Religionsforum (Forum Religion)

Normale Version: Spiritualität
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Spiritualität ist schwer zu definieren. Es geht im weitesten Sinne um religiöse Gefühle, welche sich bei
bei religiösen Ritualen, im Gebet oder der Meditation einstellen und dann eventuell auch in die
Alltagserfahrung einfließen. Psychologisch könnte man Spiritualität als eine körpereigene Droge,
welche abhängig macht und die Sicht vernebelt, betrachten. Also ist es richtig
einen möglichst großen Bogen darum zu machen? Oder ist es besser diese Facette
menschlicher Existenz auf die richtige Art und Weise, d. h. im vollen Bewusstsein der Risiken
und Nebenwirkungen zu praktizieren?
(09-01-2021, 21:50)Thomas der Ungläubige schrieb: [ -> ]Spiritualität ist schwer zu definieren. Es geht im weitesten Sinne um religiöse Gefühle, welche sich bei
bei religiösen Ritualen, im Gebet oder der Meditation einstellen und dann eventuell auch in die
Alltagserfahrung einfließen. Psychologisch könnte man Spiritualität als eine körpereigene Droge,
welche abhängig macht und die Sicht vernebelt, betrachten. Also ist es richtig
einen möglichst großen Bogen darum zu machen? Oder ist es besser diese Facette
menschlicher Existenz auf die richtige Art und Weise, d. h. im vollen Bewusstsein der Risiken
und Nebenwirkungen zu praktizieren?

"Gefühle" lassen sich, wenn überhaupt, immer nur ver-gleichen. Das heißt, dass sie eine/mehrere UrsachEN haben,
Wenn man davon ausgeht, dass unsere innere Erlebniswelt ein Rekonstruktion der äußeren ist, und womit gemeint ist, dass unser Hirn sich aus den elektrochemischen Reizen welche von unseren Sinnesrezeptoren in der Wechselwirkung mit der äußeren Welt erzeugt werden, ein eigens Bild von der Welt erzeugt/konstruiert/simuliert.. dann ist das immer und ohne Ausnahme schon selbst ein spiritueller Prozess...der nebenbei auch noch eine Menge Gefühle und Emotionen (Hormone/Botenstoffe) produziert/auslöst.......... und die wohl dafür nützlich sind, die "momentane Lage" danach einzuschätzen/zu bewerten, wie "sicher" (gut oder böse) sie für uns ist.

Unser Gehirn (der unbewusste Teil) ist ständig damit beschäftigt, auf uns aufzupassen. Die Beschaffenheit unserer Welt erlaubt es, dass wir uns jederzeit und an jedem Ort den Hals brechen und auch überall von einem (sinnbildlich) Säbelzahntieger überrascht werden könnten. Dafür (ver)braucht unser Gehirn eine Menge Energie. Es heißt, dass unser Unterbewusstsein (unser eigener Bodyguard) dabei etwa 40 Millionen unbewusste Sinnesreize pro Sekunde verarbeiten muss... und dann natürlich auch "Belohnungen" in Form von Glückshormonen auszahlt, wenn wir ihm vorgaukeln, dass die momentane Situation bezügliche Sicherheit und Wohlbefinden gerade (im Moment) nicht besser sein könnte.
(09-01-2021, 21:50)Thomas der Ungläubige schrieb: [ -> ]Spiritualität ist schwer zu definieren. Es geht im weitesten Sinne um religiöse Gefühle, welche sich bei
bei religiösen Ritualen, im Gebet oder der Meditation einstellen und dann eventuell auch in die
Alltagserfahrung einfließen.


Sehr interessantes Thema!
Da kann man sicher zwei Dutzend Dissertationen darüber schreiben und dann noch ein Dutzend Habil
Multidisziplinär !
Eine Frage der Theologie (christl), der vergleichenden Bibelforschung (prot), des Talmud (jüd), des Koran (islam), der Religionssoziologie, der Freudianer, der Psychiatrie, der Marxisten, der Atheisten und noch einigen Nebenlinien und diversen Verästelungen

Die Bibel berichtet von den Verzückungen der BaalsanbeterINNEN ! (Mehrheitlich weiblich)

Sehr schwer, die wahre Religion herauszufinden


(09-01-2021, 21:50)Thomas der Ungläubige schrieb: [ -> ]Psychologisch könnte man Spiritualität als eine körpereigene Droge

Wenn man das Thema auf die psychologische Thematik einengen will, dann kann das stimmen - man denke an Voodoo und tanzende Derwische und Schamanismus
In all diesen Fällen ist auch Drogenkonsum dabei
(09-01-2021, 21:50)Thomas der Ungläubige schrieb: [ -> ]Psychologisch könnte man Spiritualität als eine körpereigene Droge,
welche abhängig macht und die Sicht vernebelt, betrachten. Also ist es richtig
einen möglichst großen Bogen darum zu machen? Oder ist es besser diese Facette
menschlicher Existenz auf die richtige Art und Weise, d. h. im vollen Bewusstsein der Risiken
und Nebenwirkungen zu praktizieren?

Das Gehirn veranlasst die entsprechenden Hormon-Drüsen Belohnungshormone auszuschütten, die an den selben Rezeptoren wirken, wie auch alle von außen dem Körper zugeführten Opiate, Halluzinogene, Alkane.....(realitätsvernebelnden Rauschdrogen bezüglich Selbstwahrnehmung) (Belohnungszentrum des Gehirns).

Auch das Gehirn unserer nichtmenschlichen Mitlebewesen reagiert auf die Wirkung von Placebos und  aktiviert bei "Bedarf" die Ausschüttung von Körpereigenen Betäubungsmitteln bei besonders starken Schmerzen, Angstzuständen, Stress.. usw. usf.

