Was nützt eine Gesellschaft, wenn sie ihre Kinder nicht befähigt zu lernen? Sie muß ihnen schon Werkzeuge in die Hand geben (Herz und Hirn), um damit Gegenwart und Zukunft zu gestalten.
Lernen ist geil, Teilen, Nachdenken, Freundschaft, Entdeckerfreude auch...und vieles mehr.
Konsumieren wird auf Dauer lähmen und die Fantasie und Kreativität ersticken; dafür sind die Erwachsenen zuständig, diese zu fördern und zu eigenem Tun anzuregen. Der Mangel an Erfahrung und die Überdosierung an Reizen usw... sind eines der (möglichen) Faktoren, welche Lernen und Kreativität lähmen.
Lea
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07-07-2008, 10:24
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-07-2008, 10:25 von qilin.)
Nun - nochmals zur ursprünglichen Frage zurück: Die Aufforderung "Seid fruchtbar und vermehrt euch,
und füllt die Erde, und macht sie euch untertan; und herrscht über..." ist wohl ziemlich eindeutig -
aber sie steht in Gen. 1 und ist an die zwei dort genannten Menschen gerichtet.
Wenn man jede einzelne Aufforderung an irgendwelche Menschen im AT heute buchstäblich 1:1
umsetzen wollte, säh's ja lustig aus... :icon_rolleyes:
Vielleicht liegt die Aussage der Stelle für uns darin, dass man das besser unterlassen sollte :bduh:
() qilin
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Hallo qilin
ich erinnere an meinen Beitrag #14: Die zitierte Aufforderung ist ein Bekenntnis zu Gottes Segnungen. Sie passt zu einer historischen Situation mit wenigen Menschen und einer über sie herrschenden Natur. Übertragen auf die Situation einer überbordenden Menschheit liegt der Segen in der Beschränkung, der Effizienz und innerer Werte.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
"Segen sein", eine Auslegung für das Heute, neben/und mit dem rein Biologischen, was Menschen ausmacht.
Noch etwas zu den Kindern. Ein grausamer Gedanke, Kinder würden in dieses Leben eingeladen sein, um eine Funktion für Wirtschaft und Gesellschaft zu erfüllen. Kinder wollen zuerst willkommen sein, geliebt und um "Ihrer-selbst-willen" geboren werden. Denn, was heisst es denn letztlich, ein Mensch zu sein? Bestimmt nicht, den Menschen auf ein Ding zu reduzieren. Mich graust es furchtbar, denke ich an Diskussionen (Gesellschaft, Politik usw...), die sich um die neuen/alten Eliten bemühten. Wir brauchen Eliten! Das ist ein Holzweg. Wir brauchen einen veränderten Geist, aber keine Eliten - was auch immer das sein mag oder nicht.
Lea
....hab ich gestern auf eine amerikanischen Baha`i-Seite gelesen:"... wir haben das Problem, das wir unseren Kindern in den Schulen Informationen erzählen und sie dazu anhalten, die Informationen abzuspeichern. Das nennt man heute "Lernen". Aber Lernen ist viel mehr als nur Informationen zu speichern...."
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Ekkard schrieb:Sie passt zu einer historischen Situation mit wenigen Menschen und einer über sie herrschenden Natur.
Nach dem Abtrocknen der Erde stieg Noah aus der Arche und Elohim segnete ihn mit dem Wunsch: Seid fruchtbar und mehret euch und bevölkert die Erde!
Der elohistische Text weist einen Eingriff priesterlicher Überarbeitung (aus dem 5. Jh v.u.Z.) auf. Der (Schöpfungs-)Mythos wird durch das Einbeziehen der Flutkatastrophe gesprengt und sinnverändert.
Offenbar ist der elohistische Bericht bei der priesterlichen Überarbeitung durchgegangen, weil ein Fruchtbarkeitsgott Elohim mit seinem Vermehrungsbefehl (er bestimmt, ob Frauen Kinder gebären oder nicht – I. Sam 1,5-6) zur Zeit der Krise der Kultgemeinde bedeutungsvoll war.
MfG. E.
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07-07-2008, 18:49
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14-07-2008, 22:31 von Keiner.)
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