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Ist Gott und Satan identisch?
#1
2. Buch Samuel 24,1:
"Und der Zorn des HERRN ergrimmte abermals wider Israel und er reizte David wider sie, daß er sprach: Gehe hin, zähle Israel und Juda!"

1. Buch Chronik 21,1:
"Und der Satan stand wider Israel und reizte David, daß er Israel zählen ließe."

So steht es in jeder Übersetzung, die ich gefunden habe. Sie bezieht sich auch auf die gleiche Volkszählung, wie der nächste Satz jeweils zeigt, wo David Joab den Befehl zur Zählung gibt.

Wer reizte David nun? Gott oder der Satan? Oder sind beide identisch Gott=Satan?

Oder nur wieder einer der 1000 Widersprüche der Bibel, die zeigen, daß es sich nur um ein Sammelsurium von Mythen handelt, ohne jeglichen Anspruch auf Wahrheit?
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#2
Welche "Wahrheit"? Es ist die Frage, was die Geschichten überhaupt transportieren. Ich behaupte, sie transportieren die damalige theologische Deutung eines von David erlassenen Dekrets. Wenn 2 Erzähler dasselbe erzählen, wird das in den seltensten Fällen übereinstimmen. Die Einen sehen einen "ergrimmten HERRN", die anderen den Bösewicht schlechthin.
Na und?
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#3
Der Sinn der Frage war auch mehr, was diejenigen Nutzer hier sagen, die glauben, die Bibel sei direkt oder indirekt von einem/ihrem Gott geschrieben.
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#4
(04-09-2017, 21:55)HJS6102 schrieb: Der Sinn der Frage war auch mehr, was diejenigen Nutzer hier sagen, die glauben, die Bibel sei direkt oder indirekt von einem/ihrem Gott geschrieben.

Da die Frage an 'diejenigen Nutzer' geht, kann ich darauf nicht antworten, daher nur allgemein:

Ich denke, du gehst hier von einer speziellen Definition der Bibel aus.
Demnach müssten alle Aussagen aus allen Quellen, die über (anzunehmenderweise) das Gleiche sprechen, im (wörtlich zu nehmenden) Inhalt identisch sein, egal von wem und aus welcher Zeit sie stammen.
Und was nicht passt, gilt als 'Widerspruch'.

Das klingt mir mehr nach dem Anspruch an ein modernes Gesetzesbuch oder an eine historische Doktorarbeit als dem Anspruch an eine religiöse Schrift.
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#5
(04-09-2017, 19:48)HJS6102 schrieb: Wer reizte David nun? Gott oder der Satan? Oder sind beide identisch Gott=Satan?

Kann man das nicht mit der Lichtuhr vergleichen? Ein Reiz oben und ein Reiz unten spiegeln das Licht das hin und her geht?
David ist in der Vorstellung das hin und her pendelnde Licht. Gott und Satan sind die Spiegel oben und unten.

Gott und Satan sind m.E. 1. ....Also 1 was auch immer.
Gott HAT 2 "Gesichter" UND 1 Fähigkeit... das Wechseln können, also Bewegung.
Oder: Gott als 1 Feld IN dem 2 Gegensätzliche Kräfte wirken, die eine Kraft ist die "gute" und die andere die "böse" oder voll+leer.... Plus und Minus als 1 Energie.
1 aus 2 oder 2 IST 1 ...MIT 1 Funktion/Fähigkeit. =3
Da Gott laut Bibel sowieso Dreifalltig ist, ist einer von den 3 Satan, das leere, das Unbewusste, das Dunkle usw., und daher mit dem Begriff "Böse" behaftet worden und ein anderes dieser 3 ist Gott selbst, also dieser Eine. Weil 2 Wechselwirken können, ist da automatisch das Dritte, nämlich die Bewegung, ein Tanz umsichherum, ein Seitenwechselspiel oder wie man das nennen kann. Die 2 haben eine Fähigkeit des ständigen Platztausches. Also sind 3 ein System.

Gott + Satan + Bewegungsfähigkeit/Aktivität/Kraft/Energie = DAS Gott als "Päckensystem" ...3 =1 oder wie auch immer man das nennen kann.
Oder: Gott ist 1 Münze mit 2 Seitenkräften die untrennbar miteinander verbunden sind weil sie Eins sind ALS dass was sie sind.
Oder: Den Menschen kann man 3 mal "teilen" ...Oberkörper/Unterkörper, linke und rechte Seite, Vorderansicht und Rückenansicht. Dennoch ist der Mensch 1

Oder: Ein runder Spiegel von Oben gesehen ist eine Scheibe, ein Kreis. Dieser hat einen Mittelpunkt, eine Fläche und einen Rand. DAS Alles IST ALS Spiegel in einem Raum.
Ein Spiegel kann man auch von der Seite ansehen, dann sieht man eine Linie, ein Strich, und da gibt es dann ein Links und ein Rechts. Da ein Spiegel eine gewisse Dicke hat, gibt es da auch noch einen Raum. Der Raum im Raum.
Würde man nur diesen Strich-Seitenblick haben, so könnte man nicht erkennen dass der Strich eine Scheibe ist und glauben dass es ein "Faden", also Strich ist, der oben und unten endet. Denkt man sich diese Enden oben und unten, sind da 2 Punkte/Löcher im Raum die verbunden sind.

Die Erde ist bekanntlich rund und wurde von den Menschen auch schon als Scheibe gesehen. Ich finde beides stimmt, es ist nur eine Frage der Sichtweise und des Denkens.
Die Galaxie ist eine Scheibe und die Erde steckt als Kugel IN dieser Scheibe.

Oder vielleicht so:
Es spiegelt sich nur dann etwas wenn es etwas gibt dass reflecktiert und wenn es einen dunklen Hintergrund gibt. Eine dunkle Seite macht das Spiegeln erst möglich.
Wenn jemand in den Spiegel blickt, dann ist da ein Abbild vom Selbst. Es existiert also das orginal Objekt das "Ich" UND das Orginalbild, also 1 Gleiches als Bild. Ein Körper und ein Nichtkörper, oder "Geist", oder eine Illusionsmuster...das Seinesgleiche.
1 OrginalObjekt und 1 Orginalbild sind gleichwertig orginal aber nur das Bildverursachende Objekt machte das 1 Bild möglich.
Gott als Orginalobjekt gesehen erzeugt also ein Muster/Bild. 1 Bildgeber/Spender/Sender und das Bild, das Empfange auf dem Spiegel.
Dieses göttliche "Tun" und das durch das Göttliche erzeugte Muster ist nur möglioch weil etwas da ist das den Spiegel trägt.
Ein Träger...ein Trägerstoff, ein Luzifer oder Satan.
Wenn Satan oder Luzifer der Eine und erste Spiegelträger war... wieviele gibt es heute? Und somit auch die Frage wieviele Spiegel gibt es inzwischen?
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#6
Die Texte stammen auch aus unterschiedlichen Zeiten, wo sich wohl das Bild dessen, was man von Gott erwartete, geaendert hatte. Die aelteren Bibeltexte haben kein Problem damit, Gott als wankelmuetig, grausam und jaehzornig darzustellen; Verehrung eines Gottes war immer auch ein Beschwichtigungsversuch. In spaeteren Texten wurden die negativen Eigenschaften dann oft "ausgelagert".
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#7
Ich persönlich habe dazu keine befriedigende Antwort.
Außer das es hier um zwei verschiedene Perspektiven geht.
Die Gottes und die wie der Mensch es sieht.
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