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Weinplauderei: Lasst uns doch mal ganz gemütlich über Wein plaudern ...
#1
Um einen Anfang zu machen, hier mal diese Frage:

Welche Rebsorten mögt ihr besonders gerne?

Bei mir:

Rotwein:
Spätburgunder, Regent, Merlot, Carmenère

Weißwein:
Riesling, Weißburgunder, Traminer, Gewürztraminer
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#2
Hi Mellnau
ich trinke keinen Alkohol. Ist besser so, früher habe ich getrunken.
Welcher der beste ist? Der geschenkte...

Gruß
Rudi
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#3
Reinen Alkohol würde ich auch niemals trinken!

Wie die Pfälzer sagen:

"Ich trink gern Wein, auch mal ein Bier. Aber Alkohol? Dieses Zeug rühr ich nicht an!"
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#4
Frage: Wann haben die sehr verehrten Herren und Damen Forenmitglieder zum letzten Mal einen Wein getrunken?

Und was für eine Rebsorte war das, falls ihr es noch wisst?
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#5
Bei uns wird nach alter Tradition auch noch selbst gekellert. Bis nach Tramin ist es von da, wo ich jetzt gerade bin mit dem Auto ca. 20 Minuten.. Ich mag gerne als Weißen den Sauvignon - ein leichet spritziger Spargelwein der auch zu vielen anderen Vorspeisen passt.. dann alte Rebsorten wie Goldmuskateller und Müller Thurgau ... davon gibt es hervoragende Cuvees..sehr duftig und aromatisch..Weisburgunder "Pinot gricio".. geht so,, mehr nur aus Höflichkeit und ist m.E nur was für den Export.. Icon_cheesygrin
Aber natürlich den Chardonnay.. den mag ich.,,,

Rotweine: da gibt es bei uns sehr viele und es hängt dann auch von der jeweiligen "Kellerei" ab, wie gut der Tropfen gekeltert wurde..
Aber mein bevorzugter Rotwein ist der "Lagrein".. ein ziemliches schweres Kaliber, der es spielend mit jedem Merlot aufnimmt.. aber man trinkt den Lagrein ja auch nicht wie Chianti und schon gar nicht mit den selben Absichten.. Bei uns ist der Vernatsch die häufigste Traube.. in Deutschland besser bekannt als "Kaltersee-Spezial-Wein" Ob dieser Exportwein tatsächlich auch aus Trauben hergestellt wird, weis ich nicht.. bei den Mengen die da jeden Tag verschifft werden, hab ich so meine Zweifel..

Und bei all dem würde ich mich selbst auch noch als Analkoholiker bezeichnen.. da ich tatsächlich sehr selten und nur bei wirklich sinnvollen Anlässen wie Feierlichkeiten Äthanolhaltiges trinke. Nicht zuletzt auch weil bei uns hier die strengsten Führerschein- Gesetze in Zusammenhang mit Alkohol am Steuer gelten. Aber das ist ein anderes Thema.

Die ganzen Italienischen Edelweine.. Barbera.. Brunello...und und und..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#6
Frueher habe ich eher Weissweine getrunken, aber die bekommen mir oft heute nicht mehr so. Selbst angeblich gute Weine machen mir da Probleme; wobei ich sagen muss, dass ich nicht bereit bin, Unsummen fuer Wein auszugeben. Zum Glueck gibt's heute, eher als frueher, selbst im Supermarkt gut trinkbare Weine. Die sind oft besser als direkt "vom Hof". Gewuerztraminer mag ich, trinke ich aber nur sehr selten. Frueher habe ich auch gerne Chardonnay (z.B. Chablis) oder Grauburgunder getrunken. Bei Weissburgunder fiel es mir meist schwer, einen guten zu finden (da war der beste, den ich je hatte, tatsaechlich aus Italien; der schlechteste aber auch).  

Trotz meiner Vorliebe fuer Rote trinke ich hier in Oesterreich im Lokal eher einen Gruenen Veltliner oder eventuell auch einen Welschriesling. Das ist ja eh das, was man meist bekommt. Mit den haeufigsten oesterreichischen Rotweinsorten konnte ich mich bisher nicht so recht anfreunden. Ich glaube nicht, dass ich schon einen einzigen Zweigelt getrunken habe, den ich wirklich gerne trinken wuerde, und Blaufraenkisch ist zwar etwas besser, aber trotzdem nicht so ganz mein Fall.

