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'die dunkle Nacht der Seele' aus Sicht eines Sinnsuchers
#1
Gewiß,
vor allem in jungen Jahren kann religiöser Glaube aus eigener Erfahrung helfen Vertrauen zu schenken und falls nötig, in schweren Stunden, manchmal Trost zu spenden. Auch mir ist der Kinderglaube an den Schöpfer einer heilen Welt noch in guter Erinnerung.


Dann, Jahre später die ‚dunkle Nacht der Seele‘, wohl unverkennbar für uns Christen


Ist Glaube vielleicht nur der halbe Weg ?
Der Glaube etwas gefunden zu haben, eine Art Subjekt Objekt Hilfskonstruktion (ich glaube an ...) ?
So  begibt sich der Mensch weiterhin auf die Suche und sucht und sucht und sucht, im wahrsten Sinne des Wortes. Und wenn er spüren würde, daß hinter der Sucht nur eine Sehnsucht steckt  … eben jene Sehnsucht,  eines Nachts, wenn die Zeit gekommen ist, in stiller Meditation zur namenlosen Einheit zurückzukehren ?


Sind Hoffnung, Suche, Glaube demnach nützliche, doch letzten Endes vordergründige und vergängliche Vorstufen, wie es in den schlicht gestalteten, meiner Ansicht nach spontan entstandenen, nachfolgenden Versen zum Ausdruck kommt ?  Geht es hier um den Weg eines sinnsuchenden Menschen, der in lyrischer Form versucht, seinen Empfindungen freien Lauf zu lassen ?  Oder  verbergen sich dahinter einfach nur seelische Grundbedürfnisse, die in ihrer ganzen Tiefe jahrhundertelang am ehesten von fernöstlichen Traditionen befriedigt wurden und gerade heute,  in einer unaufhörlich von Hast und Sorge getriebenen Welt, mehr denn je auf Befriedigung warten ?


Ob der Mensch durch Stillen seiner Sehnsüchte jemals ganz geheilt werden kann, läßt sich nur vermuten, das muß wohl jeder für sich selbst herausfinden. Erfahrungen von Weggefährten scheinen mir hierbei  von unschätzbarem Wert zu sein während die bereits in Gang gekommene interkulturelle Annäherung ebenfalls eine Fülle von Möglichkeiten bietet. Da am Ende jedoch, wie wir sehen, sowieso immer das gleiche herauskommt, muß man sich auf seinem Lebensweg eines gewiß nicht antun … einer anderen Religionsrichtung wie dem Buddhismus beitreten, auch wenn dieser dank seiner tiefen Weisheit und Toleranz sehr sympathisch wäre.


Also nicht verzagen,
bei einer offenen und toleranten Einstellung besteht selbst hierzulande, unter Bewahrung kultureller Identität, eine gewisse Hoffnung auf den lange ersehnten Seelenfrieden und somit Aussicht auf spontane Heilung. Denn wie Beispiele zeigen ist es den so genannten christlichen Mystikern wie Johannes vom Kreuz oder Meister Eckhart auf ihrem Weg durchaus ähnlich ergangen, wobei sie die verschlungenen Pfade ihrer eigenen Sinnsuche aus verständlichen Gründen sicher niemals hätten kundtun dürfen. Auch ihnen sollte die behutsame Kunst des Loslassens nicht ganz unbekannt gewesen sein und den ‚Sprung ins Namenlose‘ , um den es hier eigentlich geht, haben sie in einem Augenblick der Ruhe vermutlich ebenso gewagt wie diejenigen, die hier und jetzt dazu bereit sind



Sehnsüchtig hoffen,
suchen, glauben
doch die Sehnsucht
bleibt noch ungestillt                                                                          


Nach Verklingen der Worte ... Mondstille
hinter bläulich weißen Nebelschleiern.
Schau hinab, die Wogen
möchten lächelnd ihre Verse dir erzählen                                            Humor, Lächeln


Mitgerissen von dem Strom
gleich Geröll,
tief im Strudel
ohne Halt und Ausweg                                                                       Wasser, Kreislauf


Es ist längst zu spät.
Unsere Konstruktionen lösen sich auf
und mit ihnen alles
was sie je hervorbrachten, selbst Zeit                                                 Ewigkeit, Unvergänglichkeit


