25-02-2012, 18:04
(25-02-2012, 09:33)petronius schrieb:Wie Evangelikale in der Praxis sind klingt ja danach, wie die meisten Evangelikale so drauf sind, und nicht nach irgendwelchen Einzelfällen oder dem Schweigen der Evangelikalen in Uganda.(24-02-2012, 12:51)helmut schrieb: Bis vor kurzem war das ja hier ein Zweiergespräch mit Petronius, der es offenbar darauf anlegt, mich auf die Palme zu bringen. Und da ging es ja nur noch um echte und angebliche Evangelikale.das ist falsch
ich habe nur erläutert, wie evangelikale in der praxis sind, wie ich sie kennengelernt habe, wie sie sich mirpräsentieren
Erinnert mich an das, was Jürgen Werth in den letzten Wartburggesprächen (eine Talk-Runde, die im erf gesendet wird) erzählte: da kam ein Journalist, der ne Reportage über Evangelikale machte, und hat ihn ca. 20 Minutebn interviewt. am Ende sagte er: "Sie machen es einem nicht leicht" Nanu? In der Reportage war von dem Interview mit dem Programmchef von erf Medien (immerhin eins der wichtigsten evangelikalen Medienunternehmen in Deutschland) und Allianzvorsitzenden (also ister so was wie der "oberste Evangelikale" in Deutschland) kein einziges Wort drin - was Werth sagte passte eben nicht in das Bild vom bösen Evangelikalen, dass die Sendung vermittelte ...
Auch ohne böse Absicht ist es für viele Journalisten nicht leicht, die Meisten haben keinen Ahnung von Religion, und erst recht keine vom Frommsprech, das in manchen Kreisen gesprochen wird - hab schon erlebt, dass eine Anspielung auf Eph 6 als Aufruf zur Gewalt missverstanden wurde ;)
Wenn du Evangelikale mal im wirklichen Leben kennen lernen würdest, würde vielleicht das eine oder andere Vorurteil verschwinden. Allerdings - wenn du das Beispiel, das demonstrieren sollte, dass nicht jede Aussage "X ist doch kein Y" ein "wahrer Schotte" ist, gleich als Outing als Rechtsradikaler wertest, bin ich mir noch nicht mal da sicher ...
(25-02-2012, 09:33)petronius schrieb: wenn dich das auf die palme bringt, daß sie nicht deinem hypothetischen "wahren schotten" entsprechen, so ist das deine sacheNein, bei "auf die Palme bringen" dachte ich an Äußerungen wie
(07-02-2012, 19:42)petronius schrieb: oder ist dein gott ein mafiapate, der nur angebote macht, die man nicht ablehnen kann?
(09-02-2012, 12:30)petronius schrieb: also mit den mördern an abtreibungsärzten kannst du dich offenbar eher identifizieren...
(13-02-2012, 22:06)petronius schrieb: ich weise nur darauf hin, was das außerhalb deiner sekte für eine bedeutung hat: keineund so weiter ...
Ach ja, wie ich nach solche Äußerungen suchte, fand ich ne Frage, die in der Aufregung irgendwie untergegangen ist: du wolltest linke Evangelikale sehen. Ich nenn mal die Sojourners http://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Wallis oder auch Gustav Heinemann (oder war der nicht links genug?).
(25-02-2012, 09:33)petronius schrieb: und erzähl mir jetzt nichts von flavius josephus oder sonst einem pferd - das hatten wir ja alles schon ein halbes dutzend mal.Inwiefern? Du hast ja nicht gesagt, dass es nicht so war wie in den Evangelien, du hast bestritten, dass es eine Kreuzigung und Apostel gab.
(25-02-2012, 09:33)petronius schrieb: der kerygmatische jesus ist historisch überhaupt nicht belegtDas grenzt ja an Zirkelschluss: wenn eine antike Quelle den kerygmatischen Christus belegt, kann das nur eine christliche Quelle sein, und die wird nicht anerkannt (siehe Apostelgeschichte). Dass er nicht belegt ist, ergibt sich aus der Methode.
(25-02-2012, 09:33)petronius schrieb: un die indizien für einen historischen jesus sind zum einen mehr als dünnAch ja? Da gibt es Ende des 1.Jhs. eine schnell wachsende Bewegung (wie insbesondere die Briefe von Plinius belegen), und alle Quellen, die die erwähnen, sagen, dass sie auf Jesus zurückgeht.
(25-02-2012, 09:33)petronius schrieb: wer die apostelgeschichte für ein historisch korrektes dokument hält, der meint sicher auch, daß nordkoreanische kim-jong-il-biographien die reine wahrheit und nichts anderes enthalten...Wieso sollte ich eine Biographie, die im Auftrag eines Diktators erstellt wurde, und der verschiedene sachliche Fehler nachgewiesen wurden, für die reine Wahrheit halten, bloß weil ich erwähne, dass der Apostelgeschichte solche Fehler noch nicht nachgewiesen werden konnten?
Relativismus: "du hast deine Wahrheit, ich habe meine, beide sind richtig"
Toleranz: "was du sagst ist falsch, aber du hast das Recht, es zu sagen"
Toleranz: "was du sagst ist falsch, aber du hast das Recht, es zu sagen"