Am liebsten trinke ich heutzutage eigentlich immer noch Bordeaux- oder Médoc-Weine. Das sind meist Mischungen aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Malbec, und einigen anderen Rebsorten. Auch Bordeaux-Weine koennen sehr harsch oder stark geschwefelt sein, aber die meisten sind ganz ordentlich. Mit dem Médoc hatte ich mich angefreundet, als ich eine Weile in den franzoesischen Alpen beruflich zu tun hatte. Der naechste Laden war von einer grossen franzoesischen Supermarkt-Kette, und die hatten neben wunderbarem regionalen Kaese auch sehr gute Weine, die man in der Preisklasse zumindest damals bei uns nicht bekam. Ich hatte uebrigens kuerzlich mal einen oesterreichischen Wein, der sich mit einer Mischung aus Cabernet Sauvignon und Merlot daran versuchte, sich einem Bordeaux geschmacklich anzunaehern und das auch recht ordentlich hinbekam, auch wenn er etwas schwaechelte.

In den Vereinigten Staaten hatte ich dann auch viele gute Weine zur Auswahl. Wie ueblich bei "Spaetzuendern", egal um welches Nahrungs- und Genussmittel es geht (Kaffee, Tee, Wein, Bier), wird das Thema sehr ernst genommen und, wie ich finde, ueberstrapaziert. In Kalifornien werden viele Spitzenweine produziert, bei Roten hauptsaechlich Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir (Spaetburgunder etc.), bei Weissen Chardonnay, Sauvignon Blanc und Zinfandel (eigentlich eine italienisch/slowenische Traubensorte namens Primitivo). Zwar sind die lokalen Weine meist gut, aber auch recht teuer. Der Snobismus grassiert ungemein. Es ist anscheinend "verboten" (nicht gesetzlich, sondern "man tut es nicht"), Rebsorten zu mischen. Das fuehrt uebrigens dazu, dass Bordeaux-Weine in den USA im allgemeinen gar nicht besonders geschaetzt werden. Das hatte fuer mich den angenehmen Nebeneffekt, dass die Bordeaux-Importweine preislich sehr gut mit den kalifornischen Weinen mithalten konnten (Suedafrikaner oder Australier waren aber billiger). Reine Cabernet Sauvignons sind mir aber oft zu harsch, und Merlots neigen oft zu einem eher flachen Geschmack; da kann man durch Mischen viel "abrunden".

Das war fuer mich in gewisser Hinsicht ein Lerneffekt. Wenn Weine von einem bestimmten Hof geschaetzt werden, so erkennt man an, dass der Winzer oder Kellermeister es hinkriegt, auf seinem Boden und mit seiner Traube einen runden Geschmack hinzubekommen, der durchweg angenehm ist. Nur, das Beispiel "Bordeaux" hat mir gezeigt, dass da viel Ideologie mit hineinspielt (wer das Wort nicht mag, ersetze es durch "Idealismus"). Wenn der Kellermeister das durch Mischen der ihm zu Verfuegung stehenden Weine sogar besser hinbekommt, soll's mir egal sein.

Damit sind wir in unserer heutigen Wirklichkeit angekommen. Das haengt zwar ein wenig von der Supermarkt-Kette ab, aber einige davon, selbst einige Discounter, geben sich heutzutage tatsaechlich Muehe, gut schmeckende Weine relativ preiswert herzustellen. Das sieht man ja zum Teil sogar an ordentlichen Noten von den ueblichen "Weinpruefern", die selbst an Discounter-Weinen prangen. Das Preis/Leistungs-Verhaeltnis ist jedenfalls oft genug ganz ordentlich.
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#7
Der Österreichische Veltliner ist wirklich ein guter Wein..

Aber eine besondere Delikatesse ist dieser "Hudler" aus dem Burgenland.. hihi.. tschuldigung. Sowas gibt es bei uns natürlich auch und heißt "Fragolino".. der wird aber spezialbehandelt um den Methylalkoholanteil möglichst niedrig zu halten. Die Erdbeertraube.. wie sie bei uns genannt wird, darf eigentlich gar nicht zu Wein verarbeitet werden. Und daraus gebrannten Biogeist, kann man höchstens noch zu Spregstoff verarbeiten und als Benzinzusatz für Formel 1 Rennen verwenden...
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#8
@ Geobacter

Du meinst sicher den Uhudler.
Eine amerikanische Wildtraube.

