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Atheismus - Religion
#31
(02-05-2017, 12:09)Sinai schrieb:
(02-05-2017, 11:16)Ulan schrieb: Viele Leute haben es sich halt in ihren Vorurteilen bequem gemacht

Gott sei Dank haben nicht alle Leute Vorurteile.

Interessant, was Du aus meiner Aussage machst. Uebrigens glaube ich diese Deine Aussage nicht. Vorurteile hat jeder. Das ist in gewissem Sinne ueberlebenswichtig. Es ist immer nur die Frage, was man daraus macht.
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#32
(02-05-2017, 11:16)Ulan schrieb: Sicher. Viele Leute haben es sich halt in ihren Vorurteilen bequem gemacht und bringen diese in jede Diskussion, egal ob es nun passt oder nicht. Ich habe aber durchaus in diesem Thread schon darauf hingewiesen, dass es auch Religionen gibt, die weder einen Schoepfer noch einen Schoepfungmythos haben, weil die Welt fuer sie ewig ist oder in ewigen Zirkeln des Entstehens und Untergehens begriffen, oder das es auch atheistische Religionen gibt, vor allem in Asien. Der Glaube an einen Schoepfergott ist also keineswegs ein menschlicher "Normalzustand", wie manche Christen das nicht muede werden zu behaupten, obwohl es fuer sie einfach waere, ihren Irrtum zu erkennen.

Aber Leute reden halt auch darueber, was sie kennen. Ich weiss nicht mal, ob hier jemand die Völuspa kennt, oder zumindest ihren Inhalt. Ansonsten gibt es hier aber schon einige Leute, die an die woertliche Richtigkeit der Bibel glauben. Wir halten unser Zeitalter fuer "aufgeklaert", aber Menschen sind immer noch Menschen.

Also ist die relevante Frage ja eigentlich nicht einmal die nach einem Schöpfungsmythos als solchen sondern danach, wie dieser aussieht und wie weit er von der Evolutionstheorie weg ist - aber eben doch wieder im Hinblick darauf, wie daraus folgend die Quasi-Wertigkeit des Menschen zu sehen wäre. Wenn man denn darauf abstellen will.

Wenn es um die Frage geht, ob es Götter gibt, ist die Frage nach dem Schöpfungsmythos ja eigentlich zweitrangig, den die Frage beantwortet sich nicht indem der Schöpfungsmythos sich nicht mit der ET beißt. Stichwort Völuspa. Der Schöpfungsmythos meines Glaubens beginnt quasi mit dem Urknall ;) Aber damit lässt sich schlecht argumentieren, solang niemand sicher weiß, wie stark der christliche Einfluss auf das war, was überhaupt niedergeschrieben wurde.
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#33
(02-05-2017, 10:18)Völuspa schrieb: ...wenn es keinen Garten Eden gab und alles ... von Gott erschaffen wurde, was ist dann die gegenteilige Idee des Glaubens, die der Evolutionstheorie entgegen steht?

Das die Evolution einen weiteren Sinn hat, als bloß ständig ohne Unterlass die Geschöpfe allen Lebendigen zu kreiiren.
Das die Evolution die Idee Gottes ist oder verfolgt.
(02-05-2017, 11:16)Ulan schrieb:
(02-05-2017, 10:18)Völuspa schrieb: Mir kommt es vor, als drehe sich die Diskussionsrunde unnötig eng um eine einzige religiöse Vorstellung als angenommenen Gegensatz zum Atheismus - ist das nicht etwas zu bequem?
Sicher. Viele Leute haben es sich halt in ihren Vorurteile bequem gemacht und bringen diese in jede Diskussion, egal ob es nun passt oder nicht.
Welche Leute meinst du, ich zähle in dem Thread nicht viele Religöse?
Bist du dir sicher dass es sich überhaupt um Vorurteile handelt? Vielleicht sind es einfach nur die einzigen Anhaltspunkte die jemand hat, weil er sich mit anderen Religionen nicht so gut auskennt und weil er/sie nur seinen eigenem Glaubenskonstrukt folgt.
Das hat doch nichts mit bequem machen, im sinne von zu faul sein,  zu tun.
Wieviele Urteile muß man denn haben damit kein Urteil ein Vorurteil ist? Und was ist ein erster Anhaltspunkt anderes als ein Vorurteil, ein Anfang?

