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Gesicherte Erkenntnis - und Zweifel
#1
Verehrte Forum-user,

... auch in 2026 begegnen sich in diesem RELIGIONSFORUM 2 Welt-Deutungen. Eine Gruppe nutzt die Quellen des Glaubens, bedient sich der mythologischen Ausdrucksweise, - die andere nutzt die Quellen des Wissens und teilt sich u.a. mit Hilfe der Zahlensprache und über korrekte Ergebnisse mit. 
Eine andere Gruppe versucht wiederum beide Welt-Deutungen in Einklang zu bringen. Jede Denk-Form verwendet auf ihre Weise die vielfältigen Möglichkeiten, welche sich dem Bewusstsein des Menschen anbieten.

Damit auch dieses Jahr nicht wieder unnötige Häme, zänkische Rechthaberei und herablassende Entwertung die Beiträge der user überschatten, gebe ich folgende Anregung:

Sir Karl Popper (Naturwissenschaftler, Professor für Logik und wissenschaftliche Methoden) machte den einst von R. Descartes ganz nach vorne gestellten „ZWEIFEL“, erneut aktuell.
Diesen Zweifel hatte R. Descartes einst mit seinen bekannten 4 Regeln für die Erkenntnis, die auch den Zweifel leiten, bestens ausformuliert: Evidenz, Analyse, Synthese, Review.

Wir Menschen brauchen beides, die Anschauung und das Denken. Hätten wir nur die Anschauung (Beobachtungen), würden wir im Chaos der Sinneseindrücke untergehen. Erst die Vernunft, welche z.B. alles in Kausalitäten bringt, führt zur Erkenntnis. Hätten wir aber nur die Vernunft, ohne die Anschauung, - über was sollte dann die Vernunft nachdenken?


I. Kant merkte an: Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Erst beides führt zum Erkenntnisprozess!

WISSEN:
Auch K. Popper schloss sich dieser Ansicht an: Wir brauchen Empirie und den Verstand. – Wenn sich aber die Empirie immer ändert, ändern sich auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es gibt also keine absolut sicheren Erkenntnisse! - Der Naturwissenschaftler führte dabei das Beispiel der „weißen Schwäne“ an, welche lange als wissenschftlich gesichert galten, bis - auf einer Expedition in Patagonien - erstmals schwarze Schwäne gefunden wurden.
Seine Kernidee: Wissenschaft wächst nicht durch Bestätigung, sondern durch das Widerlegen von Hypothesen, und eine offene Gesellschaft lebt von Toleranz, Freiheit und der kritischen Auseinandersetzung, um gesellschaftliche Probleme schrittweise zu lösen.

GLAUBE;
Der schwierige Gang durch die Geschichte der Religionen zeigt, dass sich u.a. Descartes, Pascal, Kant und Hegel im ausführlichen Bedenken gegen die religionskritischen Einwände von Feuerbach, Marx und Freud geäußert haben.
Die (auch hier im Forum) anhaltende Substanz einer Diskussion bleibt also nach wie vor weniger zufriedenstellend.
Der seit jeher so vielen Meinungen ausgesetzte Begriff „Gott“ könnte z.B. neutral und modern als 
> das Unendliche im Endlichen < bezeichnet werden, > die Transzendenz in der Immanenz< 
oder > das Absolute im Relativen <.

Der Mensch kann nun zu dem Wort „Gott“ (s)einen, wie auch immer gearteten Bezug aufnehmen, oder nicht. Keinesfalls aber darf er erwarten, dass dieser Begriff für ihn in irgendeiner Weise „verfügbar“ wird!
Bei all den vielen Forum-Beiträgen sollte besser beachtet werden, dass jeder user nur (s)eine Meinung/Ansicht zu einem Thema anführen kann. 
Deshalb sollte bitte auch jede aggressive, personenbezogene Entwertung unterlassen werden, weil kein user, ob gläubig oder nicht, „allwissend“ ist!

Nicht durch Verifikation, sondern durch das Suchen nach Gegenbeispielen wird Wissenschaft vorangetrieben. Wissen ist immer nur Vermutung, aber durch die Korrektur von Fehlern nähern wir uns der WAHRHEIT an ...