Ich hab schon Uhudler getrunken und finde ihn ganz OK!
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#9
Zur Sicherheit hab ich jetzt schnell mal über den Uhudler nachgelesen:

Zitat:Uhudler ist ein Wein aus Österreich, der im Südburgenland erzeugt wird. Im Aussehen ähnelt er – je nach Ausbauart und Zusammensetzung der Sorten – einem hellen Rotwein oder Rosé. Der Wein wird aus Trauben verschiedener Sorten (Noah, Isabella, Othello, Concord (= Ripatella), Clinton und Delaware) als Cuvée (Verschnitt) hergestellt.[1] Das Bukett des Uhudlers ist äußerst intensiv und erinnert an Walderdbeeren oder schwarze Ribiseln (Johannisbeeren), der charakteristische Geschmack wird als „Fox-Ton“ bezeichnet.

Der Wein wird aus den Trauben von Hybridsorten hergestellt, die sogenannte Direktträger sind. Diese besitzen eine gute Resistenz gegen die Wurzelreblaus und bestimmte Pilzkrankheiten. Deshalb müssen sie kaum gegen Peronospora und Oidium behandelt werden.


Quelle:  *https://de.wikipedia.org/wiki/Uhudler
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#10
Hallo Mellnau,

schönes Thema!
In meinem Keller befinden sich immer etwa 100 Weinflaschen. Nicht, dass ich Alkohliker wäre, aber man hat dann immer den richtigen Wein zum richtigen Anlass, hat ein Geschenk parat und kann sich stets mit schönen Sonderangeboten eindecken.

Mein Grundsatz lautet: "Der richtige Wein zum richtigen Essen".
Es kann sein, dass ein Chianti Classico zum abendlichen Salatteller sauer und verschlossen schmeckt, am nächsten Abend zu italienischer Salami, Parmaschinken, Oliven und Käseteller die reinste Offenbarung ist.

Meine Erfahrung: Italienische und französische Weine sind qualitativ die Besten, spanische Weine die Günstigsten. Für Deuschland und Österreich kann ich vor allem Weißweine empfehlen (Weiß- und Grauburgunder, Riesling).
Italienische Weine (so auch der von "Geobacter" gepriesene - und häufig sehr leckere - Lagrein) passen zum "Abendbrot" (Käse, Schinken, gegrilltes Gemüse) und zu Rind- und Wildgerichten. Spanischer Rioja passt IMMER zum Grillen (Steaks, Grillwurst, Maiskolben).
Bei französischen Weinen muss man differenzieren: die Bordeaux (häufig überteuert) und Merlots passen zu Käse und zu herzhaften Fleischsorten, die "Cotes du Rhone und Languedoc- Weine" (Syrah, Grenache, Mouvedre, Cotes du Rhone) sind gefälliger (und häufig günstiger) und passen eigentlich zu fast allem.

Weine aus Übersee muss man probieren und mögen: Für diese Weine (wie auch für die spanischen) gilt: nicht zu lange lagern, sie könnten sonst umkippen.
Noch eine wichtige Regel: IMMER den neuen Jahrgang probieren, bevor man eine größere Menge bestellt. Vor allem für spanische Weine gilt, dass oftmals hervorragende Weine und Schnäppchen im darauf folgenden Jahr oft deutlich in der Qualität nachlassen.
Lezte Regel: learnig by doing! Man kann noch so viel über Wein wissen, aber am besten macht man selbst die Erfahrungen. Geschmäcker sind (Gott sei Dank!) verschieden,
jeder weiß, was ihm am besten schmeckt und wo er günstige Weine her bekommt.
In Italien sind beispielsweise die Flaschenweine im Restaurant recht günstig. Wenn mir dort einer gut schmeckt, fotografiere ich das Etikett und bestelle mir 1-2 Kisten, wenn ich wieder in Deuschland bin.

Herzliche Grüße an alle Weintrinker!
Georg
KAISER BARBAROSSA RIEF AUF EINMAL "HOSSA"
(Infoverlag/ Georg C. Peter)
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#11
(14-11-2017, 00:04)Mellnau schrieb: Zur Sicherheit hab ich jetzt schnell mal über den Uhudler nachgelesen:

Zitat:Uhudler ist ein Wein aus Österreich, der im Südburgenland erzeugt wird.

Ja den mein ich.

Hudeln wird in Deutschalnd "pfuschen" genannt und als Pfuscher gelten in Österreich Amateurhandwerker..

Tatsächlich enthält der Fragolino (la fragola = die Erdbeere), auch Uhudler geschimpft, nur unbedeutend mehr Methanol als andere Weinsorten. Aber... auch bei anderen Weinsorten kann es bei der Destillation zu Brandwein zu erheblichen Mengen Methanol/Fuselölen kommen. Und genau hier >>>> liegt das Problem. Da ja professionelle Kellermeister  für ihre Weine immer Edelsorten verwenden und diese nach Erdbeere schmeckenden Wildsorten auschließlich von "Amateurhandwerkern" bzw. Hudler angebaut werden, die dann von den "Trester" auch gerne ihren eigenen Obstler brennen.. sind diese Schrebergarten-Weine  beim Gesetztgeber nicht gerade besonders beliebt.. und mit gutem Grund.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#12
(14-11-2017, 15:11)Georg C. Peter schrieb: Bei französischen Weinen muss man differenzieren: die Bordeaux (häufig überteuert) und Merlots passen zu Käse und zu herzhaften Fleischsorten, die "Cotes du Rhone und Languedoc- Weine" (Syrah, Grenache, Mouvedre, Cotes du Rhone) sind gefälliger (und häufig günstiger) und passen eigentlich zu fast allem.

Ja, das ist eine gute Zusammenfassung. Um Bordeaux wird hier in Europa oft zu viel Brimborium gemacht, weshalb ich es witzig fand, dass der in den USA oft billiger war. Den Médoc habe ich deshalb erwaehnt, weil er (obwohl auch ein Bordeaux) oft weniger nachgefragt wird und gute Qualitaeten oft guenstiger sind. Er ist wahrscheinlich auch ein wenig gefaelliger als so mancher suedlichere Bordeaux. Cotes du Rhone trinke ich auch gerne, wenn's etwas leichter sein soll.

Bei Kaese und Rotwein sollte man vorher aber immer kosten, bevor man das kombiniert. Manche Rotweine verbinden sich mit bestimmten Kaesesorten zu einem absolut widerlichen Geschmackserlebnis.

(14-11-2017, 15:11)Georg C. Peter schrieb: Weine aus Übersee muss man probieren und mögen: Für diese Weine (wie auch für die spanischen) gilt: nicht zu lange lagern, sie könnten sonst umkippen.

Rioja habe ich auch immer im Haus. Aus Australien gibt's vor allem sehr trinkbare Syrah-Weine. Wie auch bei amerikanischen Weinen sind die aber oft auf sehr starke (Wald-)Beerenaromen getrimmt, da das dem amerikanischen Geschmack entgegenkommt. Das kann manchmal schon geradezu penetrant werden.
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#13
"Lasst uns doch mal ganz gemütlich über Wein plaudern ..."
So ist die Überschrift.
Mit Betonung auf gemütlich.
Es wäre nett, wenn das möglich zu machen wäre ohne moralinsaure Belehrungen über die Sündigkeit des Alkohols im allgemeinen und des Weines im speziellen.
Genau solche Belehrungen hatte ich gehofft, mit der Überschrift vermeiden zu können.
Nun habe ich sie damit wohl eher noch verstärkt heraufbeschworen.
Schade.
Frei nach Schiller:
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Weinhasser-Nachbarn nicht gefällt."
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#14
(14-11-2017, 15:11)Georg C. Peter schrieb: Hallo Mellnau,

schönes Thema!
In meinem Keller befinden sich immer etwa 100 Weinflaschen. Nicht, dass ich Alkohliker wäre, aber man hat dann immer den richtigen Wein zum richtigen Anlass, hat ein Geschenk parat und kann sich stets mit schönen Sonderangeboten eindecken.
Hallo Georg C. Peter,
Es freut mich, dass dir das Thema gefällt.
Ja, das Schöne am Wein ist nicht nur, dass man ihn genießen kann, sondern auch, dass man das Reden über Wein genießen kann.
100 Weinflaschen habe ich wohl nicht im Keller - aber 90 könnten es wohl schon sein.  Icon_smile
Und ja - ich verschenke auch gerne einen guten Wein.  Icon_smile
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#15
Und zurück zum Thema Wein an sich:

In diesen Tagen erfreut mich ein Spätburgunder Weißherbst aus der badischen Ortenau. :)
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