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Kindermord in Manchester
#1
Darüber darf nicht diskutiert werden
#2
Was gäbe es denn in diesem Zusammenhang zu diskutieren?

Eine offensichtlich gestörte Person hat unter dem Vorwand, religiöse Ziele zu verfolgen, ein Verbrechen begangen. Derzeit wird kolportiert, dass auch ein Teil der Familie des Mörders in die Tat eingebunden gewesen war.

Nicht erwünscht ist, dass User mit entsprechenden Neigungen solche Ereignisse zum Vorwand nehmen, hetzerische Texte abzusetzen.

Hetzerische Texte werden entfernt. Jene, die solche Texte absetzen, werden ermahnt, verwarnt und in letzter Konsequenz gesperrt.
 
Wenn jemand hingegen ansprechen möchte, dass der Präsident der Vereinigten Staaten erst kürzlich mit einem Staat, der die Verbreitung religiös-extremistischen Gedankenguts mit enormen Mitteln fördert, ein milliardenschweres Waffengeschäft abgeschlossen und diesen Staat unter "die Guten" eingeordnet hat, wäre das ein verständliches Anliegen.
MfG B.
#3
(25-05-2017, 09:05)Bion schrieb: Was gäbe es denn in diesem Zusammenhang zu diskutieren?


Vielleicht wäre es interessant, geeignete Maßnahmen zu diskutieren, um in Zukunft derartige Taten zu verhindern
Zum Schutze unserer Kinder!

Echter Handlungsbedarf ist gegeben:
Gestörte Personen überziehen ganz Europa mit Terror auf die Schwächsten. Ist es eine Seuche ?
Stellvertretend sind zu nennen: Grazer Fußgängerzone, Pariser Verlag, Berliner Weihnachtsmarkt, Massaker in Schweden, Strandpromenade in Nizza, U-Bahn in Brüssel, St. Petersburg, und viele andere Greueltaten


Bereits 30 Mal schlug das Schicksal zu, wenn man der österreichischen Zeitung Kurier glauben darf. Unzählbar viele Unschuldige wurden zu Opfern, und wenn man die offensichtlich gestörte Person in Graz dazuzählt, waren es schon 31 Fälle

*Chronologie: Islamistischer Terror in Europa seit 9/11 - kurier.at
https://kurier.at/politik/ausland/chrono...65.634.001
vor 2 Tagen - Seit den Anschlägen vom 11. September schlugen islamistische Terroristen in Europa dreißig Mal zu.
#4
Und wie viele Hunderte Male schlugen europäische und amerikanische Bomben (letztere auch unter tätiger Mithilfe der Bundeswehr bei der Zielauswahl) seit damals in islamischen Ländern ein und töteten Unschuldige? Diese eigentliche Ursache der Radikalisierung in der islamischen Welt wird gerne vergessen. Die Versäumnisse bei der dritten Generation der islamischen Zuwanderer werden auch gerne unterschlagen. Viele dieser Menschen sind Staatsbürger europäischer Staaten, was auch bedeutet, dass man sie nicht wegschicken könnte, selbst wenn man wollte.
#5
(25-05-2017, 11:40)Sinai schrieb:
(25-05-2017, 09:05)Bion schrieb: Was gäbe es denn in diesem Zusammenhang zu diskutieren?


Vielleicht wäre es interessant, geeignete Maßnahmen zu diskutieren, um in Zukunft derartige Taten zu verhindern


Mich interessiert an dieser Stelle nicht eine ewige Diskussion der Ursachenforschung, sondern Ideen für geeignete Maßnahmen.
Und eine Aufzählung von was alles nicht geht, interessiert wohl auch keinen.
#6
Verhindern kann man solche Taten nicht. Wo eine genügend große Anzahl von Menschen zusammenkommt wird es immer zu Konflikten kommen. Manche können damit nicht mehr rational umgehen und entwickeln Gewaltphantasien gegen die vermeintlich Schuldigen.

Es wird immer Einzeltäter geben aber auch Gruppen, die Täter unterstützen aus politischen, religiösen oder sonstigen Motiven heraus. 

Man kann versuchen, die Welt insgesamt zu einem besseren Ort zu machen, indem man den individuellen Egoismus (bezogen auf sich selbst und die Gruppe, der man sich zugehörig fühlt) reduziert. 

