12-05-2012, 17:36
(12-05-2012, 16:15)petronius schrieb:(12-05-2012, 16:07)paradox schrieb: Das was uns gegeben ist, ist die Existenz. Was wir in der Existenz anstellen, ist unsere Entscheidung
nicht nur
ob du als kind eines mittellosen taglöhners in indien geboren wirst oder als nachkomme deutschen industrieadels, ist nicht deine entscheidung
richtig,
aber warum sind die eltern des Kindes mittellos? arbeiten sie nicht genug? warum ist deutschland ein entwickeltes industrieland und indien nicht? weil die deutschen so fleißig sind?
schließlich hat indien keinen zweiten wk verursacht und steht aber schlechter da, als die westeurop. staaten, die schon 2 wk auf dem buckel haben.
Hat das Gott so entschieden, dass es dem Deutschen besser gehen soll?
(12-05-2012, 16:07)paradox schrieb: Aber ich halte mich trotzdem für gläubig
das sei dir unbenommen
es fällt halt nur auf, daß du so einiges behauptest, nur um auf nachfrage dann dazu zu sagen, du hättest doch keine ahnung davon[/quote]
wenn man meine aussagen nicht differenzierend betrachten kann, hört es sich womöglich so an.
Zitat:(12-05-2012, 16:07)paradox schrieb: Im Grunde (glaube ich) braucht man nicht Religion und Glauben, wenn man seine Umwelt respektiert, niemanden Schaden anrichtet, friedvoll ist, andere Menschen/ Tiere nicht mißbraucht usw. Allerdings bezweifle ich, dass wir dieselben moralischen Werte entwickelt hätten, wenn wir in einer gottlosen Gesellschaft aufgewachsen wären
wie kommst du jetzt auf dieses schmale brett?
solange die gesellschaft hierzulande noch viel weniger "gottlos" war als heute, war sie schließlich noch viel brutaler, ungerechter und menschenverachtender als heute
Nun, ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass das fürchterliche Mittelalter im Vergleich schlimmer war, als das gottlose Nazi-Regime und Stalin mit seinem systematischen Massenmord.
Ich glaube auch, dass wir erst jetzt anfangen können "freier" und "richtiger" zu glauben als es früher der Fall war. Wir können offen Fragen stellen und Meinungen tauschen. Früher war der Glaube eher ein Unterdrückungsmittel habe ich den Eindruck. Also mehr ein Zwang als denn ein wahrer Glaube.
Außerdem ging es mir in der Aussage mehr darum solche Werte entwickelt haben zu können. Wenn man sich bspw die Kulturen in Regionen der Welt ansieht, die nicht von den monotheistischen Geboten Gottes beeinflusst waren, dann sieht man Dinge, wie grausame Menschenopfer, tödliche Rituale, gelebten Kannibalismus usw.
Nicht, dass unsere Geschichte im Vergleich jetzt absolut besser da stehen würde. Allerdings haben wir eine Entwicklung bewerkstelligt, in dem auch gewisse Werte Einklang in unsere Rechtssysteme gefunden haben, und damit zeigt sich eben welche Werte für uns als Gesellschaft sich durchgesetzt haben, so eine Art "survival of the fittest Werte".

