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Weckmann, Stutenkerl, Dambedei, Grittibänz, Nikolaus usw ...
#1
Wie nennt ihr jenes vorweihnachtliche Gebäck aus Hefeteig in eurer Gegend?

Aufgewachsen bin ich mit Weckmann oder  Nikolaus.

Nun wohne ich in einer Dambedei-Gegend.
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#2
Bei uns gibt es entweder den "Pantone" "italienisch" oder. aber den Südtiroler Weihnachts-Zelten *https://www.bauernhof.eu/traditionen-genuss/kueche-keller/weihnachtszelten-suedtirol.asp. Eine Art sehr deftiges Früchtebrot, welches durchaus auch als Inspirationsquelle für berühmte Drehbücher herhalten könnte. Wie z.B. auch "Vom Winde verweht"....

Der Panetone hingegen, ist der Legende nach von einem gewissen Küchenlehrling "Toni" aus Mailand in letzter Not aus Brotteig erfunden worden, nach dem ihm die ganzen Weihnachts-Kekse abgebrannt sind.*http://www.favolefantasia.com/6818/la-leggenda-del-panettone.html?refresh_ce.. wer in Italienisch nicht besonders bewand ist, kann google-translator bemühen.

Tatsächlich ist der Panetone überhaupt das Weihnachtsgebäck hier in Italien.. Es handelt sich dabei um eine Art sehr flaumigen "Gugelhupf", wie ihn auch die Österreicher kennen. (Ein Hefekuchen, der meist höher als breit ist)

Natürlich gibt es den Panetone mit und ohne kandierte Früchte/Zitronat..wie auch mit und ohne Schokoüberzug. Aber niemals ohne Staubzucker, welcher wie Schnee oben darüber gestreut wird. Und dazu trinkt man natürlich keinen "Pansch" namens Glühwein, sondern süßen oder auch etwas trockeneren "Spumante" (Schaumwein).. für Kinder und Abstinenzler gibt es natürlich Früchtetee..

Ansonsten gibt es bei uns hier nur diesen mit einer an den berühmten Bischof von Myra erinnernden und als Etikette ausgestanzten wie verklebten Hartkeks, der im Geschmack etwas an Lebkuchen erinnert.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#3
(11-11-2017, 12:49)Geobacter schrieb: Ansonsten gibt es bei uns hier nur diesen mit einer an den berühmten Bischof von Myra erinnernden und als Etikette ausgestanzten wie verklebten Hartkeks, der im Geschmack etwas an Lebkuchen erinnert.

Interessant!  Icon_exclaim

Ja, daran kann ich mich auch noch erinnern - aus Kindertagen!  Icon_smile

Jetzt aber scheint jenes spezielle Gebäck hier bei uns in Vergessenheit geraten zu sein.  Icon_frown
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#4
Das Papier-Bild von Nikolaus wird mit Mehlkleber direkt auf den Keks geklebt und lässt sich kaum ablösen.. Papierfuzel-Nikolaus-(steinhart)-Keks..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#5
*http://www.trachtenverband-bayern.de/tl_files/btv/fileadmin/shop/produkte/weihnachten/Aufkleber_A.jpg

So etwas..nur eben wird das Papier mit "Teig und Zucker" direkt auf den Keks geklebt und wers abkriegt hat zweimal Glück...
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#6
(11-11-2017, 14:59)Geobacter schrieb: Das Papier-Bild von Nikolaus wird mit Mehlkleber direkt auf den Keks geklebt und lässt sich kaum ablösen.. Papierfuzel-Nikolaus-(steinhart)-Keks..

Ja - genauso war es!
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#7
(11-11-2017, 15:24)Mellnau schrieb:
(11-11-2017, 14:59)Geobacter schrieb: Das Papier-Bild von Nikolaus wird mit Mehlkleber direkt auf den Keks geklebt und lässt sich kaum ablösen.. Papierfuzel-Nikolaus-(steinhart)-Keks..

