10-05-2012, 11:49
(10-05-2012, 11:02)eddyman schrieb: Ich würde in erster Linie nicht nach einer Gesellschaftstheorie fragen, weil eine Gesellschaft aus Individuen besteht, und wenn sich wirklich etwas ändern soll, muss zuerst der Einzelne fitt dafür gemacht werden.
Die Wurzel des Problems hinsichtlich des ethischen wirtschaftlichen Handelns ist ja die Gier (Stichwort Ichhaftigkeit). Sie führt dazu, dass Geld (als ursprüngliches Tauschmittel für die Grundbedürfnisbefriedigung) zum Selbstzweck wird. ...
Die ganz praktische Frage ist also, wie man die Gier bezähmen kann.
Ich finde hier das Menschenbild sehr interessant, dass (allen) anderen unterstellt, sie seien gierig. Zählst du dich auch dazu? Ich erlebe das in meinem Umkreis sehr anders.
Recht hast du aber, was das Problem mit dem Geld, dem Zins, der Spekulation angeht. (Ich wundere mich, dass das erst jetzt kommt). Da gibt es ja viele spannende Theorien und auch praktische angewandte Lösungen, die man hier ja mal einzeln durchdiskutieren könnte. Verbot der Zinsnahme, negativer Zins (Silvio Gesell), Verstaatlichung von Banken, bedingungsloses Grundeinkommen etc. pp.
Es gibt weder gut noch böse in der Natur, es gibt keine moralische Entgegensetzung, sondern es gibt eine ethische Differenz. (Gilles Deleuze)

