, wird auch nie wissen, wie sich das anfühlt.

Das hatte ich sinngemäß doch auch so geschrieben! Hast du das nicht erkannt und verstanden? (eine Schwangerschaft ist nur von Frauen erfahrbar usw.)
Eine andere Überlegung:
Eine DNA ist objektiv prüfbar. Jedem kann durch eine Berührung die DNA eines Fremden anhaften und so kann er diese fremde DNA z.B. durch eine anschließende lange Reise von A nach B zu einem anderen Ort tragen, transportieren. Dort in weiter Ferne berührt er wieder etwas, und diese fremde DNA gelangt dort hin, wo der ursprüngliche, eigendliche, wahre Träger und Besitzer der DNA niemals war.
Angenommen diese transportiere DNA ist die DNA eines Verbrechers.
(Zwischenerklärung: Tatsächlicher DNA-Träger/Besitzercode und Träger der anhaftenden DNA sind 2 verschiedene Träger, der eine trägt sie Innen der andere Außen)
Also wenn nun an dem Reise-Ort ein Verbrechen geschieht, und diese transportierte fremde Verbrecher-DNA die von dem Reisenden DNA-Tranportierträger zu diesem Ort hingebrach wurde, nun von der Polizei gefunden wird, so wird man mit hoher Wahrscheinlichkein annehmen dass der DNA-Besitzer dort war. Man wird ihn verdächtigen, obwohl seine DNA ja nur zufällig dorthin trasportiert wurde
Man würde der Lüge/Täuschung wahrscheinlich mehr glauben schenken, als dieser kleinen seltenen Wahrheit.
In der Erfahrungswelt (empirische) würde eine größere Aufmerksamkeit der Lüge gegeben werden.
Empirisch bedeutet Erkenntnis aus Erfahrung.
Erfahrung kommt mit und durch Objekten(Materie/Körper) und da wir auch denkende Wesen sind, auch mit Geist und Seele.
Empirisch bedeutet dass ein Gegenstand zur Erkenntnis vorausgesetzt ist, das diese Erfahrung ermöglicht. Wenn nur der Gegenstand zählt ist das m.E. kein ganzer Erkenntnisgewinn möglich.

Ist diese DNA Erkennung die objektive Empirie und die Tatsache das die DNA nur durch einem Subjekt transportiert wurde die subjektive Empirie?
(26-03-2017, 12:49)Gundi schrieb:
(26-03-2017, 11:57)Adamea schrieb: Erfahrung+Ergebnis "gut/böse. Verhalten+Wille "gut/böse. Entscheidungen+Wissen "gut/böse.
Sorry, aber du verlangst deinen Mitdiskutanten manchmal einiges ab.  Icon_cheesygrin
Und die nicht geschlossenen Anführungszeichen machen es nicht gerade leichter. Nicht böse gemeint, aber: Was soll das?
Ich jedenfalls blicke da nicht durch.
Das tut mir auch sehr leid. Das liegt an meinen gramatik Fehlern und an meinen individuellen Formulierungen die für mich persönlich richtig sind. Daher kann ich mögliche Fehler nicht erkennen.
Die Anführungszeichen verwende ich nicht gerne, weil ich nie weiß ob ich sie richtig verwende. Das passiert weil ich die Dinger vergesse fertigzustellen und sie nicht für notwendig halten kann. Da sie aber oft in Büchern und User-Texten verwendet werden, schätze ich ihre Verwendung ab!
Ich habe leider auch gelernt dass ich lieber zu viele als zu wenig verwenden muß, da mir fehlende Anführungszeichen auch schon zur Kritik gelegt wurde.
Es tut mir wirklich sehr leid!
Sollte ein Mensch wie ich, sich aus der Forumswelt aus diesem Grund zurückziehen?
Wenn die Welt nicht nur an Rassismus leidet, sondern auch an Gramatikperfektionnissmus, dann werden sich die Menschen immer weiter auseinander spalten wie eine Schere.
Eine lehrreiche Information ist m.E. also besser wie die Frage was das soll! Das ist nicht böse gemeint.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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