Sicherheitspolitisch ist immer Kontrolle gegen Freiheit abzuwägen. In einer Gesellschaft nach Vorbild Orwells 1984 gibt es sicher weniger Gewalttaten bedingt durch scharfe Unterdrückung und Überwachung, sie werden aber niemals auf Null sinken.
Nur wollen die Menschen in der Regel nicht selbst überwacht werden, die anderen gerne, nur mich bitte nicht. Daher gibt es eben Kompromisse, ein paar Kameras, polizeiliche Überwachung bei Verdächtigen etc, aber eben keine 24h Überwachung aller Aktivitäten aller Menschen (was technisch  und logistisch ohnehin nicht möglich ist).
#7
(25-05-2017, 13:05)HJS6102 schrieb: Wo eine genügend große Anzahl von Menschen zusammenkommt wird es immer zu Konflikten kommen.

Verhindern kann man solche Taten nicht.


Ich weiß nicht, ob es die Anzahl ist. 
In London leben 10 Millionen Menschen, aber in Nizza oder Graz war das nicht so.

Du vertrittst die sehr sehr pessimistische Ansicht "Verhindern kann man solche Taten nicht".
Da die Diskussion eben erst begonnen hat, erwarte oder erhoffe ich mir als Optimist, hier noch schöne Lösungen lesen zu können
#8
Man kann solche Taten nicht verhindern und muss selbstverständlich bei den Ursachen ansetzen (wie Bion ja schon anmerkte), auch wenn das dauert und einigen nicht gefällt.
Und das fängt schon damit an, dass wir als reiche Gesellschaft den Rest der Welt nicht einfach vergessen bzw. von deren Armut profitieren und dadurch mitverantwortlich sind für Millionen Tote jedes Jahr durch Hunger, Armut und Seuchen. Ja, die Bilder davon sind uns vertraut, das keiner mehr darüber redet. Ein Terroranschlag macht da mehr her und erlaubt es uns bequem vom Sofa aus über die "Bösen" zu meckern und uns als "gute Menschen" zurückzulehnen und uns an unserer eigenen, ach so überlegenen, Moral zu ergötzen.

Terror ist selbstverständlich auch ein Spiegel des Weltgeschehens und damit auch unserer Handlungen. Das auszublenden ist imho naiv und wird zu keiner dauerhaften Lösung führen.

#9
(25-05-2017, 13:50)Gundi schrieb: A)  Man kann solche Taten nicht verhindern 

B)  Und das fängt schon damit an, dass wir als reiche Gesellschaft den Rest der Welt nicht einfach vergessen bzw. von deren Armut profitieren


ad A)  Aha

ad B)  Unterm Strich profitieren wir nicht  von der Kinderarbeit und dem geringen Lohnniveau in Asien.  Zwar sind nun alle Waren billiger (überall steht schon "Made in China" drauf, vom Spielzeug bis zur Textilware, von der Bratpfanne bis zur high tech Computermaus von IBM) und das freut alle Leute irrsinnig, leiden aber extrem durch gerade diesen Lohndruck

Miserable Arbeitsbedingungen nun auch in Deutschland (Leiharbeit und Werkvertrag)

Aber lassen wir das, mir geht es in diesem Thread um wirksame Terrorbekämpfung
Brainstorming!

Sätze wie "das kann man nicht verhindern" sind beim Brainstorming kontraproduktiv und daher unerwünscht.

Meine Nachbarin ist eine liebe Putzfrau aus Prag. Ich werde sie mal fragen, vielleicht kann sie ja in einem tschechischen Internetforum anfangen.
Die Tschechische Republik ist NATO-Land und ein Mitgliedsstaat der EU

Oder auch das schöne Griechenland hat kein Terrorproblem. Werde den Kellner im Griechenlokal fragen
#10
Und in Neuseeland, in Japan und in Kanada ist auch Ruh
#11
(25-05-2017, 14:31)Sinai schrieb: Und in Neuseeland, in Japan und in Kanada ist auch Ruh

In Japan gab es doch erst vor einigen Jahren einen großen Giftgasanschlag auf die U-Bahn. Und in Kanada wurde doch eine Moschee angegriffen und 2014 zwei Soldaten überfahren.
In Neuseeland gab es früher aktive Maorigruppen. 

