(23-01-2026, 22:32)Reklov schrieb: ... "einfacher" gesagt: Bewusstseinsfelder sind immer mit der Vertiefung in ein Thema, oder in ein zu entwickelndes Fachgebiet verbunden.
Ich könnte dir zwar z.B. die recht einfache Pentatonik (eine aus nur 5 Tönen bestehende Tonleiter) schnell "er-klären", aber das Bewusstsein, wie sie dann in der Praxis (z.B. im Blues) kreativ eingesetzt wird, erfordert eine Entwicklung des Bewusstseins für Tonkombinationen und die unzähligen rhythmischen Varianten, will man nicht klingen, wie ein Anfänger.
Allein dies erfordert schon mal eisenharte Übungen, welche sich weit über ein Jahr erstrecken.[...]
Ja, wenn es denn nur so einfach wäre - mit dem Bewusstsein ...
Ein Neurowissenschaftler wuerde das anders erklaeren. Wahre Meisterschaft entsteht naemlich daraus, dass solche Faehigkeiten ins Unbewusste uebertragen werden. Das bewusste Ueben perfektioniert das Erlernte, und das Perfektionierte wird nach einer manchmal laengeren Lernzeit in eine andere Hirnregion kopiert, die nicht mehr fuer bewusstes Handeln zustaendig ist, sondern Erlerntes, ohne dass Nachdenken erforderlich ist, automatisch anwendet. Das gilt fuer alles, vom Gehen bis zum Spielen eines Instruments. Das Bewusstsein entscheidet dann nur noch, wann diese gespeicherten Sequenzen angefordert werden.
Aber hier geht's ja um gesicherte Erkenntnis. "Bewusstseinsfelder" gehoeren sicherlich nicht dazu, ausser als weitgehendes Synonym von Wahrnehmungsfeld.