K. Popper meinte, dass es überall so wäre und so musste auch Newton auf manche Weise durch Einstein „ersetzt“ werden.
Er kam zu dem Ergebnis; > Wir haben es, - auch in der sichersten, besten Wissenschaft, durchwegs mit Vermutungswissen zu tun. <
Der wissenschaftliche Fortschritt besteht darin, Irrtümer zu finden und durch etwas Besseres zu ersetzen: Durch eine bessere Hypothese.

Es bleibt: Kritisches Denken = Zweifel

Dies sollte auch bei all den so engagierten Beiträgen in diesem Forum beachtet werden, denn kein user kann behaupten, dass er allein „richtig liege“, auch wenn er wissenschaftliche Details besser darstellt. 
In der Forum-Gesprächsrunde entsteht nur eine kleine Sammlung winziger Mosaik-Steine, welche sich dem unüberschaubaren „kosmischen Mosaik“ entnehmen lassen.
So sollte u,a, tolerieriert werden können, dass es außer der physischen und psychischen Welt (wie wir sie erfahren/kennen) auch noch eine uns unbekannte dritte Welt geben könnte. (?)
Dies hat auch nichts mit „magischem Denken“ zu tun, sondern schließt jedes für uns Unbekannte, auf eine einfache Weise in Denkstrukturen ein – lässt „Möglichkeiten“ zu und sortiert diese nicht gleich voreilig aus!

Die stets so heftig umstrittene „Gottes--Idee“ begleitet die Kulturkreise der Völker seit jeher. Sie reicht von konkreten persönlichen Vorstellungen bis hin zu abstrakten philosophischen Begriffen – und bildet ja auch in diesem Forum reichlichen Diskussionsstoff, - weil eben auch dieser Gedanke nun mal zum Inhalt menschlicher Bewusstseinsebenen gehört, - ungeachtet, ob und wie er verneint oder bejaht wird.

Hoffe sehr, dass in 2026 die so unterschiedlichen Forum-Beiträge von mehr Toleranz und einem höflicheren Umgangston begleitet werden und sich kein user über den anderen erheben will.

Wünschenswert wäre also u.a. die Einhaltung der klaren Forum-Regeln, sowie deren konsequente Kontrolle durch die zuständigen Moderatoren. Weder Gläubige noch Ungläubige sollten sich gegenseitig als „gestört“ bezeichnen – und zwar einfach deswegen, weil alles Wissen über die Welt nur Deutung ist, ungeachtet, ob diese mit Mathematik oder anderen „Beweisen“ untermauert wird!
Sachlich vorgetragene Kritik ist jedoch immer willkommen und auch jederzeit erwünscht. Weniger förderlich sind die öfter vorgetragenen kurzen Verneinungen - ohne jegliche Begründung, wie z.B. „nö“, „falsch“ oder "Unsinn" … etc.


Wünsche euch allen ein erfreulich verlaufendes 2026

Gruß von Reklov
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#2
(02-01-2026, 14:31)Reklov schrieb: bis - auf einer Expedition in Patagonien - erstmals schwarze Schwäne gefunden wurden.
Zitat:Der Schwarzschwan ist das Wappentier Westaustraliens und dort auch in der Flagge dargestellt. Mittlerweile kommt er in allen Bundesstaaten Australiens vor, auf dem Festland wie auch in Tasmanien. An seiner heutigen Verbreitung ist maßgeblich der Mensch beteiligt. Bei der Erstbeobachtung durch Europäer in der Umgebung des heutigen Perth im Jahre 1697
Q.:Wikipedia
Patagonien müsste demnach eine australische Landschaft sein.
Faktenwissen hält regelmässig einer Überprüfung nicht stand, aber mit Popper, Kant, Descartes und ähnlichen auf die Sahne haun.
Kein Mensch mit Humor hat jemals eine Religion gegründet.
Robert Green Ingersoll
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#3
Da haben wir ein Neues Jahr (ein frohes Neues uebrigens!), aber so wie es aussieht, bleiben die Beitraege doch immer dieselben, genau wie die Missverstaendnisse.