Ja - genauso war es!

Es gab, als ich noch "ziemlich klein war", das selbe mit dem "Krampus", welcher den Nikolaus auch heute noch begleitet, wenn dieser hier im Dorf am 5. und 6. Dez. mit dem Jeep, statt mit der Kutsche unterwegs ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Krampus.

Die beiden gestanzten Bildchen auf dem Keks, waren damals bei uns Buben sehr beliebt. Sie wurden auf Sperrholz geklebt (damals noch Laubholz genannt) und mit der Laubsäge ausgesägt. Aber ich rede hier von Zeiten, als gute Radios höchstens 3-4 Röhren hatten und man auf dem Land zum fernsehen nur den Feldstecher kannte...
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#8
Nachdem ich mich jetzt über "google" ein bisschen schlauer gemacht habe... bezüglich "Stuten"...
Dieser Hefeteig für figuratives Gebäck, ist bei uns hauptsächlich in der Karwoche und also vor Ostern sehr beliebt.
Ich mache sogar selbst jedes Jahr damit Osterhasen. Nur dass der Teig Stuten genannt wird, wusste ich bisher nicht.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#9
(11-11-2017, 18:41)Geobacter schrieb: Ich mache sogar selbst jedes Jahr damit Osterhasen. Nur dass der Teig Stuten genannt wird, wusste ich bisher nicht.

Das Wort "Stutenkerl" fand ich auch sehr seltsam, als ich es zum ersten Mal gelesen habe.

Ebenso wie das Wort "Dambedei".
Ich hörte es das erste Mal, als eine Frau begeistert ausrief: "Heute gibt's Dambedei!"

Und ich dachte spontan: "Die spinnt!"  Icon_smile
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#10
Der Dambedei könnte was ganz "altdeutsches" aus noch vorchristlicher Zeit sein, oder zumindest vom Althochdeutschen abstammen.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#11
(11-11-2017, 21:44)Geobacter schrieb: Der Dambedei könnte was ganz "altdeutsches" aus noch vorchristlicher Zeit sein, oder zumindest vom Althochdeutschen abstammen.

Die Herkunft ist unklar.

Es könnte auch eine Verballhornung von "Dominus Deus" sein.
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#12
(11-11-2017, 22:08)Mellnau schrieb:
(11-11-2017, 21:44)Geobacter schrieb: Der Dambedei könnte was ganz "altdeutsches" aus noch vorchristlicher Zeit sein, oder zumindest vom Althochdeutschen abstammen.

Die Herkunft ist unklar.

Es könnte auch eine Verballhornung von "Dominus Deus" sein.

Ok.. dann gebe ich mich geschlagen und mach mir jetzt einen echten Cappuccino, der hoffentlich nicht auch noch von den Kapuziner nach ihnen selbst so benannt wurde..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#13
(12-11-2017, 10:37)Geobacter schrieb: Ok.. dann gebe ich mich geschlagen 

Es war nicht meine Absicht, dich zu "schlagen"!  Icon_smile

Wie gesagt, dieses "Dominus Deus" ist nur eine Vermutung von vielen.
Die Herkunft des Namens "Dambedei" ist nicht sicher geklärt.
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#14
"Hokuspokus allerdings ist wohl geklärt.
Dahinter verbergen sich die Worte: "Hoc est corpus", die früher vom Priester bei der Kommunion bei der Austeilung der Hostie gesagt wurden.
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#15
Mit "geschlagen geben" meine ich nicht, was bei euch im Deutschen Sprachraum sonst üblicher weise...also kein Sorge, dass es mir hier um einen Wettstreit ginge. Bei uns sagt man das,.. manchmal...wenn damit: "navonmiraus, wenns denn so ist" gemeint..

Aber ich hab hier was Interessantes gefunden: https://archive.org/stream/deutschemytho...g_djvu.txt
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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