Nichts zu sehen,
zu hören oder
zu fühlen.
Eine unendliche Neutralität                                                                 Gleichheit, Brüderlichkeit


Auf diese Weise
täglich neu geboren,
in ewiger Verliebtheit
und Augenblicken tiefer Demut                                                          Liebe, Hingabe


Wenn die Sonne nun erscheint und diese Welt wiederum                
in eine Symphonie von Licht und Schatten taucht
haben wir erfahren was es bedeutete,
namenlose Gleichheit                                                                          Kunst, Lyrik


ein (wieder entdecktes)
Meditationsgedicht  ?                                                                         Unsagbarkeit, Schweigen



Näheres unter www. mondo Zen.ego deconstruction
oder unter www. vom Glauben zur Meditation - ein Pilgerweg ?
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#2
Übrigens,
früh morgens,
möglichst auf leeren Magen eingenommen,
wirkt eine Beruhigungspille in lyrischer Form,
erfahrungsgemäß am besten.
Also, einfach ausprobieren
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#3
Hallo nescio,
ich denke da wiedermal etwas anders....

(06-05-2017, 09:41)nescio schrieb: Ist Glaube vielleicht nur der halbe Weg ?
Glaube ist nicht der Weg, sondern dass was man auf dem Weg dabei hat. Glaube ist im Gepäck das man mit sich trägt wenn man einen Weg geht.

(06-05-2017, 09:41)nescio schrieb: Der Glaube etwas gefunden zu haben, eine Art Subjekt Objekt Hilfskonstruktion (ich glaube an ...) ?  
Ein hilfreicher Anhaltspunkt, ja.

(06-05-2017, 09:41)nescio schrieb: So  begibt sich der Mensch weiterhin auf die Suche und sucht und sucht und sucht, im wahrsten Sinne des Wortes. Und wenn er spüren würde, daß hinter der Sucht nur eine Sehnsucht steckt  … eben jene Sehnsucht,  eines Nachts, wenn die Zeit gekommen ist, in stiller Meditation zur namenlosen Einheit zurückzukehren ?  
Suchen ist Bewegung. Bewegung ist das Streben des Lebendigem. Lebendiges ist die Wahrnehmung das Leben zu spühren, zu fühlen dass man lebendig ist. Das lebendigsein in Wahrnehmung durch das Körperliche.

Was ist die Sucht der Einheit???
Was würde ein Einheitsgefühl sein das ohne die Kenntnis mehr als 1 zu sein da wäre?

Ich glaube dass die Seele BEIDES will!
Die Sucht besteht nur immer aus dem was gerade nicht ist. Die Seele weiß innerlich dass es den Ruheort als Einheit gibt, die Lebendmüdigkeit und der Lebendrang wechseln sich ab, wie Tag und Nacht, Schlaf und Wachzustand.

Unser Erdenleben ist nur das kleine Leben zum großen Leben.
Der Ruhebereich (Himmel/Nirvana usw.) und der Aktionsbereich "Erde" und vielleicht noch andere Erden.
Warum ewiger Schlaf, warum ewige Aktivität, warum nicht im ewigem Wechsel?

(06-05-2017, 09:41)nescio schrieb: Sind Hoffnung, Suche, Glaube demnach nützliche, doch letzten Endes vordergründige und vergängliche Vorstufen, ...
... Oder  verbergen sich dahinter einfach nur seelische Grundbedürfnisse
Sie sind die Bewegungen der Seele und ihr Grundbedürfnis nach Bewegung und Schlaf. Sie sind wie Sonne und Mond.

(06-05-2017, 09:41)nescio schrieb: Ob der Mensch durch Stillen seiner Sehnsüchte jemals ganz geheilt werden kann,  ...
Erst wenn der Mensch diese Sehnsucht versteht, ist er geheilt. Er versteht dann dass die Sehnsucht nur die Suche nach Verbundenheit mit anderen Menschen ist.
Die Erfüllung im Sein als lebendiges Sein. Die Menschen als viele Wahrnehmungsteilchen einer Seele.
Das außerhalb der Einheit (Geist) sein und doch eins zu sein in Form (Körper).

