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Die Französische Revolution und die Demokratie
#1
(08-07-2017, 14:11)HJS6102 schrieb: Ideologien mißbrauchen jede Form von Argumenten. Wenn es paßt, dann wird die Schrift des größten Gegners plötzlich richtig und die des liebsten Verbündeten falsch.
Siehe George Orwells 1984, wo von heute auf morgen der Feind wechselt und die Ideologie sofort die 180° Wende vornimmt und Dich jede Frage nach dem Sinn in den Folterkeller bringt.

Das ist der Grund, weshalb jegliche Ideologie zu verdammen ist. Wir müssen unsere Gesellschaft auf Vernuft aufbauen, sonst gehen wir unter. 

Das führt immer schnurstracks in die Hölle. Siehe 1789
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#2
(08-07-2017, 14:51)Sinai schrieb:
(08-07-2017, 14:11)HJS6102 schrieb: Das ist der Grund, weshalb jegliche Ideologie zu verdammen ist. Wir müssen unsere Gesellschaft auf Vernuft aufbauen, sonst gehen wir unter. 

Das führt immer schnurstracks in die Hölle. Siehe 1789

Was war denn bitte an den Massenhinrichtungen der französischen Revolution vernünftig? Das war so brutal und menschenverachtend wie die Hexenverfolgungen.

Dein hier im Forum permanent vollzogener Argumentationsfehler ist, daß Du so sehr in Kategorien denkst, daß alle Graubereiche ausgeblendet werden. Nur weil ein paar Revolutionäre antiklerikale Gedanken hatten und die alte Ordnung samt christlichem Kalender etc. verdrängen wollten (was durchaus keine so schlechte Idee war), heißt das ja noch lange nicht, daß alle anderen Taten auch von säkular denkenden Menschen gedeckt werden.

Nur weil Du Schokopudding magst, sind ja nicht alle Menschen, die auch Schokopudding mögen, automatisch in allen Punkten Deiner Meinung.

Man kann und muß das Leben jedes einzelnen Menschen an allen seinen jeweiligen Einzeltaten messen. Man kann nicht eine Tat nehmen und daraus eine Persönlichkeitsstruktur basteln und die einfach auf andere übertragen.

So gibt es Menschen, die  durchaus wünschenswerte und gleichzeitig verachtenswerte Taten begangen haben. So haben die Nationalsozialisten 1935 das Reichsnaturschutzgesetz erlassen, ein Vorreiter des Umweltschutzes weltweit und Grundlage der heutigen Gesetze dazu.
Daraus folgt aber weder, daß alle Naturschützer Nazis sind, noch alle Nazis Naturschützer. Die Kriegstreiberei, die Menschenverfolgung etc. haben damit nichts zu tun. 

Also bitte prüfe bevor Du etwas schreibst, ob Dein Statement logisch und kausal ist oder Du Äpfel mit Birnen vergleichst.
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#3
(08-07-2017, 16:22)HJS6102 schrieb: Was war denn bitte an den Massenhinrichtungen der französischen Revolution vernünftig?

An den Massenmorden des französischen Putschverrats war nichts vernünftig.
Und zu so was sag ich nicht "Revolution"
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#4
(09-07-2017, 01:12)Sinai schrieb:
(08-07-2017, 16:22)HJS6102 schrieb: Was war denn bitte an den Massenhinrichtungen der französischen Revolution vernünftig?

An den Massenmorden des französischen Putschverrats war nichts vernünftig.
Und zu so was sag ich nicht "Revolution"

Dann erklär mir bitte, warum Du meine Forderung nach mehr Vernunft mit der französischen Revolution in Verbindung gebracht hast. 

(Meine Güte, bei Deinen Äußerungen hier wird es immer wieder OT)
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#5
(08-07-2017, 16:22)HJS6102 schrieb:
(08-07-2017, 14:51)Sinai schrieb:
(08-07-2017, 14:11)HJS6102 schrieb: Das ist der Grund, weshalb jegliche Ideologie zu verdammen ist. Wir müssen unsere Gesellschaft auf Vernuft aufbauen, sonst gehen wir unter. 

Das führt immer schnurstracks in die Hölle. Siehe 1789

Was war denn bitte an den Massenhinrichtungen der französischen Revolution vernünftig? weltweit und Grundlage der heutigen Gesetze dazu.

An den Massenmorden des französischen Putschverrats war nichts vernünftig.
Und zu so was sag ich nicht "Revolution"

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Der Volksbetrüger (Demagoge) sagt "Vernunft" dazu, wenn er die Alte Ordnung stürzen will, um Platz für seine altneue volksfeindliche Despotie
zu machen.

