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Warum Glaube? - Druckversion +- Religionsforum (Forum Religion) (https://religionsforum.de) +-- Forum: Allgemeines (https://religionsforum.de/forumdisplay.php?fid=25) +--- Forum: Religionsübergreifendes und Interreligiöses (https://religionsforum.de/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Warum Glaube? (/showthread.php?tid=7378) |
RE: Warum Glaube? - Mustafa - 08-06-2014 (08-06-2014, 01:05)Erich schrieb: Es ist schon davon auszugehen, dass zwischen 35% und 40% der in GB geborenen Muslime die Todesstrafe für Apostaten rechtfertigen!! Das bezweifle ich. Und wenn die MDU (wieviele Stimmen kriegen die bei Wahlen so?) ein Beispiel für die politische Bedrohung durch Islamisten sein soll, frage ich mich schon, ob es da nicht weit gravierendere politische Bedrohungen gibt. Die Islamisten sind in Europa politisch keine nennenswerte Kraft. Die Drohkulisse der Rechtspopulisten bedient nur alte Vorurteile und Fremdenangst. RE: Warum Glaube? - Harpya - 08-06-2014 Mag helfen, das auch keine nennenswerte Kraft bleibt. Normale Muslime warnen auch quer durchs Lager. RE: Warum Glaube? - Noumenon - 08-06-2014 Die Forenpolizei ist mal wieder ziemlich nachlässig. Schon mehr als ein halbes Dutzend Seiten gänzlich offtopic. Doch bevor nun das Thema dank meines dezenten Hinweises geschlossen wird, schlage ich vor, dorthin zurückzukehren... Zumal mir Ekki ja auch noch eine Antwort schuldig ist. (29-05-2014, 18:47)Noumenon schrieb:(28-05-2014, 18:19)Ekkard schrieb:Sind Fussballfans dann ebenfalls gläubig?! Vllt. nicht 'religiös', aber 'sportlich' gläubig...?!(27-05-2014, 18:23)Hathagat schrieb: Man glaubt einfach etwas, was einem gesagt wird. Man hat es mal gehört, es wurde einem mal in der Schule erzählt, es stand beiläufig in irgend einem Buch... da mit der Einstellung heran zu gehen "ja gut, dann muss es ja stimmen" ist schlichtweg nicht korrekt denke ich.Das wäre simples "für wahr halten"! (Religiöser) Glaube aber ist Dabeisein, zur Gemeinde gehören, mitmachen. RE: Warum Glaube? - Erich - 08-06-2014 (08-06-2014, 02:18)Mustafa schrieb:(08-06-2014, 01:05)Erich schrieb: Es ist schon davon auszugehen, dass zwischen 35% und 40% der in GB geborenen Muslime die Todesstrafe für Apostaten rechtfertigen!! Zunächst: Die politische Rechte verurteile ich schärfstens. Ich bin Anhänger der Liberalen (in D: FDP - des Parteiprogramms wegen) und Fremdenangst quält mich nicht. Was ich aber ablehne, ist eine Ideologie, wie sie der Islam darstellt. Und da bin ich der Auffassung, dass Toleranz gegen die vom Islam ausgehende explizite Intoleranz nicht angebracht ist. Zur Umfrage in GB: Ich halte deren Ergebnisse keineswegs für gefaket. Sie harmonisieren mit der rückwärtsgerichteten Entwicklung in den Teilen der Welt, in denen der Islam dominiert. Aber ich las gerade Noumenons letzten Beitrag. Er hat recht. Wir weichen vom Thema ab, weshalb ich zum Thema "von Religionen praktizierte Intoleranz" in diesem Strang nicht mehr schreiben werde. RE: Warum Glaube? - petronius - 08-06-2014 gelöscht RE: Warum Glaube? - petronius - 08-06-2014 (06-06-2014, 00:54)Erich schrieb: Fakt ist, dass die Aufklärung von den im Abendland vertretenen christlichen Konfessionen trotz größter Bemühungen nicht, vom Islam jedoch sehr wohl unterdrückt werden konnte fakt ist vielmehr, daß "die aufklärung" eben ein abendländisches phänomen ist. im nichtabendland gab es da nicht viel zu unterdrücken (06-06-2014, 00:54)Erich schrieb: Fakten sind zudem keine "Pauschalierungen"! daß "Religionen der Aufklärung unterzogen wurden", ist so pauschal eben nicht fakt immer wieder tust du so, als seien religionen monolithische meinungskörper und würden nicht durch einzelen gläubige mit einer vielzahl an meinungen repräsentiert (06-06-2014, 00:54)Erich schrieb: Das „Bewusstsein“ der meisten Gläubigen wird von Schule, Elternhaus und im Fall der Religion von den sie verkündenden Autoritäten geprägt wäre das durchgehend so, und gäbe es keine entwicklung durch eigenes denken, hätten sich religionen seit ihrem entstehen nie verändert bzw. hätten ja erst gar keine neuen entstehen können (06-06-2014, 00:54)Erich schrieb: Auch wenn Du das nicht erkennst, ist es einfach Fakt, dass in weitgehend homogenen Gemeinschaften auch eine weitgehend einheitliche Überzeugung sowohl weltlicher als auch religiöser Art vorherrscht sicher - schau mal in katholische dörfer auf dem land (06-06-2014, 00:54)Erich schrieb: Ich denke, dass besonders in Skandinavien und D sehr viel für die Integration von Migranten getan wurde und wird. Sie sind weder durch geltendes Recht benachteiligt noch ihre Bildungsmöglichkeiten betreffend aber sie werden nicht als muslime akzeptiert, von einem gutteil der autochthonen bevölkerung abgelehnt und erfahren diskriminierung im gesellschaftlichen bereich wie man ja z.b. an dir und deinen ständigen angriffen auf muslime mit dem tenor "die gehören nicht hierher, die sind nicht integrierbar" usw. sieht RE: Warum Glaube? - petronius - 08-06-2014 (07-06-2014, 00:03)Erich schrieb: Toleranz im dargestellten Zusammenhang, so wie ich sie auffasse, ist, jeden leben zu lassen, ganz wie er will, solange er Dritten nicht schadet. Das ist m.M.n. HEUTE im dt. Recht im Wesentlichen auch gewährleistet und wird von den muslimen in d "im Wesentlichen auch" gelebt was also ist dein problem? RE: Warum Glaube? - petronius - 08-06-2014 (08-06-2014, 11:17)Erich schrieb: Was ich aber ablehne, ist eine Ideologie, wie sie der Islam darstellt was du hier unter der "ideologie islam" verstehen willst, lehnen die muslime in d ganz überwiegend ebenso ab du baust also strohmänner und schürst auf völlig substanzlose weise antiislamische vorurteile, auch wenn du nicht als fremdenfeindlich gesehen werden willst RE: Warum Glaube? - Harpya - 08-06-2014 (08-06-2014, 12:22)petronius schrieb:(08-06-2014, 11:17)Erich schrieb: Was ich aber ablehne, ist eine Ideologie, wie sie der Islam darstellt Woran erkennt man die Ablehnung, wo äußern sich die "überwiegende Mehrheit", in der Ablehnung der Glaubensziele oder nur durch die Art der Durchsetzung. Soviel ich weiss, sind die Worte Allahs und des Propheten nicht verhandelbar. Solange die politisch-ideologische Komponente nicht zurückgedrangt wird, wie bei den Kirchen (die nicht freiwillig drauf verzichteten), bleibts spannend. Zunehmend drängen doch Muslime in Richtung Eingriff sälkularer Domänen. Gleichstellung mit den Kirchen z.B. , da ist ja nichts gegen zu sagen wenn die Kirchen mehr noch existierend Einflüsse abgeben, also auch Kirchen mit dem Islam gleichzustellen. Körperschaftsstatus weg, etc. Nach aller Erfahrung hat es positive Auswirkungen hierarchischen,dogmatischen Unterwerfungsgemeinschaften die politische Dimension zu entziehen. Hierarchien lassen sich mit Demokratien auf politischer Ebene einfach nicht zusammenbringen. Liegt schon am Ansatz, Menschen ihre Individualität zu nehmen um sie anhand von ominösen "göttlichen" Verkündigungen fremdbestimmt einem Zwangsweg folgen lassen zu wollen. RE: Warum Glaube? - petronius - 08-06-2014 (08-06-2014, 12:47)Harpya schrieb:(08-06-2014, 12:22)petronius schrieb:(08-06-2014, 11:17)Erich schrieb: Was ich aber ablehne, ist eine Ideologie, wie sie der Islam darstellt daran, daß praktisch kein muslim hier die scharia oder schlimmeres fordert, was erich in seinen xenophoben angstfantasien hier vorbringt RE: Warum Glaube? - Harpya - 08-06-2014 (08-06-2014, 12:50)petronius schrieb: daran, daß praktisch kein muslim hier die scharia oder schlimmeres fordert, was erich in seinen xenophoben angstfantasien hier vorbringt Sicher wird sie gefordert und auch in Teilen berücksichtigt. Innerhalb gewisser Bedingungen werden auch Scharia- Urteile hier anerkannt. DITIB der ja ziemlich der größte Verband ist praktisch ein Staatsableger der Türkei, die diese auch finanziert und der Scharia nicht gerade feindlich gegenüber. Durch wachsenden Zuzug wird ja auch Rechtmäßigkeit nach im Ausland geschlossenen Verträgen nach Scharia Recht zu regeln sein. "In bestimmten Fällen „internationaler“ (grenzüberschreitender) Lebensverhältnisse sieht das Gesetz (vgl. Artt. 3 ff. Einführungsgesetz zumBürgerlichen Gesetzbuch, EGBGB) vor, dass im Ausland wirksam entstandene private Rechtsverhältnisse grundsätzlich auch dann fortbestehen, wenn die Beteiligten nach Deutschland kommen. Dasselbe gilt, soweit sie als Ausländer in Deutschlandleben und das IPR anordnet, dass ihre privaten Rechtsverhältnisse nach dem Recht ihrer Staatsangehörigkeit zu beurteilen sind. Das gilt im Grundsatz auch für muslimische Ausländer. Allerdings zieht auch hier der ordre 3 public (vgl. Art. 6 EGBGB) Grenzen: Wenn das Ergebnis der Anwendung fremder Normen mit den rechtlichen Grundvorstellungen Deutschlands offensichtlich unvereinbar wäre und ein hinreichender Bezug des Falles zum Inland besteht, dann werden diese Normen doch nicht angewandt. Das betrifft z.B. die genannten Fälle der Ungleichbehandlung von Geschlechtern und Religionen Beispiel: das einseitige Verstoßungsrecht des Ehemannes (sogenannter talaq) nach islamischem Recht widerspricht der deutschen Rechtsordnung. Wird es im Ausland nach dortiger Vorstellung wirksam ausgeübt, kommt es darauf an, ob auch nach deutschem Recht die Voraussetzungen für eine Scheidung gegeben gewesen wären bzw. ob die Scheidung im Ergebnis den Interessen der Ehefrau entspricht; dann kann der talaq auch im Inland anerkannt werden, obwohl das Institut als solches nicht akzeptiert wird. Andererseits kann keine Anerkennung erfolgen, wenn die Ehefrau ihre Interessen bei dem Vorgehen nicht wahren konnte. In Deutschland können rechtswirksam nur monogame Ehen geschlossen werden. Die Eingehung einer polygamen Ehe in der im Inland vorgeschriebenen Form der Eheschließung ist strafbar(§ 172 Strafgesetzbuch). Damit kommt die Ablehnung der deutschen Rechtsordnung gegenüber polygamen Ehen (die auch in der islamisch geprägten Welt selten und z.B. in der Türkei und in Tunesien verboten sind) klar zum Ausdruck. Wie aber ist mit solchen Ehen zu verfahren, die gemäß der Herkunftsrechtsordnung der Beteiligten dort wirksam geschlossen wurden? Das deutsche Recht unterscheidet hier zwei Fallgruppen: 1. Fälle, in denen Beteiligte daraus Privilegien ableiten wollen, die nur Eheleuten zustehen : In diesen Fällen wird die polygame Ehe nicht anerkannt. Das gilt z.B. für den erleichterten Ehegattennachzug ins Inland oder die Mitversicherung von Ehegatten bei der Krankenversicherung. 2. Fälle, in denen sich Ehefrauen auf Rechte gegenüber dem Ehemann berufen: Hier hat sich die deutsche Rechtsordnung entschlossen, solchen Frauen Schutz zu gewähren, z.B. im Unterhalts- und Erbrecht oder auch wie erwähnt im Sozialecht, soweit die Ansprüche auf vom Ehemann geleisteten Beiträgen beruhen. Damit ist keine Anerkennung des Instituts der polygamen Ehe verbunden! Die Alternative wäre, den Frauen rechtliche Ansprüche zu versagen,auf deren Bestand sie sich verlassen haben." *http://www.zr2.jura.uni-erlangen.de/islamedia/publikation/Scharia%20in%20Deutschland.pdf Wird da weiter ausgeführt Dispositives Sachrecht etc. RE: Warum Glaube? - petronius - 10-06-2014 (08-06-2014, 13:18)Harpya schrieb:(08-06-2014, 12:50)petronius schrieb: daran, daß praktisch kein muslim hier die scharia oder schlimmeres fordert, was erich in seinen xenophoben angstfantasien hier vorbringt das hatten wir doch schon die bedeutung von "praktisch kein" ist dir geläufig? es gibt in d schlicht keine von relevanten teilen der muslimischen mitbürger geteilte forderung nach einer ausrichtung des (vor allem straf-)rechts nach der scharia. panikmache ist also so unbegründet wie beleidigend den muslimischen mitbürgern gegenüber RE: Warum Glaube? - Bion - 11-06-2014 Ein "islamkritischer" Beitrag von Harpya entfernt. Es wird ersucht, Beiträge dieser Art in jenen Threads unterzubringen, die dazu reichlich vorhandenen sind. Da sich die Beiträge kaum mehr am Thema "Warum Glaube?" orientieren, wird hier geschlossen. |