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Normale Version: Positive und negative Aspekte der Auslese zur Paarung
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(17-08-2022, 13:11)Ulan schrieb: [ -> ]. . . dass der Gewinner alles bekommt und der Verlierer gar nichts. Ein Grossteil der Natur funktioniert nach diesem Prinzip. Nur der Gewinner darf sich fortpflanzen und in seinen Nachkommen weiter leben, alle Verlierer scheiden aus dem Spiel des Lebens aus. Gut, sie bekommen noch eine zweite Chance in einem anderen Jahr, wenn sie den Kampf ueberleben, was zumindest meist der Fall ist. Trotzdem gewinnt bei diesem Spiel nur ein Bruchteil aller Teilnehmer, und alle anderen bekommen gar nichts. . .


. . . Eignet sich das als Glaubenskompass? Wohl eher nicht. Eigentlich sind unsere Ideale doch ganz andere. . .

Ja, Du hast recht. Dieses brutale tierische Ausleseverfahren fördert den Egoismus
Bei Menschen ist das unerwünscht!

Da dies den Bereich politischer Ideologien berührt und manchmal sogar wesentlicher Bestandteil politischer Ideologien ist, denke ich, es ist einen eigenen Thread wert:

Politik und Soziales > Positive und negative Aspekte der Auslese zur Paarung
(17-08-2022, 22:14)Sinai schrieb: [ -> ]Ja, Du hast recht. Dieses brutale tierische Ausleseverfahren fördert den Egoismus
Bei Menschen ist das unerwünscht!

Ob unerwünscht oder nicht ist egal. Das biologische Programm läuft natürlich auch bei den Menschen ab.
Junge, fertile Weibchen und starke Männchen mit hohem Status haben es leichter an die präferierten Sexualpartner zu kommen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien zu den Faktoren, welche da hinein spielen. Letzlich sind wir Tiere und agieren auch wie diese, insbesondere wenn es um die Weitergabe unserer Gene geht.
Man kann halt hoechstens versuchen, bewusst gegen unsere Instinkte gegenzusteuern, aber ich glaube nicht, dass das richtig funktionieren kann. Man kann sich einem Ideal bestenfalls annaehern, und es ist ein dauernder Kampf.
Das Leben ist ein dauerndes "Sich-behaupten". Man sollte daraus nur keine Ideologie machen. Ein starkes Indivduum ist nicht zugleich ein "besserer" oder "schlechterer" Mensch. Im Grunde ist es (in der menschlichen Gesellschaft) sogar so, dass "starke Persönlichkeiten" großzügig sein können. Ihre Macht nach außen zu kehren, ist im Grunde schon ein Schritt in den Status-Verlust. Denn es bedeutet, dass es irgendwo Schwächen gibt, die es zu verbergen gilt.