Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Absoluter Gehorsam
#1
Auch, wenn ich hier vor allem Quellen der Mormonen benutze, so kann das, was ich hier schreibe, mehr oder weniger auf alle Sekten zutreffen. Auf das Thema wurde ich aufmerksam gemacht, als ich auf der Seite von mormonismus-online das folgende Zitat fand:

Wenn unsere Führer sprechen, dann hat das Denken aufgehört. Wenn sie einen Plan vorschlagen, dann ist es Gottes Plan. Wenn sie den Weg zeigen, dann gibt es keinen anderen der sicher wäre ... Anders zu denken, ohne sofortige Umkehr, kann einem den Glauben kosten, könnte dessen Zeugnis zerstören und ihn als Fremder im Königreich Gottes zurücklassen. (Heimlehrbotschaft, "Die Generalautoritäten der Kirche unterstützen", 1945)

In meinen Worten:

Wenn ein Führer der Mormonen, Katholiken, Zeugen Jehovas, etc. etwas sagt, z.B. dass ein Tisch schwarz ist, obwohl jeder sehen kann, dass er weiß ist, muss ich glauben, dass der Tisch schwarz ist, weil ein Führer das ja gesagt hat.
Für mich ist damit schon der Grundstein zur Gehirnwäsche gelegt.
Zitieren
#2
Bei den Katholiken gibt es einen Spruch:  "zum Glaubensgehorsam befreit"

Wenn Dich das stört, dann halte Dich der betreffenden Kirche/Sekte fern.  Zwingt Dich ja keiner, hinzugehen.

Mich persönlich stört so was nicht, solange es mich nicht betrifft.
Das heißt, solche Gehorsamsforderungen betreffen mich ohnehin nicht, da nicht überwachbar.
Ich glaube eh, was ich will  Icon_cheesygrin

Sollte aber irgendwann eine persönliche Handlung damit verbunden sein, dann vertschüss ich mich sofort.
Beispiel:  War einmal bei einer viertägigen Fußwallfahrt dabei.
Rucksack mit Essen, Feldflasche, Schlafsack, Nächtigung in Heuschobern, supertolle honigsüße Studentinnen
Wenn eine Sekte der Kirche (Pfingstbewegung) die ganzen schönen Mädel stiehlt, und sie mit ausgeklügelten Methoden der Gehirnwäsche zu Werkzeugen macht, dann darf ich da mitgehen, um ein Mädel aus der Gruppe zu freien oder zu befreien

Unterwegs hat eine Bettante gesagt, wir müssen singen, wir sind zum Glaubensgehorsam befreit
Ich fand das irrsinnig, hielt aber das Maul, weil sonst wär ich rausgeflogen.

Ich fand dort tatsächlich sehr rasch eine supertolle Freundin und ging dann nicht mehr hin zu den Narren.
Ich hatte mein Ziel erreicht (Freundin gefunden), aber dort mit diesen Idioten herumzustreiten, wäre doch völlig sinnlos gewesen !!

Drum versteh ich Deine Hassliebe zu den Mormonen nicht.
Ständig beschwerst Du Dich bitter, daß keine Frauen etc. dort Karriere machen können.
Geh nicht hin und laß die Mormonen links liegen !

Du verabscheust diese Lehre - wozu willst Du dort Karriere in der Hierarchie machen ??
Seltsam
Zitieren
#3
Sinai, ich habe keine "Hassliebe" zu den Mormonen, ich hasse oder liebe sie auch nicht! Nur, bei meiner mormonischen Mischpoke sehe ich, was dieser Kult anrichtet. Nur ein Beispiel:

Einer meinen vielen Cousins hat ein Buch über die Mormonen gelesen, dass seinen Glauben erschütterte. Er erkannte die Lügen und Legenden in der "einzig wahren Kirche" (so bezeichnen Mormonen ihre Kirche), und sprach mit anderen Familienmitgliedern und engen Freunden darüber. Einer hat ihn beim Bischof verpfiffen. Er wurde aufgefordert, zu schweigen, dass wollte er nicht, und so wurde er exkommuniziert. Aber nicht nur das! Von seiner gläubigen Familie wurde verlangt, ihn zu meiden. Bis auf seine Schwester haben sich alle daran gehalten, selbst die Mutter und Großmutter. Im Church Handbook of Instructions steht, dass Mormonen, die weiterhin Kontakt zu "Abgefallenen" haben, ihren Tempelschein verlieren, was für Mormonen außer die Exkommunikation, fast die Höchststrafe ist, weil daran so viel hängt.

So unterdrückt diese "Kirche" die Mitglieder. Wenn ich darauf aufmerksam mache, hasse ich diesen Kult nicht, sondern mache darauf aufmerksam, was da falsch läuft!
Zitieren
#4
(26-05-2017, 10:34)Jutta schrieb: Einer meinen vielen Cousins hat ein Buch über die Mormonen gelesen, dass seinen Glauben erschütterte. Er erkannte die Lügen und Legenden in der "einzig wahren Kirche" (so bezeichnen Mormonen ihre Kirche), und sprach mit anderen Familienmitgliedern und engen Freunden darüber. Einer hat ihn beim Bischof verpfiffen. Er wurde aufgefordert, zu schweigen, dass wollte er nicht, und so wurde er exkommuniziert.

