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Lebensbaumkreis am Himmel
#31
(09-04-2017, 10:49)Ulan schrieb: Die Sache, dass muendliche Ueberlieferung oft deutlicher und genauer als ein Schriftstueck sein kann, ist mittlerweile weitgehend widerlegt. Muendliche Ueberlieferung, ohne dass der Ueberlieferer etwas aendert, gibt es nicht.

Das aktueller Wissen kommt immer aus der Praxis. Darum kann das Schriftstück selbst niemals das derzeit gültige Wissen sein.

Der Baumkallender konnte ja auch nur durch eine Langzeitbeobachtung entstehen. Das bedeutet er ist AUS der Praxis entstanden.
Die Praxis bedingt das man sich wärend der Praxis mündlich austauscht und nur so kann man an weiter Erkenntnisse kommen.

Mündliche Überlieferungen bilden das Schriftstück! JEDES Wissen kann nur durch mündlichen Austausch erweitert werden.
Das Mündliche IST der Prozess der das Wissen erst erschaft. DANN kann es erst aufgeschrieben werden!

Und es gibt definitiv auch sehr viel Wissen das nur durch die Praxis selbst zum eigendlichen Wissen wird!
DAS ZEIGEN! Das praktische eines Wissens bedingt mündliche Erklärungen und gehören zum ganzen Können eines Wissens.
Die Praxis die einen Lehrer bedarf, der zur Praxis mündlich wärend des Tuns etwas erklärt.

Der Mensch braucht immer "Bilder" (Situationen), ohne kann das Hirn garniocht richtig arbeiten! Und die sind das eigendliche Programmieren JEDES Wissens!!! Die Verfestigung jeden Wissens für DIE Anwendung.

Das Wissen aus Schriften IST immer nur ein halbes Wissen!
Es ist auch sehr logisch dass sich das Wissen verändert! Das Mündliche bietet eine Erweiterung und Erneuerung des Wissens.
Neue Wissens kann nur durch die Praxiserfahrung kommen und bedingt den mündlichen Austausch.

Wer ohne eigene Erfahrung diesen Baum kritisiert, ist ein oberflächlcher Betrachter. Er kann sich nur ein VORURTEIL bilden!
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#32
(13-04-2017, 07:13)Adamea schrieb: Der Baumkallender konnte ja auch nur durch eine Langzeitbeobachtung entstehen. Das bedeutet er ist AUS der Praxis entstanden.

Robert Graves war ein Dichter und Schreiber von Romanen. Er hat den Baumkalender schlicht erfunden (der Baumkalender hat keinerlei Aehnlichkeit mit historischen keltischen Kalendern). Er war auch Klassizist, und seine Inspiration kam aus aelteren Texten, nicht aus der Praxis. Er hat Elemente aus diesen aelteren Texten genommen (hier speziell die alte Legende, die Buchstaben des altirischen Alphabets waeren nach Baeumen benannt - das hat also nichts mit Kalendern zu tun) und hat daraus eine neue Idee erdacht. In dem Buch, in dem er dies gemacht hat, geht es speziell darum, wie man poetisch Mythen erschafft.

Du solltest mal sehen, was Robert Graves aus Jesus gemacht hat.

Erfundene Geschichten bringen andere Leute gerade dadurch dazu, sie zu glauben, weil sie so geschrieben sind, dass sie Lebensaehnlichkeit vortaeuschen. Bei diesem Baumkalender reicht es anscheinend schon, den Leuten vorzumachen, das sei irgendein alter keltischer Brauch. So wird scheinbare Historizitaet um die Geschichte gebunden, die uns gleich etwas empfaenglicher dafuer macht, uns die Idee ueberhaupt erst einmal anzuschauen. Praxis braucht es dafuer nicht (ausser Schreibpraxis); reine Menschenkenntnis reicht da.
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#33
OT von Sinai in den Bereich Feedback verschoben.
MfG B.
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