(05-10-2011, 11:21)Ekkard schrieb: Der Wunsch nahezu aller Menschen besteht darin, in einem Umfeld ähnlich Gesinnter zu leben. Das schafft Vertrauen und Verlässlichkeit - jedenfalls meistens
stimmt - für die meisten ist das wohl so. aber die für wenigeren, die diese gesinnung nicht teilen, ist das dasein in solchen geschlossenen gesellschaften weniger lustig
deshalb lieber pluralismus als religiös verordnete einheitlichkeit
(05-10-2011, 11:21)Ekkard schrieb: Durch das ach so edle "Selberdenken" kommt man in keinem Fall zu einem gesellschaftlichen Konsens sondern nur durch Kommunikation
auch durch "kommunikation" in der art der religionen (one way von der kanzel herab) kommt man nicht zu einem echten konsens, sondern durch intellektuelle auseinandersetzung
(05-10-2011, 11:21)Ekkard schrieb: Religionsgemeinschaften (Logen, Kirchen, Synagogen) mögen allerlei unangenehme Eigenschaften haben. Ganz gewiss sind sie Eines: Kommunikationszellen
klar. war das zk der kpdsu auch
es geht schon darum, auf welche art und mit wem kommuniziert wird
(05-10-2011, 11:21)Ekkard schrieb: Aufklärung richtet sich gegen geistige Erstarrung, Herrschaftsstrukturen, Bildungsmangel, durchaus unzulässige Mythenbildung und ungerechtfertigte Methoden der Erkenntnisgewinnung. Auch das sind alles gesellschaftliche Vorgänge, die aber mit beispielsweise der christlichen Lehre nichts zu tun haben
ja klar
alles, was an kirche und religion kritisiert wird, hat halt im ernstfall "nichts mit der lehre zu tun", bzw. die lehre soll dann ex post immer das genau andere gewesen sein...
warum, wodurch soll denn speziell die christliche mythenbildung "zulässig", ihre methode der erkenntnis (welche denn überhaupt? dogmen ex cathedra") "gerechtfertigt" sein?
(05-10-2011, 11:21)Ekkard schrieb: Es ist nur so, dass beispielsweise die Herrschaftsstrukturen religiös begründet wurden. Das aber ist schlicht falsch (nicht nur im Christentum, sondern in jeder Religion). Seine Herrschaftsstrukturen muss jede Gesellschaft (durch Kommunikation) selbst entwickeln. Die Religion gibt nur vor, wie Mensch den Menschen und die Welt ansehen soll
eben. und ist gerade deshalb ja ein so wunderbares herrschaftsinstrument, definiert herrschaftsstrukturen und setzt sie durch
ich muß schon wieder bruno kreisky zitieren:
"lernens geschichte!"
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

