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Predigt in lateinischer Sprache?
#16
(04-11-2017, 20:26)Geobacter schrieb: Bezüglich der Feststellung, dass Frauen neuerdings in der kath. Kirche "predigen" dürften, im Sinne dessen was auf Katholisch mit "Predigt" gemeint ist, bin ich mir aber nicht ganz sicher. Laien dürfen anstelle der sonst üblichen Predigt des Priesters eine Art Lesung halten und Frauen sind davon selbstverständlich nicht ausgeschlossen. 

Laien dürfen während einer Heiligen Messe nicht predigen. Lediglich die erste und zweite Lesung werden von Laien übernommen. Hierfür gibt es Lektorinnen und Lektoren.
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#17
So genau muss man das gar nicht wissen.. Bei den Katholiken geht es ja um das "Geheimnis" des glaubens und nicht um die Gewissheit. :D
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#18
Du bist ja nicht katholisch, daher greift das Argument nicht ;)
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#19
Bitte keine Voll-Zitate (Vollquottel), schon gar nicht, wenn die zitierten Texte unmittelbar voran gehen.
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#20
(05-11-2017, 16:59)sanctus schrieb: Du bist ja nicht katholisch, daher greift das Argument nicht ;)

Ganz abgesehen davon, dass die Praemisse wahrscheinlich formal nicht stimmt, sehe ich hier auch nicht, wie der Nachsatz daraus folgen wuerde, selbst wenn die Praemisse richtig waere. Selbst wenn man, erstens, die Kirche irgendwann verlaesst (ob nun formal oder nur innerlich), so hat man doch meist genug Insider-Kenntnis, wenn man an Religionsunterricht und Gottesdiensten teilgenommen hat. Und selbst wenn man, zweitens, nicht Mitglied einer Glaubensgemeinschaft ist, kann man doch die Stossrichtung des Glaubenserlebens in Erfahrung bringen.
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#21
(05-11-2017, 16:59)sanctus schrieb: Du bist ja nicht katholisch, daher greift das Argument nicht ;)

Das wäre mir jetzt ganz neu. Ich bin katholisch getauft, katholisch (v)erzogen, in alle katholischen Traditionen, Bräuche und leider auch Vorurteile eingeweiht. Ich habe mit dem katholischen Gemeinschaftsleben jede Menge  lustige, traurige, ärgerliche und auch schmerzhafte Erfahrungen gemacht..

Wenn ich nicht durch und durch katholisch bin, dann weis ich auch nicht weiter. Natürlich bin ich kein katholischer Extremist im herkömmlichen Sinne. Eher das "extreme Gegenteil" davon.

Ich bezog mich also nur auf das katholische Glaubensbekenntnis und das beginnt nun mal mit: "Geheimnis des Glaubens" und nicht mit: "Geheimnis der Gewissheit"...
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#22
Nachdem wir nun geklärt haben, dass in katholischen Kirchen normalerweise NICHT in lateinischer Sprache gepredigt wird, möchte ich anmerken,   dass ich es immer schön und feierlich finde, wenn ab und zu einmal das Credo in der Art des Gregorianischen Chorals gesungen wird.

Also mit diesen Worten:

Credo in unum Deum
Patrem omnipotentem,
factorem cæli et terræ,
visibilium omnium et invisibilium .....

etc ....
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#23
Das katholische Glaubensbekenntnis wurde früher, als die Messen noch vorwiegend in Latein abgehalten wurden - mit Ausnahme der Predigt- vom Pfarrer in Latein vorgelesen. Ich hab sogar mal als Ministrant dem Pfarrer den lateinischen "Spickzettel" dafür reichen müssen... Das war in etwa zur selben Zeit, als die Amerikaner zum ersten mal auf dem Mond gelandet sind..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#24
(05-11-2017, 22:18)Mellnau schrieb: Nachdem wir nun geklärt haben, dass in katholischen Kirchen normalerweise NICHT in lateinischer Sprache gepredigt wird, möchte ich anmerken,   dass ich es immer schön und feierlich finde, wenn ab und zu einmal das Credo in der Art des Gregorianischen Chorals gesungen wird.

Ich glaub, das Gregorianische Coral ist eher so eine Erfindung von sehr weltlichen Musikproduzenten gewesen,,, und bei manchen Pfarrern ist es dann vielleicht auch besser, wenn sie auf das Singen ganz verzichten. Musikalität ist nämlich eine "Begabung" die bei den davon betroffenen manchmal auch sehr schmerzliche wie peinliche Empfindungen hervorruft,...
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#25
(05-11-2017, 22:37)Geobacter schrieb: Ich glaub, das Gregorianische Coral ist eher so eine Erfindung von sehr weltlichen Musikproduzenten gewesen

Das glaube ich eher nicht - ohne jetzt mal Wikipedia zu bemühen.

Das Credo wurde in meiner Kindheit nicht vom Pfarrer alleine gesungen, sondern von der ganzen Gemeinde. Und ich habe immer gerne mitgesungen. Die Melodie hat mir sehr gefallen, und gefällt mir auch heute  noch.

Auch wenn mir nicht klar war, was das nun immer Wort für Wort bedeutet, so kannte jeder doch den Text in der deutschen Übersetzung, und wusste also schon, was er da sang.