(06-05-2017, 09:41)nescio schrieb: Da am Ende jedoch, wie wir sehen, sowieso immer das gleiche herauskommt, muß man sich auf seinem Lebensweg eines gewiß nicht antun … einer anderen Religionsrichtung wie dem Buddhismus beitreten, auch wenn dieser dank seiner tiefen Weisheit und Toleranz sehr sympathisch wäre.  
Ich habe diese Aussage nicht verstanden, die Aussage widerspricht sich m.E..
Meinst du nun es ist keine andere Religion wie der Buddhismus das beste, oder meinst du sie ist es nicht?

(06-05-2017, 09:41)nescio schrieb: ...Johannes vom Kreuz oder Meister Eckhart auf ihrem Weg durchaus ähnlich ergangen, wobei sie die verschlungenen Pfade ihrer eigenen Sinnsuche aus verständlichen Gründen sicher niemals hätten kundtun dürfen.  
Warum hätten sie niemals kundtun dürfen???
Ich habe zwar ihre Schriften nicht gelesen, aber Teile als Zitate sicherlich irgendwo mal, in irgendwelchen Büchern.

Ich bin der Meinung dass jede Erzählung einer Sinnsuche ein wichtiger Impuls für eines anderen Sinnsuche sein kann.
Es ist m.E. sogar sehr wichtig dass jemand darüber Schreibt!
Alles ist Eins und alle leben und stehen in Kommunikation mit den anderen "Seelenteilchen".

Nichts ist getrennt, nur der Mensch denkt in Trennung!!!
JEDES Zurückhalten von Erkenntissen ist ein Hindernis für die Menschheit. Jede Erkenntnis des Einzelnen gehört ALLEN, oder sollte allen zuteil werden.

(06-05-2017, 09:41)nescio schrieb: ...doch die Sehnsucht bleibt noch ungestillt ...  
Sie ist der Motoer des Lebens.

(06-05-2017, 09:41)nescio schrieb: Nichts zu sehen, zu hören oder zu fühlen. Eine unendliche Neutralität  
Dann hoffendlich auch nicht Denken können! Sonst kommt erneut die Sehnsucht.

In der Einheit ist die Sehnsucht nach Zweiheit/Mehrheit und in der Zweiheit/Mehrheit die Sehnsucht nach Einheit.

Liebe Grüße
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#4
(06-05-2017, 12:39)Adamea schrieb: nescio
Da am Ende jedoch, wie wir sehen, sowieso immer das gleiche herauskommt


'namenlose Einheit
der Sprung ins namenlose
namenlose Gleichheit'
Einswerdung (ein durchaus christlicher, jüdischer und auch islamischer Begriff)
 



Noch ein Wort zur spontanen Entstehung des Gedichtes vor einigen Jahren …

tief verborgen scheinen wohl in jedem von uns gewisse künstlerische Fähigkeiten zu schlummern, weil wir allesamt, ganz gleich welcher kultureller Herkunft, insgeheim von einer heilen Welt träumen. Vielleicht auch diejenigen, von denen wir es zunächst nicht für möglich gehalten hätten.


Zu meinem Erstaunen haben sich die Verse beim Entstehen in morgendlicher Stille nahezu von alleine zusammengefügt, als der Anfang erst einmal gemacht worden war. Und da sich Sprache erwiesenermaßen beruhigend auf unsere gefühlsmäßige Verarbeitung auswirken kann, läßt sich die Ruhe des Morgens einfach mit in den Alltag des Menschen nehmen. Wir verwandeln uns zwar nicht augenblicklich, doch wie schon angedeutet,  es ist niemals zu spät, damit anzufangen
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#5
(07-05-2017, 07:01)nescio schrieb:
(06-05-2017, 12:39)Adamea schrieb: nescio
Da am Ende jedoch, wie wir sehen, sowieso immer das gleiche herauskommt

Das Zitat ist nicht von mir!
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#6
(07-05-2017, 07:01)nescio schrieb:
(06-05-2017, 12:39)Adamea schrieb: nescio

'namenlose Einheit
namenlose Gleichheit'

 
oder in Sanskrit, der heiligen Sprache Indiens

neti
neti
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#7
(07-05-2017, 08:12)Adamea schrieb:
(07-05-2017, 07:01)nescio schrieb:
(06-05-2017, 12:39)Adamea schrieb: nescio
Da am Ende jedoch, wie wir sehen, sowieso immer das gleiche herauskommt

Das Zitat ist nicht von mir!