@exkath: Er meint wohl den Schwarzhalsschwan. Mit Details hat er es halt nicht so.
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#4
(02-01-2026, 14:31)Reklov schrieb: Der schwierige Gang durch die Geschichte der Religionen zeigt, dass sich u.a. Descartes, Pascal, Kant und Hegel im ausführlichen Bedenken gegen die religionskritischen Einwände von Feuerbach, Marx und Freud geäußert haben.

Dass bereits Verstorbene Bedenken gegen nach ihrem Tode vorgebrachte religionskritische Einwände geäußert haben könnten, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Möglicherweise im Rahmen einer Séance oder aber einer "Fern-Tod"-Veröffentlichung...  Icon_cheesygrin
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#5
(02-01-2026, 14:31)Reklov schrieb: Diesen Zweifel hatte R. Descartes einst mit seinen bekannten 4 Regeln für die Erkenntnis, die auch den Zweifel leiten, bestens ausformuliert: Evidenz, Analyse, Synthese, Review

ich wußte gar nicht, daß descartes englisch sprach

Zitat:Wir Menschen brauchen beides, die Anschauung und das Denken. Hätten wir nur die Anschauung (Beobachtungen), würden wir im Chaos der Sinneseindrücke untergehen

non sequitur

sogenannte "niedere" tiere, denen man wohl kein denken zuschreiben würde, gehen ja auch nicht "im Chaos ihrer Sinneseindrücke unter"

Zitat:I. Kant merkte an: Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Erst beides führt zum Erkenntnisprozess!

inhaltslose gedanken führen erst zusammen mit begriffslosen anschauungen zum erkenntnisprozeß?

wenn man nur verstünde, was das jetzt wieder bedeuten soll

Zitat:Auch K. Popper schloss sich dieser Ansicht an: Wir brauchen Empirie und den Verstand. – Wenn sich aber die Empirie immer ändert, ändern sich auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse

was meinst du mit "empirie ändert sich"?

erfahrungswissen nimmt zu, das ist schon richtig. meinst du das mit "sich ändern"?

Zitat:Es gibt also keine absolut sicheren Erkenntnisse!

die sind auch nicht erforderlich. es genügt, wenn sie ausreichend sicher sind. z.b. empirisch bestätigt

um absoluta kreisen nur die gedanken jener, die sich gern die zeit mit "philosophie" oer gar "theologie" vertreiben

Zitat:Der Naturwissenschaftler führte dabei das Beispiel der „weißen Schwäne“ an, welche lange als wissenschftlich gesichert galten, bis - auf einer Expedition in Patagonien - erstmals schwarze Schwäne gefunden wurden

deswegen gilt doch aber auch heute noch als gesichert, daß es weiße schwäne gibt. oder wovon sprichst du hier überhaupt?

Zitat:Seine Kernidee: Wissenschaft wächst nicht durch Bestätigung, sondern durch das Widerlegen von Hypothesen

ich kann mir nicht vorstellen, daß popper das so gesagt hat (denn natürlich lebt die wissenschaft davon, hypothesen zu bestätigen, und sie sind solange gültig, bis sie falsifiziert werden)

aber selbst dann würde es bedeuten, daß all deine dauerpredigten hier keinen erkenntnisgewinn bringen können, weil du ja nur a priori nicht falsifizierbaren schwurbel produzierst

mir scheint, du hast nicht im ansatz begriffen, daß poppers wissenschaftsbegriff um falsifizierbarkeit kreist. und nicht um verbalisiertes ejakulat als produkt cerebraler masturbation

Zitat:Die (auch hier im Forum) anhaltende Substanz einer Diskussion bleibt also nach wie vor weniger zufriedenstellend

das kann auch gar nicht anders sein, wenn die eine seite sich auf eben jene cerebralmasturbation beschränkt

Zitat:Der seit jeher so vielen Meinungen ausgesetzte Begriff „Gott“ könnte z.B. neutral und modern als> das Unendliche im Endlichen < bezeichnet werden, > die Transzendenz in der Immanenz< oder das Absolute im Relativen <

meinetwegen auch als "wrdrlbrmpft", denn all diese "chiffren", wie du ja so gern sagst, besagen dasselbe: nämlich konkret gar nichts

Zitat:Bei all den vielen Forum-Beiträgen sollte besser beachtet werden, dass jeder user nur (s)eine Meinung/Ansicht zu einem Thema anführen kann

keineswegs. denn so einiges davon ist ja keine bloße meinungsfrage, sondern realer sachverhalt. auch wenn du das auf dieselbe bedeutungsebene stellen willst: sie sind es nicht