Wie von diesen Verbrechern geplant, löste das Gerede von der "Vernunft" die Christenheit auf.
Möglich war dies nur deshalb, weil am 14. Juli der freimaurerische Kommandant des Wachregiments putschte und keinen Schießbefehl auf den gewalttätigen Mob gab (Putschverrat)
Dabei hätten drei Kartätschensalven in Paris gereicht, das französische Volk zu retten !
Was wäre denen erspart geblieben: die blutigen Christenmorde (Ermordung der Königskinder) und andere Blutschuld, Hunger, der sinnlose Krieg
gegen Rußland und tausende Tote von Waterloo und die Völkerschlacht bei Leipzig
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#6
(09-07-2017, 12:11)Sinai schrieb: Dabei hätten drei Kartätschensalven in Paris gereicht, das französische Volk zu retten !
Was wäre denen erspart geblieben

Na, ganz so einfach ist es aber nicht. Frankreich war nahezu pleite damals (u. a. durch massive finanzielle Unterstützung der amerikanischen Kolonien im Unabhängigkeitskrieg), das Volk (insbesondere in den Städten) hat gehungert, die Bauern mussten massive Abgaben leisten. Die gesamte Steuerlast wurde vom dritten Stand geleistet.

Das französische Volk hat also gelitten, daher ja die Revolution.

Natürlich, die Entwicklung hin zum Terror und zu massenhaften Hinrichtungen war schrecklich. Aber auch hierfür gibt es mehrere Gründe, u. a. eben auch der Versuch Ludwig XVI. seine alte Position durch ausländische Hilfe wieder zu erlangen.

Es gibt sehr, sehr viel Kritik an der Französischen Revolution. Fakt ist aber auch, dass sie für die Entwicklung hin zu unserer heutigen Demokratie ein wichtiger Meilenstein war.
Das gleiche gilt auch für Napoleon und die Verbreitung des Code civil. Und selbst die Besetzungen und Kriege Napoleons haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich ein deutscher Nationalstaat (bzw. überhaupt erst einmal ein einheitliches Nationalgefühl) entwickeln konnte.

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#7
(09-07-2017, 12:27)Gundi schrieb: Es gibt sehr, sehr viel Kritik an der Französischen Revolution. Fakt ist aber auch, dass sie für die Entwicklung hin zu unserer heutigen Demokratie ein wichtiger Meilenstein war.

Und ist die so Super ?
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#8
(09-07-2017, 12:27)Gundi schrieb: Das Volk (insbesondere in den Städten) hat gehungert,  die Bauern mussten massive Abgaben leisten.

Na glaubst du, heute hungert keiner in Paris ?   Und heute haben wir eine Abgabenquote von 80 %
Noch was: wer damals gegen den katholischen Klerus stänkerte, landete in der Bastille. Wer heute Mohammed-Karikaturen zeichnet, wird umgebracht
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#9
(09-07-2017, 13:05)Sinai schrieb:
(09-07-2017, 12:27)Gundi schrieb: Es gibt sehr, sehr viel Kritik an der Französischen Revolution. Fakt ist aber auch, dass sie für die Entwicklung hin zu unserer heutigen Demokratie ein wichtiger Meilenstein war.

Und ist die so Super ?

Imho ist die Demokratie eine erstrebenswerte Staatsform. Besser als Monarchie, Diktatur oder anderes. Auch wenn wir heute noch weit entfernt vom Optimum sind, sehe ich keine Alternative in anderen Staatsformen.

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#10
(09-07-2017, 13:07)Sinai schrieb:
(09-07-2017, 12:27)Gundi schrieb: Das Volk (insbesondere in den Städten) hat gehungert,  die Bauern mussten massive Abgaben leisten.

Na glaubst du, heute hungert keiner in Paris ?  

Weit weniger als damals, ja.

(09-07-2017, 13:07)Sinai schrieb: Und heute haben wir eine Abgabenquote von 80 %

Unsinn.

(09-07-2017, 13:07)Sinai schrieb: Noch was: wer damals gegen den katholischen Klerus stänkerte, landete in der Bastille. Wer heute Mohammed-Karikaturen zeichnet, wird umgebracht

Nur das es heutzutage nicht staatlich so gewollt und gefördert wird.



Aber ok, du bist also kein Freund der Demokratie. Dann erlaube mir die Frage, welche Alternative für dich existiert?

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#11
Hallo zusammen,
ich denke, man muss die Begriffe "Aufklärung" und die "Französische Revolution" auseinander halten.
Die Aufklärung, begonnen mit dem englischen "Empirismus" (John Locke), über die politische Aufklärung Frankreichs (Voltaire, Rousseau, ect.) bis hin zur neuen Enzyklopädie (Diderot und D'alembert) war sicherlich überfällig und des Feierns würdig, die französische Revolution mit allen begangenen Gräueltaten (auch der glorifizierte Sturm auf die Bastille) hingegen weniger.
Grüße von Georg
KAISER BARBAROSSA RIEF AUF EINMAL "HOSSA"
(Infoverlag/ Georg C. Peter)
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