pardon Adamea,
du fragtest nach der Bedeutung dieses Satzes
und dann habe ich es einfach erklärt
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#8
Schweigen werte ich als stilles Einvernehmen
 

Und nun, da alle Mosaikteilchen gesammelt auf dem Tisch liegen, ergeben sich die eigentlichen Fragen wiederum ganz spontan …

Bedeutet die aufrichtige Suche nach dem Sinn des Lebens gleichzeitig eine sprachliche, annähernd in die Wirklichkeit hinabreichende Verwandlung, die metaphorisch gesehen bei Adam & Eva gemeinsam in der Kindheit beginnt, mit dem ‚Rauswurf aus dem Paradies‘ und den sich anschließenden dunklen Nächten einer abgetrennten Seele unweigerlich ihre Fortsetzung findet bis der Mensch schließlich, in einem eher unerwarteten Augenblick, zur tiefsten Form der Verbundenheit zurückzukehren vermag, jener (namenlosen) Einswerdung ?

Tja,

was wir Christen in kultureller Hinsicht so alles mit uns herumtragen und scheinbar bis zum heutigen Tage, so unglaublich es auch klingen mag, noch immer nicht richtig verarbeitet haben.

Was mag wohl der Grund dafür sein, daß uns die ‚ganze Geschichte‘ selbst nach tausenden von Jahren weiterhin vorenthalten und eben dieser Mensch in seinen dunkelsten Stunden nahezu alleine gelassen wird ?
 
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#9
(13-05-2017, 06:05)nescio schrieb: Bedeutet die aufrichtige Suche nach dem Sinn des Lebens ... in die Wirklichkeit hinabreichende Verwandlung, ...
...unweigerlich ihre Fortsetzung findet bis der Mensch schließlich, in einem eher unerwarteten Augenblick, zur tiefsten Form der Verbundenheit zurückzukehren vermag, jener (namenlosen) Einswerdung ?
...was wir ... bis zum heutigen Tage,... noch immer nicht richtig verarbeitet haben.
...Was mag wohl der Grund dafür sein, daß uns die ‚ganze Geschichte‘ selbst nach tausenden von Jahren weiterhin vorenthalten und eben dieser Mensch in seinen dunkelsten Stunden nahezu alleine gelassen wird ?

Eine aufrichtige Suche nach dem Sinn des Lebens nutzt nichts wenn der Sinn des Lebens an Hand einer falschen Vorstellung gesucht wird.
Mit Aufrichtigkeit allein kommt kein Sinn in das Leben.
Eine namenlose Einheit macht m.E. keinen Sinn. Eine Einheit mit vielen Teilen/Namen macht Sinn.
Das was verwandelt werden soll, ist der EinheitsZustand.
Die Einswerdung als Eins ist m.E. nicht das Ziel, sondern die Einswerdung der Vielen.
Eine Verbundenheit trotz dem Getrenntsein.
Es sollten m.E. 2 VerbundenheitsGrundZustände existieren. Der eine Zustand ist sowieso da, der andere muß und kann nur gemeinsam hergestellt werden.

Verarbeiten oder lieber bearbeiten?
Was wird uns vorenthalten?
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#10
Ja, gut, man spürt dass da was ist zwischen den Zeilen.

Meine Antwort fällt leider etwas trockener aus, habe diese künstlerische Ader noch nicht entdeckt...
Zwei Aspekte kommen mir in den Sinn. Ein Übertritt vom Christentum zum Buddhismus wird angedeutet. Manche mischen das sogar (v.a. im Zen), was ich gar nicht nachvollziehen kann. Es gibt eine gravierende Unterscheidung so wie ich das sehe, in praktischer Hinsicht. Im Buddhismus gibt es Mitgefühl, aber kein Erbarmen - wogegen Barmherzigkeit das Hauptcharakteristikum des Christentums ist. Das ist schon ganz was anderes. (Ein Zen-Meister lässt dich auf der Straße verrecken, und wenn du dir nicht selber eine Insel sein kannst wie es das buddh. Dogma verlangt, dann gehst du eben hops. Und dann sitzt der Roshi in seinem Kämmerlein, und weint bitterlich über das viele Leid in der Welt... ich werd das nie verstehen)

Der zweite Aspekt bezieht sich auf den Meister. Wenn man sich in den religiösen Richtungen umsieht kann deutlich werden, dass das (v.a. kath.) Christentum eher eine Sonderstellung hat. Hier ist ausschließlich Christus der Meister, wogegen in Indien der lebende Guru eher die Normalität darstellt. Witzig, das mit der "dunklen Nacht der Seele", von der in der christlichen Mystik oft die Rede ist, können die gar nicht so nachvollziehen, die fragen: aber warum hat sie denn kein Meister auf die Fallstricke hingewiesen, oder die Hindernisse zumindest erklärt?

