30-04-2012, 21:28
(28-04-2012, 18:58)Keksdose schrieb: Was macht wohl glücklicher? Ein Leben voller Vertrauen oder ein Leben voller Analyse?
(30-04-2012, 08:53)petronius schrieb: das eine tun, und das andere nicht lassen
(30-04-2012, 15:45)Keksdose schrieb: Ich freue mich ehrlich für den, der das wirklich schafft.Spontan denke ich, dass analytisches Denken und eine bestimmte Weltanschauung (z. B. Atheismus, Deismus, Mono- oder Polytheistmus) nichts miteinander zu tun haben. Ja, mit Glück mag eine bestimmte Weltanschauunge durchaus zu tun haben, aber nicht mit der Anwendung doch recht dinglicher Methoden. Das andere Stichwort lautet: Skepsis. Natürlich lehren die Ergebnisse analytischer Methoden, dass viele Zustände oder Vorgänge nicht so sind, wie sie scheinen. Deswegen hat man es als Skeptiker schwerer, sich mit den Mythen und Riten der Religionen zu identifizieren.
Ich persönlich finde es super schwer. Dieses Dilemma ist auch der Grund, warum ich es nicht fertig bringe, in das Feld Glaubensrichtung meines Profils "Christ" einzutragen - denn obwohl ich glaube, dass man mit Gott glücklicher sein kann (man beachte: Möglichkeitsform) muss ich mich doch sehr verbiegen, um das auf mich anzuwenden... Aber natürlich spreche ich da nur für michund freue mich für andere, die beides schaffen.
Auf der anderen Seite bleibt die spannende Frage, wozu die Mythen erfunden wurden, und wie ihre Wirkungsgeschichte funktioniert. Der Skeptiker wird ganz sicher viele Details ablehnen müssen z. B. alles, was sich empirisch nicht prüfen lässt. Schließlich aber bleibt die Notwendigkeit, dass die Gesellschaft funktioniert, damit Kind und Greis, Akademiker und Lernbehinderter, Techniker und Landwirt miteinander kooperieren. Als Skeptiker und Analytiker kommt man dann durchaus dahin, den Weltanschauungen diese Aufgabe zuzumuten bzw. abzuverlangen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

