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Religion als Schutz vor Burnout?
#1
Hallo Ihr Lieben,

Ich schreibe gerade meine Masterarbeit zur Gesundheitspsychologin. Dafür mache ich gerade eine Studie zum Thema Müttergesundheit. Burnout ist inzwischen bei Müttern stark verbreitet und dennoch wenig erforscht. Daher widme ich meine Arbeit Müttern mit Kindern zwischen 0 und 11 Jahren. Ich versuche herauszufinden ob sie wirklich so belastet sind wie es scheint und wenn ja was sie stresst aber auch was sie schützen könnte. Ein möglicher Schutzfaktor aus meiner Sicht könnte in der Religion liegen. Deshalb richte ich mich an euch. Wenn ihr Mütter seid mit kleinen Kindern und meine Umfrage unterstützen könntet würde ich mich sehr freuen. Hier geht's zur Umfrage:

https://www.unipark.de/uc/Studie-Gesundheit/

Vielen Dank an Euch!
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#2
Ich (Vater, Großvater, 75) bezweifle, dass Religion allgemein vor Burnout schützt. Was nach meiner Erfahrung, Frauen schützen könnte, wäre die "Mütterhilfe" durch die Religionsgemeinschaft. Einmal ist man nicht allein mit erheblichen Belastungen, die Kinder und Haushalt nun mal mitbringen, und man erhält Argumentationshilfe dem Partner gegenüber.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#3
Hallo Master2017,
ich finde das gut, dass Du Dich um das Wohl der Mütter sorgst, aber Religion allein wird da nicht reichen.
Da bin ich einer Meinung mit Ekkard.
Religion ist eventuell dazu da, sich eine Art moralisches Grundgerüst fürs Leben zu beschaffen bzw. daran zu arbeiten, aber konkrete Hilfe wie zum Beispiel bezahlbare/gratis Babysitter, Unterstützung aller Art inklusive einer Vertrauensperson, die einen auffängt, wenn das mal sein muss, ist unverzichtbar. Da es heute weniger Zusammenhalt in Form von Mehrgenerationenfamilien und der entsprechenden Gemeinschaft im Dorft / der Nachbarschaft gibt, braucht man dafür eben eine andere Form von Gemeinschaft. Es heißt ja immer so schön, dass man ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind aufzuziehen. Kinderärzte beklagen heutzutage auch das Fehlen von Großmüttern, die z.B. bei alltäglichen Kinderkrankheiten hilfreich zur Seite stehen würden und das Ganze etwas handhabbarer machen würden. Das hab ich mal irgendwo gelesen, die Quelle dazu weiß ich leider nicht mehr.

Besonders berücksichtigen sollte man beim Thema Burnout die Alleinerziehenden. Das ist finanziell, zeitlich und emotional wohl noch schwieriger als Kindererziehung im Rahmen einer Partnerschaft, womit ich nicht gesagt haben möchte, dass Frauen im Rahmen einer Beziehung es bei der Kindererziehung + Job + Haushalt einfach hätten. Auch 2017 bleibt das alles oft noch komplett an der Frau hängen.

Da ich keine Kinder habe, wollte Deine Umfrage mich nicht haben. Aber versucht hab ichs Icon_lol
Ich wünsche Dir viel Erfolg.
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#4
Ich denke ob Religion ein Schutz vor Burnout sein kann hängt von der Tiefe des Eintritts in die Religion ab. Es ist wohl so dass jede religiöse Praxis immer auch ein sich-selber-lassen bedeutet, oder psychologisch gesprochen ein "Urvertrauen" in sein eigenes oder größeres Sein.
Der Priester Leo Maasburg, der sehr lange an der Seite von Mutter Teresa gestanden hat, ist sich da ganz sicher, dass die Schwestern ohne tägliche Anbetungszeiten Burnout bekommen hätten.
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#5
Sagen wir so: Der theologische (Gott beschreibende) Überbau der jeweiligen Religion reicht nicht aus, die Psyche zu entlasten. Der Mensch ist auf Gemeinschaft angewiesen, wenn es Probleme gibt. Die Gebetszeiten sind eben Gemeinschaftszeiten, Abschalten der Stress-Situation(en), Glauben an Sinn, Verteilung der Belastung auf Viele ...
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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