So unterdrückt diese "Kirche" die Mitglieder. Wenn ich darauf aufmerksam mache, hasse ich diesen Kult nicht, sondern mache darauf aufmerksam, was da falsch läuft!


Da läuft überhaupt nichts falsch!
So ist es bei allen Gemeinschaften
Mormonen, Zeugen Jehovas, Protestanten, Katholiken, Juden, Moslems, und Atheisten

Was glaubst Du, was einem Kommunisten in Moskau im Jahre 1925 passiert ist, wenn er die Lügen und Phantastereien und atheistischen Spekulationen (Urknall) der Partei erkannte und öffentlich thematisierte Icon_cheesygrin

Was glaubst Du, was einem heutigen Rabbiner (Moishe Friedman) passiert, wenn er die Frechheit hat zu sagen, daß geschrieben steht, daß die Diaspora erst im Zeitalter des Messias beendet sein wird, und daß geschrieben steht, daß das Zeitalter des Messias dadurch gekennzeichnet ist, daß tiefster Frieden herrscht, und daß davon in Israel keine Rede sei weil jede Woche an einer anderen Ecke eine Maschinenpistole rattert, und daß
daher der Staat Israel nicht das Werk Gottes sei, und damit das Werk Satans

Was glaubst Du, was einem heutigen katholischen Priester passiert, wenn er Lehren des NT ungefiltert propagiert.
Das Mindeste ist eine Versetzung ins Amazonastal . . .

Oder ein aufmüpfiger Universitätsprofessor der an einer Grundkonvention kratzt
Zitieren
#5
(26-05-2017, 16:16)Sinai schrieb: Da läuft überhaupt nichts falsch!
So ist es bei allen Gemeinschaften
Mormonen, Zeugen Jehovas, Protestanten, Katholiken, Juden, Moslems, und Atheisten

Das ist mal wieder kompletter Unfug. Welchem Protestanten oder Katholiken wird der Umgang mit ausgetretenen Es-Mitgliedern verboten? Und "Atheisten" sind eh keine Gemeinschaft, also kann dort niemand austreten, so dass auch niemand Sanktionen verhängt.
Zitieren
#6
Kompletter Unfug ?
Jutta hatte darauf hingewiesen, daß bei den Mormonen interne Glaubensfeinde ermahnt und in letzter Konsequenz exkommuniziert werden. Und ich merkte an, daß es unter anderem auch bei Protestanten und Katholiken und all den anderen genannten nicht anders ist.

Ist doch überall das Gleiche!
Wenn einer feindliche Schriften in seiner Gruppe verteilt, dann ist er früher oder später draußen

Es ist nicht erforderlich, etwas selbst Geschriebenes zu zitieren, zu dem kein Bezug besteht. Zitat gelöscht, Beitrag ist aus dem vorher gehenden Kontext verständlich./Ekkard
Zitieren
#7
Dann hast Du in der Mitte von Juttas Beitrag aufgehört zu lesen. Das Schlimme daran, wie diese Sekten das handhaben, ist, dass sie die Familien auseinanderreißen durch ihr Kommunikationsverbot.
Zitieren
#8
Richtig! Und zu den protestantischen Kirchen (nicht extremistische Sekten) kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es die beschriebenen Sanktionen und Unterdrückungsmaßnahmen nicht gibt.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Zitieren
#9
(27-05-2017, 18:02)Ekkard schrieb: Richtig! Und zu den protestantischen Kirchen (nicht extremistische Sekten) kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es die beschriebenen Sanktionen und Unterdrückungsmaßnahmen nicht gibt.

Ich stimme Dir zu, daß die Kirchen als Organisation solche Maßnahmen nicht praktizieren oder billigen. Einzelne Mitglieder der großen Kirchen jedoch können in ihrem persönlichen Glauben jedoch so festgefahren sein (abweichend vom Mainstream), daß eine Abwendung des Kindes von diesem Glauben (etwa durch Austritt oder Heirat eines Menschen anderer Konfession) mit dem Ausschluß aus der Familie geahndet wird.

Ich gebe auch zu bedenken, daß noch vor 50 Jahren Ehen zwischen Katholiken und Protestanten in Deutschland  familiär und gesellschaftlich problematisch waren. 

Im Islam wird dies auch heute noch sehr streng gehandhabt. So dürfen Männer zwar jüdische und christliche Frauen heiraten (wenn auch nicht gewünscht, sondern nur nach dem Koran geduldet), Frauen jedoch müssen muslimische Männer heiraten, sonst droht der familiäre und gesellschaftliche Ausschluß.
Zitieren
#10
(27-05-2017, 18:27)HJS6102 schrieb: Ich gebe auch zu bedenken, daß noch vor 50 Jahren Ehen zwischen Katholiken und Protestanten in Deutschland  familiär und gesellschaftlich problematisch waren. 

Sie sind es auch heute noch.  Wegen des allzu liberalen Scheidungsverhaltens der Protestanten
(Stichwort: "Die Ehe ist ein weltlich Ding ")
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste