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Frauen und Esoterik
#1
Hallo alle zusammen,

keine Ahnung, ob ich mit meinem Thread hier richtig bin, aber ich fange einfach mal an.

Ich versuche gerade Antworten auf die Frage zu finden, warum so viele Frauen auf Horoskope und dergleichen stehen und weitaus seltener Männer davon betroffen scheinen. Grund dafür ist, dass eine sehr enge Freundin mir gegenüber offenbarte, dass sie ernsthaft glaubt, die Zukunft erträumen zu können und  dass sie denkt, mit einem festen Willen ließe sich das Geschehen auf der Erde beeinflussen.
Nachdem ich dann in meinem Bekannten- und Freundeskreis ein wenig recherchierte, musste ich leider feststellen, dass die meisten Frauen, die ich kenne, irgendwie an irgendetwas glauben, was nicht existiert. Das hat mich verblüfft. Sind Frauen dümmer als Männer? Wohl kaum! Also was treibt Frauen dazu?? Hat jemand eine Idee dazu?

Gruß
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#2
Ich würde zunächst einmal der Frage nachgehen, ob Männer tatsächlich seltener betroffen sind.
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#3
Maenner sind allgemein weniger religioes als Frauen, so dass sich das eventuell in dem Bereich Esoterik auch widerspiegelt. Wenn man sich die Datenlage anschaut, so gibt es nicht ein einziges Land auf der Erde, in dem Maenner religioeser sind als Frauen, waehrend der umgekehrte Fall manchmal recht deutlich ist. Muslimische Laender haben dabei uebrigens auffallend kleine Differenzen zwischen den Geschlechtern, und dort ist halt auch der Gottesdienstbesuch von Maennern haeufiger als von Frauen (aehnlich wie bei orthodoxen Juden); wobei das damit zu tun haben mag, dass man dafuer rausgehen muss. Zu den Daten siehe hier: *http://www.pewforum.org/2016/03/22/the-gender-gap-in-religion-around-the-world/ Dort gibt es auch Erklaerungsansaetze.

In Deutschland scheint der Glaube an "Geister" oder irgendeine spirituelle Macht (jeweils abseits der etablierten Religionen) mit einem Viertel der Bevoelkerung in etwa so verbreitet zu sein wie der Atheismus (Daten vom Eurobarometer, Stand 2010; wobei nicht "Atheismus" an sich sondern die Abwesenheit von irgendeinem Glauben an einen Geist, Gott oder eine Lebensenergie gefragt war). Das war dort aber nicht nach Geschlecht aufgesplittet. Was meinen persoenlichen Bekanntenkreis angeht, scheint dem zumindest so zu sein, wie oben geschildert. Das bleibt natuerlich anekdotisch.

Ohne jetzt lange auf die Suche zu gehen, kann ich ueber die Ursprungsfrage nur spekulieren. Einerseits sind die offiziellen Religionen maennerdominiert, was sich aber in der Statistik der Religiositaet nicht negativ widerspiegelt. Andererseits waren Teile der Emanzipationsbewegung mangels historischer Identifikationsfiguren von Anfang an mit historischen Wunschvorstellungen verknuepft (siehe z.B. den Einfluss, den der Mythos von der "Weissen Goettin" ausgeuebt hat), die Frauen gerade in nichtchristlichen "Ur"religionen und damit damaligen Gesellschaften einen hohen Stellenwert zuweisen, was die Attraktivitaet solcher Glaubensstrukturen fuer die Selbstwertfindung erklaeren mag. Das hat zwar jetzt nichts mit Horoskopen direkt zu tun, aber bei den meisten Esoterikerinnen, die ich kenne, wird vielen verschiedenen esoterischen Richtungen gleichzeitig gefolgt.

Eine andere Moeglichkeit wurde in dem Pew-Report, den ich oben verlinkt habe, erwaehnt: oekonomische Differenzen. Einerseits arbeiten weniger Frauen, andererseits sind sie oekonomisch oft schlechter gestellt. Das bedeutet, es mag mehr Zeit vorhanden sein, sich mit so etwas zu beschaeftigen, oder die persoenliche Situation macht die Suche nach "Hilfe von aussen" dringlicher.
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#4
Meine persönliche Einschätzung war bisher immer, dass Frauen „ von Natur aus“ mehr nach Schutz und Sicherheit streben. Die Welt ist vielleicht um ein Vielfaches leichter zu ertragen, wenn man glaubt, man könne sie in irgendeiner Weise beeinflussen. Männer hingegen scheinen öfters rationaler zu denken (leider trifft das natürlich nicht auf alle zu). Vielleicht ist es einfach das Erbe unserer evolutionären Geschichte. Frauen suchen den Schutz für sich und ihre Kinder und der Mann geht jagen.... ich weiß es nicht! Ich bin nur wirklich überrascht im 21. Jahrhundert auf Menschen zu treffen, die so sehr an irgendetwas glauben wollen, dass es ihnen egal zu sein scheint, was es ist.
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#5
@ Mustafa
Es gibt Studien, die sagen, dass Frauen sowohl religiöser als auch esoterischer sind als Männer. Ich habe noch nie etwas anderes gelesen. Es muss also einen geschlechterspezifischen Grund dafür geben. In männerdominierten Länder gehen Frauen seltener auf die Straße, das ist richtig. Die Gebetshäuser werden häufiger von Männern besucht. Das ist aber eine ganz andere Geschichte.
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#6
Unsere Vorfahrinnen hatten naturbedingt meist eine deutlich kürzere Lebenserwartung als unsere VorfahrEN.
Hohe Sterbensrate bei Geburten, hohe Sterblichkeit bei den Neugeborenen, hohe Sterblichkeit der Kinder in den ersten 10 Lebensjahren. Von 12 Kindern überlebten meist nur 3-4..

Die über-Lebensumstände unserer Vorfahren hingen sehr von den Launen des Schicksals und somit auch vom Wohlwollen der Herrscher über das Schicksal ab..

Kurz gesagt: das Leben unserer Vorfahren war nicht einfach und das unserer VorfahrINNEN noch viel weniger. Man bevorzugte als Gatten immer solche, die von den Mächten über das Schicksal bevorzugt schienen.

Und betrachtet man sich die Tatsachen um den "Glauben", dann geht es da ums "Auserwählt-Sein".. Identifikation (narzisstisches Selbstwert-Ideal) und sogar die Menschen-Würde, die heute noch in vielen Ländern dieser Welt, Un-Gläubigen nicht zugestanden wird.
In der männlichen Religiösität/Spiritualität, stecken immer sehr hohe Testosteronwerte drinnen. Während sich männliche Eifersucht, mehr sexuell und also Un-Zucht orientiert.. (Angst vor einem Kuckucksei), orientiert sich die weibliche Eifersucht mehr am sozialen Fremdgehen des Partners..

Und wegen alldem, bin ich mir ziemlich sicher, dass Frauen naturbedingt gläubiger sind, weil sie das schon immer sein mussten.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#7
Hormone steuern unseren Geist und nicht umgekehrt.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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