Ja, auf der Suche gibt es erstmal viele Spannungen. Ich wünsche jedem dass er die nötige Hilfe bekommt, dass diese so schnell wie möglich aufgelöst werden können, und ein Eintritt in eine Praxis möglich wird.
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#11
(17-05-2017, 21:07)eddyman schrieb: Es gibt eine gravierende Unterscheidung so wie ich das sehe, in praktischer Hinsicht. Im Buddhismus gibt es Mitgefühl, aber kein Erbarmen
- wogegen Barmherzigkeit das Hauptcharakteristikum des Christentums ist. Das ist schon ganz was anderes. (Ein Zen-Meister lässt dich auf der Straße verrecken, und wenn du dir nicht selber eine Insel sein kannst wie es das buddh. Dogma verlangt, dann gehst du eben hops. Und dann sitzt der Roshi in seinem Kämmerlein, und weint bitterlich über das viele Leid in der Welt... ich werd das nie verstehen)


Sollte dies zutreffen, wäre der Buddhismus ein Käse.
Der König verurteilt jemand zum rädern. Der Verbrecher heult vor Schmerzen, der König hat volles Mitgefühl, er weint mit dem Verbrecher um die Wette - aber hat kein Erbarmen.  Keine Begnadigung; keine Befehl zur schmerzlosen Enthauptung
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#12
(17-05-2017, 21:07)eddyman schrieb: Im Buddhismus gibt es Mitgefühl, aber kein Erbarmen - ... (Ein Zen-Meister lässt dich auf der Straße verrecken, und wenn du dir nicht selber eine Insel sein kannst wie es das buddh. Dogma verlangt, ...)

Wenn das so ist, dass die Buddhisten dich auf der Straße verrecken lassen, dann ist der Buddhismus wirklich ein einziges Blendwerk. 

Ist in einem Menschen zwar Mitgefühl, verweigert er aber seine Mithilfe auch wenn jemand direkt vor ihm steht und es offensichtlich ist, dass derjenige Hilfe braucht, dann ist das m.E. die Erhaltung einer Trennung!
Eine derartige Trennung aufrecht zu erhalten ist m.E. nicht das Ziel eines wahrhaften Menschen.
Das Ziel ist es m.E. eine Einheit herzustellen die aus losen Teilen (verdichtete Seelenteilchen) besteht und als Gemeinsames durch ALLE Teile besteht, also die ganze Summe (Menschheit) ohne dass ein Teil fehlt.
Dies bedinngt ein Hand in Hand gehen. Ein Hand in Hand gehen bedingt wiederum die Erkenntnis darüber, wann eine Hand schwächer als die andere ist, weil nun mal die Kräfte verschiedenen sind. "Eine Hand wäscht die andere", ist nur möglich wenn die Kräfte gleich sind.


Eine Einheit der Menschheit kann nur durch eine aktive Zusammenarbeit entstehen und dies erfordert es sich zu Erbarmen und überall zu Helfen wo es möglich ist.
Doch...
Wann bringt es was, sich einem anderen zu Erbarmen?  Die Erbarmung kann leider auch ausgenutzt werden. Wer kommt eine sich ihm erbarmente Handlung gerecht? Wielange muß man sich einem anderen Erbarmen, der dies vielleicht nichteinmal als solches wahrnimmt oder nur auszutzt?
Wann ist es an der Zeit sich lieber einem anderen zu zuwenden der ebensfalls ein Erbarmen/Hilfe nötig hat? Wieviel Erbarmung ist von einem einzigen Menschen überhaupt möglich zu leisten und wann zerbricht er daran selbst?
Wer braucht warum Erbarmen?
Die Welt ist voll mit erbärmlichen Zuständen.

