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Galen + die mittelalterl. Heilkunst -
#1
Zum thread  "Galen+ die Heilkunst im Mittelalter "..
  . schon geschlossen..
   noch ein Nachtrag  /eine leichte Korrektur : 

Die Rolle des Arztes Galen im Mittelalter : 

Die Heilkunde des „Mittel“-Alters (390 bis ca.1489) basierte auf der „SÄFTE-Lehre“, die durch Hippokrates von Kos begründet und von GALEN weiterentwickelt worden war.    Nach dem Zerfall des römisch. Reiches splitterte sich die akademisch. Medizin in 3 Hauptstränge u. wurde dann in Westeuropa (d. "Abendland") , in Byzanz erweitert und so in der arabischen Welt weitergeführt ..bis diese durch das Aufkommen der universitären Medizin im  HOCHMITTEL-Alter wieder miteinander verschmolzen.

Auch Wissen aus der Volksmedizin wurde von d. akademisch. Medizin des Mittelalters vielerorts übernommen.
Zu den Leistungen der mittelalterlichen Medizin zählen der Beginn systematischer Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Anatomie (an menschlichen Leichen), bedeutende Entwicklungen in d. Chirurgie, sowie die Einführung systematischen Unterrichts und die Schaffung eines staatlich anerkannten Ärztestands.
Galen, geb.129 (gest.214), ursprünglich griechischer Arzt (Sohn eines Mathematikers + Architekten) praktizierte mit Unterbrechungen in Rom. War auch einige Jahre Leibarzt am römisch. Kaiserhof.                Galen war der letzte große Repräsentant der wissenschaftlichen Medizin in der Antike. Er vertrat medizinisch und philosophisch einen eklektischen Standpunkt, erkannte jedoch unter seinen Vorgängern nur Hippokrates uneingeschränkt als ärztliche Autorität an, während er sich in philosophischer Hinsicht hauptsächlich an Aristoteles anschloss.
In seinen zahlreichen medizinischen Schriften fasse Galen das gesamte damalige medizinische Wissen zusammen und bereicherte es in d. AnatomiePhysiologie, Pathologie u. d. Pharmakologie 
auch durch eigene Forschungen. Er verfasste Kommentare zu allen von ihm für echt gehaltenen Hippokrates-Schriften, in denen er sich um eine Synthese zwischen d. hippokratischen Medizin und der Medizin seiner Zeit bemühte. 
Das von Galen idealisierte Hippokrates-Bild wurde für d. Hippokratismus in d. ausgehend. Antike+ d.Mittelalter bestimmend.
In seinen philosophischen u. logischen Schriften betont Galen die Notwendigkeit d. wechselseitigen Durchdringung von Philosophie und Medizin. Die Schriften Galens erfreuten sich bereits im 4. Jh. einer außerordentlichen Wertschätzung u. dienten in byzantinischer Zeit als Hauptquelle für medizinische Handbücher. 
Die galenische Medizin, z.T. auf dem Umweg über die Araber (die Diese fortschrittlich sehr weiter entwickelten) vertreten und überliefert; behauptete sich - auch dadurch - bis in die Renaissance hinein als maßgebende Lehre.

Teils aus  K. Pauly“, Ausgb. 1975 +v „Lexikon der Antike“ (DDR, 1971 ff.).   
,-.-    
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#2
Das Thema wurde von "Sonstige und alte Religionen" in den Bereich "Religions- und Kulturgeschichte" verschoben.
MfG B.
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