(19-12-2011, 14:59)Theodora schrieb: Persönliches, Privates (Glaube, Erfahrung, Sicht auf und in die Welt), entzieht sich einer Kritik
nur, wenn es privat bleibt. sobald persönliche ansichten öffentlich geäußert werden, müssen sie sich selbstverständlich der kritik stellen
mir scheint auch deine beharrliche gleichsetzung von "erklären" mit "rechtfertigen" problematisch. natürlich muß jeder erklären (können, dürfen, sollen), was er wie und warum meint - andernfalls er nicht verstanden wird
(19-12-2011, 14:59)Theodora schrieb: Ich glaube, wohl keiner hier im Forum hätte Lust darauf, eine Erklärung (Rechtfertigung) abgeben zu müssen, weshalb und warum man seinen Beruf, seine Ausbildung, Glaube, Lebensstil, Denken, Fühlen ... so und nicht anders gewählt hat oder eben entsprechend leben will
nun, das sollte er aber schon, wenn er denn meint, es öffentlich machen zu müssen. dazu wiederum zwingt ihn allerdings keiner
Zitat:Es verbietet sich geradezu, zu urteilen oder zu werten
das klingt für mich jetzt wie "ich darf hier alles sagen, was ich will, aber wenn ein anderer das zur selben sache auch tut - und bezug auf das von mir gesagte nimmt -, ist das verbotenes "urteilen oder werten"
oder gehts dir um formulierungsfragen, also "ich sehe das nicht so, sondern..." anstatt "das trifft nicht zu, weil..."?
was mich betrifft: ich werte dich nicht als mensch ab (du bist deshalb für mich als mensch nicht weniger wert), wenn ich mal anderer ansicht bin als du oder deine argumente anders werte
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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