Die Buddhisten streben m.E. eine Einheit an, die daraus besteht dass diese Einheit sämmliche Verantwortung unnötig macht, weil in einem Nirvana der Bedürfnislosigkeit auch keine Verantwortung gebraucht wird.
Ich finde das Nirvana ist ein Nirvana für Faule, also ein "Faulheitsnirvana".
Ich finde am Nirvana ist echt was faul.

(17-05-2017, 21:07)eddyman schrieb: Witzig, das mit der "dunklen Nacht der Seele", von der in der christlichen Mystik oft die Rede ist, können die gar nicht so nachvollziehen, die fragen: aber warum hat sie denn kein Meister auf die Fallstricke hingewiesen, oder die Hindernisse zumindest erklärt?

Na ja, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Klar dass es da erst ein paar dunkle Nächte der Seele gibt.

Was reden die Christen denn eigendlich so von der dunklen Nacht der Seele? Kannst du das näher erläutern?

(17-05-2017, 21:07)eddyman schrieb: Ja, auf der Suche gibt es erstmal viele Spannungen. Ich wünsche jedem dass er die nötige Hilfe bekommt, dass diese so schnell wie möglich aufgelöst werden können, und ein Eintritt in eine Praxis möglich wird.

Das wünsche ich auch!
Eine spannende Sache so eine Suche, gell.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#13
(18-05-2017, 10:30)Adamea schrieb:
(17-05-2017, 21:07)eddyman schrieb: Die Buddhisten streben m.E. eine Einheit an, die daraus besteht dass diese Einheit sämmliche Verantwortung unnötig macht, weil in einem Nirvana der Bedürfnislosigkeit auch keine Verantwortung gebraucht wird.
Ich finde das Nirvana ist ein Nirvana für Faule, also ein "Faulheitsnirvana".

Bitte nicht eine gesetzlich geschützte Religionsgemeinschaft verächtlich machen!
Wenn das jemand anzeigt, ist a) das Forum gesperrt, und b) wirst du schwer bestraft!
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#14
(18-05-2017, 10:30)Adamea schrieb: Wenn das so ist, dass die Buddhisten dich auf der Straße verrecken lassen, dann ist der Buddhismus wirklich ein einziges Blendwerk. 
Das finde ich jetzt wieder zu pauschal. Ich habe die wie ich meine Schattenseite des Buddh. aufgezeigt, um ihn vom Christentum abzugrenzen. Der Buddh. hat auch sehr viele positive Seiten.


(18-05-2017, 10:30)Adamea schrieb: Was reden die Christen denn eigendlich so von der dunklen Nacht der Seele? Kannst du das näher erläutern? 
Habe jetzt nicht den großen Überblick, aber wenn ich an Mutter Teresa denke, die über Jahrzehnte einem Gefühl der Christusferne ausgesetzt war. Oder die Anfechtungen bei Therese von Lisieux, die Glaubenszweifel ob es ein Reich Gottes überhaupt gibt, im Angesicht überwältigenden Leids in ihren letzten Tagen...
Vielleicht könnte man sagen, dass im Christentum der Seelenführer nicht so große Bedeutung hat, weil man in der Beziehung zu Christus im Grunde nie allein ist, da Er ja alle "Nächte" durchwandert ist, sogar die Gottesferne selbst.
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#15
(18-05-2017, 20:30)eddyman schrieb: A)  Habe jetzt nicht den großen Überblick, aber wenn ich an Mutter Teresa denke, die über Jahrzehnte einem Gefühl der Christusferne ausgesetzt war.

B)  Oder die Anfechtungen bei Therese von Lisieux, die Glaubenszweifel ob es ein Reich Gottes überhaupt gibt, im Angesicht überwältigenden Leids in ihren letzten Tagen...

C)  Vielleicht könnte man sagen, dass im Christentum der Seelenführer nicht so große Bedeutung hat, weil man in der Beziehung zu Christus im Grunde nie allein ist, da Er ja alle "Nächte" durchwandert ist, sogar die Gottesferne selbst.


ad A)  Dann soll sie mal durch Amsterdam marschieren, oder über die Reeperbahn

ad B)  Dazu weiß ich nichts. Kannst mich aufklären ?

ad C)  Diese Aussage gefällt mir nicht, sie ist mir zu flach!
Das erinnert mich an die Zigarettenwerbung von Camel Mitte der 80er Jahre  "Ich geh meilenweit"
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