Zitat:Wir haben es, - auch in der sichersten, besten Wissenschaft, durchwegs mit Vermutungswissen zu tun. Der wissenschaftliche Fortschritt besteht darin, Irrtümer zu finden und durch etwas Besseres zu ersetzen: Durch eine bessere Hypothese

also besseres "vermutungswissen", wie du so despektierlich sagst. nur gibt es gar kein anderes wissen, sodaß du dir also das pejorativ "vermutung" hier gerne sparen kannst

worauf es ankommt: schwurbeleien über götter, "transzendenz" u.ä. haben noch nicht mal mit dem zu tun, was du als "vermutungswissen" abtust. sie sind, um in deinen worten zu sprechen, "vermutungsfantasterei"

"leeres wissen", "vermutungswissen", "wrdrlbrmpft-wissen" etc. ... alles besser als aus dem finger gesogenes transzendenzgeraune

Zitat:So sollte u,a, tolerieriert werden können, dass es außer der physischen und psychischen Welt (wie wir sie erfahren/kennen) auch noch eine uns unbekannte dritte Welt geben könnte

warum so bescheiden? von mir aus gern auch eine siebenundzwanzigste. der fantasie sind ja keine grenzen gesetzt

allerdings ist eine "psychische welt" ja auch nur bestandteil der physischen. wo keine physis, da auch keine psyche
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#6
(02-01-2026, 22:10)petronius schrieb:
(02-01-2026, 14:31)Reklov schrieb: I. Kant merkte an: Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Erst beides führt zum Erkenntnisprozess!

inhaltslose gedanken führen erst zusammen mit begriffslosen anschauungen zum erkenntnisprozeß?

wenn man nur verstünde, was das jetzt wieder bedeuten soll

Eines ist jedenfalls mal sicher: Dass (nicht nur) hier immer und immer wieder versucht wird, auf anschauungslosen Begriffen beruhende inhaltsleere Gedanken als "Erkenntnisse" feilzubieten, ist eine nachleslich unbestreitbare Tatsache!
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#7
(03-01-2026, 02:17)bellevue schrieb:
(02-01-2026, 22:10)petronius schrieb:
(02-01-2026, 14:31)Reklov schrieb: I. Kant merkte an: Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Erst beides führt zum Erkenntnisprozess!

inhaltslose gedanken führen erst zusammen mit begriffslosen anschauungen zum erkenntnisprozeß?

wenn man nur verstünde, was das jetzt wieder bedeuten soll

Eines ist jedenfalls mal sicher: Dass (nicht nur) hier immer und immer wieder versucht wird, auf anschauungslosen Begriffen beruhende inhaltsleere Gedanken als "Erkenntnisse" feilzubieten, ist eine nachleslich unbestreitbare Tatsache!

... jeder Gedanke ohne Inhalt ist "leer". So bleibt u.a. der Gottesgedanke leer, wenn er nicht mit Inhalt gefüllt wird, wie es z.B. Religionen und Philosophien machen.
Anschauung allein bringt auch null Erkenntnis! Man kann z.B. eine Pflanze tagelang anschauen. Erkenntnisse über sie gewinnt man erst, wenn sie wissenschaftlich "erforscht" wird. (Vielleicht ist etwas klarer geworden, was ich sagen wollte?)

Gruß von Reklov
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#8
(04-01-2026, 17:14)Reklov schrieb: Man kann z.B. eine Pflanze tagelang anschauen. Erkenntnisse über sie gewinnt man erst, wenn sie wissenschaftlich "erforscht" wird

und wie macht man das?

durch anschauung und deren auswertung und verarbeitung

nicht durch bloße cerebralmasturbation
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#9
(04-01-2026, 17:14)Reklov schrieb:
(03-01-2026, 02:17)bellevue schrieb: Eines ist jedenfalls mal sicher: Dass (nicht nur) hier immer und immer wieder versucht wird, auf anschauungslosen Begriffen beruhende inhaltsleere Gedanken als "Erkenntnisse" feilzubieten, ist eine nachleslich unbestreitbare Tatsache!