(02-05-2017, 11:16)Ulan schrieb: Aber Leute reden halt auch darueber, was sie kennen.
Eben. Und wer einen Glauben hat, kann es sich damit bequem machen, warum noch unbequeme weiter suchen?

(02-05-2017, 11:16)Ulan schrieb: Ich weiss nicht mal, ob hier jemand die Völuspa kennt, oder zumindest ihren Inhalt.
Ich nicht!

(02-05-2017, 11:16)Ulan schrieb: Ansonsten gibt es hier aber schon einige Leute, die an die woertliche Richtigkeit der Bibel glauben.
Mir ist hier noch kein User aufgefallen.
(02-05-2017, 12:32)Ulan schrieb: Vorurteile hat jeder. Das ist in gewissem Sinne ueberlebenswichtig. Es ist immer nur die Frage, was man daraus macht.
Ja!
Wieviel Wahrheit in einem Urteil steckt oder stecken kann, ist bei der Frage nach Gott, ein Fass ohne Boden.
Warum sollte es sich da nicht einer bequem machen und sich einfach seinen Glauben selber bedenken? Das ist besser wie ein willkürliches annehmen eines Glaubens.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#34
(02-05-2017, 14:05)Adamea schrieb: Wieviele Urteile muß man denn haben damit kein Urteil ein Vorurteil ist?

Ich denke Du bist auf dem rechten Weg.
Wenn sich jemand 20 Mal bei den Brennesseln weh getan hat, ist die Aussage "Vorsicht Brennesseln!" kein Vorurteil sondern ein Nachurteil

Als 1914 alle deutschen Familien in Petrograd interniert wurden (Angehörige einer kriegsführenden Macht), so stieß sich weltweit keiner daran. Das war doch ganz normal und es blödelte keiner ob konkret die Familie Meier vielleicht eh lieb ist
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#35
Ihr kommt vom Thema "Atheismus - Religion" ab - bitte zurück zum Thema!

Zur Sache: Natürlich pflanzen Religionslehren Vorurteile in die Köpfe. Es wäre auch sehr unökonomisch stets alle Vorstellungen selbst entwickeln zu müssen. Aber dann muss man auch verlangen, dass Vorurteile infrage gestellt werden dürfen - insbesondere solche, die nachbarliche Menschen betreffen, immer gut erkennbar an: die z. B. Deutschen, Zeugen Jehovas, Atheisten, Gläubigen usw., die angeblich gewisse Eigenschaften haben. Solche Zuschreibungen sind falsch, weil es mindestens ein oder mehrere Ausnahmen gibt - i. a. die überwiegende Mehrzahl der so zusammen gefassten Personen.

Angewendet auf diesen Fall (s. Eingangsbeitrag von ‚Hmm‘) entpuppen sich pauschale Beurteilungen von Atheisten oder Gläubigen ebenfalls als falsch in dem Sinne, dass für jedes Urteil ein oder mehrere Gegenbeispiele gefunden werden können. Der Unterschied besteht im Grunde nur aus den jeweiligen Befindlichkeiten individueller Vertreter. „Kriminell“ wird’s erst, wenn sich Gruppen zusammen tun, um die Macht in einer Gesellschaft zu übernehmen z. B. durch Terror. Das hat dann mit Vorurteilen gar nichts mehr zu tun, sondern mit Kampf. Kampf ist das unter Menschen übliche Vorgehen, wenn der eigene Machtanspruch mit fremden Einflüssen kollidiert. Dabei kann der „eigene Machtanspruch“ auch einfach darin bestehen, es sich in einer eigenen Glaubenswelt bequem zu machen (wie an anderer Stelle diskutiert wurde), was uns blind macht für die existenziellen Probleme anderer.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#36
(03-05-2017, 09:59)Ekkard schrieb: . . . muss man auch verlangen, dass Vorurteile infrage gestellt werden dürfen - insbesondere solche, die nachbarliche Menschen betreffen, immer gut erkennbar an: die z. B. Deutschen, Zeugen Jehovas, Atheisten, Gläubigen usw.

Na jetzt kommen wir der Wahrheit langsam näher . . .

"die Zeugen Jehovas"
Solange jemand die Lehre der Zeugen Jehovas vertritt, muß er sich gefallen lassen, zu den Zeugen Jehovas gerechnet zu werden.
Erst wenn er ein Abtrünniger ist, darf er auf Sonderbehandlung hoffen.
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