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Eine Welt ohne Glaube
#46
(17-09-2017, 20:35)Adamea schrieb: Ekkard hat mir dazu jedoch zu verstehen gegeben, dass ich bitte zu verstehen habe dass diese Aussage nur aufgrund meiner Weltanschauung gilt.
Was ja auch richtig ist. Schon die von Dir benutzten Begriffe entstammen einem kulturellen Kontext und damit einer speziellen, in diesem Kontext gewachsenen Weltanschauung.


Wenn Alles, was man aus Natur und Sein herauslesen kann, gut ist, dann ist das Gute obsolet.
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#47
(21-09-2017, 20:28)sanctus schrieb:
(17-09-2017, 20:35)Adamea schrieb: Ekkard hat mir dazu jedoch zu verstehen gegeben, dass ich bitte zu verstehen habe dass diese Aussage nur aufgrund meiner Weltanschauung gilt.
Was ja auch richtig ist.

Klar ist ALLES was ich hier schreibe meine Meinung und damit auch Teil meiner Weltanschauung!!! WAS sonst??? Ich schreibe NICHT über die Weltanschauung andere Menschen, wozu sollte ich das tun?
Sind eure Texte nicht auch nur Teil eure Weltanschauung? Oder schreibt ihr im Forum über die Weltanschauung anderer?

(21-09-2017, 20:28)sanctus schrieb: Schon die von Dir benutzten Begriffe entstammen einem kulturellen Kontext und damit einer speziellen, in diesem Kontext gewachsenen Weltanschauung.

Meine benutzten Begriffe, sind die die mir am geläufigsten sind, egal welchen kulurellen Kontext DU darin erkennen magst.
Ich rede und schreibe nur so wie ich auch verstehen kann!

(21-09-2017, 20:28)sanctus schrieb: Wenn Alles, was man aus Natur und Sein herauslesen kann, gut ist, dann ist das Gute obsolet.

Hä? Das Gute ist obsolet? Was meinst du?

Das Gute muß ständig neu ermittelt werden! ALLES ist Bewegung und alles ist lebendig. Das bedeutet alles ist ständig am Verändern.
Also muß das Gute auch ständig neu erschaffen oder besser gesagt auch ERHALTEN werden.
Veränderung ist ja auch eine Zerstörung! Darum braucht es immer den Erhalt, das was ständig am wiederherstellen ist, damit nichts vergeht, oder untergeht, verschwindet.
Wärend etwas auf der eine Seite geht kommt gleichzeitig das Andere auf diese Seite, sodass immer etwas auf der Seite ist. Das "Gewicht" wird erhalten durch das Wechselspiel.
Ein Gleichgewicht zu halten ist ein ständiger lebendiger aktiver Akt.
DAS Gleichgewicht SELBST ist statisch ABER das Gleichgewicht erhalten ist Bewegung. Das ist ein Unterschied!

DAS ewig Gute ist genauso Tod wie der Tod selber.
Das ewige lebendige Leben ist ein ständiger Akt DES ERhaltens. Das lebendige Leben IST das Gute und innerhalb des lebendigen Lebens, das gut ist, ist das Gute zu ER-leben MÖGLICH. Möglich! WIE Wahrscheinlich das ist, ist vom Menschen abhängig!
Alles KANN sein oder nicht sein!

Aus der Natur kann man die Dreifaltigkeit und die Funktion der Dualität und Polarität herauslesen.
Das ist das Wechselspiel des Lebens.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#48
(21-09-2017, 21:39)Adamea schrieb: Aus der Natur kann man die Dreifaltigkeit und die Funktion der Dualität und Polarität herauslesen.
Das ist das Wechselspiel des Lebens.

Es lebe die wechselspielende bipolare Dreifaltigkeit!