Ist also ziemlich wahrscheinlich, dass "Spiritualität" (Placebo) ein schmerzlinderndes, betäubendes, beruhigendes und damit auch heilswirkendes Konzept natürlicher Evolutionsprozesse ist." Zum Suchtproblem bis hin zu ich-syntonen Wahnzuständen wird es erst dann, wenn man sich zu viel darauf konzentriert....
(09-01-2021, 21:50)Thomas der Ungläubige schrieb: [ -> ]Spiritualität ist schwer zu definieren.

Nicht so schwer. Es gibt eine physische Ebene, und laut Religion auch eine nicht-physische. Auch Gedanken und Gefühle können als physisch angesehen werden, nur eben sehr fein. 
"Spirituell" ist also das, was über das Physische (Körper, Gedanken und Gefühle) hinausgeht.
(09-01-2021, 21:50)Thomas der Ungläubige schrieb: [ -> ]Psychologisch könnte man Spiritualität als eine körpereigene Droge,
welche abhängig macht und die Sicht vernebelt, betrachten.

Die Formulierung erscheint mir materialistisch, also eher vom physischen Standpunkt aus. Geht man tiefer, dann kann es doch zu eben solchen chemischen Prozessen im Körper kommen, wie wenn man irgendwelche Substanzen nehmen würde. Warum sollte eine solche "Abhängigkeit" ein Problem sein? Manche behaupten sogar, dass Glückseligkeit der natürliche Zustand eines Menschen ist. Wenn man ihn aus sich selbst erzeugen kann, welche Gefahr sollte es dabei denn geben, bis auf die, dass man glücklich ist?  Icon_smile
(10-01-2021, 12:25)eddyman schrieb: [ -> ]
(09-01-2021, 21:50)Thomas der Ungläubige schrieb: [ -> ]Psychologisch könnte man Spiritualität als eine körpereigene Droge,
welche abhängig macht und die Sicht vernebelt, betrachten.

Die Formulierung erscheint mir materialistisch, also eher vom physischen Standpunkt aus. Geht man tiefer, dann kann es doch zu eben solchen chemischen Prozessen im Körper kommen, wie wenn man irgendwelche Substanzen nehmen würde. Warum sollte eine solche "Abhängigkeit" ein Problem sein? Manche behaupten sogar, dass Glückseligkeit der natürliche Zustand eines Menschen ist. Wenn man ihn aus sich selbst erzeugen kann, welche Gefahr sollte es dabei denn geben, bis auf die, dass man glücklich ist?  Icon_smile

https://de.wikipedia.org/wiki/Ich-Syntonie
Zitat:Abgesehen von den genannten Beispielen ist Ich-Syntonie im Bereich psychischer Störungen allerdings selten.

Puh, na da bin ich aber beruhigt.
(10-01-2021, 12:11)Geobacter schrieb: [ -> ]. . . nichtmenschlichen . . .


Glaubst Du daran, dass die Menschen nichtmenschliche Vorfahren hatten ??
(10-01-2021, 16:32)Sinai schrieb: [ -> ]Glaubst Du daran, dass die Menschen nichtmenschliche Vorfahren hatten ??

Das ist seit 160 Jahren allgemein bekannt. Ansonsten ist das Thema hier "Spiritualitaet". Bitte dabei bleiben!
(10-01-2021, 15:32)eddyman schrieb: [ -> ]
Zitat:Abgesehen von den genannten Beispielen ist Ich-Syntonie im Bereich psychischer Störungen allerdings selten.

Puh, na da bin ich aber beruhigt.

Das Phänomen der "fanatischen Spiritualität" ist auf bio-psychischer Ebene schon etwas Icon_lol komplexer. https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtdeter...Experiment
(10-01-2021, 16:32)Sinai schrieb: [ -> ]
(10-01-2021, 12:11)Geobacter schrieb: [ -> ]. . . nichtmenschlichen . . .


Glaubst Du daran, dass die Menschen nichtmenschliche Vorfahren hatten ??

Rein spirituell gesehen, - (auch jeder Lern-und Erkenntnisprozess unserer eigenen inneren Erfahrungswelt) ist ein spiritueller Akt -  bin ich mir diesbezüglich sogar absolut sicher.
(10-01-2021, 17:39)Geobacter schrieb: [ -> ]Das Phänomen der "fanatischen Spiritualität" ist auf bio-psychischer Ebene schon etwas Icon_lol komplexer. https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtdeter...Experiment

Ne, also ich finds ehrlich gesagt nicht komplexer, eher billig, was Du hier vorbringen möchtest.
Das ist nicht "billig". Ich denke, jeder, der sich mit Ursache-Wirkungs-Beziehungen auseinandersetzt, sollte sich solcher Exerimente bewusst sein. Kausalitaetsuntersuchungen sind oft sehr zeitaufwendig, und der Kosten-Nutzen-Aufwand ist nicht immer erkennbar. Insofern ist es ein recht natuerlicher Mechanismus, dass man Rituale wiederholt, die irgendwann mal einen Erfolg als Ergebnis hatten, solange auch diese Wiederholungen einen Erfolg bringen, selbst wenn eine naehere Untersuchung zum Ergebnis fuehren wuerde, dass da kein kausaler Zusammenhang besteht. Dafuer gibt es viele Beispiele im menschlichen Verhalten.
Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum.
Hier im Forum gibt es zwei Meinungen:
1.) Der Mensch hat eine von Gott gegebene Seele
2.) Der Mensch ist ein hochentwickelter Affe
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9