Wie ich schon sagte, rein statistisch gibt es immer einen prozentualen Anteil von gewaltbereiten Menschen. 

Die Einteilung in Verbrecher/Terrorist ist zudem willkürlich und fließend. Ob ein Bankräuber nun Geiseln tötet, um Geld zu bekommen oder ein IS-Kämpfer Geiseln tötet, um politische Handlungen zu erzwingen, wo ist der Unterschied für die tote Geisel?

Das Problem der Gewalt entsteht durch die fehlende Empathie und Rücksichtnahme und falsche Erziehung sowie psychische Erkrankungen. Alles andere sind Motive, die den latent gewaltbereiten Menschen dazu bringen, seine Phantasie auszuleben.

Was sind denn Deine Vorstellungen? Was willst Du tun?
#12
(25-05-2017, 14:52)HJS6102 schrieb: A)  Und in Kanada wurde doch eine Moschee angegriffen und 2014 zwei Soldaten überfahren.
In Neuseeland gab es früher aktive Maorigruppen.  

B)  Die Einteilung in Verbrecher/Terrorist ist zudem willkürlich und fließend. Ob ein Bankräuber nun Geiseln tötet, um Geld zu bekommen oder ein IS-Kämpfer Geiseln tötet, um politische Handlungen zu erzwingen, wo ist der Unterschied für die tote Geisel?

C)  Das Problem der Gewalt entsteht durch die fehlende Empathie und Rücksichtnahme und falsche Erziehung sowie psychische Erkrankungen.


ad A)  Zwei tote Soldaten in ganz Kanada sind eine Zehnerpotenz zum Kindermord in Manchester.
Was sind Morigruppen?

ad B)  Das ist richtig.

ad C)  Verwahrloste Jugendliche aus der Gosse und unbehandelte psychisch Kranke gab es schon vor 20 Jahren. War kein so arges Problem.
Hier liegt aber ideologische Aufhetzung vor !
#13
(25-05-2017, 09:05)Bion schrieb: Eine offensichtlich gestörte Person hat unter dem Vorwand, religiöse Ziele zu verfolgen, ein Verbrechen begangen. Derzeit wird kolportiert, dass auch ein Teil der Familie des Mörders in die Tat eingebunden gewesen war.


Meinst Du eine Erbkrankheit ?
#14
Es ist erstaunlich, dass ein paar Terrortote nach Maßnahmen schreien, die 20-30-fache Menge an Toten (bei Unfällen und im Straßenverkehr) stoisch hingenommen wird. Im Gegensatz zum Terror kann jeder den Anteil an tödlichen Verkehrsunfällen senken!

Gegen den Terror hülfe ein "Blockwart"-System mit einem fein verzweigten Spitzelnetzwerk. Weitere Maßnahmen wären: Jeden Abend Rapport, wer sich mit wem trifft und warum, Konspirative Nacht-Überwachung, Belobigung von Denunziation, Festplattenkontrolle, Telefonüberwachung, Abhorchen von Fensterscheiben mit Laserinterferometrie, Besiedlungsüberwachung von Räumen. Bigdata macht mit diesen Daten sichtbar, wo sich Menschen treffen und was sie machen.

Die Zahl der vielen Unfalltoten ändert sich zwar nicht (2000-3000 per anno), aber die Planung konspirativer Angriffe wird um den Faktor 10 (mindestens) gesenkt. Statt 50-60 Tote/a gibt's halt nur noch 6 oder so.
Herzlichen Glückwunsch!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#15
(25-05-2017, 15:29)Sinai schrieb:
(25-05-2017, 09:05)Bion schrieb: Eine offensichtlich gestörte Person hat unter dem Vorwand, religiöse Ziele zu verfolgen, ein Verbrechen begangen. Derzeit wird kolportiert, dass auch ein Teil der Familie des Mörders in die Tat eingebunden gewesen war.


Meinst Du eine Erbkrankheit ?
Bion meinte das sicher nicht, aber wenn du ideologische Verblendung als Krankheit betrachtest: ja!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard


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