Inzwischen weiß ich auch durch den späteren Latein-Unterricht, was der Text Wort für Wort bedeutet.
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#26
(05-11-2017, 23:31)Mellnau schrieb:
(05-11-2017, 22:37)Geobacter schrieb: Ich glaub, das Gregorianische Coral ist eher so eine Erfindung von sehr weltlichen Musikproduzenten gewesen

Das glaube ich eher nicht - ohne jetzt mal Wikipedia zu bemühen.

Dann solltest du es vielleicht gelegentlich doch mal tun.. da steht nämlich:
Zitat:Zitat Wikipedia: Unter gregorianischem Choral (lateinisch: cantus choralis sive ecclesiasticus „chormäßiger oder kirchlicher Gesang“) oder gregorianischem Gesang (cantus gregorianus)[1] versteht man den einstimmigen, ursprünglich unbegleiteten, liturgischen Gesang der römisch-katholischen Kirche in lateinischer Sprache..........Nach übereinstimmender Meinung von Historikern und Musikwissenschaftlern kann Papst Gregor I. aber nicht als der Komponist dieser Stücke betrachtet werden. Seine Autorschaft wurde behauptet oder angenommen, um Gestalt, Repertoire und Melodien der römischen Liturgie – gestützt auf eine unbezweifelte geistliche Autorität – als göttlich gegeben festschreiben zu können. Gregor der Große selbst bestand dagegen keinesfalls auf einer Vorbildfunktion irgendwelcher Liturgien seiner Zeit.


(05-11-2017, 23:31)Mellnau schrieb: Das Credo wurde in meiner Kindheit nicht vom Pfarrer alleine gesungen, sondern von der ganzen Gemeinde. Und ich habe immer gerne mitgesungen.
Ja. sehr.schön.

Wir- die Band und unsere Sänger und Sängerinnen haben in der Kirche 18 Jahre lang"Tanzmusik aufgeführt und damit gelegentlich auch in Deutschland die eine oder andere Kirche mit jungen Leuten gefüllt, welch sich ansonsten dort, nur wegen dem Gregorianischen Gesang des Pfarrers wohl kaum noch blicken haben lassen.

Ich meinte natürlich mit dem Gregorianischen Gesang: "Die Mönche in der Hitparade" *http://www.badische-zeitung.de/rock-pop/die-moenche-in-der-hitparade--2448298.html Und womit dann der gregorianische Coral natürlich auch sehr weltliche Bedeutung erlangte..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#27
@ Geobacter

Keine Sorge, ich lese oft in Wikipedia.
Was du zitierst, widerspricht aber nicht dem, was ich geschrieben habe.

------------------------

Nochmals:
Wir haben das Credo gemeinsam gesungen, und nicht den Pfarrer alleine singen lassen.

Ich habe auch nicht gesagt, dass nun alle jungen tollen locker-flockigen Typen das toll finden müssten.
Ich habe nur in aller Bescheidenheit gesagt, dass ich das gerne gehört und gesungen habe.

Später kann ich mal noch eine Begebenheit erzählen, die mit dem Singen des Credo zu tun hat.
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#28
Gregorianik als Stilbegriff ist im 20. Jh aufgekommen.

Gregorianische Gesänge im Rahmen liturgischer Feiern sind unter den Bezeichnungen gregoriana carmina und cantus romanus seit karolingischer Zeit in Gebrauch.

Die Urheberschaft Gregors I. ist Legende. Behauptet wird sie im um 800 entstandenen Prolog Gregorius praesul zu Gesangbüchern für Messe und Offizium. Dort wird erklärt: Gregor "renovavit monimenta patrum priorum et composuit hunc libellum musicae artis scolae cantorum".

Ein weiteres Zeugnis dazu ist in der Vita Gregorii Magni des Johannes Diaconus vorzufinden. Es existieren auch bildlichen Darstellungen des Papstes mit dem Heiligen Geist in der Gestalt einer Taube auf seiner Schulter: Der Heilige Geist gibt Gregor Gesänge ein, die er einem Schreiber diktiert.
MfG B.
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#29
(06-11-2017, 18:17)Mellnau schrieb: @ Geobacter

Keine Sorge, ich lese oft in Wikipedia.
Was du zitierst, widerspricht aber nicht dem, was ich geschrieben habe.

------------------------

Nochmals:
Wir haben das Credo gemeinsam gesungen, und nicht den Pfarrer alleine singen lassen.

Ich habe auch nicht gesagt, dass nun alle jungen tollen locker-flockigen Typen das toll finden müssten.
Ich habe nur in aller Bescheidenheit gesagt, dass ich das gerne gehört und gesungen habe.

Später kann ich mal noch eine Begebenheit erzählen, die mit dem Singen des Credo zu tun hat.

Schon Ok Mellnau.. ich meinte ja auch, dass ich das schön finde. In Anbetracht dessen aber, dass die Kirchenbänke überall fast leer sind und der Kath. Glaube auch schon lange kein Geheimnis mehr ist.. höchstens noch für eine handvoll ältere Leute und solche, die noch nie etwas von den Verstrickungen des Vatikans mit der Mafia gehört haben... wäre es langsam an der Zeit den  alten lateinischen "Staub und Schimmel" einzusammeln und in die Tonne zu stampfen. Es geht ja nichts verloren... Traditionalisten können sich zusammentun um weiterhin ihr altes Brauchtum zu pflegen und zu hüten. Kirche hat ja auch noch ganz andere Aufgaben.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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