... jeder Gedanke ohne Inhalt ist "leer". So bleibt u.a. der Gottesgedanke leer, wenn er nicht mit Inhalt gefüllt wird, wie es z.B. Religionen und Philosophien machen.

Ja, und mit welchem Inhalt befüllen "Religionen" den Begriff "Gott" denn? Mit Anschauung, also Empirie ja doch wohl kaum (meist wird diese ja schon per definitionem ausgeschlossen).

Vielmehr wird der völlig anschauungsfreie, bloße Begriff "Gott", anstatt mit Auschauungen, zum einen mit lauter weiteren, völlig auschauungsfreien, sprachversinnlosenden Begriffen "gefüllt" (die in ihrer bombastisierenden Absurdität oft um den ersten Platz wetteifern). Und zum anderen kommen hierzu noch samt und sonders ausschließlich am "irdischen" Menschen gebildete Anschauungen.

Das Resultat ist nicht nur Wirrsinn, es ist vor allem BELIEBIGER Wirrsinn. Und weil eben völlig beliebig, ist die Menge der Befüllungen des Begriffes "Gott" so unendlich wie deren allerverschiedenste Beschaffenheiten.


Ich erinnere:

(14-12-2025, 15:26)Reklov schrieb: Jedes sichtbare Bild, jeder Text oder jeder Gedanke über den Begriff "Gott" gleicht einem "Fehlschuss".

Dass ausgerechnet diejenigen, die den ganzen lieben Tag über "Gott" salbadern, wenn sie dann konkreten Nachfragen nicht mehr ausweichen können, so unausweichlich wie das AMEN in der Kirche verkünden, dass man als Mensch ja gar nichts Sinnvolles über jenes "unfassbar höhere Wesen" sagen könne, verwundert daher überhaupt nicht!



(04-01-2026, 17:14)Reklov schrieb: ...wie es z.B. Religionen und Philosophien machen.

"Philosophien", die mit lauter anschauunglosen Begriffen jonglieren, die ihrerseits wieder mit lauter anschauungslosen Begriffen befüllt sind, sind keine Philosophien, sondern bloß so beliebige wie absurde Schwafeleien (oder, wie @petronius es so trefflich bezeichnete: Cerebralmasturbationen), mit denen die bedauernswerte Welt freilich unaufhörlich zugemüllt wird...
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#10
(05-01-2026, 18:12)bellevue schrieb: Dass ausgerechnet diejenigen, die den ganzen lieben Tag über "Gott" salbadern, wenn sie dann konkreten Nachfragen nicht mehr ausweichen können, so unausweichlich wie das AMEN in der Kirche verkünden, dass man als Mensch ja gar nichts Sinnvolles über jenes "unfassbar höhere Wesen" sagen könne, verwundert daher überhaupt nicht!
Wenn ES denn als "unfassbar höheres Wesen" gedacht und geglaubt würde! Aber man kann ja lesen, wie menschlich-machbesessen, -verehrungsbedürftig bis -rachsüchtig es ist. Dieses "unfassbar höhere Wesen" ist ein unfassbarer Winzling im Geiste, der unseren Diktatoren durchaus entspricht (und vermutlich immer entsprochen hat).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#11
(02-01-2026, 20:36)bellevue schrieb:
(02-01-2026, 14:31)Reklov schrieb: Der schwierige Gang durch die Geschichte der Religionen zeigt, dass sich u.a. Descartes, Pascal, Kant und Hegel im ausführlichen Bedenken gegen die religionskritischen Einwände von Feuerbach, Marx und Freud geäußert haben.

Dass bereits Verstorbene Bedenken gegen nach ihrem Tode vorgebrachte religionskritische Einwände geäußert haben könnten, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Möglicherweise im Rahmen einer Séance oder aber einer "Fern-Tod"-Veröffentlichung...  Icon_cheesygrin

... danke für den Hinweis! - Sorry, da ist mir ein Fehler unterlaufen. Ich hätte schreiben müssen: " ... dass sich u.a. Descartes, Pascal, Kant und Hegel im ausführlichen Bedenken gegen religionskritische Einwände geäußert haben, wie sie z.B. später von Feuerbach, Marx und Freud erhoben wurden.

Gruß von Reklov
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#12
(06-01-2026, 00:26)Ekkard schrieb:
(05-01-2026, 18:12)bellevue schrieb: Dass ausgerechnet diejenigen, die den ganzen lieben Tag über "Gott" salbadern, wenn sie dann konkreten Nachfragen nicht mehr ausweichen können, so unausweichlich wie das AMEN in der Kirche verkünden, dass man als Mensch ja gar nichts Sinnvolles über jenes "unfassbar höhere Wesen" sagen könne, verwundert daher überhaupt nicht!
Wenn ES denn als "unfassbar höheres Wesen" gedacht und geglaubt würde! Aber man kann ja lesen, wie menschlich-machbesessen, -verehrungsbedürftig bis -rachsüchtig es ist. Dieses "unfassbar höhere Wesen" ist ein unfassbarer Winzling im Geiste, der unseren Diktatoren durchaus entspricht (und vermutlich immer entsprochen hat).

... also von dir, Ekkard, hätte ich schon erwarten können, dass du die von Menschen verfassten Zeilen über "das höchste Wesen", wie z.B. im AT, richtig einordnen kannst!

Ich hatte ja mal einen diesbezüglichen Text von Nikolaus von Kues reingestellt. - Dass sich Diktatoren jeder Färbung diesen Begriff seit jeher für ihre Zwecke vor den Karren gespannt haben, dürfte ja nun auch allseits bekannt sein.
Entscheidend bleibt aber die klare Forderung: >> Du sollst dir kein Bild von Gott machen ... << (2. Mose 20,4)

Gruß von Reklov
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#13
(05-01-2026, 18:12)bellevue schrieb:
(03-01-2026, 02:17)bellevue schrieb: Eines ist jedenfalls mal sicher: Dass (nicht nur) hier immer und immer wieder versucht wird, auf anschauungslosen Begriffen beruhende inhaltsleere Gedanken als "Erkenntnisse" feilzubieten, ist eine nachleslich unbestreitbare Tatsache!

Ja, und mit welchem Inhalt befüllen "Religionen" den Begriff "Gott" denn? Mit Anschauung, also Empirie ja doch wohl kaum (meist wird diese ja schon per definitionem ausgeschlossen).

Vielmehr wird der völlig anschauungsfreie, bloße Begriff "Gott", anstatt mit Auschauungen, zum einen mit lauter weiteren, völlig auschauungsfreien, sprachversinnlosenden Begriffen "gefüllt" (die in ihrer bombastisierenden Absurdität oft um den ersten Platz wetteifern). Und zum anderen kommen hierzu noch samt und sonders ausschließlich am "irdischen" Menschen gebildete Anschauungen.

Das Resultat ist nicht nur Wirrsinn, es ist vor allem BELIEBIGER Wirrsinn. Und weil eben völlig beliebig, ist die Menge der Befüllungen des Begriffes "Gott" so unendlich wie deren allerverschiedenste Beschaffenheiten.

Dass ausgerechnet diejenigen, die den ganzen lieben Tag über "Gott" salbadern, wenn sie dann konkreten Nachfragen nicht mehr ausweichen können, so unausweichlich wie das AMEN in der Kirche verkünden, dass man als Mensch ja gar nichts Sinnvolles über jenes "unfassbar höhere Wesen" sagen könne, verwundert daher überhaupt nicht!
"Philosophien", die mit lauter anschauunglosen Begriffen jonglieren, die ihrerseits wieder mit lauter anschauungslosen Begriffen befüllt sind, sind keine Philosophien, sondern bloß so beliebige wie absurde Schwafeleien (oder, wie @petronius es so trefflich bezeichnete: Cerebralmasturbationen), mit denen die bedauernswerte Welt freilich unaufhörlich zugemüllt wird...

... das Wesen der Philosophie ist, dass sie u.a. auch mit anschauungslosen Begriffen jongliert.

