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Der Bund im AT
#3
(01-07-2011, 11:54)t.logemann schrieb: Liebe MaSofia,
vielleicht hilft ein "Ausflug" in andere monotheistische Religionen: Dem Qur'an nach "nahm Allah (Gott) Abraham zum Freund". ..[...] Es liegt in der Bedeutung der Überlieferung also erstmal nahe, "Bund" und "Freund" beziehungsmässig zu verknüpfen.
.[...]
Im Zusammenhang mit Deiner Ausarbeitung könnte "Bund" also bedeuten:
Rechtleitung durch die Freundschaft.

Lieber Thomas,

die Konstruktion des Koran begann bei der von Dir vorgeschlagene Form. Freundschaft / Bund zu Allah oder Gott. .. und schon gab es die ersten Kriege..... Während es diese "Religionsspaltung" eben nicht gab, als in dem Text nur "Philosophische Abhandlungen" gelesen wurden - und diese auch verstanden wurden!

Rechtleitung macht bei den Ungerechtigkeiten des AT und des Koran etwas Sträuben der Nackenhaare. (Sie blieben ruhig bei Auslegung.) Der Islam entstand um 600 nach Chr. in einer Zeit als sowohl Judentum als auch das Christentum nicht mehr in der Lage waren, das Erbe in ganzem Umfang zu lehren. Der Islam rutschte in ein Vakuum. Seine Verbreitung geschah auf Handelswegen und mit Kriegen. Auch im Islam sind die alten Schriften nicht zugänglich. Zwar hat er die Moscheen ohne Bilder, aber keiner kann sagen, warum das so kam, während christliche Kirchen Malereien schmückten. Gegen das Bilderdenken gab es um 800 ein Konzil. Versteht man den "anderen" Text wird deutlich warum. Abraham war kein Mann. Da gab es ein Gesetz. Es kann also kein Rechtleiten durch Freundschaft, sondern ein richtiges Erkennen von Gesetzmäßigkeiten gewesen sein. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass die Nachfolge "Allah der/ das einzig Wahre" und Mohammed sein Prophet sofort akzeptiert wurde, weil man wusste, was das heißt und da wirklich zustimmte. Man kannte schließlich die Regeln für Entwicklung und Gefallen haben. Mohammed ist Liebling, weil es gefällt. Deshalb ist man bei hässlichen Karikaturen wirklich verdammt sauer, wirklich arg.

Das Christentum war gekoppelt an Machtverhältnisse. Karl der Große ließ um 800 die Sachsen mit dem Schwert und Diktatur "bekehren". Er konnte sie nicht mit Weisheiten gewinnen. Er hatte politische Ziele und die Gesetze dienten nun nur der Sicherung der Machtverhältnisse. In dieser Zeit entstand ein "anderes" Christentum mit hartem Machtstreben, Kirchenbau und anderen Vorstellungen. Anaolg verlief die Entwicklung in der Türkei und in Ägypten, als mit der "Eroberung" zwangsweise die Religion eingeführt wurde - aber die Sprache mitsamt Lehre danach nicht mehr da war. Andere Sprache, andere Zeiten.
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Nachrichten in diesem Thema
Der Bund im AT - von MaSofia - 30-06-2011, 22:54
RE: Der Bund im AT - von t.logemann - 01-07-2011, 11:54
RE: Der Bund im AT - von MaSofia - 01-07-2011, 16:37
RE: Der Bund im AT - von t.logemann - 01-07-2011, 23:34
RE: Der Bund im AT - von MaSofia - 02-07-2011, 00:33

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