Für den Fall, dass es Dir gar nicht bewusst ist: In einer Diskussion, die mit Worten geführt wird, ist es nicht nur sehr von Vorteil, sondern eigentlich sogar unumgänglich, dass den benutzten Worten auch irgendein nachvollziehbarer Sinn beigelegt wird. Wo immer man Dich gelehrt hat, dass ein solcher nachvollziehbarer Sinn auch dann vorliegt, wenn nichtssagende Worthülsen mit schaumig geschlagener Emotionalität gefüllt und beliebig aneinander gereiht werden, hat man Dich definitiv belogen Icon_exclaim
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#49
(21-09-2017, 22:57)bellevue schrieb: Es lebe die wechselspielende bipolare Dreifaltigkeit!
...Wo immer man Dich gelehrt hat, dass ein solcher nachvollziehbarer Sinn auch dann vorliegt, wenn nichtssagende Worthülsen mit schaumig geschlagener Emotionalität gefüllt und beliebig aneinander gereiht werden, hat man Dich definitiv belogen Icon_exclaim

Mich hat keiner belehrt oder belogen, was ich schreibe ist aus meinen eigenen Gedanken und Überlegungen.
Du hast aber recht bezüglich der nachvollziehbaren Erklärung. Leider ist das auch dann ein Problem wenn etwas stimmt.
Es gibt vieles was man nur sehr schwer mit Worten erklären kann.

Die Dreifaltigkeit ist für mich im wahrsten sinne des Wortes eine Dreifaltigkeit. Sie IST wahrlich universal. Du mußt das nicht glauben, du kannst das nur selber herausfinden. Eine Erklärung ist unmöglich, eine Erklärung kann nur Anhaltspunkte liefern oder Interesse zum selbersuchen erwecken.
Also keine Sorge ich glaube nix was mir jemand eingetrichtert hat, sondern dass was ich selber erkannt habe! Es passen nur die selben Worte wie eben z.B. "Dreifaltigkeit", und ich verwende diese sehr gerne.

Ja, "in einer Diskussion, die mit Worten geführt wird, ist es nicht nur sehr von Vorteil, sondern eigentlich sogar unumgänglich, dass den benutzten Worten auch irgendein nachvollziehbarer Sinn beigelegt wird". ABER hier liegt auch das Problem!!!
Pass gut auf was du liest!!! DANN bemerkst du vielleicht etwas! DER SINN ist der springende Punkt!
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#50
Dreifaltigkeit: Schwarz und Weiß plus den Mittelwert Grau.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#51
(21-09-2017, 21:39)Adamea schrieb: Aus der Natur kann man die Dreifaltigkeit und die Funktion der Dualität und Polarität herauslesen.
Das ist das Wechselspiel des Lebens.

Man kann immer und überall herauslesen, was man herauslesen will Man braucht es nur zuerst hinein interpretieren. Dualität gibt es in der "Natur" nicht, sowie die Natur auch eine Vielfältigkeit und kein Dreifältigkeit ist. Wenn der Glaube die Grundlage aller eigenen Interpretationen ist, dann ist auch keine anderes Weltverständnis mehr möglich, als ein ziemlich einfältiges. Weswegen besonders "einfältige" Artgenessen, im Dualismus dann auch  ein höheres Welt-Prinzip zu erkennen meinen. Tatsächlich aber ist der Dualismus nur eine vereinfachende Polarisierung für Einfältige.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#52
(22-09-2017, 20:29)Geobacter schrieb: Dualität gibt es in der "Natur" nicht...

