Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Unsterblichkeit?
#31
(02-05-2017, 16:24)Geobacter schrieb: ...Bewusstseins ist ein Wechselwirkungsphänomen, ...vorübergehende Selbstständigkeit ....Gehirn ein Beziehungsorgan ist, ... die Bewusstseinsillusion ...
Gemeint ist, dass alles eigenständige Bewusstsein das wir meinen selbst zu sein, in Wirklichkeit nur zwischen uns und (Unseren Gehirnen) stattfindet und eine Art Umkehrung der ausßerkörperlichen Wahrnehmungserfahrung ist.
...Und dieses nur schwer vorstellbare "Dazwischen" erzeugt diese Illusion eines losgelösten, völlig eigenständigen, unabhängig von allem, nur in unseren Gehirnen stattfindenden Eigenbewusstseins.

Ja, dann könnte das Bewusstsein eines Verstorbenen auch noch im "Dazwischen" hängen.
Mir gefällt dein Eintrag! Danke!
Dann laufen wir alle in einem Bewusstseinsfeld herum, unsere Werteeinstellung ist eine Resonanzschwingungsfrequenz die die entsprechenden Gedankenimpulse anlockt.

(02-05-2017, 16:24)Geobacter schrieb: "ICH, der ich nicht bin, wer ich zu sein glaube"....Welch lästerliche Kränkung der Götter und ihrer Schöpfer.

Jeder Mensch ist dann auch der andere Mensch, also der Nächste. Liebe deinen Nächsten, hätte einen noch höheren Bedeutungswert.
"Ich bin ihr alle" und "ihr alle seid ich". "Ich bin du und du bist ich"Icon_razz
Nur hat jeder Mensch durch sein anderes Leben auch andere Gedanken, und damit ein anderes wahrgenommenes Ich-Bewusstsein.

Ja cool, dann finden die Wissenschaftler Gott doch noch?
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
Zitieren
#32
@Geobacter: Ich denke auch, dass unsere Gehirne Beziehungsorgane sind. Das steht auch schon irgendwo im Forum z. B. hier. "Bewusstsein" ist demnach tatsächlich "zwischen" uns, allerdings gespeichert in den beteiligten Gehirnen. Bei jeder Begegnung wird daran ein Bisschen weiter gewerkelt.

Nächstenliebe ist folglich nicht ganz zutreffend: Es handelt sich um die Notwendigkeit "Nächste" zu haben, zu bewahren, zu pfegen und zu unterstützen. "Wir" tun dies um unser Selbst willen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Zitieren
#33
Eben. Altruismus existiert, weil er einen evolutionaeren Vorteil bietet.
Zitieren
#34
(02-05-2017, 20:46)demEkkard schrieb: @Geobacter: Ich denke auch, dass unsere Gehirne Beziehungsorgane sind. Das steht auch schon irgendwo im Forum z. B. hier. "Bewusstsein" ist demnach tatsächlich "zwischen" uns, allerdings gespeichert in den beteiligten Gehirnen. Bei jeder Begegnung wird daran ein Bisschen weiter gewerkelt.

Nächstenliebe ist folglich nicht ganz zutreffend: Es handelt sich um die Notwendigkeit "Nächste" zu haben, zu bewahren, zu pfegen und zu unterstützen. "Wir" tun dies um unser Selbst willen.

Nächstenliebe ist (sehr wahrscheinlich) Selbstliebe. Von daher ist der Narzissmus nichts anderes, als Unzufriedenheit mit dem eigenen ICH.
Unser Gehirn erzeugt aus den kleinen elektrischen Reizen unserer Sinnesrezeptoren (s)ein eigenes Wirklichkeitserlebnis. Ich bin sehr geneigt zu glauben. dass unser Gehirn ein biologischer Speicher in der Art eines Holodeckes ist. Sozusagen macht dabei das Auge das Licht, das Ohr die Musik, die Nase den Geruch und die Zunge mit dem Gaumen den Geschmack.
Wenn wir geboren werden, ist die Welt in unserem Gehirn zuerst mal nichts anderes, als ein chaotisches "Kornraster"  von organischen "Speicherzellen", die von den kleinen elektrischen Reizen unserer Sinnesrezeptoren nach und nach "belichtet" werden. Wir lernen von anderen und mit anderen zusammen, diese von kleinen elektrischen Reizen ins Gehirn belichteten Strukturen und Strukturmuster zu ordnen und zu organisieren.. Gedanken bestehen aus Worten und Begriffen.. aus Symbolen und ihren Bedeutungen. So gesehen ist unser Hirn tatsächlich auch ein Quantenphänomen, wenn man Quanten als kleinste Portionen einer Wirklichkeit definiert.

Genau deswegen ist ein einzelner Mensch noch lange kein Bewusstsein. Was andersherum auch erklärt, warum wir den Verstand verlieren, wenn wir über längere Zeiträume voneinander isoliert werden.

Deswegen denke ich, dass sich Liebe und auch Nächstenliebe gar nicht definieren lässt und dass es immer vom Bezugssystem abhängt, wie man sie bewertet.
Wenn Gott uns nach seinem Bilde schuf, dann dürfte er inzw. wohl ziemlich entsetzt über sich selbst sein.
Zitieren
#35
(02-05-2017, 18:02)Adamea schrieb: Ja cool, dann finden die Wissenschaftler Gott doch noch?

Gott ist das was du als Gott definierst/ dir darunter vorstellst und das werden die Wissenschaftler mit Sicherheit nie finden.

Wenn ich an Gott denke, bzw. an das was alles Sein umfasst, dann denke ich an das Leben.

Das Leben ist mein Schöpfer, mein Ernährer, mein Lehrer..
Das Leben ist der Programmierer meiner Seele/meines Wesens. In der Helix meiner Gene sind alle Merkmale meines Wesen festgelegt..
In der Wechselwirkung mit jenen Menschen, mit welchen ich die engsten Beziehungen hier im Dasein führe, präge ich unser gemeinsames Bewusstsein "mit" und in diesem Informationsfluss des gemeinsamen Erfahrungsbewusstseins, wird auch vieles meines persönlichen Wesens und meines Anteiles am gemeinsamen Erfahrungsbewusstseins in unseren Nachkommen geistig überleben.

Das ist für mich Unsterblichkeit, Adamea.
Wenn Gott uns nach seinem Bilde schuf, dann dürfte er inzw. wohl ziemlich entsetzt über sich selbst sein.
Zitieren
#36
Danke! Das hätte ich nicht besser beschreiben können!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste