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Volks- und andere Bräuche – Reste von Schamanentum und Totemismus? - Druckversion +- Religionsforum (Forum Religion) (https://religionsforum.de) +-- Forum: Studium (https://religionsforum.de/forumdisplay.php?fid=29) +--- Forum: Religions- und Kulturgeschichte (https://religionsforum.de/forumdisplay.php?fid=37) +--- Thema: Volks- und andere Bräuche – Reste von Schamanentum und Totemismus? (/showthread.php?tid=7444) |
Volks- und andere Bräuche – Reste von Schamanentum und Totemismus? - Bion - 30-05-2014 Sinai (in: Heidnische Bräuche germanischen Ursprungs, # 61) schrieb:Deutsche Jäger zelebrieren den Brauch des 'letzten Bissens' Dazu ist im "Deutschen Jagdlexikon" zu lesen: Letzter Bissen "Der letzte Bissen wird dem erlegten männlichen Schalenwild, in Bayern und Österreich auch dem Auerwild, Birkwild, Haselwild und Murmeltier in den Äser, das Gebrech oder den Schnabel gesteckt. Vermutlich wurde der letzte Bissen früher auch weiblichem Wild gegeben, um beim Abtransport des Wildes, z.B. wenn man es über der Schulter trägt, das Austreten des Schweißes aus dem Äser, Gebrech oder Schnabel zu verhindern." Kannst Du Belege nennen, die es erlauben, den Ursprung dieses Brauches spekulativ in der Steinzeit zu vermuten? RE: Volks- und andere Bräuche – Reste von Schamanentum und Totemismus? - Sinai - 30-05-2014 Zum letzten Bissen Beweise über die Entstehung dieses Brauches gibt es keine. So etwas ist bei alten Bräuchen gar nicht möglich. Wer kann schon Belege vorlegen, aus welchem Kult irgend ein alter Brauch stammt. Wer hier auf Belege wartet, kann lange warten. Das mit dem letzten Bissen ist uralte Tradition, wie ich schrieb vermutlich steinzeitlich. Ein totemistischer Brauch, wie er über die Indianer Nordamerikas um 1800 berichtet wurde, er diente dazu den Schutzgeist des Hirschen zu versöhnen. Totemistische Vorstellungen waren mit steinzeitlicher Lebensweise verbunden, dies konnte bei den Indianern Nordamerikas um 1800 festgestellt werden. Die Reisenden, Forscher und Maler in Nordamerika waren sehr erstaunt, als sie sahen daß die Indianerstämme ebenso wie die Jäger in Europa den Brauch des letzten Bissens praktizierten ! Bei den Indianerstämmen war es allerdings kein Brauch sondern noch echter Kult, dessen Nichtbefolgung zu Sanktionen seitens der Stammesgemeinschaft führte (Ächtung) – das hieß auch anders (nicht 'letzter Bissen') und die indianischen Jägern erklärten den Forschern, daß eben der Schutzgeist der Hirsche zu besänftigen wäre. RE: Volks- und andere Bräuche – Reste von Schamanentum und Totemismus? - petronius - 30-05-2014 (30-05-2014, 13:39)Sinai schrieb: Zum letzten Bissen das ist unsinn und wie alt wäre denn deiner ansicht nach der brauch dieses speziellen bruchzeichens? (30-05-2014, 13:39)Sinai schrieb: Wer kann schon Belege vorlegen, aus welchem Kult irgend ein alter Brauch stammt eben - und schon gar nicht, wenn sich doch auch gleich herrlichst losfantasieren läßt, nicht wahr? ![]() (30-05-2014, 13:39)Sinai schrieb: Das mit dem letzten Bissen ist uralte Tradition, wie ich schrieb vermutlich steinzeitlich aufgrund wovon vermutest du das? (30-05-2014, 13:39)Sinai schrieb: Ein totemistischer Brauch, wie er über die Indianer Nordamerikas um 1800 berichtet wurde 1800 war die steinzeit schon ein weilchen vorüber mit Religions- und Kulturgeschichte (einer wissenschaftssparte) haben deine verbalabsonderungen übrigens nicht das geringste zu tun RE: Volks- und andere Bräuche – Reste von Schamanentum und Totemismus? - Bion - 30-05-2014 (30-05-2014, 13:39)Sinai schrieb: Zum letzten Bissen Eben! Dann sollte man auch nicht den Eindruck zu vermitteln versuchen, man wüsste man über Entstehung des Brauchs mehr als in den Fachbüchern dazu vorzufinden ist. RE: Volks- und andere Bräuche – Reste von Schamanentum und Totemismus? - Harpya - 31-05-2014 Das Fabulieren am Lagerfeuer, die Entstehung von Geschichten die letzendlich zu Göttern führten kam sicher aus der Steinzeit. Schwätzer und Rituale die sich zu Gesetzen verselbstständigten gabs immer. |