Das wuerde ich so nicht verallgemeinern. Der Trend zu zwei Geschlechtern scheint doch weit verbreitet zu sein.
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#53
Nicht mal die Elektrizität ist ausschließlich dualistisch polarisiert und das kann man sogar messen. Es hängt immer vom Bezugspunkt ab, von welchem man beim messen ausgeht. Deswegen ist eben Glaube einfach nur Nichtwissen. Kein einziger Mensch kann alles wissen. Aber wir/unsere Gehirne, sind Beziehungsorgane und womit wir in der Lage sind, das Wissen und die Erfahrungen anderer für uns zu nutzen. Auch ohne dabei selbst alle damit zusammenhängenden Details und Hintergründe eingehend zu verstehen. Gerade deswegen ist die dualistsche Weltinterpretation fast immer mit besonders egozentrisch ausgerichteten Wertvorstellungen verbunden. Womit gemeint ist, dass der Dualist seine eigene subjektive Empfindungswelt zum absoluten Bezugspunkt für das Maß von Gut und Böse machen will/möchte. Ich persönlich halte das auf Dauer für ebenso nervig, wie moralisch fraglich.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#54
Oh, ich wollte hier nicht dualistischen Weltvorstellungen wie der des Zurvanismus das Wort reden. Ich halte die auch fuer einerseits zu sehr vereinfachend als auch ueberdramatisiert. Ich hatte mich nur auf die allgemein gehaltene Aussage Deinerseits bezogen.
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#55
(22-09-2017, 20:58)Ulan schrieb:
(22-09-2017, 20:29)Geobacter schrieb: Dualität gibt es in der "Natur" nicht...

Das wuerde ich so nicht verallgemeinern. Der Trend zu zwei Geschlechtern scheint doch weit verbreitet zu sein.

Es gibt tatsächliche auch Zwischenformen, die gemeinhin viel öfter vorkommen, als einem gewohnheitsmäig auffällt. Und auf "psychologischer/seelischer und sexueller" Ebene, ist der Trend hin zu zwei Geschlechtern sogar eher die Ausnahme.

Mit meiner Behauptung, es gäbe in der Natur die Dualität nicht, ist nicht gemeint, dass es in der Natur überhaupt keine Gegensätze vorkommen, sondern dass die dualistische Naturinterpretation falsch ist, weil in der Natur alle möglichen Zwischenformen vorkommen. Vielleicht habe ich es auch ein bisschen ungeschickt ausgedrückt.
@Ulan ...ich wusste gar nicht mal, welche Glaubens-Grundsätze der Zuravanismus vertritt. Jetzt, wo ich mich über Wikipedia schnell mal oberflächlich schlau gemacht habe, versteh ich was du meinst.. Icon_cheesygrin
So gesehen ist mir der Zurvanismus natürlich näher, als die katholisch-evangelische Schöpfungslehre mit ihrem dualistischen Sündfall.. [Kicher..]
Und natürlich ist es auch immer ein Frage des jeweiligen Bezugs-Standpunktes, den man für seine Interpretation des jeweiligen Messergebisses anwendet.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#56
(21-09-2017, 21:39)Adamea schrieb: Klar ist ALLES was ich hier schreibe meine Meinung und damit auch Teil meiner Weltanschauung!!! WAS sonst??? 

Womit ich Dein Problem nicht verstehe, denn nichts anderes hat Ekkard gesagt.


Zitat:Hä? Das Gute ist obsolet? Was meinst du?

Wenn Alles aus der Natur oder dem Sein Herauslesbare gut ist, gibt es nichts negatives und damit ist die Kategorie "gut" überflüssig.


Zitat:Das Gute muß ständig neu ermittelt werden! ALLES ist Bewegung und alles ist lebendig. Das bedeutet alles ist ständig am Verändern. 


Also das aus Sein und Natur herausgelesene Gute ist auf einmal nicht mehr gut?


Zitat:Aus der Natur kann man die Dreifaltigkeit und die Funktion der Dualität und Polarität herauslesen. 
Das ist das Wechselspiel des Lebens.
Dreifaltig, Vierfaltig, Vielfaltig. Man kann viel herauslesen. Nur ist das nicht universell, sondern individuell.
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#57
(05-08-2017, 19:52)augustinus schrieb: Religion gehört zum Menschen, doch wie sehr, dies können wir bestimmen. 
Wir können auch bestimmen was für einen Wert der Glaube für die Welt hat.
Nehmen wir an: Wir können die Welt von Verbrechen, die ihm Namen des Glaubens verübt werden, befreien.
Es gäbe keine Attacken, aber dafür müssten wir den Glauben wie er jetzt ist aufgeben. Die Literatur würde existieren.
...