In der Geschichte der Philosophie vermählten sich oft wissenschaftliche Spekulationen und tiefe Weisheit in einzigartiger Weise. Mitten zwischen den abstraktesten Untersuchungen finden sich allerorten Formulierungen von einer Tiefsicht und Lebensweisheit. - Man sollte auch nicht übersehen, dass sich unter den Philosophen  Wissenschaftler von Weltruf befinden, was ja nicht allzu verwunderlich ist. - Bevor du aber petronius als Anwalt bemühst, erlaube ich mir, dir Einstieg-Literatur zu empfehlen, wie z.B die Taschenbücher: >Eine kleine Weltgeschichte der Philosophie< (H.J. Störig)

So hat z.B. der antike Denker DEMOKRIT bereits von atomos, den kleinsten Teilchen, "geschwafelt", obwohl eine erste fundierte wissenschaftliche Atom-Theorie der Chemiker John Dalton um 1803 entwickeln und E. Rutherford 1911 den Atomkern und seine Struktur (Kern und Hülle) entdecken konnte. (Später folgten weitere wichtige Entdeckungen.)

Auch die philosophische und politische Dimension des Atoms wurde von Denkern wie Oppenheimer diskutiert. Cerebralmasturbationen sind eher bei denen zu finden, welche im Fach Philosophie ABC-Schützen sind. - Das Wort PHILOSOPHIE hat leider eine hohe Inflation erfahren, denn auch Fußball-Trainer sprechen heute von ihrer "Spielphilosophie".

Gruß von Reklov
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#14
(06-01-2026, 18:51)Reklov schrieb: das Wesen der Philosophie ist, dass sie u.a. auch mit anschauungslosen Begriffen jongliert

nein. das wäre schwurbelei, aber keine philosophie

Zitat:So hat z.B. der antike Denker DEMOKRIT bereits von atomos, den kleinsten Teilchen, "geschwafelt", obwohl eine erste fundierte wissenschaftliche Atom-Theorie der Chemiker John Dalton um 1803 entwickeln und E. Rutherford 1911 den Atomkern und seine Struktur (Kern und Hülle) entdecken konnte. (Später folgten weitere wichtige Entdeckungen.)

deswegen war aber auch schon demokrits "atomos" nicht "anschauungslos", auch wenn es mit dem atombegriff der teilchenphysik natürlich nichts zu tun hatte

Zitat:Auch die philosophische und politische Dimension des Atoms wurde von Denkern wie Oppenheimer diskutiert

unfug. ein atom hat keine "philosophische und politische Dimension", wozu es eingesetzt wird, unter umständen aber sehr wohl

Zitat:Cerebralmasturbationen sind eher bei denen zu finden, welche im Fach Philosophie ABC-Schützen sind

dich hätte auch keiner für einen ernstzunehmenden philosophen gehalten. sinnloses namedropping ist keine philosophie
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#15
(02-01-2026, 14:31)Reklov schrieb: Nicht durch Verifikation, sondern durch das Suchen nach Gegenbeispielen wird Wissenschaft vorangetrieben. Wissen ist immer nur Vermutung, aber durch die Korrektur von Fehlern nähern wir uns der WAHRHEIT an ...

K. Popper meinte, dass es überall so wäre und so musste auch Newton auf manche Weise durch Einstein „ersetzt“ werden.
Er kam zu dem Ergebnis; > Wir haben es, - auch in der sichersten, besten Wissenschaft, durchwegs mit Vermutungswissen zu tun. <
Der wissenschaftliche Fortschritt besteht darin, Irrtümer zu finden und durch etwas Besseres zu ersetzen: Durch eine bessere Hypothese.
Dem möchte ich entgegen halten, dass sich an den Mess- und Beobachtungstabellen nichts geändert hat. Ihre Präzision wurde besser und das Instrumentarium! So rücken Objekte in den Fokus, die eine neue Interpretation erfordert.

Wenn hier von "Vermutungen" die Rede ist, geht es um die Frage, wie man die Messwerte am besten reproduzieren kann. Schließlich will man ja damit etwas tun. Ein geeignetes Modell bleibt natürlich immer ein solches.

Mir missfällt die hinter dem Wort "Vermutung" steckende Abwertung des Erkenntnisprozesses oder der Modellbildung. Das alles ist empirisch abgesichert, auch beispielsweise die Newtonsche Himmelsmechanik. Die Relativitätstheorien umfassen diese, gehen aber auf großer Skala darüber hinaus- ja und?

Die Modelle sind allesamt besser als jedes empirisch nicht abgesicherte Gedankengebäude!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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