Hallo in die Runde,

ich meine alle unsere Antworten wären auch immer Spekulation, im Sinne einer Notwendigkeit der Religion(en) überhaupt. Hier wäre auch gleich eines der Grundprobleme der Religionen angesprochen:


Zitat:Wir können auch bestimmen was für einen Wert der Glaube für die Welt hat.


Unter welchen Prämissen sollte der "Wert" einer Religion definiert werden? Liegt und lag diese Welt nicht schon im Argen genug, weil sich gewisse religiöse Eiferkollektive einen zu hohen Wer beimessen. im Alleinerstellungsmerkmal des jeweils diensthabenden Gottes?
Achtung, Ehrerbietung und Repekt fordern alle Religionen für sich ein, aber das sollte man nicht fordern, sondern sich verdienen.

Ich möchte im Rahmen dieser Diskussion einmal eine ganz simple Frage stellen:

Warum gibt es so viele verschiedene Religionen aber nur eine Mathematik?

Und über den Sinn von Religionen gibt es für mich keine bessere und genialere Antwort, als aus Dostojewskis Brüder Karamasow, hier Der Großinquisitor, wenn es dann hier gestattet ist, als Text im Projekt Gutenberg, hier das fünte Kapitel des fünften Buches.
(Etwas nach unten scrollen.)

Dostojewski -  Großinquisitor
(Diese Texte sind gemeinfrei)


Einer der größten und wohl auch berühmtesten Anklagen gegen das Christentum in der Weltliteratur. Ich weiß nicht wie sich unsere Welt ohne Religionen darstellen würde, gewiss etwas friedevoller und humaner. Denn man kann mit und auch ohne Religion ein schlechter Mensch sein.

In diesem Sinne und Grüße an die User aller Weltanschauungen
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#58
(23-09-2017, 14:58)Horacker schrieb: Warum gibt es so viele verschiedene Religionen
Weil Religionen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Situationen entstanden sind, andere kulturelle Gegebenheiten vorfanden und mit einem anderen Zeitgeist konfrontiert waren. Das Christentum würde beispielsweise keine Dreifaltigkeit kennen, wenn es nicht den Griechen die eigene Religion hätte erklären müssen, der Islam würde weniger Kämpfe im Koran finden, wenn Mohammed in seiner historischen Situation weniger Schlachten hätte schlagen müssen, Moses wohl keine Kriegsgesetze bekommen, wenn er nicht Feldherr gewesen wäre und Jesus verkündete einen durchweg pazifistischen Auftrag, weil er im Gebiet seines Wirkens mit kriegerischen Auseinandersetzungen eher nicht in Berührung kam. Deswegen gibt es verschiedenen Religionen.
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#59
(22-09-2017, 16:19)Geobacter schrieb: Dreifaltigkeit: Schwarz und Weiß plus den Mittelwert Grau.

Dreifaltigkeit in bunt: GRUNDfarben: Gelb, Blau, Rot.
Farben, Individualität malt das Leben aus und macht es lebendig.
Stelle dir mal das perfekte Bild der Mona Lisa in schwarzweiß mit allen Grautönen vor. DIE Grundstruktur bleibt in ihrer Perfektion gleich, du hast nur keine Farben, DIE Form "Mona Lisa" ist noch da.
So ist es auch mit der Dreifaltigkeit, sie ist als Grundstruktur da, und verläuft in ihrer 3fachheit in die Vielheit.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#60
(23-09-2017, 16:22)Adamea schrieb: Dreifaltigkeit in bunt: GRUNDfarben: Gelb, Blau, Rot.

Und damit relativ, da nur Menschen diese Grundfarben sehen. Bei Tieren sieht das wieder ganz anders aus.
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